Kurzgeschichte Nr. 7

Das hier ist ne richtig alte Kurzgeschichte aus meinen Teeny-Jahren und wahrscheinlich ist sie auch nicht richtig gut. Mal schauen. Dieses Mal geht’s ein bisschen um Geheimnisse und Veränderungen in der Beziehung.

Eine peinliche Überraschung

Ach, Gleichungssyteme sind doch im Grunde scheiße, dachte er sich und erklamm mühsam die endlosen Treppenstufen bis in den fünften Stock. Zur kleinen Wohnung, die er mit seiner Freundin mittlerweile schon seit drei Jahren bewohnte.
Seine Freundin, immerhin ein kleiner Lichtblick am Ende eines beschissenen Arbeitstages als Mathematiker in forschender Tätigkeit an der Uni. Von früh bis Spät hatte er mit unglaublich komplizierten Gleichungen gerechnet und sich unzählige Male verrechnet. Er hatte so viel geschrieben, dass ihm jetzt die Hand wehtat.
Ah, endlich, er hatte den letzen Treppenabsatz überwunden und kramte mit seiner schmerzenden Hand in den Hosentaschen nach den Schlüsseln. Fahrig suchte er mit den Schlüssel das Türschloss und brauchte mehrere Versuche, das Schloss zu erwischen. Beim vierten versuch gelang es und müde und zerschlagen, tappte er in den schmalen Hausflur mit der hohen Decke. Eine einsame Glühbirne gab mehr schlecht als recht Licht. Irgendwie hatte er es in den letzten Jahren noch nie geschafft, eine Lampe zu installieren. Gedanklich nam er sich vor, am Wochenende eine Lampe zu kaufen und aufzuhängen. Er warf seine Umhängetasche in die Ecke hinter der Tür und hing seinen Mantel auf. Die Wohnzimmertür am Ende des Flurs stand einen Spalt breit offen und warmes Licht strömte in den Flur.
Mangels anderer Ideen, ging er einfach mal in Richtung Wohnzimmer, vielleicht war seine Freundin schon da oder er hatte am Morgen einfach vergessen, das Licht auszuschalten.
Leise stieß er die Tür an und der Türspalt verbreiterte sich Lautlos.
Wie angewurzelt blieb er auf der Schwelle stehen und musterte den blonden Hinterkopf einer Person , wahrscheinlich einer Frau, die auf dem Sofa mit dem Rücken zu ihm saß.
Hatten sie Besuch? Nein, wenn dann hätte sie es ihm mitgeteilt oder war es unangekündigter Besuch? Darauf hatte er jetzt herzlich wenig Lust, einem endlosen Plausch mit einer ihrer Freundinnen beizuwohnen.
Wie immer bei fremden Menschen brauchte er einen Moment, um Mut für einen Gesprächsanfang zu sammeln. Er war schüchtern und das mochte er an sich selbst nicht.
„Ähm … können sie mir sagen wo …“
Er brach erschrocken ab. Die fremde Person drehte sich im sitzen abrubt zu ihm um, sodass er endlich ihr Gesicht sehen konnte.
Nein! Sein Magen krampfte sich zusammen, es war seine Freundin! Mit mühe unterdrückte er sein Entsetzen und starrte sie an. Wo war ihre wundervolle, lange, pechschwarze Löwenmähne hin? Er sah nur eine junge Frau mit einem, für ihn, viel zu kurzem hellblondem asymetrischem Bob, die ihn keck angrinste.
Zugegeben, er war sehr empfindlich, was das äußere seiner Freundin anbetraf und diese extreme Veränderung setzte ihm da schon ziemlich zu. Aber jetzt verspürte er auf einmal eine gewisse Erregung im Unterleib und Scham erfüllte ihn. Wahrscheinlich war er jetzt knallrot geworden.
Er schämte sich zutiefst für seine heilmich Leidenschaft, die er Abends, wenn sie tief und fest schlief auslebte. Pornos waren ihm vollkommen egal und erfüllten ihn eher mit Ekel, statt mit Befriedigung. Nein was er sich Tag für tag im Internet ansah, hatte mit nackten Frauen nichts zu tun, jedenfalls nicht direkt. Ihn machte es an, sich Videos von Frauen anzugucken, die sich die Haare schneiden ließen und je extremer die Veränderungen ausfielen um so mehr erfüllte es ihn mit Erregung.
Das war seine eigene kleine „Perversion“, die er seit seine pubertären Phase auslebte und sich bodenlos dafür schämte. Immerzu hatte er sich den Moment ersehnt, an dem er sein Verlangen ausleben konnte und nun, da der Zeitpunkt gekommen war, wünschte er sich, im Boden zu versinken.
„Was ist denn mit dir, gehts dir nicht gut. Oh! Was ist mit deiner Hand passiert?“
Und schon war sie aufgesprungen und untersuchte mit ihren zarten Fingern sein rote gereizte Hand.
Er vermied es, sie direkt anzusehen und starrte stattdessen auf einen unsichtbaren Punkt hinter ihr. Der erste Moment war immer der schlimmste und er würde Tage brauchen um sich von dem Schock zu erholen, auch wenn es lächerlich klang.
„zu viel geschrieben“
Murmelte er halblaut in sich rein. Sie sah auf und suchte seinen Blick, aus den Augenwinkeln, sah er ihre Besorgnis in den Augen, aber er mied weiterhin ihren Blick.
„Was ist denn? Liegt es an mir, habe ich dich verletzt?“
Ihre Stimme klang weich und sanft, aber ein gewisser leicht drohender Unterton verriet ihr Missfallen an der Situation.
Er nickte schwach und sah ihr eine Sekunde in die Augen bevor sein Blick wieder anschweifte.
„Ist es deswegen?“
Fragte sie langsam und fuhr sich mit einer Hand durch den kurzen gefärbten Schopf.
Wieder nickte er und wagte einen weiteren Blick. In ihren Augen, las er sichtliche Überraschung und nicht wenig Unglaube.
Mit erheiterter Stimme fuhr sie fort:
„Du bist also erschrocken, weil ich mir die Haare hab kurzschneiden lassen?“
Wieder nickte er zaghaft und sie brach in schallendes Gelächter aus. Das Tat weh. Wie vor den Kopf gestoßen stand er mit gesenktem Blick mitten im Raum und sehnte sich danach, dass sie doch bitte zu lachen aufhören solle.
Die Zeit verging quälend langsam, während ihr glockenhelles Lachen durch den Raum schallte. Aber endlich hörte sie auf und lies sich, vor stillem Lachen immernoch bebend, auf der Rückenlehne vom Sofa nieder.
„Entschuldigen“, räusperte sie sich, „aber ich hab selten sowas Albernes gehört und das mag bei dir was heißen. Stimmt es also wirklich? Dich macht es fertig, wenn sich mein Äußeres drastisch ändert, so wie jetzt?“
„Ja“
Murmelte er kleinlaut und fühlte sich ertappt. Ihr Lächeln verschwand und ein mitfühlender Gesichtsausdruck legte sich auf ihr Gesicht, was ihn gelinde geasgt überraschte.
„Tut mir leid. Aber ich habe heute einfach den spontanen Drang verspürt, etwas völlig neues auszuprobieren. Ich versprech dir, dich beim nächsten Mal vorzuwahnen. Auch wenn du doch zugeben musst, dass es doch irgendwie ziemlich albern ist!“
Mit einem hinreißenden Lächeln sah sie ihn an.
„Hm, stimmt. Aber ich werde noch ein paar Tage brauchen, um mich daran zu gewöhnen!“
„Ist okay. Übrigens bist du doch daran schuld!“
„Hm?!“
Irritiert sah er auf.
„Du hast mich quasi dazu animiert. Du hast gestern nämlich deinen Rechner angelassen und ich hab ein wenig in deiner Internet-Historie gestöbert.“, sie zwinkerte ihm aumunternd zu, „‚Ne Menge seltsames Zeugs, was ich da so gesehen habe, aber auch vieles, was echt interessant war. Aber keine Angst, ich habs gleich gelöscht.“
Siedend heiß ließ es im den Rücken hinab. Sie hatte es gesehen. Sie hatte seine gottverdammte Leidenschaft entdeckt und trotzdem tat sie so, als wäre nichts passiert.
Etwas zaghaft lächelte er sie an und erntete einen Kuss von ihr.
„Komm endlich, wenn wir schon eine supertolle riesengroße Spezial-Badewanne haben, dann sollten wir sie auch nutzen. Ich hab uns ein schönes heißes Bad eingelassen“.
Und so lies er sich von ihr irritiert an der Hand ins Badezimmer führen.

ENDE

ABC-Etüden – 5-22 – Nr.2

Gestern hat Christiane zur Extraetüdenwoche eingeladen Und weil mir mehr Ideen über Nacht eingefallen sind, habe ich heute noch eine weitere Geschichte kreiert.
Ich mag es einfach Arschloch-Charaktere zu schreiben. Kaz aus meinem Buch ist zum Beispiel ziemlich übel und Joschi ist auch nicht so fehlerfrei. Heute geht es ein bisschen um Sexismus.

Die Regeln sind 5 von 6 Begriffen aus dem Januar in maximal 500 Worte gepackt.

Zur Auswahl stehen diesmal:
Hoffnungsschimmer, unverzeihlich, nähen, Wackelpudding, unverdrossen und knistern.

Der Pfiff

Manfred stellte den Werkzeugkoffer auf den Boden des Kofferraums und sortierte unverdrossen summend sein Werkzeug. Als er fertig war trank er einen Schluck aus einer Colaflasche, die er aus einer unauffällig platzierten Kühlbox nahm. Er war eigentlich ganz happy über den Tag gewesen, rundum zufriedene Kunden, jetzt war Feierabend.
Er streckte sich und sah sich um. Jede Menge Menschen unterwegs, sein Blick streifte die Gesichter der Passanten.
Auf einmal bog eine wahrlich aufgetakelte Blondine um die Ecke und sie stöckelte voller Elan auf ihren 10-Zentimeter-Absätzen in seine Richtung, dass es nur so knallte. Ihr praller Vorbau hüpfte bei jedem knallenden Schritt auf und ab wie ein dicker Wackelpudding. Dazu ein makellos genähtes Kleid, er als Sohn einer Schneiderin hatte da ein Auge für, das sich an ihren Körper perfekt anschmiegte. Das war doch das Highlight des Tages.
Als sie auf seiner Höhe war, pfiff er ihr laut hinterher, er meinte es aber wohlwollend anerkennend. Sie hielt inne und stöckelte zurück. Sie hielt einen großen Starbucks Becher in den Händen und es knisterte lautstark, als sie den Deckel abriss. Die Bewegung, mit der sie ihm den heißen Kaffee ins Gesicht schüttete, war fließend und blitzschnell. Er schloss erschrocken die Augen, als eine Woge Kaffee über ihn schwappte und dann an seinem nassen Gesicht herabtropfte. Die anderen Passanten blieben stehen und lachten ihn aus, wie er mit vollgekleckerten Blaumann neben seinem Auto stand, einige hatten die Szene gefilmt andere pfiffen und buhten höhnisch. Röte stieg ihm in die Wangen und er fühlte sich furchtbar nackt und verletzlich.  
„Es ist einfach unverzeihlich, wie ihr dummen Sexisten-Schweine mit uns Frauen umspringt. Man sollte dich verklagen, kastrieren und für immer einsperren. Beim nächsten Mal erstatte ich Anzeige, du mieser Scheißkerl.“
Sie knüllte den leeren Becher zusammen und warf ihn ihm an den Kopf, dann stöckelte sie mit fröhlich wackelnden Hinterteil davon. Die Menge löste sich langsam auf, als die Passanten merkten, dass die Show vorbei war. Er sah der Frau traurig hinterher. Aber er hatte es doch nur gut meinen wollen! Wahrscheinlich hätte sie ihm auch dann den Kaffee ins Gesicht geschüttet, wenn er ihr ein Kompliment gemacht hätte. Er war eben nicht der gutaussehende Modeltyp.
Geknickt schloss er die Heckklappe und setzte sich auf den Fahrersitz. Statt den Schlüssel ins Schloss zu stecken und nach Hause zu fahren, blieb er einfach sitzen und starrte ins Leere. Er schloss die Augen und seine Augen füllten sich mit Tränen.
Da klopfte es energisch an der Scheibe …

ENDE?

Media Monday #553

Details findet ihr hier

1. Die mitunter beste Erfindung (oder Idee) ist/war wohl … das ihr darauf nicht kommt … natürlich Klopapier. Ich meine wenns auf dem Pott feucht fröhlich zugeht will man doch wenigstens ein bisschen Sauberkeit schaffen. Die Alternativen sind rar gesäht und mir oft nicht ganz geheuer.

2. Das Spielstudio SureAI begeistert in einer Tour, denn sie liefern ab und zwar richtig, bereits mit vier umfangreichen Mods bzw. Total Conversions zu The Elder Scrolls Morrowind, Oblivion und Skyrim – packende Storys in tollen dichten Welten. Enderal begeisterte mich bisher ganz ausgezeichnet.

3. Wie es diverse Influenzer (mit ähm … Wackelpudding zwischen den Ohren) auf diversen Plattformen geschafft hat, eine solche Bekanntheit zu erlangen, ist mir ein völliges Rätsel, zumal sie und ihr Content mir eher gehörig auf den Keks gehen und sie mit dem Gerümpel auch noch Geld verdienen …

4. Wenn nur nicht die Tatsache wäre, dass sich meine Mutter mit Abstand den schrägsten Vogel aus ihrem Uni Jahrgang gewählt hätte , dann gäbe es mich jetzt gar nicht … wenngleich ich ziemlich viel komisches Zeug durchgeerbt bekommen habe … seufz … wobei, heißt das, es gibt noch Hoffnung für mich, dass mir das auch passiert?

5. Diverse Klasiker auf DVD hole ich ja auch immer wieder gerne aus der Versenkung, denn wenn die Stimmung mies ist, dann hilft vielleicht eine Runde Wilde Kreaturen, Ein Fisch namens Wanda, Blues Brothers, Indiana Jones (1&3) und Forrester Gefunden.

6. Es ist ja kaum noch wegzudenken, dass schöne World Wide Web, eine Welt ohne Chatrooms, Foren, E-Mails, Wikipedia, Youtube, Streaming und natürlich Bloggen wäre ganz schön langweilig, findet ihr nicht auch?

7. Zuletzt habe ich mal wieder einen schönen saftigen Burger bei Peter Pane gegessen und das war köstlich , weil ich bestimmt ein halbes Jahr keinen leckeren oder allgemein einen Burger gegessen habe, nur das Pfund Pommes war echt zu viel …

Meine Woche 3-22

Das ist Rinas Wochenrückblick und hier kommt jetzt meiner.

Und wie war eure Woche so?

Lang ^^

Geärgert ….. über mich selber. Fettarsch Lukas kommt einfach nicht aus dem Bett. Wenn mich nicht Arbeit aus dem Bett peitscht … ach ich weiß auch nicht, es ist ein richtiges Elend mit mir. Vielleicht sollte ich den Wecker an mein Soundsystem anschließen, aber was die Nachbarn dazu sagen werden … tja.

Gedacht…. Dass ab letztem Freitag das Leben (trotz Kackwetter) doch wieder so viel mehr lebenswert geworden ist und ich wieder mit Freunden ins Kino und was Essen gehen kann.

Gefreut: ……. über das tolle Gespräch am Dienstag und die jetzt irgendwie froheren Aussichten aufs (Berufs)Leben. Kino Mittwoch war auch gut, wir waren in House of Gucci, der war (erstaunlicherweise) echt gut. Vielleicht gucken wir beim nächsten Mal The King’s Man, mal schaun. Ich freu mich schon ein bisschen auf den nächsten Avatar. Und was eher wahrscheinlich ist, auf Uncharted, The Batman, Morbius, Top Gun und kurioserweise Eingeschlossene Gesellschaft … und alles was in den Monaten danach kommt. Und auf den neuen CaDA Hypercar ❤ Deren Zeug ist so geil, dass ich auch die happigen Zollgebühren beraffe, wenn das Zeug auf dem direkten Weg kommt …

Gefühlt: ….. Freude über das Leben. Klar Rythmus könnte besser sein und ich Fettquale könnte auch ein paar Kilos leichter werden. Aber ansonsten … ist gut so wie es ist. Ich hoffe es raucht nicht noch was größeres bei mir ab (nach Tastatur und Maus). Ah ja die neue Tastatur. Klackert ganz wunderbar mit einem satten Tastenfeedback und ist auch noch ganz toll beleuchtet, wie soll ich sagen, sie leuchtet wie ein Regenbogen … Und sie hat Medientasten, gaaanz wichtig. Ich kann nicht immer raus-taben wenn ich Zocke und kurz Musik oder Hörbuch anhalten muss.

Gegessen: …… Jede Menge Brot mit diversen herzhaften Aufstrichen, am liebsten Tomate und Paprika sowie Zwiebelschmalz. Zwischenzeitlich eine Packung Müsli runtergewürgt, weil nichts anderes da war und als gesunden Snack etwa 8 Äpfel … vielleicht sollte ich wieder auf Bananen umsteigen, jetzt wo ich mir theoretisch jeden Tag eine Staude holen könnte (ja ich esse bisweilen 8 Bananen am Tag … was soll man damit auch sonst tun … ^^). Eigentlich stand fürs Wochenende Linsensuppe auf dem Programm, aber dann hab ich mir Samstag stattdessen vier Spiegeleier (beidseitig gebraten mit Paprika) und Spinat gemacht, was in etwa so lange gedauert hat, wie Linsensuppe gedauert hätte … letzteres hätte aber entschieden länger gesättig und womöglich hätte die eine Tüte Chips noch den Sonntag erlebt … Seufz.
Genascht leider auch, zu meiner Schande auch noch viel zu viel davon, man kann eben nicht aufhören und dann noch ein Schoko-Bon und noch eines … zum Glück habe ich keine Waage in meinem Haushalt …

Gehört:  ….. Ganz viel Musik, gerne auch zum einschlafen und dann eben halt die ganze Nacht mit Anker Musikbox. Drei Fragezeichen zum zocken und für Zeichnen und Kochen, aber nur drei oder vier Folgen, ich höre gerade Nr. 63 „Fußballgangster“. Und den 8 Band von The Expanse als Hörbuch: Tiamats Zorn, aber da bin ich noch nicht weit.

Gekauft:  …… einen ganz knuffigen roten Plüschdrachen (Herbert) und ein kleiner Mädchen-Drache (Veronica). Ich war schon am überlegen, sie Joschi und Lucy zu nennen, hab mich aber noch umentschieden (Wer erinnert sich?)
Derweil bin ich mit gewisser Sehnsucht an den ganzen LEGO Regalen vorbeigegangen, hatte natürlich Papas säuerlichen Spruch im Ohr: „Bau doch mal was mit dem was du schon hast!“ und kam schließlich nicht umhin, mir zumindest das kleinste 10€ LEGO Technik Set zu schnappen. Mir schwirrt der Gedanke im Kopf herum ob es meine Eltern auf den ersten Blick mitbekämen, wenn ich ein Dickschiff von CaDA wie dieses Prachtexemplar unauffällig auf mein Regal zu den anderen LEGO Sachen stelle, wenn ich mir selbst heimlich etwas zum Geburtstag schenke(n sollte). ^^
Und dann Freitag um viertel vor Elf (abends) noch der große REWE Einkauf vorm Wochenende (weil ich nicht so Lust auf Reis und Nudeln mit Pesto hatte) und da deftige Linsensuppe geplant war, hab ich natürlich vorsorglich zwei Flaschen Budweiser gekauft.

Papa und Tochter



Gelacht……….. über Sketches von Torsten Sträter, Jochen Malmsheimer, Urban Priol und Volker Pispers. Man könnte fast meinen, mein Humor ist älter als ich selbst 😉

Gelesen:  …. ein bisschen Drei Fragezeichen, Nummer 125A – Das Rätsel der Meister. Daneben springe ich von Buch, lese aber letztendlich eher wenig. Eigentlich bin ich eher auf Youtube unterwegs, mache Blogsachen oder schreibe, spiele Videospiele und guck mal nen Film. Irgendwie ist da nie ein Zeitfenster zum lesen, aber ich mag auch nicht abends lesen …

Gelitten …. Heißhunger, Hat der Depp doch mal wieder Süßigkeiten gekauft und demonstrativ hingelegt … eigentlich stand abspecken auf dem Programm, so ein verdammter Mist!

Geplant: …… definitiv früher aufstehen, elf ist doof. Und mehr rausgehen auch wenn das Wetter echt Mist ist. Eigentlich hatte ich mir den Vorsatz gemacht, jeden Tag einmal die Treppen hochzusteigen (wohne im 11. Stock), aber daraus ist auch nichts geworden. Man, ich bin echt gut im Planen, aber die Ausführung … ach ja …

Gesehen: ……… House of Gucci im Kino, mit dem Besten, Cola und M&Ms. Perfekt und der Film war überraschend gut. Dazu World of Tanks Videos von Skill4ltu, Dokus, Film Essays, Helde der Steine und ein paar Sachen von Better Bachelor auf Youtube. Wer braucht schon Fernsehen … Hey ich hab nicht mal einen Fernseher … trotzdem muss ich Gebühren abdrücken … so ein Mist.

Gespielt/Gebastelt/Gehandwerkt: Viel zu viel rundenbasierte Strategiespiele, namentlich Civilisation V und VI. Ich würde gerne mal wieder Brettspiele spielen, ich glaube ich muss mir echt mal wieder Nebenan.de zulegen um Brettspielrunden zu finden, kann ja echt nicht sein. Wohnt einer von euch zufällig in oder um Berlin und mag Brettspiele?
Dazu hab ich ein bisschen mit LEGO gebaut, womöglich gibt es dazu ein Video morgen, mal schauen …

Getan:  ….. Ich hatte endlich ein klärendes Gespräch mit dem Amt und bin jetzt viel motivierter auf meinem Weg durch den Alltag.
Ansonsten hab ich reichlich geschlafen, rund 12 Stunden pro Tag. Kann mein doofer Körper nicht nach maximal acht Stunden von alleine aufwachen? Manchmal vermisse ich Studium … durchmachen und (Dank vier Dosen Red Bull) einigermaßen fit durch den Tag und dann schön durchschlafen … das waren noch Zeiten …
Kennt ihr gute Hilsmittel gegen Snoozen und nicht aus dem Bett kommen? Ich könnte wirklich ein klein bisschen Hilfe gebrauchen.

Getroffen:  …. Meinen Besten für Kino und davor Burger essen. Das war vielleicht was ^^ Beide geboostert, aber er hat keinen Impfnachweis, weil er seinen Impfausweis verbummelt hat (seufz), also ist er zum Testen losgeradelt und das dauerte dann tausend Jahre. Meanwhile, ich sitze seit einer Stunde im Lokal im Warmen, bin froh das ich einigermaßen früh da bin und es derweil echt voll wird und schlürfe Limonade. Man und dann war der Handyakku fürs Handy um den negativen Test zu zeigen alle … es lebe die Powerbank, die ich zur Sicherheit immer bei mir im Rucksack habe … Immerhin hat er mir einen Drink spendiert, also wars nicht so schlimm. Und dann waren wir im Kino. Als er bei Kaufland Snacks gekauft hat, bin ich noch schnell in den Spielzeugladen und hab den kleinen roten Drachen gekauft, ich war trotzdem erster am Kino.

Getrunken: …… Viel Tee, viel Wasser, ein Budweiser und ein bisschen Baileys. Leider hab ich Tonic Water vergessen, so ein Gin Tonic mit teurem Elefant Gin wäre doch mal wieder was Feines. Naja, ich geh morgen mal einkaufen.

Geweint ……… Ich bin ein Mann, sowas macht „man“ doch nicht ^^

Gewundert …. Über mich selbst und meinen Körper. Ich meine jahrelang hab ich etwa 94 Kg gewogen und dann auf einmal ohne meine Essgewohnheiten großartig zu ändern … ZACK … hundert. Menno. Ich glaube ich sollte gleich nochmal mit dem Fahrstuhl runter fahren und Treppensteigen gehen oder am besten zweimal … schaden kann es zumindest nicht und vielleicht verbrenne ich ein paar Kalorien. Joggen mag ich nicht und Fahrradfahren find ich doof. Aber ganz ohne Süßkram geht es doch auch nicht. Gibt es Frauen die nerdige Wasserbälle mögen? Wahrscheinlich nicht, also ab ins Schwimmbad und ins Fitnessstudio.

ABC-Etüden – 5.22

Heute hat Christiane zur Extraetüdenwoche eingeladen

Die Regeln sind 5 von 6 Begriffen aus dem Januar in maximal 500 Worte gepackt.

Zur Auswahl stehen diesmal:
Hoffnungsschimmer, unverzeihlich, nähen, Wackelpudding, unverdrossen und knistern.

Ich hab mir etwas ausgedacht, das in meinem Science-Fantasy Universum von Das Osiris Projekt spielt, ohne etwas groß mit dem Buch zu tun zu haben. Der Protagonist ist ein übellauniger Waran namens Nathan, der große Bruder von Ted dem Dieb, meinem Alias hier auf dem Blog. Das ist übrigens Nathan:

Nathan in Hochform

Ankunft

Nathan sah aus dem Fenster, als der kleine alte Bus die kurvige Straße entlang an Steilhängen und Nadelwäldern fuhr. Er warf einen Blick auf die Kartenapp seines Handys, noch etwa drei Stunden bis zum Ziel. Er lehnte sich zurück, genoss den Ausblick und summte unverdrossen die ersten Takte seines Lieblingslieds.
Er musste weggenickt sein, der Bus hielt abrupt und er war hellwach. Sie hatten irgendein kleines Kaff in den Bergen erreicht. Ein fetter Clown und zwei Helfer hatten mit Waffengewalt den Bus angehalten. Diese miesen Terroristen. Er sammelte sich und wartete ruhig, als der fette Clown den Bus bestieg und sich die wenigen Mitfahrer ansah. Auf seiner Höhe hielt er inne.
„Du, du scheiß Echse, ihr scheiß Tiere seid hier nicht erwünscht. Kriech wieder in das Loch, in das du gekommen bist!“
Er stampfte mit dem Fuß auf und sein Wanst, der unter dem Shirt hervorquoll wabbelte auf und ab wie Wackelpudding, Nathan verzog angewidert die Mundwinkel und züngelte. Der Schweißgestank des Clowns war unerträglich. Echte Gastfreundschaft hier in Montana.
„Raus mit dir, du läufst nach Hause, du Abschaum.“
Diplomatie, Nathan, Diplomatie. Du bist Undercover, du kannst nicht wahllos Clowns abschlachten weil dich jemand beschimpft!
Er nahm seine Sachen und verließ den Bus, das Laub knisterte unter seinen schweren Stiefeln als er aus dem Bus sprang, die Stimmung war angespannt. Der dicke Clown schnaufte zu ihm und wedelte mit einer Pistole vor seiner Nase herum, ein kurzer Blick genügte um zu sehen, dass sie nicht entsichert war – die Clowns waren eben echte Profis.
Er wurde von einem großen Clown mit einem Vorschlaghammer und einer schlaksigen Bohnenstange, der er nicht zutraute, den Baseballschläger in ihren Händen schwingen.
„Taschenkontrolle! Alles ausleeren.“
Der dicke Clown klang, als würde er unter der Clownsmaske höhnisch grinsen. Er seufzte und öffnete seinen großen schweren Wanderrucksack. Sorgfältig und akkurat breitete er den Inhalt seines Rucksacks auf der leeren Straße.
„Was das?“
Der Fettwanst deutete auf seine Kameraausrüstung.
„Meine Kamera.“
„Pff, beschlagnahmt.“
„Hey Moment, das geht nicht, ich bin Naturfotograf, die brauche ich für meine Arbeit.“
„Als ob das Tierpack arbeiten würde, ihr seid doch alles nur Schmarotzer. Gib her.“
Er fuchtelte wieder mit der Spielzeugpistole vor seiner Nase. Jämmerlicher Zwerg, Nathan war zwei Köpfe größer. Aber er musste seine Tarnung aufrechterhalten. Er malte mit dem Kiefer und gab ihm die Kamera. Zu seinem Entsetzen warf der Clown die teure Kamera einfach den steilen Hang hinab.
Er zwang sich zur Ruhe, während er von den drei Clowns schikaniert und nach und nach seine Ausrüstung malträtiert wurde, am Ende pisste der Fette über seine Klamotten. Dann waren sie durch und ein Hoffnungsschimmer glomm in ihm auf. Aber er kochte innerlich, es war einfach unverzeihlich wie man ihn behandelte.
„So, kannst gehen Schuppenfresse. Aber in die andere Richtung.“
Der Fettwanst stopfte sich gerade knapp achthundert Dollar in die Tasche, die Nathan für die Reise eingesteckt hatte. Jetzt konnte er wirklich nur noch laufen. Warts nur ab Fettqualle, Warane sind heimliche Jäger. Heute Nacht komme ich für euch drei.

ENDE?

Das Osiris Projekt – Teil 2 – Kapitel 21

21. Kaz – 17. Mai – 2058 – Engel

Er träumte. Berlin, eine vertraute Straße. Ein Schlüssel wanderte in ein Türschloss und jemand betrat eine Wohnung – seine alte Wohnung. Im Spiegel blickte ihm seine Liz entgegen, die echte. Sie blätterte durch die Post und zog eine Postkarte hervor. Der Text hinten konnte er nicht lesen, nur das letzte Wort war in Rot und hieß „Zeit“ in Deutsch. Die Frau lächelte und holte einen Zeichenblock hervor. Sie malte ein Gesicht, Liz Gesicht vor dem Unfall damals, ein Selbstportrait. Dann wachte er auf.
   Er schlug die schwere Pelzdecke zurück und Anna neben ihm schlief noch. Seine Hände zitterten. War das gerade ein Traum gewesen? Oder eine Vision? Fast sieben Jahre waren vergangen, dass er das Buch das Osiris Genom geschrieben hatte. Er spürte wie Jack gerade in einem Buch las und Wolf schlief – Karl neben ihm im Bett, er kappte die Verbindung zu den anderen.
   Leise stand er auf und zog sich im Ankleideraum etwas Unauffälliges an. Unten im Keller schloss er sein Fahrrad ab und radelte durch die Tiefgarage und nach oben in das nächtliche Berlin.
   Seine alte Wohnung war etwas abgelegen, also fuhr er bis zur Solomon Akademie und nahm von dort die S10 in Richtung Hauptbahnhof. Das sollte er öfters machen, nachts durch Berlin zu radeln.
Er fuhr seinen gewohnten Weg entlang und bog dann durch eine Durchfahrt in einen Hinterhof ein. Das Tattoo Studio, wo er die meisten seiner Tattoos her hatte und den kleinen Dönerladen, der seiner Meinung nach den besten Döner in Berlin machte, gab es sogar immer noch. Die alte Werkstatt wo er und Xen früher unter Anleitung von Jonah an Autos geschraubt hatten gab es auch noch.
   Nachdem er sein Fahrrad an dem Metallzaun angeschlossen hatte ging er zum Wohnhaus. Hier hatte er damals immer Schlösserknacken geübt wenn keiner zusah. Schlösserknacken geht zwar schneller aber er suchte trotzdem seinen alten Hausschlüssel heraus. Er ging hoch in den dritten Stock und zu seiner alten Wohnung. Sein Name stand immer noch an der Klingel und gegenüber wohnte anscheinend immer noch Jonah, der buddhistischen alte Kerl, der ihm so einiges beigebracht und dem gehörte auch die Werkstatt im Hof. Der war mittlerweile bestimmt längst tot.
   Er zog sein Schlüsselbund aus der rechten Hosentasche und nahm den Schlüssel den er seit über zwanzig Jahren nicht mehr verwendet hatte. Der Schlüssel passte perfekt und er schloss auf, sein Herz pochte ein bisschen. Aber es war kein Einbruch wenn es seine eigene Wohnung war.
   Er merkte sofort die Veränderungen. Ein anderer Schlüsselbund lag in der Schlüsselschale neben einer geladenen FN Five-Seven. Im Flur standen Damenschuhe, hohe Stiefel und High Heels mit abenteuerlichen Absätzen und ein dunkler Wollmantel hing über der klapprigen Stange an der Garderobe.
   In der Küche stand ein Suppenteller und ein Bierglas auf dem Abtropfgitter und eine halbvoller Topf Gulaschsuppe stand auf dem Herd, er bemerkte die Sammlung leerer Bierflaschen neben der Spüle.
Im Bad stapelte sich Makeup vor dem Spiegel. Im Wohnzimmer traf ihn der Schlag. Auf dem Tisch in der Sitzecke lagen die Postkarte aus dem Traum und das Bild mit Liz, was fotorealistisch gezeichnet war. Auf der Rückseite der Postkarte stand etwas, aber er erkannte nur „Zeit“ in Rot.
   Wer wartete wohl im Schlafzimmer auf ihn? Er öffnete die Tür. Das Etagenbett war oben immer noch mit seinem Schrott vollgemüllt und völlig verstaubt. Unten schlief Liz aus seinem Traum unter einer schwarzen plüschigen Fleecedecke, Das Fenster war gekippt und die Vorhänge zurückgezogen, Mondlicht strahlte herein.
   Er kniete sich vor sie hin und studierte ihr Gesicht, das konnte nicht sein, sie war doch längst tot.
Als sie ihre Augen öffnete und ihn aufmerksam betrachtete, zuckte er zurück, es war wie als wenn sie nur auf ihn gewartet hatte. Sie schlug die Decke zurück und sie war nackt, ungeniert stand sie auf und legte einen Finger auf ihre vollen Lippen. Dann schloss sie das Fenster und schob die dicke schwarze Gardine vor.
„Ich hatte gehofft ich könnte eine Szene vermeiden wenn ich dich hierher rufe.“
Scheiße das war Liz Stimme, haargenau.
„Ich hätte mir gewünscht dass wir uns schon vorher begegnen, aber ich hatte den Auftrag mich von dir Fernzuhalten, ich wäre sonst schon 2045 wieder zu euch gestoßen, geht es Amber gut?“
Was faselte die Frau da?
„Entschuldigung wie unhöflich, aber deine Augen täuschen dich nicht, ich bin ich.“
Ihre Augen waren intensiv grün und sie hatte Sommersprossen. Seine Liz, wie er sie kennen gelernt hatte vor jetzt über dreißig Jahren.
„ich bin die Osiris Initiative durchlaufen, man nennt mich Angel, den Engel des Todes. Den Namen hab ich mir nicht ausgesucht, den hat mir Nomad gegeben. ihr könnt euch übrigens auch tarnen. Das macht die Missionen echt einfacher, aber es erfordert eine Menge Konzentration und Übung. Nach meiner „Auferstehung“ hab ich mir ein paar Tarnungen ausgedacht, für den Fall, dass man sich an Liz erinnert. Entschuldigung dass ich wieder hier eingezogen war, aber nach der Wiederauferstehung brauchte ich einfach etwas Vertrautes. Ich glaube, dass ich dich Rufen konnte zeigt dir, dass ich auf deiner Seite bin.“
Tränen liefen über seine Wangen und er umarmte sie fest.
„Erst dachten wir du wärst Emily und dann kam die Spinnenkönigin.“
„Aber Emily ist Liz, also ich, und die Spinnenkönigin war ich auch, aber ich kann nur diesen Körper selbst steuern. Nur ich bin ich. Emily wird viel zu sehr wie mein altes Ich.“
„Du meinst zerfressen von Ehrgeiz und der Zeit?“
Liz lachte und nickte.
„Jetzt habe ich einen sehr starken und gesunden Körper. Und Zeit ist mir außerhalb der Missionen total egal geworden, ich liebe es total Zeit zu verplempern. Die Nächte durch zu bingen, oder stundenlang MakeUp und Verkleidungen auszuprobieren, oder mir in Ruhe die Beine zu wachsen ohne dass ich darüber nachdenke wie viele Millionen Horizon dadurch verliert. Und hier wo ich in einem anderen Leben ein halbes Jahr gelebt habe, fühle ich mich sehr wohl. Nur du fehlst mir sehr.“
„Wie lange wohnst du hier und ich dachte du bist nach Russland geflogen.“
„Ich bin nie nach Russland geflogen. Eines Nachts bin ich einfach aufgewacht ohne zu wissen wie ich da hingekommen bin. Dann wurde ich zu seinem Geist und einem Todesgott. Das war Sommer 2045. Ich durfte dich nie kontaktieren, bin aber provozierend in deine alte Wohnung eingezogen. Die hat mich immer an früher erinnert. Meine Tarnidentität ist unter anderem eine junge Schwarze, mein Name ist Samantha und wehe du nennst mich Liz. Und gestern habe ich die Nachricht bekommen, dass es Zeit wird mit dem Versteckspiel aufzuhören und euch drei anderen mit einzuweihen. Der Kampf ist noch nicht vorbei. Er hat gerade erst begonnen. Das hier soll ich dir übrigens wiedergeben, ich weiß jetzt warum es dir Glück bringt.“
Sie hielt ihm einen Yin-Yang Anhänger an einem Anhänger entgegen. Und er ergriff ihn beinahe andächtig und musterte den Anhänger, den ihm sein Großvater Ben vermacht hatte. Wärme breitete sich in ihm aus, als er sich den Anhänger umhing.
„Und jetzt?“
„Nomad wird dir alles erklären, er ist jetzt unser Anführer.“
„Mein Großvater ist tot!“
„Nein, er lebt. Aber er ist kein Mensch mehr, er ist etwas Höheres geworden.“
Sie schwieg einen Moment und sah ihn lange an.
„Er ist zu einem Gott geworden.“

ENDE

Gedanken zu den LEGO Technik Sommerneuheiten 2022

Ich verweise zu allererst auf die Seite von Promobricks, denn da habe ich meine Infos her. Bei LEGO gibt es ja immer die Weihnachts- und die Sommerwelle. Die Sommerwelle bei Technic bringt die großen heißbegehrten Sets.

Man munkelt dass der neue Supercar von LEGO von 2022 auf 2023 verschoben wird. Das Modell unter der Nummer 42143 soll rund 3800 Teile haben und etwa 400$ kosten.
Der Quark interessiert mich reichlich wenig, allein weil die Konkurrenz zum Beispiel in Form von CaDA, eigene Supercars im Angebot haben, die LEGO einfach aus den Wasser pusten. Wie zum Beispiel den neuen motorisierten Hypercar mit 4500 Teilen für schlanke 250$. Was will ich dann mit dem maßlos überteuerten von LEGO, der weniger Teile hat und nichts kann, außer doof in der Vitrine zu stehen und Staub zu fangen?

Weiter im Text. Nummer 42144, ein Bagger mit Höhenverstellbaren Cockpit und einem Greifer für Schrott. Mit Pneumatik und sehr schlanken 800 Teilen, was wirklich nicht viel ist. Dafür will LEGO laut deren Quelle 140$. Ähm, das ist bitter. 2016 hatten wir einen vergleichbaren Bagger, den Volvo EW160E (42053) mit 1166 Teilen für nur 120$. fast 400 Teile mehr und 20$ günstiger. Und der war damals schon nicht günstig. Was nehmen die bei LEGO?
Ich hol mal die CaDA-Keule raus: der C61082W Bagger mit 1700 Teilen für 110$ und wahlweise motorisisiert und voll Ferngesteuert für 170$. Da kommen doch LEGO Technik 8043 Vibes auf …
Hm, was soll ich jetzt wohl nehmen? Das jämmerliche LEGO Gerippe für 140$ oder den motorisierten Bagger mit doppelt so vielen Teilen für gerade mal 30$ mehr. Ich weiß auch nicht, was meint ihr?

Dann den Einzigen mit Namen, den 42145 Airbus H175 Rescue Helicopter. 2000 Teile, motorisiert für 200$. Da bin ich milde interessiert. Wenn man den gut ausschlachten kann bin ich für 30% Rabatt dabei. Ansonsten hat die Konkurrenz echt besseres zu bieten und ich hab schon den 42052 Heavy Duty Helicopter von 2016. der hat zwar nur halb so viel Teile, kann aber auch ziemlich viel und braucht keine doofe Lizenz um gut zu sein.

Jetzt erreichen wir den Punkt, wo der Held der Steine gerne von „lackgesoffen teuer“ spricht. Die 42146, einen Liebherr Seilbagger. Lumpige 2882 Teile für … haltet euch fest … 600$. Das sind Preiskategorien, wie wir sie nur bei völlig abenteuerlich überteuertem Lizenzgerümpel wie Star Wars finden. Man schätzt, das Ding wird 1,5m hoch sein … wo soll das hin? Und wer zahlt so viel Geld für so wenig?

Ich kanns nur sagen, ich war zwischen 2014 und 2018 riesiger LEGO Technic Fan, hab (die großen) Sets stellenweise doppelt und dreifach gekauft, weil die Sets einen so verdammt guten Gegenwert boten. Aber spätestens mit dem Control+ Mist und den blöden funktionslosen Supercars haben sie mich echt als Kunden verloren. Nur noch überteuerter Krempel, der sich nur per App steuern lässt. Mittlerweile kaufe ich nur noch die kleinen 10€ Sets von Technic.
Und alte Klassiker über Bricklink. Der Abschlepptruck von 1999 ist der nächste auf meiner Liste.

Gäbe es lustigerweise LEGO Friends nicht, hätte mich LEGO schon längst verloren. Friends hat schöne Ideen und gut weiterverwendbare Teile, für einen Preis, der im Markt rabattiert völlig ok ist.

Aber wenn ich Technik suche, dann nur noch bei CaDA und Co. Meine Hoffnung, dass LEGO da nochmal was brauchbares zaubert, außer sie bringen den Ford Bronco in 1:8, da wäre ich dabei. Aber ansonsten finde ich es sehr schade, aber was soll man machen.

Ich sollte auf meinen Papa hören. „Bau doch mal was mit den Steinen, die du schon hast!“. Kommt es jedesmal säuerlich vorwurfsvoll von ihm, wenn ich von CaDA schwärme ^^

So wo waren wir? Ach ja, Hände Weg von LEGO! Ich glaube deren einzige Strategie ist es, die Konkurrenz mit ihren Anwälten klein zu halten, Fanboys zu melken und inständig zu hoffen, dass keiner die Alternativen zu ihrer Marke kennt.

Ein paar von euch mögen ja den Held der Steine so gar nicht. Aber ohne ihn wäre ich nur ein blinder Fanboy geblieben und nie auf den Trichter gekommen, dass die Konkurrenz oft einfach nur besser ist.

Und jetzt weiter LEGO Teile sortieren … es endet einfach nicht.

Das Osiris Projekt – Teil 2 – Kapitel 20

20. Jack – September 2051 – Das Buch

„Weißt du was das tolle an eurem Haus ist? Ihr habt einen tollen großen Garten. Du glaubst nicht wie Laut Kinder schreien können. Hier ist es entspannt, auch wenn man die Großkatzen riecht. Aber tausend Quadratmeter Wohnung und kein Garten, wie doof ist das denn?“
„Soll ich dir sagen wie schweinelaut vier Babys sind, wenn sie zeitgleich ein Schreikonzert geben. Ich bin froh über die subtilen Ohrstöpsel, auch wenn mich Amber oft genug hasst weil sie nachts nach den Kleinen sehen muss, weil ich den Lärm nicht höre und weiterschlafe. Aber mein weniger Schlaf ist mir hoch und heilig. Ich hab übrigens Snacks mitgebracht.“
Er stellte das große Tablet ab. Für jede Nase, also ihn, Kaz und Wolf gab es einen saftigen großen Burger. Eine Riesenschüssel Pommes für alle und kühle Getränke. Bier für den alten Mann und Cola für den Rest. Sie langten herzhaft zu.
„Meint ihr die Unbeteiligten haben war mitbekommen?“
„Hoffentlich nicht, ich hab eine Menge Scheiße ausgeplaudert.“
„Wir werden es erfahren. Linda ist eine liebe Seele, ich möchte nicht dass sie mitbekommt wie ich meine Brötchen verdiene. Sie liebt mich tatsächlich und sie völlig fasziniert vom schlausten Waran der Welt, der mitdiskutierten kann wenn es um Kryptografie geht. Vielleicht heiraten wir nochmal. Aber so viele Enkel, das finde ich toll. Eine neue Generation. Auch wenn ihr in der Babypause seid, heißt das nicht, dass die Welt aufhört sich zu drehen. Die Clowns werden lästig. Meine Freunde leiden. Ich denke, wir sollten wieder mal eine Operation starrten, wir drei. Das hat beim letzten Mal toll geklappt. Mimik wird Nachahmer finden. Nur wissen jetzt alle dass ein offensichtlicher Krieg nicht weit kommt. Mimik wurde regelrecht von der Landkarte gestrichen. Der nächste Konflikt wird ein Schattenkrieg. Dafür müssen wir bereit sein. Wir alle. Tja der Solomon Fluch ist jetzt ein Problem. Ihr dürft eure Kinder nicht im Stich lassen, sonst wiederholt sich alles wieder. Und wir müssen sie auf den Krieg vorbereiten. Kaz du kennst die Routine und Jack du mittlerweile auch. Wisst ihr, ich fühle mich alt. Als ich zur Bundeswehr gegangen bin, gab es noch keine Smartphones und jetzt über vierzig Jahre später haben wir künstliche Intelligenzen und Raumschiffe und noch mehr Zeugs und die Toten stehen wieder auf. Kaz, deine totgeglaubten Geschwister werden Probleme machen und die KIs auch. Das ist eine Entwicklung, die mir ganz und gar nicht gefällt.“
„Ich stimme dir zum Teil zu. Aber Hal und Lara gehen in Ordnung. Sie wohnen hier auf dem Grundstück in Angestellten Wohnungen, helfen Jack und genießen ein ganz normales Menschen als Menschen, so wie sie es sich schon immer gewünscht haben. Ganz unauffällig. Ich treffe mich mit den beiden öfter mal auf einen Kaffee. Ich dachte daran ein Buch über das ganze Schlamassel zu schreiben.“
„Ist das nicht gewagt, glaubst du die Welt ist bereit dafür?“
„Ich weiß nicht, ich würde es aus meiner, Jacks und Liz Perspektive schreiben.“
„Wie soll das denn gehen?“
„Durch den Link habe ich Zugriff auf deine Sicht der Ereignisse und es ist nicht so schwer sich in Liz herein zu versetzten, ich kenne sie schon mein halbes Leben. Natürlich muss ich es aus dramaturgischen Gründen anders aufbauen und die Namen ändern. Vielleicht wird das ja was.
Ich will einfach mal was Neues ausprobieren, wisst ihr?“
„Guck mich nicht an, ich hab da nichts dagegen Dagger. Mach ruhig. Wie heißt es denn?“
„Das weiß ich noch nicht. Vielleicht etwas mit Todesgöttern. Also uns.“
„Das Osiris Projekt“
„Riskant den echten Namen für das Projekt zu nehmen, aber für Eingeweihte hat es durchaus etwas Griffiges. Also dann, lasst und anstoßen. Auf das Osiris Projekt.“
Sie hoben ihre Flaschen und klirrten sie zum Anstoßen zusammen.

Der Song zum Samstag #2

Dieses mal im Doppelpack kommen meine beiden unangefochtenen Lieblingslieder meiner Lieblingsband LINKIN PARK. „New Divide“ und „What I’ve done“. Allerdings nicht als Originale, da ich zwei schöne Cover gefunden habe. Funfact: ich verwechsle beide Songs immer etwas durch den irgendwie ähnlichen Start. Und beide Songs kommen in den Transformers Filmen vor.

Freitagsfüller #2

Es ist Freitag, also denke ich, mache ich wieder bei dieser Aktion mit.

1.  Genau heute habe ich mal wieder nach Filmen gestöbert, die man leihen könnte.

2.   Wie viele Filmfranchises den Bach runtergehen, da packt mich das Grausen.

3.  Ich habe es tatsächlich geschafft,  den Wecker heute so gründlich zu überhören, dass ich rund sechs Stunden später verwirrt aufgewacht bin und mich nach dem Blick auf den Wecker maßlos geärgert habe .

4.  Mein Grburtstag im März, womöglich mit ein paar Klemmbausteinsets und dem Besuch meiner Eltern,  ich freu mich drauf !

5.  Als allererstes  drücke ich meine Dankbarkeit aus, gesund zu sein, ein normales Leben führen kann und keinen Hunger leide .

6.  Ich kann nur vor Unglaube mit dem Kopf schütteln , wenn man das politische Geschehen in unserem Lande betrachtet.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Kaffee satt und ein bisschen Snacks bei einem Filmeabend , morgen habe ich geplant, abends in Ruhe einkaufen zu gehen und noch ein paar gesunde Snacks zu besorgen und Sonntag möchte ich Früh ins Bett gehen und meinen Rythmus endlch wieder einrenken !

Das Osiris Projekt – Teil 2 – Kapitel 19

19. Jack – 20.08. 2051 – Es ist wie Magie

Behutsam verfrachtete er die kugelrunde Amber in seinen Omega Defender auf dem Beifahrersitz. Und Sahid machte gleiches mit Akira, die nicht weniger rund war. Nach ein paar Minuten saßen sie zu viert im Wagen.
„Wessen Idee war es das ihr genau gleichzeitig schwanger werdet? Und dann auch noch ausgerechnet mit Zwillingen?!“
Amber und Akira waren verlegen und Sahid sah unglücklich aus dem Fenster.
Versehen oder Schicksal, in wenigen Wochen würden vier lärmende Säuglinge das ganze Haus zusammenschreien, er und Sahid hatten bereits Vorratsladungen an Ohrstöpseln besorgt.
Er hatte sich mit dem Araber eng angefreundet. Eigentlich waren sie vier eine große Familie und kamen sehr gut zurecht. Und dann gab es noch die größere Familie zu der sie jetzt fuhren.
Es hatte etwas Komisches. Jetzt plötzlich waren alle schwanger oder mit Kleinkindern unterwegs.
Klara hatte einen zweijährigen Sohn mit Ralf, der Gott sei Dank keine Memme mehr spielte. Mittels Kaiserschnitt war ein gesunder Junge geboren worden. Er hieß Kasper.
Emily hatte es probiert aber bei ihr waren alle Versuche einer künstlichen Befruchtung fehlgeschlagen. Yusuf hatte eine Tochter mit Nadja, sie hieß Yara und war ein Jahr alt.
Bei seiner Mutter Anna war es kompliziert gewesen, aber jetzt hatten sie auch eine Lösung für Emilys Problem, ein völlig neues medizinisch Verfahren und Anna trug den Embryo, der genetisch zwei Mütter und einen Vater haben würde.
   Ach ja, er selbst fühlte sich sehr unwohl, dass er seine Freundin mit seinem komischen Körper geschwängert hatte, er …
„Wie lange sollen wir denn noch in der Einfahrt stehen, sag nicht du hast deinen Schlüssel vergessen! Mir ist warm, mach den Mülleimer an!“
Amber war hochschwanger immer wieder liebreizend. Es war aber auch wirklich warm heute.
Er steckte den Schlüssel ins Schloss und der fette Motor dröhnte satt. Er ließ den Motor ein bisschen laufen und schaltete die Klimaanlage ein. Der Motor schluckte auf hundert Kilometer satte zwanzig Liter, Diesel pur, den bekam man mittlerweile hinterhergeschmissen. Allerdings produzierte er auch Wasserstoff und satt Strom, Atomreaktor im Keller sei Dank.
   Und er hatte die Strahlenwerte gemessen. Wenn er den Geigerzähler auf den Reaktor stellte hatte er weniger Strahlung als bei einem normalen Flug über den Atlantik. Schon krass. Trotzdem waren die Wände dick und strahlengesichert.
   Dann fuhr er langsam vom Grundstück. Und fuhr die Straße entlang zum Platz der Nationen eins.
Bedächtig fuhr er die Tiefgarage herunter und parkte neben dem fetten Omega Avenger von Kaz. Einen X8 für maximalen Exzess. Und daneben ein X5 für den Alltag. Und die beiden fetten Anhänger.
Neben dem im Gegensatz zu den anderen beiden Monstern echt günstigen roten Lamborgini Sián hielt er an und half seiner Freundin aus dem Wagen.
„Wehe einer von euch platzt etwas wenn wir nach oben düsen!“
Die Fahrstuhlfahrt verlief zum Glück ohne Probleme. Und oben wurden sie schon erwartet.
Karl begrüßte sie vor Freude wie wild züngelnd, er war anscheinend noch größer geworden. Und er führte sie ins Innere der Wohnung.
   Alle waren da und erwarteten die beiden hochschwangeren Geburtstagskinder.
Wolfgang mit seiner neuen Freundin Linda, Kaz neben einer müde wirkenden Emily und einer runden strahlenden Anna. Klara mit Ralf und Kasper, Yusuf mit Nadja und Yara, Xen und Tamara und ihre vier Kinder, die nach Alter sortiert höflich auf einem Sofa saßen.
   Sie nahmen auf den vielen Sofas Platz und der junge Panther Max, den Amber ihrem Vater geschenkt hatte strich um ihre Beine, er war ganz lieb und noch ganz schön klein. Trotzdem hatten die Kinder einen Mordsrespekt vor dem Vieh und vor Karl, der locker dreieinhalb Meter lang war.
„Es freut mich so sehr dass ihr alle heute an diesem Tag wieder hergefunden habt. An diesem Tag haben wir alles verloren, aber uns auch wieder gesammelt als Familie gefunden und das hat uns stark gemacht. Und bald werde ich tatsächlich sowohl Opa als auch Vater, mit Mitte Vierzig, der Familienfluch hat mich getroffen wie es mir scheint. Herbert wäre jetzt Uropa. Wir sollten auf den Alten anstoßen und sein großes schweres Erbe. Auf Herbert Solomon.“
Sie stießen mit ihren Gläsern an. Und Lien und Merlin servierten Kuchen und besonders die Kinder freuten sich. Sie mampften den tollen Kuchen und Amber strich bedächtig über ihren Bauch.
Vater mit Anfang zwanzig, schon ziemlich krass, aber sie hatten sich abgesprochen und schon Personal eingestellt um die Kleinen so gut es geht begleiten zu können. Sie hatten sogar einen tollen Spielplatz und eine eigene Badestelle direkt am Wasser. Vom unterirdischen Schwimmbad und den Kletterwänden gar nicht zu sprechen. An denen übte Akira wieder klettern wenn sie nicht gerade kugelrund war. Amber hatte ihre Ausbildung mit Bestnoten bestanden und hatte ein Rudel Großkatzen im Zoo in ihren Bann geschlagen. Das Mädchen war die Sensation des Zoos. Wie Tiger und Löwen mit ihr herumtollten und spielten war unglaublich. Er dachte daran dass Wolf sie als geborene Führerin bezeichnet hatte, vielleicht ja für wilde Raubkatzen. Zuhause hatte sie immerhin noch Lucy und Panther Moritz, für ein Zuchtprogramm. Genehmigungen waren alle da und das Gehege war artgerecht und ziemlich groß. Sie würde aber fürs erste einmal Mutter spielen.
Und er ging Arbeiten. Nicht dass er Geld brauchte, aber was sollte er denn sonst mit seinem Leben machen wenn er nicht mehr als drei Stunden schlief und alles super schnell und effizient abarbeitete?
   Er war im dritten Jahr an der Akademie, die einen sehr hohen Praxisanteil hatte. Die Ausbildung ging im Regelfall fünf Jahre, aber dann hätte er den Master der Architektur und Simon war sein Mentor geworden und er lernte so viel von dem alten Herrn. Für den Master hatte er geschummelt und sich das Umbauprojekt für den Horizon Konzern zurechtgelegt. Emily war hin und weg von seinen Entwürfen gewesen und hatte das so durchgeschubst. Jetzt sah alles aus wie eine moderne Neuinterpretation einer riesenhaften mittelalterlichen Burg mit Cyber-Anleihungen. Außen Backstein mit Türmen, Wehrgängen und Zinnen innen Hightech vom Feinsten. Passte auch hervorragend zur Bruder- und Schwesternschaft.
   Er war sich sicher dass er das Zeug dazu haben würde in Emmas Fußstapfen zu treten, auch wenn dahin noch ein langer Weg führte. Mit Mitte zwanzig wollte er keinen Konzern leiten. Er übte aber schon mal den richtigen Rhythmus und hatte mit Simon abgemacht, dass er zu etwas unüblichen Stunden und viel von zuhause arbeiten würde.
   Und er malte mit großer Begeisterung. Er probierte sich aus, aber digital, Airbrush und Öl waren seine Favoriten. Seine Ölschinken gingen weg wie warme Semmeln und die Drucke seiner digitalen Sachen brachten ihm ein gutes Sümmchen ein. Für Das Kilo sündhaft teurer Schokolade, dass er wöchentlich mampfte reichte es allemal. Amber beneidete ihn darum, dass er alles essen konnte. Aber es ekelte sie an dass er Zwiebeln und Zwiebelschmalz pur aß. Er löffelte das Zeug mit Genuss wie sie Eiscreme verputzte.
   Und er traute sich nicht so recht durch den Alltag. Die Armaturen im Bad hatten Anzeigen für die Wassertemperatur. Das war wichtig, denn wenn er das Wasser für angenehm empfand, hätte er auch mit dem Wasser gleich noch Nudeln kochen können.
   Kochen. Tja, er hielt sich streng nach Rezept und schmeckte nicht ab und hoffte, dass es keinem Auffiel, seiner Zunge war nicht mehr zu trauen. Ab und zu ging er komplett baden, aber oft genug lobte seine Freundin ihn für das tolle Essen. Und glücklicherweise kochte Amber besser als er und sie hatten Merlin im Haus, an den kam nichts heran. Aber der kochte auch für Akira und Sahid, also mussten sie sich absprechen oder zusammen essen. Meist aßen sie zu viert an der großen Tafel und ließen sich vom Meister bekochen. Zu zweit in ihrer großen Küche zu essen war etwas einsam, das machten sie eigentlich nur dann wenn die anderen nicht da waren oder Merlin frei hatte, aber selbst da kochten sie lieber gemeinsam. Das war wohl eine ziemliche Fehlplanung, aber das Sprach für das Konzept der Lounge. Dort verbrachten sie erstaunlich viel Zeit. Und Sahid hatte sein kleines Testpublikum für seine Witze. Er spielte gerade sein zweites Bühnenprogramm und war solide erfolgreich. Aber er trug damit nicht den Haushalt. Was Akira allein an Makeup verschleuderte …
So viel zu bescheiden und klein.
   Und Amber bekam er von den Pelzen nicht los, mittlerweile trug sie auch dicke Mäntel wenn es nicht kalt war. Sie war jetzt groß, war gewachsen und er musste sich nicht mehr bücken wenn er sie küssen wollte. Ihre Zwillinge waren beides Jungs und sie hatten ausgemacht dass jeder sich einen Namen aussuchen dürfte. Jacks Idee war es seinen Urgroßvater Nomad zu ehren und nannte den einen Sohn Ben und Amber wollte den anderen Artur nennen. Merlin hatte sich sehr gefreut.
Akira und Sahid waren sich noch nicht einig, aber bei ihnen waren es auch zwei Jungs. Akira würde den einen nach dem Protagonisten aus ihrer Lieblingsspieleserie Uncharted benennen: Nathan. Sahid brütete noch über arabischen Vornahmen. 
   Es läutete an der Tür und sie sahen sich an. Wer war denn das wieder. Er und Kaz gingen zur Tür.
Ein Mann um die sechzig in einer Butler Uniform und eine junge Frau in einem sehr altmodischen Kleid.
„ja bitte. Was möchten sie?“
„Oh entschuldigen sie bitte die Störung Sir, aber wir möchten uns vorstellen. Mein Name ist Albert Falkenstein und das ist meine bezaubernde Frau Lara Falkenstein. Ganz zu ihren Diensten die Herrschaften“
Der alte Sack war doch mal spielend dreißig Jahre älter als die Frau, dass sowas überhaupt erlaubt war. Er fühlte wie sich in Kaz etwas regte.
„Hal, Lara, seid ihr das? Wie ist das möglich?“
„Das wissen wir nicht genau, aber es ist wie Magie“