Der Katastrophenzyklus – Kapitel 2 – Teil 1

Der Abend vor Weihnachten. Es dürfte etwa zehn sein, Lucy war schon früh zu Bett gegangen, morgen wollte sie vormittags nochmal mit ihrer Freundin Anna (oder war es Lena?) ins Schwimmbad, Anna war zwar ziemlich moppelig, aber sie schwamm echt fix und gerne, genauso gerne wie seine Tochter.
   Joschi schmökerte in einem Architekturbildband, den Tipp hatte ihm seine Schwägerin Natalie gegeben, die als Innenarchitektin sehr erfolgreich arbeitete, um nicht zu sagen, dass sie eine der gefragtesten Innenarchitektinnen Deutschlands war. Dazu trank er ungesunde Cola und aß Gummibärchen. Die Küchentür war nur angelehnt, damit Lucifer, der auf seinem Schoß saß und sich die Bilder ansah zur Not raus konnte, wenn ihm langweilig wurde oder er auf Klo musste.
   Ein Klingeln ließ ihn heftig zusammenschrecken. Wer war das? Und vor allem so spät? Er sprang auf und schoss in den Flur und spähte durch den Spion, der Kater sauste hinter ihm her und kratzte an der Wohnungstür. Eine großgewachsene Frau in einer dicken Winterjacke mit plüschigem Fellkragen, einen Rucksack auf dem Rücken und umfasste den Griff eines ziemlich großen Rollkoffers.
   Wer war das denn? Und was wollte die mit so viel Gepäck vor seiner Wohnungstür? Ihr Gesicht kam ihr wage bekannt vor und er dachte eine Weile nach wer das sein könnte, ging alle Gesichter von Frauen in diesem Alter in seiner Bekanntschaft durch.
   Dann traf ihn der gedankliche Blitz und er erkannte sie wieder, wenn auch nicht sofort. Er fluchte innerlich, Gianna, seine kleine, seit 26 Jahren verschollen geglaubte Schwester. Er öffnete missmutig die Tür und erwartete sie mit einer frostigen Miene.
„Was, kein strahlendes Lächeln deine liebe Schwester zu sehen?“
Fragte sie enttäuscht, es klang nicht gespielt.
„Was willst du?“
Fragte er ziemlich schroff und abweisend, er mochte sie nicht sonderlich. Sie war als Schwester die Pest gewesen und hatte sich mit neunzehn auf Nimmer Wiedersehen verdünnisiert – hatte er zumindest angenommen, jetzt schien, als würde er falsch liegen. Er malte mit dem Kiefer, als sich ihre Augen auf einmal mit Tränen füllten, typische Krokodils-Tränen.
„Ich brauche jetzt einen Ort, wo ich unterkommen kann!“
„Such dir ein Hotel, davon gibt’s genug.“
„Ich kann nicht, ich bin nach langer Reise einfach so einsam und morgen ist schließlich Weihnachten.“
„Ist doch nicht mein Problem, du hast die letzten 26 Jahre sehr deutlich gezeigt, dass für dich nur deine Karriere zählt und dir deine Familie scheißegal ist.“
Jetzt heulte sie und bebte unter Schluchzern. Er fluchte.
„Ich … ich brauche familiäre Wärme.“
„Dann geh deinem anderen Bruder auf den Sack, der wohnt doch eh in Berlin in seiner Protzwohnung, wo allein jedes Kinderzimmer so groß ist wie mein Wohnzimmer.“
Sie sank zu Boden und bebte jetzt vor heftigen Schluchzern. Er seufzte, immer die große Show abziehen müssen – typisch Schwesterherz.
„Komm häng deine Jacke an die Garderobe, du Heulsuse. Ich mach dir einen Kaffee.“
Er streckte ihr die Hand hin und sie zog sich dankbar daran hoch. Dann marschierte er in die Küche und räumte den Bildband weg. Lucifer, der Kuschel-Tiger, sah ihn misstrauisch an (im Gegensatz zum alten Kater seiner Eltern war Lucifer richtig verschmust und kam immer kuscheln, wenn er nicht gerade schlief, das viele Kuscheln half bestimmt bei den Depressionen des Katers). Er wühlte in dem Berg Stofftiere und förderte ein hübsches dickes Plüschkrokodil hervor, Luise (nicht zu verwechseln mit Luise Hofgärtner), und legte es auf Giannas Seite auf den Tisch. Wenn man vom Teufel sprach stolperte sie in die Küche, trug nur noch abgenutzte Jeans und einen schicken, aber alten und ziemlich löchrigen dunklen Rollkragenpullover, und setzte sich an den Tisch. Sie starrte unschlüssig auf Luise.
„Was soll ich damit?“
„Knuddeln, was sonst.“
„Ich bin zu alt für Stofftiere.“
Brummelte sie missmutig.
„Das ist meine Wohnung, also heul dich gefälligst bei dem Plüschkrokodil aus. So, wie willst du deinen Kaffee?“
Sie knuddelte tatsächlich einen Moment mit Luise und schloss die Augen.
„Cappuccino mit zwei Zucker.“
„Kommt sofort.“
Er dachte an seine Whisky Sammlung, sagte aber nichts. Er gab still zu, dass er eigentlich zu viel trank. Lucy gab ihm auch hin und wieder gute Gründe.
   Zwei Minuten später stellte er ihr einen dampfenden Becher hin und setzte sich hin. Er hatte sich eine Dose Red Bull aus dem Kühlschrank geholt, ein bisschen Nervennahrung tat bestimmt gut. Es zischte, als er die Dose öffnete und er einen Schluck nahm. Gianna trank schweigend Kaffee. Er kannte sie nur als Mädchen und Teenager, danach war der Kontakt mit ihr komplett abgebrochen und er hatte über fünfundzwanzig Jahre nichts mehr von ihr gehört, bis jetzt. Man merkte ihr das Alter an, die Fältchen und Grübchen um Mundwinkel und Augen. Ihre langen dunklen Haare waren mit ersten grauen Strähnen durchzogen. Er erkannte sie kaum wieder. Sie sah älter aus als 45, eher wie Mitte 50. Er sah einen schlichten Ehering am Ringfinger, also hatte sie Familie oder war geschieden, hing aber noch an der Beziehung und trug den Ring weiter.
„Warum tauchst du gerade jetzt zu Weihnachten wieder auf?“
Sie hob den Blick und sah ihn etwas nachdenklich an.
„Mein Mann möchte mit mir und unseren Söhnen zusammen gewissermaßen einen Neuanfang in meiner Heimat wagen, ich hab ja einen deutschen Pass, er muss hingegen noch eine Menge Papierkram einreichen, bevor er ohne weiteres hier leben darf. Und meine Söhne wollen hier studieren, bzw. mein Jüngster hier noch sein Abi machen.“
„Hm, wo hast du denn gewohnt?“
„Austin, Texas. In einem Einfamilienhaus etwas außerhalb. Ich hab die Reise schon eine Weile geplant gehabt und bin von Austin nach London und von London nach Berlin, alles erster Klasse. Und dann mit einem Taxi hier her, das war ganz schön weit. Jetzt bin ich total geschafft und müde.“
Die Staaten also, hätte er irgendwie auch vermutet.
„Bist du eigentlich reich? Du scheinst dir zwar einen langen sicherlich nicht billigen Flug leisten können, aber nicht ein paar neue Klamotten.“
„Naja, ein bisschen Luxus muss im Alter schon sein, nur habe ich als Studentin mit sehr wenig gelebt und zeige es eben nicht, dass ich gut verdiene und wohlhabend bin.“
„Was machst du denn beruflich?“
„Ich war bis vor ein paar Wochen der CEO eines großen IT-Konzerns, aber ich habe den Posten nach reichlicher Überlegung abgegeben, um mich auf den Umzug meiner Familie vorzubereiten und dann auch wesentlich mehr Zeit für sie zu haben.“
Sie guckte traurig.
„Wenn du so einen Job hast, verdienst du zwar einen Batzen Geld, aber Zeit für deine Kinder hast du dann nicht mehr.“
Sie schwieg einen Moment, drückte das dicke Plüschkrokodil an sich und trank einen Schluck Kaffee.
„Toll. Meine Schwester leitet einen riesen Konzern, mein Bruder ist einer der gefragtesten Regisseure Deutschlands und ich … ich bin nur der Familientrottel.“
Tiefe Resignation und Traurigkeit erfüllten ihn, er war doch nur ein kleines armseliges Licht, er hatte im Leben nichts, aber auch gar nichts erreicht.
   Gianna sah ihn perplex an.
„Aber das stimmt doch gar nicht. Von uns drei Geschwistern hattest du zwar im Vergleich nicht so viel Glück im Leben und von dem was ich mitbekommen habe, hast du viel probiert und hattest auch viel Pech mit deiner Krankheit. Aber mach dich nicht so klein, du bist kein Versager. Guck dich um, du wohnst in einer verschwenderisch großen und traumschönen Wohnung in einer der besten Lagen Potsdams. Du bist recht erfolgreich als Autor unterwegs, bloggst seit über zwanzig Jahren mit einer treuen Leserschaft, bist echt gut auf Youtube zugange, mit über hunderttausend Abonnenten. Also tu nicht so als würde es dir schlecht gehen, du kleiner Jammerlappen. Vergleich dich halt einfach nicht mit Leuten, die mehr haben als du. So ein Verhalten ist dumm und kindisch und der schnellste Weg, unglücklich zu sein. Ich hingegen bin seit zwanzig Jahren glücklich verheiratet, hab eine arg steile Karriere hinter mir und zwei tolle Söhne, aber wirklich gut fühle ich mich auch nicht.“
Er war etwas beschämt ihre Worte zu hören und sie hatte mit allem Recht. Nur wenn er sich zum Beispiel mit seinem Bruder traf und sich mit ihm unterhielt, war er immer so hin und weg von der mitreißenden Rede seines Bruders, vom aufregenden Leben in der Filmbranche, dass er schnell vergaß, dass es ihm doch eigentlich blendend ging und dann irgendwie mit seinem Bruder tauschen wollte und eifersüchtig auf dessen Leben wurde. Zumal Johnny eine bezaubernde und hinreißend schöne Ehefrau und zwei durchaus nette Töchter hatte, ganz anders als den wandelnden Albtraum, den seine eigene Tochter darstellte. Er war erfreut darüber, dass seine Schwester ihn nicht für einen Trottel hielt, aber besorgt, was ihren letzten Satz betraf.
„Wieso, bist du krank?“
„Nein, ich bin einigermaßen fit, aber viel Alkohol, Zigaretten und gelegentlich Drogen im Studium und auf Partys haben Spuren hinterlassen. Und ich bin nicht stolz darauf, dass ich lange nicht gesund gelebt habe. Jetzt hoffe ich auf einen Neuanfang in meiner Heimat, auch wenn ich mittlerweile länger in den USA als in Deutschland gelebt habe. Ich hatte gehofft, ich könnte fürs erste bei dir abstürzen bis ich eine feste Bleibe gefunden habe. Heißt ein Grundstück gekauft und ein Haus für meine Familie gebaut habe oder eine schön große Eigentumswohnung gefunden habe.“
„Und jetzt?“
„Jetzt ziehe ich bei dir ein, wenn du erlaubst. Ich hoffe doch einfach, du hast noch ein Gästezimmer übrig, dass man für einen längeren Aufenthalt entsprechend umrüsten kann?“
Er war sprachlos, damit hatte er nicht gerechnet.
„Habe ich eine Wahl?“
„Wenn du in einem beschissen kalten Winter deine liebe Schwester nicht in der Kälte stehen lassen willst, nein. Außerdem mache ich mich im Haushalt nützlich, koche für dich und meine Nichte und wenn du ganz besonders lieb bist, unterstütze ich meinen Lieblingsbruder auch ein bisschen finanziell. Mein Nicht-Lieblingsbruder hat eh schon viel zu viel und protzt auf Instagram mit seinem Tesla Fuhrpark, dieser Blödmann.“
Er seufzte schwer, sie machte es ihm mit Lockungen schwer, sie vor die Tür zu setzen, das war schon immer ihre Taktik gewesen, wenn sie etwas haben wollte. Blöde Kuh. Auf der anderen Seite war sie seine Schwester und in ihrem bisherigen Gespräch doch recht locker und sympathisch. Er dachte eine Sekunde nach und nippte in der Zwischenzeit am Red Bull.
„Ok, du kannst hier wohnen“
„Oh vielen, vielen Dank, Joschi. Du bist ein toller großer Bruder.“
Sie klang aufrichtig und lächelte warm, was ihn etwas erleichterte.
„Wie viel Gepäck hast du denn?“
Sie wischte sich die Augen und sah dann auf.
„Ein paar Sachen zum Anziehen für alle Jahreszeiten, Erinnerungsstücke an meine Familie, Geschenke für morgen und meinen Laptop.“
„Mh, ich habe aber kein Gästezimmer.“
Sie sah ihn verdutzt an.
„Aber du schreibst doch immer auf deinem Blog, dass du eine ziemlich große fünf Zimmer Wohnung hast. Da wird doch ein Raum als Gästezimmer übrig geblieben sein.“
„Stimmt, und ich arbeite selbstständig von Zuhause aus. Also Arbeitszimmer, Wohnzimmer, Lucy und mein Schlafzimmer. Und das Fünfte Zimmer ist mein Klemmbaustein-Studio mit über einer Millionen Lego Teilen und meiner Filmausrüstung, nach zwanzig Jahren ist mein Auftritt auf ein paar Video-Plattformen so groß, dass ich mein Hobby überwiegend refinanzieren kann. Aber wenn es dich tröstet, in meinem Schlafzimmer steht ein zweites großes Bett, falls Besuch kommt.“
„Wozu denn das?“
„Für Silvester, da kommen sowohl unsere Eltern als auch mein kleiner Bruder mitsamt seiner Familie auf ein paar Tage vorbei. Immer zu mir, weil ich Fahrstuhl habe.“
„Und wo schlafen dann alle?“
„Mama und Papa auf dem großen Schlafsofa im Wohnzimmer, Johnny und seine Frau auf dem Extrabett in meinem Zimmer, weil wir Neujahr morgens meistens zu dicht sind als dass er nach Hause fahren dürfte, auch wenn seine Teslas Autopilot haben. Und meine … ähm unsere Nichten schlafen bei Lucy im Zimmer, dazu habe ich ein paar Matratzen lagernd.“
„Und ich?“
„Du hast in den letzten sechsundzwanzig Jahren keine Rolle gespielt, aber ich lege dir eine Matratze in mein Büro. Bettzeug habe ich genug und die Matratzen sind schön weich und bequem.“
„Die kannst du doch nehmen. Ich …“
Sie brach ab, als sie seinen bösen Blick bemerkte.
„Ok, ich nehme die Matratze im Arbeitszimmer, auch wenn mir ein anständiges Bett lieber wäre.“
„Stimmt, aber Prinzeschen kann sich doch ruhig von all ihrem Geld für die Nacht ein Hotelzimmer holen, wenn es ihr an den Füßchen zu kalt wird.“
„Du bist doof.“
„Damit endet jeder zweite Satz meiner Tochter, wenn sie mit mir spricht.“
Bemerkte er beiläufig.
„Das ist aber nicht sehr nett. Wie ist sie denn so?“
„Sie hat überraschenderweise reichlich Elemente von dir und klein Johnny, hat das meiste von ihrer  Mutter und ein bisschen auch von mir. Sie ist regelmäßig bockig, ein bisschen sehr zickig, eine Heulsuse, wenn sie ihren Willen nicht durchgesetzt bekommt, sehr kreativ, beschissen schlecht in der Schule, flüchtet sich in virtuelle Welten, um der unbequemen Realität auszuweichen, absolut grottig im Umgang mit netten Jungen und schminkt sich seit rund zwei Jahren wie eine Schlampe. Kurz um, sie ist gelegentlich liebenswürdig, aber es gibt viele Momente, da würde ich ihr gerne eine scheuern. Gerade wenn ich in Ruhe arbeiten oder entspannen will und sie mir wegen Drama und Jungs auf den Sack geht oder der Dauerrenner, sie will etwas sofort und dringend haben, aber ihr Taschengeld reicht nicht. Natürlich kommt sie ganz nach ihrem Onkel Johnny und räumt nie auf, also bleibt der ganze Mist an mir hängen. Also arbeite ich täglich neun bis zwölf Stunden, damit meine liebe Tochter drei Mahlzeiten am Tag und eine gute Bildung bekommt und in einem warmen Bett in einer scheißteuren Wohnung schlafen kann. Dazu muss ich natürlich kochen und ihr morgens eine Brotbüchse machen, ich bin der Geldautomat, wenn sie Süßigkeiten, Makeup, Essen gehen, zum Frisör – was sie viel zu oft macht – oder ins Kino will, ich muss mich allein um den Haushalt und nebenbei um meine bockige Tochter kümmern.“
Sie musterte ihn mit einem mitleidigen Blick in den Augen.
„Sie kann ja nicht von alleine auf deiner Türschwelle aufgetaucht sein, was macht denn ihre Mutter? Ich hab auf den ersten Blick keine Damenschuhe oder –Mäntel gesehen.“
Er sah sie einen Moment traurig an.
„Lucys Mutter ist zwei Tage nach ihrer Geburt an Entkräftigung gestorben.“
Gianna riss die Augen auf und wirkte erschüttert.
„Oh verdammt, das tut mir Leid. Trauerst du sehr?“
„Es ist ein bisschen kompliziert, weil wir nie in einer Beziehung waren.“
Er holte Luft und erzählte ihr die Geschichte, die er erst vor wenigen Tagen Luise Hofgärtner erzählt hatte. Als er endete, musterte sie ihn nachdenklich.
„Also wart ihr nicht in einer Beziehung und da hast dich wie der größte Riesenarsch in der Geschichte benommen und gleichzeitig gezeigt wie sehr du du selbst bist, wenn du mit schwierigen Situationen konfrontiert wirst, also der feige Idiot, der den Kopf in den Sand steckt und hofft, es wird schon nichts passieren. Papas Reaktion hingegen fand ich stark, so handelt ein verantwortungsvoller Erwachsener, nicht wie du. Ich hoffe Assyas Grab ist tipp-top gepflegt, sonst trete ich dir gehörig in den Arsch.“
„Nette Worte. Sie ist bisher nur ein bisschen Depressiv, zum Glück bisher keine Suizidgedanken, aber dann ist sie wochenlang still, geknickt und kraftlos. Aber das reicht mir schon.“
„Und dann versuchst du dummer Volltrottel einen Vollzeitjob und die Erziehung gleichzeitig ohne Hilfe zu stemmen. Ein Mädchen, bzw. Kinder allgemein brauchen am besten zwei Elternteile. Und du bist nicht so hässlich, als würdest du keine finden, zumal du fit und definitiv nicht arm bist, so wie das klingt.“
„Ach echt? Wäre ich nie drauf gekommen. Aber vor Lucy lief da schon nichts und als Lucy geboren war … naja, Single Papas sind als Partner nicht so gefragt, habe ich auf die harte Tour festgestellt. Und komm schon, im Alter wird man nicht hübscher, ich bin zwar fitter geworden, aber das war‘s schon. Außerdem hatte ich alle Hände voll zu tun mit meiner Selbstständigkeit und meiner Tochter, da war einfach kein Platz mehr für Dates. Ich hab eh praktisch keine Freizeit mehr, gerade als Lucy jünger war und sich noch nicht so gut selbst beschäftigen konnte. Mein Studio ist mein Rückzugsraum geworden, wo ich abends nochmal ein paar Stunden hingehe um ein bisschen zu basteln und Videos aufzunehmen. Oder aber ich mach’s mir in der Küche mit einem Buch bequem. Aber die Zeiten wo ich mal stundenlang machen konnte was ich wollte sind seit sechzehn Jahren vorbei, und kommen erst wieder, wenn Lucy endlich auszieht, aber bis sie lebensfähig ist, wird noch viel Zeit vergehen.“
„Warum das?“
„Sie gibt sich alle Mühe, Schule so richtig an die Wand zu fahren. Sie steht immer irgendwo fünf und reagiert allergisch auf Nachhilfeunterricht. Sie macht ihre Hausaufgaben nicht, sieht einfach nicht ein warum und fängt sich eine sechs nach der anderen ein. Sie zockt lieber und postet auf Instagram, als dass sie sich auf Tests und Klassenarbeiten vorbereitet. Sie ist in genau drei Fächern nicht völlig scheiße: Sport, Kunst und Schauspielunterricht. Also alles drei Fächer mit denen man sich eine „sichere Zukunft“ aufbauen kann.“
Kommentierte er sarkastisch, auch wenn er sich eigentlich furchtbar fühlte, so über seine Tochter herzuziehen. Klar lernte sie nicht so gern, aber war er als Jugendlicher so viel anders gewesen?
„Zudem ist sie dort auch nicht überragend gut. Jede Woche habe ich bei irgendeinem Lehrer ein Elterngespräch, über ihre schlechten Noten. Und natürlich bin ich schuld daran, dass meine Tochter so schlecht ist, ich der schlechte Vater, das schlechte Vorbild.“
„Wer sagt sowas?“
Er seufzte schwer.
„Andere Eltern und andere Lehrer. Weißt du meine bockige Tochter hat mir ein Date mit ihrer Lieblingslehrerin angeleiert. Luise Hofgärtner.“
„Was echt?“
Seine Schwester verkniff sich ein Lachen und schmunzelte.
„Ja, letzten Sonntag. Es ging gut, auch wenn der Anfang sehr holprig war. Jedenfalls haben wir Nummern getauscht und chatten seitdem regelmäßig, wenn die Brut anderweitig beschäftigt ist. Und da hat sie mir traurig erzählt, dass ich unter den Lehrern an der Schule keinen guten Ruf habe. Und das stimmt mich so traurig. Ich will meiner Tochter doch nur ein gutes Leben ermöglichen, aber sie stellt sich einfach so bockig und setzt ihren eigenen Willen durch, was selten in Lernen ausartet. Eher in Zocken und Serien bingen. Anschreien nützt nichts und ich mag keine Gewalt. Gut zureden nützt aber auch nichts. Es ist wie einen löchrigen Eimer mit Wasser zu füllen.“
Sie musterte ihn nachdenklich.
„Und wenn ich mein Glück bei ihr versuche?“
Er runzelte die Stirn.
„Wie meinst du das?“
„Ich hab zwei Söhne und mein Jüngster ist in ihrem Alter. Vielleicht kann ich mit ihr reden und sie dazu zu bringen das Schulleben ein bisschen ernster zu nehmen.“
„Das würdest du tun?“
Unglaube schwang in seiner Stimme mit. Seine Schwester machte was für ihren großen Bruder, das musste er sich im Kalender eintragen.
„Ja, irgendwas muss ich schließlich tun, ich kann doch nicht einfach die nächsten zwei bis drei Jahre hier herumsitzen und nichts tun, während das Haus gebaut wird. Ich wiederhole mich zwar, aber irgendwas muss ich schließlich tun.“
„Stimmt, du konntest nie still sitzen, du musstest immer irgendwas machen. Für dich war Schule prio Nummer eins, danach kam das Lesen von ganz wichtigen Sachbüchern oder Biografien und deinen ersten Businessplan hattest du schon mit fünfzehn.“
Sie schmunzelte.
„Das stimmt auch, aber viel Zeit für ein Sozialleben blieb dann in der Regel nicht.“
„Wie heißt dein Mann?“
Sie lächelte bei der Frage.
„Chris, er ist schwarz und sechs Jahre älter als ich.“
„Was hat deine Firma gemacht?“
„Sorry, das würdest du nicht verstehen.“
Er war gekränkt.
„Warum behandeln mich alle wie den letzten Dorftrottel?“
„Weil du manchmal wie einer rüberkommst?“
Er lehnte sich traurig zurück.
„Ok, hier die Kurzfassung, wir bauen komplexe Computerchips und Quantencomputer auf höchstem Niveau.“
Er sah sie erstaunt an.
„So viel Knowhow hast du?“
„Sicher, ich hab Physik und Informatik am MIT studiert.“
Joschi starrte seine Schwester vor lauter Unglauben an.
„Das MIT?“
„Genau, Abschluss mit Magna cum Laude.“
„Und wie konntest du dir das leisten?“
„Gar nicht, ich hab kein Stipendium bekommen und geschuftet wie Teufel, um mein Leben zu finanzieren. Aus dieser Zeit habe ich meine Verweigerungshaltung gegen die Wegwerfkultur und kaufe eigentlich alles nur second Hand und repariere kaputte Elektronik, anstatt sie wegzuwerfen. Ich hab gekellnert und Nachhilfe-Unterricht in Mathe, Informatik und Physik gegeben.“
Er stand auf und öffnete einen Schrank etwas weiter oben und griff sich eine Flasche Single Malt Whiskey und ein Glas, großzügig schenkte er ein und nahm einen tiefen Schluck.
„Du bist eine liebenswerte Zicke.“
„Danke, denke ich. Krieg ich auch einen?“
Sie deutete auf den Whiskey und er holte ihr murrend ein Glas. Sie trank mit Bedacht.
„Der ist gut.“
„Hat mir Johnny geschenkt, für Krisenzeiten.“
Gianna schmunzelte.
„Hätte dich nicht für einen Säufer gehalten.“
„Tja, so täuscht man sich. Mein kleines Leben läuft eben nicht gut.“
„Wie meinst du das?“
Fragte sie mit einem besorgten Unterton in der Stimme.
„Ende des Sommers sind mir vier ziemlich große Kunden abgesprungen und ich kämpfe seitdem damit über die Runden zu kommen. Meine Tochter soll ein angenehmes Leben führen können, aber das kostet und wenn es so weitergeht, muss ich die Reserve anbrechen, die eigentlich für ein neues Auto und eventuell eine Eigentumswohnung gedacht sind, die Wohnung hier ist zwar groß und schön, aber im Alter kann ich mir das einfach nicht leisten, dafür ist sie einfach zu verschwenderisch groß und teuer. Ernie wird den TÜV im Frühjahr nicht packen und dann hab ich kein Geld für ein neues Auto. Aber dann werde ich nächstes Frühjahr neunundvierzig und ich muss mir langsam Gedanken um meinen Ruhestand machen und wie ich mit meinen Sachen verfahre. Mit dem frühen Tod von Lucys Mutter habe ich mit Mitte dreißig schon mein Testament gemacht, damit es an meiner Tochter ans nichts fehlt, wenn mir etwas zustößt. Aber viel ist es nicht. Momentan schreibe ich überall rote Zahlen und es sieht nicht so aus, als würde ich im neuen Jahr plus machen, ich war schon immer schlecht daran, neue Kunden zu akquirieren.“
Sie musterte ihn aufmerksam und er nahm noch einen Schluck, es brannte angenehm in der Kehle.
„Und wenn du etwas anderes machen würdest?“
Er sah sie zweifelnd an.
„Das hab ich schon öfter überlegt, aber zum einen bin ich schon Ende Vierzig und wer will denn noch jemanden in dem Alter ausbilden. Und dann weiß ich nicht, was mit mir anzufangen ist und das größte Problem, ich könnte es einfach nicht finanzieren. Ich zahl knapp dreieinhalb Tausend für die Warmmiete, Unsummen für Versicherung und Steuern und eine völlig gefräßige Tochter bei Laune zu halten, die verschwenderisch mit ihrem Taschengeld umgeht und immer nach mehr bettelt, ist auch kein kleines Unterfangen. Der Job ist ok, aber Spaß macht er mir nicht mehr so wirklich wie noch vor fünfzehn Jahren.“
„Mh, aber du bist doch auch Autor, Youtuber und Blogger.“
„Stimmt, die Bücher und der Kanal, das bringt ein paar Taler, aber es deckt noch lange nicht die Miete, es reicht aber immerhin dafür um das Equipment zu finanzieren und ein paar der Versicherung zu deckeln. Und der Blog läuft ganz gut, nach fast zwanzig Jahren Bloggen, habe ich rund fünftausend Follower, aber momentan schreibe ich aber nur etwa einmal die Woche was und so verliert man eben Abonnenten am laufenden Band.“
„Das ist bedauerlich, mir ist zu Ohren gekommen, du seist recht gut. Jedenfalls nicht den Kopf in den Sand stecken und aufgeben, wie du es eigentlich immer schon gemacht hast, seit dem es dich gibt. Sobald Schwierigkeiten in Sicht kommen, buddelst du dich ein und tust so, als könntest du dich da durchmogeln indem du nichts tust und nicht einfach untergehst. Ich hab gelernt, es ist nicht schlimm wenn du auf die Nase fliegst, solange du danach wieder aufstehst und weitermachst.“
Er schluckte und spülte mit Whisky nach.
„Stimmt schon, ich war immer schon so. Aber mit Lucy ist es dann besser geworden, meine Tochter könnte ich nie im Stich lassen. Und für sie springe ich schon mal in einen Brombeerbusch, wenn es ein großes Problem gibt.“
„Gute Einstellung, deine Tochter braucht einen starken Vater, kein rückgratloses Weichei.“
Schweigend saßen sie da und tranken Whisky. Dann gähnte sie demonstrativ.
„Hast du irgendwo vielleicht ein weiches Bett, ich würde mich gerne hinlegen, ich bin seit vierzig Stunden auf den Beinen, weil ich noch so viel erledigen musste!“
„Alles klar, komm mit und vergiss Luise nicht.“
Er stand auf und ging in den Flur, wo er ihren Rollkoffer nahm. Damit ging er auf eine Tür links am Ende des sehr langen geräumigen Flures zu, in dem man fast schon Bälle abhalten konnte. Er öffnete die Tür und machte Licht an. Es war wirklich keine Besenkammer, wie er sein Schlafzimmer immer scherzhaft nannte, denn immerhin hätte sein altes Wahnzimmer hier spielend zweimal reingepasst. Aber es war jetzt auch nicht gewaltig riesig, es maß etwa dreißig Quadratmeter, also ein Zehntel der Wohnungsfläche und war rechteckig langgestreckt. Abgesehen von den beiden großen Betten war alles bis unter die nicht gerade niedrige Decke mit Regalen und Schränken vollgestopft und in der freien Fläche in der Mitte des Raumes standen zwei vollbestückte Wäscheständer, einer mit Unterwäsche und Socken, der andere mit Bettwäsche. Er stellte den Rollkoffer neben ein großes Bett, das er in ein Regal eingebaut hatte, sodass einer der Schlafenden des Doppelbetts in einer Art Höhle nächtigte.  
„Da schläft unser Bruder und seine Frau Natalie, wenn sie zu Besuch sind und übernachten, ab und zu auch unsere Eltern, wenn sie länger zu Besuch sind, was aber nicht mehr so oft vorkommt, da sie auch schon recht alt sind. In den Nachthimmel ist ein Bildschirm eingelassen, sodass man im Liegen noch etwas bequem gucken kann. Mein Bett ist das große mit den ganzen Plüschtieren, schwer zu verfehlen.“
Gianna stellte den Rucksack neben den Koffer und entfaltete eine der dicken Daunendecken, die er schon in Vorbereitung auf den Besuch ihrer Eltern zwischen den Jahren vorbereitet hatte. Sie legte das Plüschkrokodil neben das Kopfkissen und schlüpfte ungeniert aus Jeans und Rollkragenpullover, Schmuck trug sie keinen und den Ehering ließ sie am Finger. Dann ließ sie sich in Unterwäsche und T-Shirt schwer aufs Bett plumpsen und kuschelte sich sofort ein und machte die Augen zu, sie schien echt fertig zu sein. Leise machte er sich auch fertig und gesellte sich zu den wenigstens vier Dutzend Plüschtieren, davon eine große Rotte Plüschwarane, in sein großes Bett mit der wahnsinnig tollen Matratze und fiel schnell in einen tiefen Schlaf.

Self-Statements #13

Lange Pause, jetzt bin ich wieder am Start. Der wöchentliche Fragebogen von Gina von Passion of Arts.

JETZT BIST DU DRAN, DER SELF-STATEMENTS-FRAGEBOGEN FÜR DICH!

1. Wie fühlt sich für dich absolute Freiheit an?

Wenn ich mich innerhalb eines gewissen Regelwerks (z.B. Gesetze) frei entfalten kann in dem was ich mache und denke.

2. Glaubst du, dass du irgendwann in deinem Leben mal die falsche Abzweigung genommen hast?

Öhöhö, bis unmittelbar Mitte diesen Jahres bestand mein Leben seit dem Abitur aus einer Aneinanderreihung von größeren und kleineren Katastrophen. Dennoch hab ich mich nicht unterkriegen lassen und bin auch wundersamerweise wieder in der selben Stadt gelandet, in der ich großgeworden bin. Aber jetzt läuft es zur Abwechslung ganz gut und wer weiß, vielleicht wäre es nie dazu gekommen, hätte ich nicht die eine oder andere verquerte Abzweigung genommen. 😉

3. Würdest du dein Leben gern noch einmal Leben?

Die letzten 10 Jahre eher nicht, höchstens mit dem Wissen, was ich alles falsch gemacht habe um mich an jeder Stelle, wo was mächtig schief gegangen ist, hoffentlich zum besseren zu verbesern.

4. Könnte man den Tod auch als etwas Positives betrachten?+

Für meinen Geschmack habe ich diese Diskussion viel zu oft mit schwerst Depressiven geführt, kein sehr angenehmes Thema. Im Falle von wirklich schwerer Krankheit oder der Vermeidung jahrelangem Dahinsiechens könnte der ein oder andere dieser Frage etwas positives abgewinnen.

5. Denkst du, dass man die Welt verbessern kann oder ist das alles nur Wunschdenken?

Logo, nur wird nicht von gleich auf jetzt alles toll, friedlich und bunt.

6. Sind Landgrenzen inzwischen überholt?

Nope.

7. Fändest du eine Weltregierung besser?

Schon, nur wird es bei so vielen Milliarden Menschen mit tausenden von Kulturen echt schwer auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, ohne sich zu zerfleischen.

8. Glaubst du an Gott?

Was heißt hier glauben. Das Universum ist zu abgefahren um völlig random zu sein. Heißt aber noch lange nicht, dass ich ein bärtigen alten Mann glaube, der die Strippen der Menschheit in der Hand hat. Wenn es Götter geben sollte, dann stelle ich sie mir Lovecraftisch an, kosmische Wesen fernab jeder Vorstellungskraft, deren bloßer Anblick Menschen den Verstand raubt. ^^

9. Ist Religion in deinen Augen etwas positives oder negatives?

Religion ist oft gelebte Tradition und ich sehe darin nichts verwerfliches, nur in ihren Extremen ist Religion echt suboptimal.

10. Was haben die Religionen für uns getan?

Och nö, was sind das denn heute für Fragen?

11. Was haben wir für die Religion getan?

Im Blick auf die Weltgeschichte vermutlich nicht immer die klügsten Entscheidungen getroffen.

12. Liest du noch Philosophie und machst dir darüber Gedanken?

Sporadisch, aber nicht aktiv. Doch schon spannend und vieles verwebe ich als Autor in meine Werke.

13. Welches ist das beste Buch, das du jemals gelesen hast?

Das ist eng, bei den paar hundert Büchern, die ich gelesen hab. Ich glaube ich nehme die Abenteuer-Trilogie (ist auch als einzelner Sammelband erschien) von Isabell Allende: „Die Stadt der wilden Götter“ „Im Reich des goldenen Drachen“ und „Im Bann der Masken“. Ein Must-Read für jeden Teen, der auf mystische Abenteuer-Bücher steht und übrigens der Hauptgrund, warum ich zu schreiben angefangen habe!

14. Wer ist deiner Meinung nach der schlechteste Mensch, der jemals lebte, außer Adolf Hitler?

Nehmt euch die Liste, aller grausamen Diktatoren und Machthaber, die jemals auf dieser Erde gewandelt sind, ich such sie euch aber nicht raus.

15. Wer ist deiner Meinung nach der beste Mensch, der jemals lebte, außer Mahatma Gandhi?

Das ist eine sehr subjektive Frage. Jocko Willink und Jordan B Peterson.

16. Was glaubst du, ist das glücklichste Land der Welt? 

Sind das in den Umfragen nicht immer die skandinavischen Länder?

17. Findest du, dass das Leben, frei nach Sigmund Freud, ohne Schönheit nicht lebenswert ist? 

Sicher, es gibt viele katastrophal miserable und grenzenlos hässliche Orte an dieser Welt, wo ich ganz sicher nicht leben wollen würde!

18. Welches ist das großartigste Kunstwerk, das du je gesehen hast?

Puh, öhm … Top Gun Maverick 😀

19. Wie hat es dein Leben beeinflusst?

Es hat mir gezeigt wie man selbst im Jahr 2022 grandiose filmische Meisterwerke ohne Politikmist veröffentlichen und dabei verdammt erfolgreich sein kann.

20. Ist der Terrorist, frei nach Brendan Behan, derjenige mit der kleinen Bombe in der Hand ?

Jetzt mal im Ernst, wer hat diese Fragen ausgesucht?

21. Was ist für dich das Wichtigste auf der Welt?

Gesundheit.

22. Und das Zweitwichtigste?

Familie.

23. Was denkst du, beeinflusst die Welt generell am stärksten: Geld, Politik, Religion oder Kunst?

Money!

24. Denkst du, dass Kolonialismus, egal in welcher Form, Terrorismus hervorbringt?

Nicht immer, aber oft.

25. Schulden wir allen Kinder der Erde eine Zukunft?

Wie wäre es mit einer Zukunft für Jedermann?

26. Welcher ist dein Lieblingsort?

Meine Wohnung, wo ich einfach ich selbst sein kann.

Totgeglaubte leben länger (?)

Hallo Leute, zwei Monate keine Beiträge verfasst, was zum Henker ist da los?Tja, vielerlei, ich umreisse es in meiner gewohnt „knappen“ Art.

Im Juli war ich im Urlaub, bzw hab meine Eltern für ein paar Wochen besucht, was gewissermaßen Hotel mit Vollpension gleichkommt. Und da ich mich nicht einfach jeden Tag ein paar Stunden verpissen konnte, sondern Programm auf dem Plan stand, war dann eben keine Zeit mehr für den Blog.

Anfang August habe ich zudem für zwei Wochen ein Praktikum in einem Archiv gemacht, was echt super war und sich womöglich zu einem handfesten Berufswunsch für mich gemausert haben könnte (wer weiß).
Aber eben nach sehr langer Arbeitslosigkeit, war es eine Gewöhnung von 0 Stunden täglicher Arbeit auf etwa 6 Stunden Arbeit plus Pendelei von 2 Stunden täglich. Da war ich dann auch echt platt, wenn ich wieder zuhause war, also wieder kein Blog, zumal ich nach rund 2 Wochen Blogpause, auch nicht mehr so wirklich viel Lust drauf hatte.

Mitte August, haltet euch an den Händen, Joschi hats geschafft einen neuen Job zu ergattern. Zwar erstmal nur bei einer Zeitarbeitsfirma als kaufmännischer Mitarbeiter, dennoch zu guten Konditionen mit soliden Boni. Erster Auftrag ist ein Amt in Berlin, wo ich wahrscheinlich bis Ende des Jahres beschäftigt bin.
Leider recht weit im Osten von Berlin, sodass ich jeden Tag zusätzlich zu 8 Stunden Arbeit noch 3 Stunden in S-Bahn und Tram verbringe.

Für euch Veteranen vermutlich lachhaft, aber selbst als kinderloser Single war mir am Ende des Tages meine Freizeit kostbar, wenn ich schlagskaputt zwischen sechs und acht zuhause eintrudelte und nur noch wenige Stündchen Me-Time hatte, bevor es wieder in Bett ging, weil der Wecker kriminell früh um halb sechs klingelt.

In Anbetracht dessen, dass ich die letzten Wochen nicht so mega viel Lust auf Blog hatte, kam es eben dazu, dass beitragstechnisch seit Mitte Juli gähnende Leere herrscht.

Dafür hat eine andere Sache Fahrt aufgenommen und zwar Youtube. Auf meinem kleinen Kanal, den ich mittlerweile in Karlchen Klemmt umbenannt hat (Karlchen ist der Plüschwaren, der im Regal sitzt). Umbennenungsgrund: ein befreundeter größerer Youtuber hat mir gesagt „Orderlycreativecreations kann sich echt kein Schwein merken!“.

Zum Zeitpunkt des Beitrags sind es immerhin 71 Abonnenten und insgesamt fast 9.000 Aufrufe bei 42 Videos. Läuft würde ich sagen und macht mir eine Menge Spaß und es viel leichter ein größeres Publikum anzusprechen als mit Bloggen, weswegen ich auch meinen Fokus angepasst habe, lieber 2-12 Stunden in ein Video einmal pro Woche investieren, dass zwischen 50 und 500 Views bekommt, als die gleiche Zeit mit Beiträgen zu verbringen, die so gut wie nicht geklickt werden.

Also auch eine gewisse Neuausrichtung des Blogs mehr in Richtung LEGO und Klemmbausteine mit MoC Berichten, News-Besprechungen und Beitragsverlinkungen zu aktuellen Videos (bei denen ich drei Monate hinterherhinke).

Klar mache ich bestimmt noch bei der ein oder anderen Aktion mit, aber nicht jeden Tag. Kurzgeschichten gibt es bestimmt auch noch, aber bei den Büchern werde ich nur die ersten drei Kapitel veröffentlichen, schließlich soll das irgendjemand nochmal kaufen, wenns fertig ist. ^^

Fazit, Fokus auf YT und LEGO, aber den Blog nicht völlig sterben lassen.

Wir lesen uns, schönen Sonntag 🙂

Dienstags-Gedudel #125

Ich unterbreche meinen Uncharted Walkthrough Marathon um mich optimal auf das Osiris Genom Reboot vorzubereiten, erfreue mich an einem neuen Subscriber (Hallo in die Runde) und mir fällt ein, dass Dienstag ist und ich einen Song auswählen sollte.

Heute ein Song einer meiner Lieblingsbands Rise Against. Keine Ahnung welches Genre, aber der Song ist energiegeladen und hat tiefgehende Lyrics. Ich hab mal gelesen, dass sich der Song um das Thema Familie dreht, kann das aber nicht verifizieren. Ich höre ihn einfach sehr gern.

Rise Against – House On Fire

Media Monday #577

Ein sehr holpriges Wochenende, geprägt von Fast Food und verschlafen nach dem desaströsen Donnerstag. Eigentlich geplant als Reisetag nach Erfurt, weil ich in Gotha ein Praktikum machen wollte. Aber es wurde doch in letzter Sekunde abgesagt und ich bin hier gestrandet.

Den Media Monday findet ihr hier

1. Jetzt mal ganz unter uns: Superheldenfilme gehen mir mittlerweile echt am Arsch vorbei, ich bin völlig übersättigt.

2. Wie großartig wäre es bitte, wenn Christopher Nolan Regie beim 26. James Bond führt, oder am besten eine famose Trilogie.

3. Ich kann es ja selbst kaum glauben, aber ich finde die Uncharted Games sind an Großartigkeit nicht zu überbieten, gerade den vierten Teil, der dieses Jahr eine PC Fassung bekommen soll.

4. LEGO Teile sortieren ist auch eines dieser Projekte, das gerne mal aufgeschoben wird .

5. Viel Gerede und reichlich Gerüchte, die Wahl des Schauspielers für den nächsten James Bond, ich bin sehr für Henry Cavill, dafür war er schon in the Man from Uncle zu gut.

6. Avatar 2 hat sicherlich das Potential, um Maßstäbe in Sachen Tricktechnik zu setzen, gerade MoCap unter Wasser ist ein Novum.

7. Zuletzt habe ich mit drei Damen gechatet und dabei LEGO gebaut und das war eine interessante Erfahrung , weil ich mit Abstand der jüngste in der Runde war, mich mit den dreien aber gut verstanden habe.

Meine Woche 22-22

Rina läd wieder zu einem neuen Wochenrückblick ein.

Und wie war eure Woche so?

Geärgert ….. darüber, dass mein Praktikum in einem Archiv vier Stunden vor Abfahrt des Zuges nach Erfurt abgesagt wurde, so ein Mist!

Gedacht…. wie viele Fassungen ich noch schreibe, bis ich mit einer zufrieden bin und denke, das ist Verlagsreif.

Gefreut: ……. über die positive Resonanz des Samstagsvideos

Gefühlt: …… Frustration über wieder einen Rückschlag in meinem Leben, siehe oben.

Gegessen: …… Fastfood und Nudeln.

Gehört: ….. Musik meiner Spotify Playlist.

Gekauft: …… bunte Murmeln für ein LEGO Moc.

Gelacht……….. ein bisschen über Games

Gelesen: …. leider nichts.

Gelitten: ….. Heißhunger auf Süßes, hat leider funktioniert.

Geplant: …… Bewerbungen schreiben.

Gesehen: ……… Uncharted 4 Walkthroughs

Gespielt/Gebastel/Gehandwerkt: einige LEGO Sets gebaut und rund acht Stück zum sortieren zerlegt.

Getan: ….. 3 Videos gedreht und geschnitten, leider etwas hell geworden :/

Getroffen: …. drei liebreizende Damen um die vierzig, mit denen ich mich über Klemmbausteine unterhalten habe.

Getrunken: …… Wasser, Tee und Gin.

Geweint ……… Nope

Gewundert …. über mein mieses Bauchgefühl am Mittwoch abend bevor dann am Donnerstag das Praktikum abgewürgt wurde.

Self-Statements #12

Gina läd wieder ein. Das Bild ist übrigens auch von ihr.

JETZT BIST DU DRAN, DER SELF-STATEMENTS-FRAGEBOGEN FÜR DICH!

1. In der Serie „Sex and the City“ wurden der Cosmopolitan und Schuhe von Manolo Blahnik populär gemacht. Hast du auch schon einmal etwas gekauft, gegessen oder getrunken, weil es in deiner Lieblingsserie „empfohlen“ wurde?

Nicht, dass ich mich daran erinnern könnte.

2. Trinkst du auch manchmal alkoholische Getränke, obwohl diese dir gar nicht schmecken? Nach dem Motto: „Hauptsache es macht dicht!“

Ich trinke nicht um dicht zu werden und habe ein Limit, dass ich strikt einhalte, also nein. 8-10 cl @ 40% und Schluss ist. Und als Genießer bevorzuge ich Gin oder pur und dann auch nur das echt gute Zeug 😀

3. Findest du es angemessen, jemanden auf Social Media Kanälen ohne Vorwarnung zu blockieren, oder sollte man eine Erklärung abgeben?

Wenn mir die Person auf den Sack geht, dann Pech gehabt, so oft blocke ich aber nicht, dafür verwende ich Social Media aber auch nicht wirklich. In World of Tanks habe ich selten geblockt (außer Arty, die mich perma gefokust hat), dafür lieber noch ein bisschen getrollt xD

4. Deine Lieblingsserie wird abgesetzt und du …?

Wäre mit The Expanse auch fast passiert, glücklicherweise wurde es von amazon gerettet, auch wenn die Story nicht zuende erzählt wurde (3 Bücher fehlen noch).
Zurück zur Frage, wenn eine Serie abgesetzt wird, heißt es hinnehmen und was anderes gucken. Wobei es ärgerlich ist, wenn die letzte Staffel in einem bösen Cliffhanger endet.

5. Würdest du Arbeitskollegen oder Klassenkameraden daten?

Würde prinzipiell nichts dagegen sprechen, nur wenn man sich trennt und dann trotzdem noch jeden Tag sieht und auch noch zusammenarbeiten muss ist es unschön, gerade wenn die Trennung heftig war und man im Streit auseinander gegangen ist. Und ich könnte mir vorstellen wenn die Freundin dein Vorgesetzter ist, könnte das öfters zu einem verletzten Ego führen, also vielleicht lieber nicht xD

6. Liest du auch andere Kategorien von Passion of Arts?

Ich lese generell zu wenig andere Blogs, dafür fehlt mir einfach die Zeit. Wenn ichs schaffe gucke ich ab und zu mal rein und browse ein bisschen. Ich hänge dann doch irgendwie lieber auf Youtube, in meinem Studio und in IT Tech-Foren ab.

7. Wenn ja, welche und warum? Wenn nein, was würdest du eher lesen?

Falsche Ansprechperson, fürchte ich. Ich lese am liebsten Spieletests, ausführliche Hardwaretests und Kurzgeschichten.

8. Was war das uninspirierendste, was du zuletzt gesehen hast?

Jurrassic World Dominion. Plot kaum zu erkennen, aber DINOS, und Nostalgie ins Gesicht, guck mal DINOS!, Immerhin sind die auf dem Film basierenden LEGO Sets nice, wenn auch arg teuer, ey DINOS, DINOS, DINOS, habe ich schon DINOS gesagt?!

9. Mit welchem Motto kannst du überhaupt nichts anfangen?

Ich kann mit Mottos generell nichts anfangen.

10. Was schmeckt am besten zum Frühstück?

Ich esse kein Frühstück, aber ein Becher Darjeeling geht immer. Leider essen meine Eltern am Wochenende Frühstück, wenn ich sie besuche. Also frisch gepresster O-Saft und ein weiches Frühstücksei.

11. Pure Natur oder lieber top gestylt?

oberflächlich gekämmt und einigermaßen rasiert, dann passt das, Frauenschwarm war ich eh nie, also warum die Mühe machen? (Ich stecke lieber 150-250€ monatlich in LEGO als in Dates, die zu oft schief gehen, LEGO macht eben einfach mehr Spaß und ich hab langfristig was davon und kann es über den Kanal mit anderen teilen xD).
Früher hab ich oft Mützen getragen, da hat man nicht gesehen, wenn ich mal keine gewaschenen Haare hatte, war nur im Sommer etwas heiß.

12. Welcher ist dein ganz persönlicher Sommerhit 2022?

hab ich nicht, ich höre eh nur altes Gerümpel. Wobei ich hätte einen für die LEGO Kenner: LINK

13. Hast du schon einmal einen Beauty- oder Stylingtipp selbst ausprobiert?

Seh ich so aus?

14. Ist es dir wichtig, was andere über dich denken?

Mir ist Feedback wichtig, ob der andere still denkt „Was ein Arschloch“ kann ich aber nicht steuern. Nur nichts sagen ist doof.

15. Welche ist für dich die beste und kreativste Kreatur aus einem Film?

Ohnezahn aus Drachenzähmen leicht gemacht.

16. Welche Serie wird nie alt?

LOST

17. Welche Thematik würdest du gerne einmal als Serie sehen?

Die Bücher von Will Jordan, die machen Spaß und sind fesselnd. Wobei wir Spionage-Thriller schon zur Genüge kennen, aber es hat eine sehr starke weibliche Frauenfigur, die glaubhaft und auch ein bisschen sympathisch ist.

18. Siehst du dir gerne historische Orte an?

Sicher, sind sehr schöne Sachen dabei. Und im Vergleich zu oft fader moderner Architektur echt was fürs Auge, gerade alte Schlösser, Kirchen/Kathedralen und Gründerstilhäuser.

19. Würdest du jemals in ein Haus ziehen, von dem du wüsstest, dass darin jemand umgekommen ist?

Kommt drauf an wie er Hopps gegangen ist. Aber prinzipiell stört mich das nicht. Vielleicht spukt er ja noch und man hat Nachts jemanden zum reden ^^

20. Welchen Film hast du zuletzt gesehen? Würdest du ihn empfehlen?

Best Exotic Merigold Hotel. Allein für den Spruch „Am Ende ist alles gut und wenn noch nicht alles gut ist, dann ich es auch nicht das Ende“. Ein sehr warmherziger Film über Ankommen und Gehen, über Liebe und Kultur. Klare Empfehlung.

Dienstags-Gedudel #124

Ich mach das mittlerweile einfach zu selten finde ich, dabei gibt es so gute Songs da draußen. Ob der heutige Song allen gefällt, wage ich zu bezweifeln aber für mich war es eine kleine Offenbahrung. Damals 2015 war mein Musikgeschmack noch ziemlich dürftig, erst im April 2015 hab ich mir Spotify zugelegt und war auf der Suche nach Songs, die mir gefallen könnten. Dann stieß ich durch Zufall auf Youtube auf einen Musik Supercut, bei dem ich mir jedes einzelne Musikvideo angesehen habe (gibt auch eine Spotify Playlist) und das war super, weil ich auf diese Weise richtig viele neue Bands kennengelernt habe, von denen einige zu meinen Lieblingsbands gehören. Der heutige Song war mein Einstieg in EDM, spezifisch Trance, was ich ab und an ganz gerne hören.

Armin van Buuren feat. Trevor Guthrie – This Is What It Feels Like

Media Monday #576

Den Media Monday findet ihr hier: LINK

1. Filme sind awesome, ein herrliches Medium.

2. Camcorder Engpässe wenn man eh kein Geld hat sind natürlich nicht so tragisch als wenn man Geld hätte, aber nur diese +1500€ Highend Dinger greifbar sind – das wäre doch auch doof!

3. Serien haben ja durchaus den entscheidenden Vorteil das man in mehreren Staffeln mit zig Episoden wesentlich tiefgründigere Charakterentwicklungen als in einem zwei Stunden Streifen erleben kann.

4. imdb hilft ungemein, wenn man man wissen will, welcher Schauspieler wo mitgespielt hat.

5. Was mir besonders gefällt an dem Youtuber Creasteve sind die mega kreativen Intros für jedes Video, das neuste ist echt klasse.

6. Youtube heute kann ich mir schon gar nicht mehr anders vorstellen, denn als Zuschauer, wie auch Content-Creator gibt es einfach so viele Komfortfunktionen die das miteinander einfach vereinfachen.

7. Zuletzt habe ich in Vorbereitung auf meinen Ortswechsel (2-3 Wochen Praktikum in Thüringen plus Reisetage plus Puffer) satte 5 Videos (eins pro Woche) im Voraus produziert und das war eine richtige Odyssee , weil mir meine mega zickige Smartphone Kamera mehr als einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht habe und ich im ersten Durchgang 3 von 5 Videos in die Tonne kloppen konnte, weil Bild und Ton beim Schneiden nicht synchron waren. Beim zweiten Mal war der Ton gut, aber das Bild etwas hell … scheiß drauf, ein drittes Mal nehm ich den Kack nicht nochmal auf! Morgen probiere ich mal meine andere Kamera für ein extra Video, vielleicht zickt die nicht so.

Meine Woche 21-22

Rina läd wieder ein zum Wochenrückblick

Und wie war eure Woche so?

Geärgert ….. das meine Smartphone Kamera nicht immer saubere 30 respektive 60 Frames abliefert und ich heute das Rohmaterial für drei Videos wegwerfen musste, wo die Tonspuren andauerend asynchron waren. Das ärgert mich.
Noch viel mehr ärgert mich, dass beim Umsortieren der Ordner mit den bereits erledigten Videos versehentlich gelöscht wurde, also mein gesamtes LEGO Video-Archiv Hopps gegangen ist. Ganz schön blöd!

Gedacht…. Das in dieser Woche echt was passiert ist, ich aber kaum Erinnerung an die letzten Tage habe. komisch.

Gefreut: ……. meinen Besten Freund zu sehen, er macht sich unter der Woche etwas rar.

Gefühlt: …… Enttäuschung, das meine Kamera rumzickt und ich eine Stunde Videomaterial vergeudet habe.

Gegessen: …… Mango Chicken und Mango Lassie eben beim Inder, Mjam.

Gehört: ….. Betrayal von Will Jordan als Hörbuchversion.

Gekauft: …… Nach den Lego Eskapaden letzte Woche tatsächlich nichts.

Gelacht……….. Es war eine sehr ernste Woche … quatsch, ich hab bei ein paar Videos auf Youtube heftig gelacht.

Gelesen: …. Nüscht, hatte ich aber eigentlich vor.

Gelitten: …. Schirm-Armut, Gestern nach einer Aufnahme-Session Döner holen gegangen und kaum bin ich da raus, fängt es an zu schütten als gäbe es kein Morgen, ich war klatschnass als ich zuhause war.

Geplant: …… Für Montag 2-3 Videos neu aufzunehmen (Grr) und zu schneiden, damit sie noch rechtzeitig live gehen. Und nochmal die Langfassung des ohnehin schon langen Katalogvideos von gestern, einfach weil ich Bock habe.

Gesehen: ……… Auf Youtube die Uncharted 1-3 Reviews von Bricky, sehr unterhaltsam und ich bin schon auf die Review auf Uncharted 4 gespannt, so ziemlich das beste Spiel der Serie.

Gespielt/Gebastel/Gehandwerkt: Donnerstag habe ich beim Gucken von einem Stream 3,5 Stunden LEGO gebaut und Freitag 2,5 Stunden LEGO gebaut um die Kulisse für die Videos ab nächster Woche zu vollenden und sie sieht echt gut aus.

Getan: …. Offiziell noch nicht, das switche ich Mittwoch um, aber ich nenne meinen Youtube Kanal von „OCCreations“ auf „Karlchen Klemmt“ um. Erklärung dazu gibts im Video nächsten Samstag 🙂

Getroffen: …. vorhin meinen besten Freund und wir haben geschlemmt und uns anderthalb Stunden oder so unterhalten.

Getrunken: …… Mango Lassi und schwarzen Tee mit Mandelmilch (musste weg, hat nur meinen Schrank verstopft)

Geweint ……… Nope, ich bin ein Mann.

Gewundert …. Nicht, dass ich es mir leisten können, aber irgendwie sind aktuell online gar keine Mittelklasse Camcorder verfügbar, das finde ich komisch und ärgerlich, weil ich mich seit Wochen mit meiner Handykamera rumärgere, aber richtiger Ersatz nicht greifbar ist 😦

Meine Woche 20-22

Rina läd wieder zum Wochenrückblick ein.

Geärgert ….. Dass ich das Wochenende nicht Pappe entsorgt habe. Freitag waren die Tonnen frisch geleert und jetzt sind die bestimmt schon voll. Aber irgendwie ist mir das einfach entgangen.

Gedacht…. Mein Buch nochmal gründlich zu überarbeiten, es ist einfach noch zu unrund und zu oft verspürt man das Unrunde der naiven ersten Fassung. Und ich will einen marginal anderen Stil ausprobieren.

Gefreut: ……. über mich, dass ich den Arsch hochbekommen habe und endlich mal meinen Garten gemacht habe.

Gefühlt: …… Frustration am Freitag, ich musste dringend zum Briefkasten und es hat stundenlang geschüttet, am Ende bin ich raus in den Regen und war klatschnass als ich wieder zuhause war. Aber zumindest zufrieden und mit einem warmen Döner im Rucksack und dem Brief trocken um Kasten.

Gegessen: …… Abgesehen von einem Teller Kaiserschmarn nichts außergewöhnliches, halt Sachen, die schnell zubereitet sind und nicht aufwendig sind und die nicht so viel kosten. Linsensuppe ist auf August vertagt, vor meinem Urlaub bekomme ich die Kartoffeln sonst nicht aufgebraucht.

Gehört: ….. In vier Tagen ein 14 stündiges Hörbuch gehört. Redemption von Will Jordan, den man auch auf Youtube als den Critical Drinker kennt. Sehr spannend, ein völlig anderer Stil als das was ich schreibe und hat wohl die beste Definition einer starken weiblichen Figur, die ich seit Jahren gesehen habe, klasse. Band eins einer 9-Bändigen abgeschlossenen Serie und ich höre schon den zweiten Teil, der ein Jahr nach dem ersten Buch spielt. Großen Respekt vor dem Autor und dem Vorleser.

Gekauft: …… Ne Menge LEGO, 9 Sets auf Vorrat, weil ich nicht genug Kleinkram für meinen Chanel habe, das reicht bis Oktober gewürzt mit großen +100€ Sets aus meiner verstaubten Sammlung.

Gelacht……….. über alte Memes, die ich beim Aufräumen entdeckt habe.

Gelesen: …. Angefangen zumindet, die drei ??? im Bann des Vodoo. Ich wollte einfach mal wissen wie sich die Bücher hinter meinen Lieblingsfolgen machen

Gelitten: ….. am Samstag, als meine Verdauung nicht richtig funktioniert hat.

Geplant: …… Die Anschaffung eines Camcorders, sobald ich einen Job habe.

Gesehen: ……… Stranger Things Staffel 4, aber nicht zuende, die letzte Folge hat ja ernsthaft Spielfilmlänge, das war mir dann um halb zwölf zu viel.

Gespielt/Gebastel/Gehandwerkt: am Sonntag 6 Stunden LEGO gebaut und bin ganz schlapp davon, weil ich unbequem saß und mich die ganze Zeit vorbeugen musste um an die weit entlegenden Schälchen mit Teilen zu kommen.

Getan: ….. 4 Stunden gegärtnert und eine überwucherte Piste in ein geordnetes Beet verwandelt und akribisch Unkraut gezupft.

Getroffen: …. Meinen besten Freund beim Gärtnern getroffen und mit ihm einen Kaffee getrunken und einen LEGO Katalog zusammen durchgeblättert.

Getrunken: …… Eiscappuccino, die Reste meiner Ahoi Brause, viel Wasser und Tee. Wobei Tee und Kaffee auf leeren Magen eine blöde Idee ist, stelle ich vermehrt fest.

Geweint ……… Nope

Gewundert …. Wie wandlungsfähig ein kleines Zimmer sein kann, wenn man geschickt ist.