Meine Woche 3-22

Das ist Rinas Wochenrückblick und hier kommt jetzt meiner.

Und wie war eure Woche so?

Lang ^^

Geärgert ….. über mich selber. Fettarsch Lukas kommt einfach nicht aus dem Bett. Wenn mich nicht Arbeit aus dem Bett peitscht … ach ich weiß auch nicht, es ist ein richtiges Elend mit mir. Vielleicht sollte ich den Wecker an mein Soundsystem anschließen, aber was die Nachbarn dazu sagen werden … tja.

Gedacht…. Dass ab letztem Freitag das Leben (trotz Kackwetter) doch wieder so viel mehr lebenswert geworden ist und ich wieder mit Freunden ins Kino und was Essen gehen kann.

Gefreut: ……. über das tolle Gespräch am Dienstag und die jetzt irgendwie froheren Aussichten aufs (Berufs)Leben. Kino Mittwoch war auch gut, wir waren in House of Gucci, der war (erstaunlicherweise) echt gut. Vielleicht gucken wir beim nächsten Mal The King’s Man, mal schaun. Ich freu mich schon ein bisschen auf den nächsten Avatar. Und was eher wahrscheinlich ist, auf Uncharted, The Batman, Morbius, Top Gun und kurioserweise Eingeschlossene Gesellschaft … und alles was in den Monaten danach kommt. Und auf den neuen CaDA Hypercar ❤ Deren Zeug ist so geil, dass ich auch die happigen Zollgebühren beraffe, wenn das Zeug auf dem direkten Weg kommt …

Gefühlt: ….. Freude über das Leben. Klar Rythmus könnte besser sein und ich Fettquale könnte auch ein paar Kilos leichter werden. Aber ansonsten … ist gut so wie es ist. Ich hoffe es raucht nicht noch was größeres bei mir ab (nach Tastatur und Maus). Ah ja die neue Tastatur. Klackert ganz wunderbar mit einem satten Tastenfeedback und ist auch noch ganz toll beleuchtet, wie soll ich sagen, sie leuchtet wie ein Regenbogen … Und sie hat Medientasten, gaaanz wichtig. Ich kann nicht immer raus-taben wenn ich Zocke und kurz Musik oder Hörbuch anhalten muss.

Gegessen: …… Jede Menge Brot mit diversen herzhaften Aufstrichen, am liebsten Tomate und Paprika sowie Zwiebelschmalz. Zwischenzeitlich eine Packung Müsli runtergewürgt, weil nichts anderes da war und als gesunden Snack etwa 8 Äpfel … vielleicht sollte ich wieder auf Bananen umsteigen, jetzt wo ich mir theoretisch jeden Tag eine Staude holen könnte (ja ich esse bisweilen 8 Bananen am Tag … was soll man damit auch sonst tun … ^^). Eigentlich stand fürs Wochenende Linsensuppe auf dem Programm, aber dann hab ich mir Samstag stattdessen vier Spiegeleier (beidseitig gebraten mit Paprika) und Spinat gemacht, was in etwa so lange gedauert hat, wie Linsensuppe gedauert hätte … letzteres hätte aber entschieden länger gesättig und womöglich hätte die eine Tüte Chips noch den Sonntag erlebt … Seufz.
Genascht leider auch, zu meiner Schande auch noch viel zu viel davon, man kann eben nicht aufhören und dann noch ein Schoko-Bon und noch eines … zum Glück habe ich keine Waage in meinem Haushalt …

Gehört:  ….. Ganz viel Musik, gerne auch zum einschlafen und dann eben halt die ganze Nacht mit Anker Musikbox. Drei Fragezeichen zum zocken und für Zeichnen und Kochen, aber nur drei oder vier Folgen, ich höre gerade Nr. 63 „Fußballgangster“. Und den 8 Band von The Expanse als Hörbuch: Tiamats Zorn, aber da bin ich noch nicht weit.

Gekauft:  …… einen ganz knuffigen roten Plüschdrachen (Herbert) und ein kleiner Mädchen-Drache (Veronica). Ich war schon am überlegen, sie Joschi und Lucy zu nennen, hab mich aber noch umentschieden (Wer erinnert sich?)
Derweil bin ich mit gewisser Sehnsucht an den ganzen LEGO Regalen vorbeigegangen, hatte natürlich Papas säuerlichen Spruch im Ohr: „Bau doch mal was mit dem was du schon hast!“ und kam schließlich nicht umhin, mir zumindest das kleinste 10€ LEGO Technik Set zu schnappen. Mir schwirrt der Gedanke im Kopf herum ob es meine Eltern auf den ersten Blick mitbekämen, wenn ich ein Dickschiff von CaDA wie dieses Prachtexemplar unauffällig auf mein Regal zu den anderen LEGO Sachen stelle, wenn ich mir selbst heimlich etwas zum Geburtstag schenke(n sollte). ^^
Und dann Freitag um viertel vor Elf (abends) noch der große REWE Einkauf vorm Wochenende (weil ich nicht so Lust auf Reis und Nudeln mit Pesto hatte) und da deftige Linsensuppe geplant war, hab ich natürlich vorsorglich zwei Flaschen Budweiser gekauft.

Papa und Tochter



Gelacht……….. über Sketches von Torsten Sträter, Jochen Malmsheimer, Urban Priol und Volker Pispers. Man könnte fast meinen, mein Humor ist älter als ich selbst 😉

Gelesen:  …. ein bisschen Drei Fragezeichen, Nummer 125A – Das Rätsel der Meister. Daneben springe ich von Buch, lese aber letztendlich eher wenig. Eigentlich bin ich eher auf Youtube unterwegs, mache Blogsachen oder schreibe, spiele Videospiele und guck mal nen Film. Irgendwie ist da nie ein Zeitfenster zum lesen, aber ich mag auch nicht abends lesen …

Gelitten …. Heißhunger, Hat der Depp doch mal wieder Süßigkeiten gekauft und demonstrativ hingelegt … eigentlich stand abspecken auf dem Programm, so ein verdammter Mist!

Geplant: …… definitiv früher aufstehen, elf ist doof. Und mehr rausgehen auch wenn das Wetter echt Mist ist. Eigentlich hatte ich mir den Vorsatz gemacht, jeden Tag einmal die Treppen hochzusteigen (wohne im 11. Stock), aber daraus ist auch nichts geworden. Man, ich bin echt gut im Planen, aber die Ausführung … ach ja …

Gesehen: ……… House of Gucci im Kino, mit dem Besten, Cola und M&Ms. Perfekt und der Film war überraschend gut. Dazu World of Tanks Videos von Skill4ltu, Dokus, Film Essays, Helde der Steine und ein paar Sachen von Better Bachelor auf Youtube. Wer braucht schon Fernsehen … Hey ich hab nicht mal einen Fernseher … trotzdem muss ich Gebühren abdrücken … so ein Mist.

Gespielt/Gebastelt/Gehandwerkt: Viel zu viel rundenbasierte Strategiespiele, namentlich Civilisation V und VI. Ich würde gerne mal wieder Brettspiele spielen, ich glaube ich muss mir echt mal wieder Nebenan.de zulegen um Brettspielrunden zu finden, kann ja echt nicht sein. Wohnt einer von euch zufällig in oder um Berlin und mag Brettspiele?
Dazu hab ich ein bisschen mit LEGO gebaut, womöglich gibt es dazu ein Video morgen, mal schauen …

Getan:  ….. Ich hatte endlich ein klärendes Gespräch mit dem Amt und bin jetzt viel motivierter auf meinem Weg durch den Alltag.
Ansonsten hab ich reichlich geschlafen, rund 12 Stunden pro Tag. Kann mein doofer Körper nicht nach maximal acht Stunden von alleine aufwachen? Manchmal vermisse ich Studium … durchmachen und (Dank vier Dosen Red Bull) einigermaßen fit durch den Tag und dann schön durchschlafen … das waren noch Zeiten …
Kennt ihr gute Hilsmittel gegen Snoozen und nicht aus dem Bett kommen? Ich könnte wirklich ein klein bisschen Hilfe gebrauchen.

Getroffen:  …. Meinen Besten für Kino und davor Burger essen. Das war vielleicht was ^^ Beide geboostert, aber er hat keinen Impfnachweis, weil er seinen Impfausweis verbummelt hat (seufz), also ist er zum Testen losgeradelt und das dauerte dann tausend Jahre. Meanwhile, ich sitze seit einer Stunde im Lokal im Warmen, bin froh das ich einigermaßen früh da bin und es derweil echt voll wird und schlürfe Limonade. Man und dann war der Handyakku fürs Handy um den negativen Test zu zeigen alle … es lebe die Powerbank, die ich zur Sicherheit immer bei mir im Rucksack habe … Immerhin hat er mir einen Drink spendiert, also wars nicht so schlimm. Und dann waren wir im Kino. Als er bei Kaufland Snacks gekauft hat, bin ich noch schnell in den Spielzeugladen und hab den kleinen roten Drachen gekauft, ich war trotzdem erster am Kino.

Getrunken: …… Viel Tee, viel Wasser, ein Budweiser und ein bisschen Baileys. Leider hab ich Tonic Water vergessen, so ein Gin Tonic mit teurem Elefant Gin wäre doch mal wieder was Feines. Naja, ich geh morgen mal einkaufen.

Geweint ……… Ich bin ein Mann, sowas macht „man“ doch nicht ^^

Gewundert …. Über mich selbst und meinen Körper. Ich meine jahrelang hab ich etwa 94 Kg gewogen und dann auf einmal ohne meine Essgewohnheiten großartig zu ändern … ZACK … hundert. Menno. Ich glaube ich sollte gleich nochmal mit dem Fahrstuhl runter fahren und Treppensteigen gehen oder am besten zweimal … schaden kann es zumindest nicht und vielleicht verbrenne ich ein paar Kalorien. Joggen mag ich nicht und Fahrradfahren find ich doof. Aber ganz ohne Süßkram geht es doch auch nicht. Gibt es Frauen die nerdige Wasserbälle mögen? Wahrscheinlich nicht, also ab ins Schwimmbad und ins Fitnessstudio.

ABC-Etüden – 5.22

Heute hat Christiane zur Extraetüdenwoche eingeladen

Die Regeln sind 5 von 6 Begriffen aus dem Januar in maximal 500 Worte gepackt.

Zur Auswahl stehen diesmal:
Hoffnungsschimmer, unverzeihlich, nähen, Wackelpudding, unverdrossen und knistern.

Ich hab mir etwas ausgedacht, das in meinem Science-Fantasy Universum von Das Osiris Projekt spielt, ohne etwas groß mit dem Buch zu tun zu haben. Der Protagonist ist ein übellauniger Waran namens Nathan, der große Bruder von Ted dem Dieb, meinem Alias hier auf dem Blog. Das ist übrigens Nathan:

Nathan in Hochform

Ankunft

Nathan sah aus dem Fenster, als der kleine alte Bus die kurvige Straße entlang an Steilhängen und Nadelwäldern fuhr. Er warf einen Blick auf die Kartenapp seines Handys, noch etwa drei Stunden bis zum Ziel. Er lehnte sich zurück, genoss den Ausblick und summte unverdrossen die ersten Takte seines Lieblingslieds.
Er musste weggenickt sein, der Bus hielt abrupt und er war hellwach. Sie hatten irgendein kleines Kaff in den Bergen erreicht. Ein fetter Clown und zwei Helfer hatten mit Waffengewalt den Bus angehalten. Diese miesen Terroristen. Er sammelte sich und wartete ruhig, als der fette Clown den Bus bestieg und sich die wenigen Mitfahrer ansah. Auf seiner Höhe hielt er inne.
„Du, du scheiß Echse, ihr scheiß Tiere seid hier nicht erwünscht. Kriech wieder in das Loch, in das du gekommen bist!“
Er stampfte mit dem Fuß auf und sein Wanst, der unter dem Shirt hervorquoll wabbelte auf und ab wie Wackelpudding, Nathan verzog angewidert die Mundwinkel und züngelte. Der Schweißgestank des Clowns war unerträglich. Echte Gastfreundschaft hier in Montana.
„Raus mit dir, du läufst nach Hause, du Abschaum.“
Diplomatie, Nathan, Diplomatie. Du bist Undercover, du kannst nicht wahllos Clowns abschlachten weil dich jemand beschimpft!
Er nahm seine Sachen und verließ den Bus, das Laub knisterte unter seinen schweren Stiefeln als er aus dem Bus sprang, die Stimmung war angespannt. Der dicke Clown schnaufte zu ihm und wedelte mit einer Pistole vor seiner Nase herum, ein kurzer Blick genügte um zu sehen, dass sie nicht entsichert war – die Clowns waren eben echte Profis.
Er wurde von einem großen Clown mit einem Vorschlaghammer und einer schlaksigen Bohnenstange, der er nicht zutraute, den Baseballschläger in ihren Händen schwingen.
„Taschenkontrolle! Alles ausleeren.“
Der dicke Clown klang, als würde er unter der Clownsmaske höhnisch grinsen. Er seufzte und öffnete seinen großen schweren Wanderrucksack. Sorgfältig und akkurat breitete er den Inhalt seines Rucksacks auf der leeren Straße.
„Was das?“
Der Fettwanst deutete auf seine Kameraausrüstung.
„Meine Kamera.“
„Pff, beschlagnahmt.“
„Hey Moment, das geht nicht, ich bin Naturfotograf, die brauche ich für meine Arbeit.“
„Als ob das Tierpack arbeiten würde, ihr seid doch alles nur Schmarotzer. Gib her.“
Er fuchtelte wieder mit der Spielzeugpistole vor seiner Nase. Jämmerlicher Zwerg, Nathan war zwei Köpfe größer. Aber er musste seine Tarnung aufrechterhalten. Er malte mit dem Kiefer und gab ihm die Kamera. Zu seinem Entsetzen warf der Clown die teure Kamera einfach den steilen Hang hinab.
Er zwang sich zur Ruhe, während er von den drei Clowns schikaniert und nach und nach seine Ausrüstung malträtiert wurde, am Ende pisste der Fette über seine Klamotten. Dann waren sie durch und ein Hoffnungsschimmer glomm in ihm auf. Aber er kochte innerlich, es war einfach unverzeihlich wie man ihn behandelte.
„So, kannst gehen Schuppenfresse. Aber in die andere Richtung.“
Der Fettwanst stopfte sich gerade knapp achthundert Dollar in die Tasche, die Nathan für die Reise eingesteckt hatte. Jetzt konnte er wirklich nur noch laufen. Warts nur ab Fettqualle, Warane sind heimliche Jäger. Heute Nacht komme ich für euch drei.

ENDE?

Das Osiris Projekt – Teil 2 – Kapitel 21

21. Kaz – 17. Mai – 2058 – Engel

Er träumte. Berlin, eine vertraute Straße. Ein Schlüssel wanderte in ein Türschloss und jemand betrat eine Wohnung – seine alte Wohnung. Im Spiegel blickte ihm seine Liz entgegen, die echte. Sie blätterte durch die Post und zog eine Postkarte hervor. Der Text hinten konnte er nicht lesen, nur das letzte Wort war in Rot und hieß „Zeit“ in Deutsch. Die Frau lächelte und holte einen Zeichenblock hervor. Sie malte ein Gesicht, Liz Gesicht vor dem Unfall damals, ein Selbstportrait. Dann wachte er auf.
   Er schlug die schwere Pelzdecke zurück und Anna neben ihm schlief noch. Seine Hände zitterten. War das gerade ein Traum gewesen? Oder eine Vision? Fast sieben Jahre waren vergangen, dass er das Buch das Osiris Genom geschrieben hatte. Er spürte wie Jack gerade in einem Buch las und Wolf schlief – Karl neben ihm im Bett, er kappte die Verbindung zu den anderen.
   Leise stand er auf und zog sich im Ankleideraum etwas Unauffälliges an. Unten im Keller schloss er sein Fahrrad ab und radelte durch die Tiefgarage und nach oben in das nächtliche Berlin.
   Seine alte Wohnung war etwas abgelegen, also fuhr er bis zur Solomon Akademie und nahm von dort die S10 in Richtung Hauptbahnhof. Das sollte er öfters machen, nachts durch Berlin zu radeln.
Er fuhr seinen gewohnten Weg entlang und bog dann durch eine Durchfahrt in einen Hinterhof ein. Das Tattoo Studio, wo er die meisten seiner Tattoos her hatte und den kleinen Dönerladen, der seiner Meinung nach den besten Döner in Berlin machte, gab es sogar immer noch. Die alte Werkstatt wo er und Xen früher unter Anleitung von Jonah an Autos geschraubt hatten gab es auch noch.
   Nachdem er sein Fahrrad an dem Metallzaun angeschlossen hatte ging er zum Wohnhaus. Hier hatte er damals immer Schlösserknacken geübt wenn keiner zusah. Schlösserknacken geht zwar schneller aber er suchte trotzdem seinen alten Hausschlüssel heraus. Er ging hoch in den dritten Stock und zu seiner alten Wohnung. Sein Name stand immer noch an der Klingel und gegenüber wohnte anscheinend immer noch Jonah, der buddhistischen alte Kerl, der ihm so einiges beigebracht und dem gehörte auch die Werkstatt im Hof. Der war mittlerweile bestimmt längst tot.
   Er zog sein Schlüsselbund aus der rechten Hosentasche und nahm den Schlüssel den er seit über zwanzig Jahren nicht mehr verwendet hatte. Der Schlüssel passte perfekt und er schloss auf, sein Herz pochte ein bisschen. Aber es war kein Einbruch wenn es seine eigene Wohnung war.
   Er merkte sofort die Veränderungen. Ein anderer Schlüsselbund lag in der Schlüsselschale neben einer geladenen FN Five-Seven. Im Flur standen Damenschuhe, hohe Stiefel und High Heels mit abenteuerlichen Absätzen und ein dunkler Wollmantel hing über der klapprigen Stange an der Garderobe.
   In der Küche stand ein Suppenteller und ein Bierglas auf dem Abtropfgitter und eine halbvoller Topf Gulaschsuppe stand auf dem Herd, er bemerkte die Sammlung leerer Bierflaschen neben der Spüle.
Im Bad stapelte sich Makeup vor dem Spiegel. Im Wohnzimmer traf ihn der Schlag. Auf dem Tisch in der Sitzecke lagen die Postkarte aus dem Traum und das Bild mit Liz, was fotorealistisch gezeichnet war. Auf der Rückseite der Postkarte stand etwas, aber er erkannte nur „Zeit“ in Rot.
   Wer wartete wohl im Schlafzimmer auf ihn? Er öffnete die Tür. Das Etagenbett war oben immer noch mit seinem Schrott vollgemüllt und völlig verstaubt. Unten schlief Liz aus seinem Traum unter einer schwarzen plüschigen Fleecedecke, Das Fenster war gekippt und die Vorhänge zurückgezogen, Mondlicht strahlte herein.
   Er kniete sich vor sie hin und studierte ihr Gesicht, das konnte nicht sein, sie war doch längst tot.
Als sie ihre Augen öffnete und ihn aufmerksam betrachtete, zuckte er zurück, es war wie als wenn sie nur auf ihn gewartet hatte. Sie schlug die Decke zurück und sie war nackt, ungeniert stand sie auf und legte einen Finger auf ihre vollen Lippen. Dann schloss sie das Fenster und schob die dicke schwarze Gardine vor.
„Ich hatte gehofft ich könnte eine Szene vermeiden wenn ich dich hierher rufe.“
Scheiße das war Liz Stimme, haargenau.
„Ich hätte mir gewünscht dass wir uns schon vorher begegnen, aber ich hatte den Auftrag mich von dir Fernzuhalten, ich wäre sonst schon 2045 wieder zu euch gestoßen, geht es Amber gut?“
Was faselte die Frau da?
„Entschuldigung wie unhöflich, aber deine Augen täuschen dich nicht, ich bin ich.“
Ihre Augen waren intensiv grün und sie hatte Sommersprossen. Seine Liz, wie er sie kennen gelernt hatte vor jetzt über dreißig Jahren.
„ich bin die Osiris Initiative durchlaufen, man nennt mich Angel, den Engel des Todes. Den Namen hab ich mir nicht ausgesucht, den hat mir Nomad gegeben. ihr könnt euch übrigens auch tarnen. Das macht die Missionen echt einfacher, aber es erfordert eine Menge Konzentration und Übung. Nach meiner „Auferstehung“ hab ich mir ein paar Tarnungen ausgedacht, für den Fall, dass man sich an Liz erinnert. Entschuldigung dass ich wieder hier eingezogen war, aber nach der Wiederauferstehung brauchte ich einfach etwas Vertrautes. Ich glaube, dass ich dich Rufen konnte zeigt dir, dass ich auf deiner Seite bin.“
Tränen liefen über seine Wangen und er umarmte sie fest.
„Erst dachten wir du wärst Emily und dann kam die Spinnenkönigin.“
„Aber Emily ist Liz, also ich, und die Spinnenkönigin war ich auch, aber ich kann nur diesen Körper selbst steuern. Nur ich bin ich. Emily wird viel zu sehr wie mein altes Ich.“
„Du meinst zerfressen von Ehrgeiz und der Zeit?“
Liz lachte und nickte.
„Jetzt habe ich einen sehr starken und gesunden Körper. Und Zeit ist mir außerhalb der Missionen total egal geworden, ich liebe es total Zeit zu verplempern. Die Nächte durch zu bingen, oder stundenlang MakeUp und Verkleidungen auszuprobieren, oder mir in Ruhe die Beine zu wachsen ohne dass ich darüber nachdenke wie viele Millionen Horizon dadurch verliert. Und hier wo ich in einem anderen Leben ein halbes Jahr gelebt habe, fühle ich mich sehr wohl. Nur du fehlst mir sehr.“
„Wie lange wohnst du hier und ich dachte du bist nach Russland geflogen.“
„Ich bin nie nach Russland geflogen. Eines Nachts bin ich einfach aufgewacht ohne zu wissen wie ich da hingekommen bin. Dann wurde ich zu seinem Geist und einem Todesgott. Das war Sommer 2045. Ich durfte dich nie kontaktieren, bin aber provozierend in deine alte Wohnung eingezogen. Die hat mich immer an früher erinnert. Meine Tarnidentität ist unter anderem eine junge Schwarze, mein Name ist Samantha und wehe du nennst mich Liz. Und gestern habe ich die Nachricht bekommen, dass es Zeit wird mit dem Versteckspiel aufzuhören und euch drei anderen mit einzuweihen. Der Kampf ist noch nicht vorbei. Er hat gerade erst begonnen. Das hier soll ich dir übrigens wiedergeben, ich weiß jetzt warum es dir Glück bringt.“
Sie hielt ihm einen Yin-Yang Anhänger an einem Anhänger entgegen. Und er ergriff ihn beinahe andächtig und musterte den Anhänger, den ihm sein Großvater Ben vermacht hatte. Wärme breitete sich in ihm aus, als er sich den Anhänger umhing.
„Und jetzt?“
„Nomad wird dir alles erklären, er ist jetzt unser Anführer.“
„Mein Großvater ist tot!“
„Nein, er lebt. Aber er ist kein Mensch mehr, er ist etwas Höheres geworden.“
Sie schwieg einen Moment und sah ihn lange an.
„Er ist zu einem Gott geworden.“

ENDE