Totgeglaubte leben länger (?)

Hallo Leute, zwei Monate keine Beiträge verfasst, was zum Henker ist da los?Tja, vielerlei, ich umreisse es in meiner gewohnt „knappen“ Art.

Im Juli war ich im Urlaub, bzw hab meine Eltern für ein paar Wochen besucht, was gewissermaßen Hotel mit Vollpension gleichkommt. Und da ich mich nicht einfach jeden Tag ein paar Stunden verpissen konnte, sondern Programm auf dem Plan stand, war dann eben keine Zeit mehr für den Blog.

Anfang August habe ich zudem für zwei Wochen ein Praktikum in einem Archiv gemacht, was echt super war und sich womöglich zu einem handfesten Berufswunsch für mich gemausert haben könnte (wer weiß).
Aber eben nach sehr langer Arbeitslosigkeit, war es eine Gewöhnung von 0 Stunden täglicher Arbeit auf etwa 6 Stunden Arbeit plus Pendelei von 2 Stunden täglich. Da war ich dann auch echt platt, wenn ich wieder zuhause war, also wieder kein Blog, zumal ich nach rund 2 Wochen Blogpause, auch nicht mehr so wirklich viel Lust drauf hatte.

Mitte August, haltet euch an den Händen, Joschi hats geschafft einen neuen Job zu ergattern. Zwar erstmal nur bei einer Zeitarbeitsfirma als kaufmännischer Mitarbeiter, dennoch zu guten Konditionen mit soliden Boni. Erster Auftrag ist ein Amt in Berlin, wo ich wahrscheinlich bis Ende des Jahres beschäftigt bin.
Leider recht weit im Osten von Berlin, sodass ich jeden Tag zusätzlich zu 8 Stunden Arbeit noch 3 Stunden in S-Bahn und Tram verbringe.

Für euch Veteranen vermutlich lachhaft, aber selbst als kinderloser Single war mir am Ende des Tages meine Freizeit kostbar, wenn ich schlagskaputt zwischen sechs und acht zuhause eintrudelte und nur noch wenige Stündchen Me-Time hatte, bevor es wieder in Bett ging, weil der Wecker kriminell früh um halb sechs klingelt.

In Anbetracht dessen, dass ich die letzten Wochen nicht so mega viel Lust auf Blog hatte, kam es eben dazu, dass beitragstechnisch seit Mitte Juli gähnende Leere herrscht.

Dafür hat eine andere Sache Fahrt aufgenommen und zwar Youtube. Auf meinem kleinen Kanal, den ich mittlerweile in Karlchen Klemmt umbenannt hat (Karlchen ist der Plüschwaren, der im Regal sitzt). Umbennenungsgrund: ein befreundeter größerer Youtuber hat mir gesagt „Orderlycreativecreations kann sich echt kein Schwein merken!“.

Zum Zeitpunkt des Beitrags sind es immerhin 71 Abonnenten und insgesamt fast 9.000 Aufrufe bei 42 Videos. Läuft würde ich sagen und macht mir eine Menge Spaß und es viel leichter ein größeres Publikum anzusprechen als mit Bloggen, weswegen ich auch meinen Fokus angepasst habe, lieber 2-12 Stunden in ein Video einmal pro Woche investieren, dass zwischen 50 und 500 Views bekommt, als die gleiche Zeit mit Beiträgen zu verbringen, die so gut wie nicht geklickt werden.

Also auch eine gewisse Neuausrichtung des Blogs mehr in Richtung LEGO und Klemmbausteine mit MoC Berichten, News-Besprechungen und Beitragsverlinkungen zu aktuellen Videos (bei denen ich drei Monate hinterherhinke).

Klar mache ich bestimmt noch bei der ein oder anderen Aktion mit, aber nicht jeden Tag. Kurzgeschichten gibt es bestimmt auch noch, aber bei den Büchern werde ich nur die ersten drei Kapitel veröffentlichen, schließlich soll das irgendjemand nochmal kaufen, wenns fertig ist. ^^

Fazit, Fokus auf YT und LEGO, aber den Blog nicht völlig sterben lassen.

Wir lesen uns, schönen Sonntag 🙂

Wenn dir eine Skizze einfach nicht reicht

Heute nur was kurzes, weil ich noch einen Film gucken will und es schon neun Uhr abends ist. Ich mache ja derzeit ein Bauzeichner Praktikum bei einem Landschaftsarchitekturbüro in Berlin Kreuzberg. Die Woche war das Ziel Arbeitsproben für ein Bewerbungsgespräch für das nächste Bauzeichner Praktikum zu sammeln. Und heute nach zumindest gedanklich schweißtreibender Arbeit waren für Liz Solomons Milliardärinnen „Wohnung“ alle Grundrisse endlich fertig. Jetzt fehlen nur noch die Schnitte und die Ansichten.

Das Abgefahrene an der Wohnung ist, dass es eine riesige und ausgesprochen hässliche Protzvilla mit großem Garten wiederum in einem noch viel viel größerem Gebäude (Dark Horizon) ist, als Domizil für Leute, für die Geld einfach keine Rolle mehr spielt, so wie Liz eben, die zwischen 450 und 500 Milliarden Euro besitzt und von ihrem Papa Herbert Solomon, dem Chef des Baukonzerns Solomon Industries diese Wohnung zu ihrer Volljährigkeit spendiert bekommen hat. Das Haus inkludiert 6 großzügige Angestelltenwohnungen, einen riesigen Nutzgarten, einen See, einen überdachten Pool und hat 5 Stockwerke. Das einzige was am Plan nicht akkurat ist, ist, dass die Garage eingezeichnet ist, denn Liz besitzt eine Tiefgarage für mehr Protzschlitten als sie braucht und der See ist nicht voll drauf. Ich hab aber die Files und autoCAD, also kann ich noch weitermalen, wenn ich Bock drauf habe 😀

EG + Außenanlagen

Keine Sorge, wenn das Praktikum vorbei ist, lad ich die PDFs in die Cloud zum runterladen und angucken und es wird einen ausführlichen Beitrag geben, der jedes Zimmer und jeden Ausschnitt beleuchtet 🙂

Damit dürfte ich zu den verdammt wenigen Autoren gehören, die professionelle Grundrisse für die Orte ihrer Bücher anfertigen. Ist doch auch ein Alleinstellungsmerkmal. XD

Übrigens mit dem Osiris Genom (2.5) gehts wieder weiter, aber es dauert noch eine Weile bis es fertig ist 😉

Und wenn ich ab Juli wieder mehr Zeit habe, baue ich das Ganze in Unreal Engine 5 nach, was vermutlich trotzdem eine Weile (Jahre) dauern wird, weil ich mir auch erstmal selbst beibringen muss. Und dann baue ich eine Figur, mit der man sich alles ansehen und interagieren kann … vielleicht sogar in VR. Und dann brauche ich wirklich ein PC Upgrade 😀

Wenn der Film deine Realität wird

Fast ein Review.

Einer meiner Lieblingsfilme ist (neben Zoomania) Finding Forrester mit dem guten alten Sean Connery. Es geht um einen jungen Schwarzen aus der Bronx, der super in Basketball und gewissermaßen ein Ausnahmeschüler ist, gerade in Literatur, es aber für sich behält. Dann nimmt er an einem bundesweiten(?) Test teil und mit den Ergebnissen wird eine Elite-Schule auf ihn aufmerksam und möchte ihn anwerben. Gleichzeitig lässt er sich mit seinen alten Mates auf eine Wette ein, bei einem mysteriösen alten Mann, der nur „Das Fenster“ genannt wird, einzubrechen und ein Beweisstück mitgehen zu lassen. Das geht schief, der alte Mann überrascht ihn und unser Protagonist, Jamal, verliert auf seiner Flucht seinen Rucksack und damit auch seine Tagebücher. Über eine Verkettung verschiedener Ereignisse lernt er den alten Mann kennen und freundet sich mit ihm schließlich an. Der alte Mann ist dabei ein gefeierter Autor, der den Roman des 20. Jahrhunderts geschrieben hat und sich danach völlig zurückgezogen hat. Dann wird Jamal des Plagiatismus beschuldigt und verliert beinahe alles, was er sich aufgebaut hat und der alte Mann überwindet sich und rettet ihn aus der Situation. Ein toller Film über Freundschaft und Familie, über Rassismus und Klassenunterschiede, mit Drama, aber auch einer guten Prise Humor.

Ja ok, wir wissen es, du stehst auf komische Filme. Und was soll dieser merkwürdige Titel jetzt?

Tja, ich wohne in Potsdam in einem mehr schlecht als recht sanierten Plattenbau-Turm in einer „Commie-Block“ Siedlung hässlicher Betonklötze, die trotzdem hübscher sind, als die noch hässlicheren Betonwürfel, die man vor 5 Jahren irgendwie noch dazwischen gekachelt hat. und wie William Forrester, der alte Mann aus dem Film, blicke ich mehr als 5. Stockwerke hinab über eine Straße auf einen geteerten Sportplatz mit einem Basketball-Korb. Dort treffen sich gerade im Sommer fast jeden Tag Gruppen farblich diverser junger Männer und spielen Basketball wie nicht gescheit und ein paar sind auch gar nicht mal so schlecht, wenn ich das als Voll-Laie beurteilen darf.

Gut, ich habe hier kein Fernglas stehen und beobachte sie auch nicht durch die Falten einer sich verdächtig bewegenden Gardine … aber das muss ja (noch) nichts heißen.

Ein bisschen wunderlich bin ich auch und verlasse nur dann meine wohnlich durchaus bequeme Wohnlichkeit, wenn ich irgendwo hin muss oder was vom REWE brauche. Ich glaub auch ehrlich gesagt nicht, noch jemanden zu finden. Denn ich habe das innere Kind noch nicht abgestreift und will selbst auch einfach keine Kinder, dann noch Nerd mit komischen Macken der von der Gesichts- und Körperform Ähnlichkeiten mit einer Kartoffel hat. Wer will denn das und vor allem will ich wiederum das, was das, was ich darstelle, will. Ich will halt keine Kinder. Wird schwierig Singles ohne Kinder zu finden je mehr du dich der Dreißig und den unerkundeten Weiten jenseits der Dreißig näherst.
Und es geht ja nicht nur darum das Erstbeste zu nehmen, denn ich hab auch irgendwie Ansprüche, oder ist das mittlerweile illegal Ansprüche als Dude zu haben? ich muss wohl wie immer das Memo überlesen haben.

Mädels, wenn ihr euch hierher verirrt, nicht böse sein. Sollte ich was finden, was mich interessiert, dann wenigstens groß genug, dass ich mir fürs Küssen keinen Tagebau buddeln muss. Kein Schleifpapier-Vocal-Apparat und vor allem keine kreischenden Piepsstimmchen. Nicht mehr Kinns als ich Füße habe. Keine fucking Kinder. Und ein Gesicht, das auch ohne Tapezier-Maßnahme in die Kategorie „irgendwie ganz hübsch anzusehen“ fällt. Rest ist äußerlich wurscht, kannst auch Körpchengröße A-negativ haben. Ich bin kein Rassist, also ist die Farbe auch wurscht, und wenn du grün bist. Herkunft ist egal, solange man sich auf eine Art der Kommunikation einigen kann (selbst Exil-Russinnen sind akzeptiert). Selbst blond ist annehmbar und ab einer gewissen Haarlänge darfst du das nächste Mal auch mal den Abfluss der Dusche putzen. Bunte Haare eher nur in Pastell. Dailly Makeup ist ok, solange es eher nicht in Richtung „Generisches-Instagram-Model“ geht. Tattoos ist deine Sache, aber wenn du dir Klopapierollen tätowieren lässt, wird dein Verhandlungsspielraum fragwürdig. (Ohne Witz, schon gesehen).
Wir belassen es beim Körperlichen, denn ich falle nicht so richtig in die Kategorie athletischer Adonis, eher kalkiger Kartoffelsack, der schon optisch verdächtig nach stillem Nerd aussieht.
Zum Charakter, mal sehen. Einfach klug. Fettes Nein für: radikale Feministen, Querdenker, Nazis, Wahnsinn und Schlager-Hörer. Kein Drama, während ich im selben Raum sein muss. Und im Best-Case nicht verrückter als ich, bzw. sich unsere gegenseitigen gesammelten Macken irgenwie ausgleichen.

Dating-Wünsche-Ende.

Ja, ich glaube ich bleibe mit meinen elitären Ansprüchen für den Rest meines Lebens single und hole mir mit sechzig ein merkwürdiges Haustier und geh dann mit Karl, dem zweieinhalb Meter langen Bindenwaran, im Babelsberger Park spazieren und verängstige Ökos und Business-Jogger.

Und ich schreibe Bücher, das kommt erschwerend hinzu, bisher nicht mit den Anzeichen, dass sich das auch jemand durchlesen will … Ja Leute, ich seh die Statistiken, ich bekomme mehr Aufrufe für einen willkürlich ausgewählten Song, als für das erst 332 Seiten dicke Machwerk meiner kreativen Schöpfung. Es soll Leute geben, die finden das gut was und wie ich schreibe. Das sind nur leider auch die Leute mit der wenigsten Zeit zum lesen und mir am Ende des Tages das wenigste Feedback geben. Glücklicherweise hat mir noch keiner (offen zugegeben) gesagt: „Ey Joschi, du schreibst ja voll scheiße!“ Aber wie gesagt, sonderlich viele Leute haben es im Grunde auch nicht gelesen und das stimmt nicht nur nachdenklich sondern auch traurig.

Also vielleicht wird das doch noch was mit meinem Roman und vielleicht werde ich eines Tages (wenn ich groß und erwachsen bin) auch noch Schriftsteller, der davon zumindest annährend leben kann, was die wenigsten tun.
Aber vielleicht finde ich noch irgendwas mit Home-Office, das wäre praktisch. Und vielleicht hat der REWE irgendwann einen Lieferdienst.

Jaja, ich sehe mich hier noch mit Sechzig hocken und den Basketballern mit dem Fernglas (im Alter sieht man eben nicht mehr so gut) beim Spielen zugucken, während ich nicht gerade Texte schreibe und sie keinem zum Lesen gebe oder Vögel beobachte.

Vielleicht bin ich dann in der Position des alten Mannes, der eine Freundschaft mit einem jungen Schreibtalent anfange, der mich ein bisschen zurück in die Zivilisation schubst.

Vielleicht aber werde ich gar nicht so alt, bis mir das passiert. Und vielleicht ist die Person ja auch eine Frau, die mich zurück ins Leben schubst. Ich glaube ich muss nur einfach mal etwas öfter vor die Tür gehen um dieser Konstellation eine Chance zu geben.

Das wars für heute, habt einen schönen Sonntagabend!

Aufgeräumte Freitags-Reportage

So Jungens, bevor der senile alte Mann vergisst, was er noch am Tag zuvor getan hat, hämmer ich ein bisschen in die Tasten. Und ja, wenn du mit 27 der älteste in einer Berufsschulklasse bist, weil der Rest etwa 17 ist, dann fühlst du dich schon als Nicht-Senior alt. Ich glaube es musste komisch für Senior gewesen sein, als wir einen Mitbewohner hatten, der so jung war, dass er Seniors Sohn hätte sein können. Jetzt mit 28 denke ich mir nur sehr regelmäßig: „Was hast du Trottel eigentlich die letzten 10 Jahre seit deinem Abi gemacht?“ … Wayne.

Desorientiert starrte ich also gestern auf das Display vom Digitalwecker, den ich nur dulde, weil mir das Uhrwerk beim Schlafen nicht tierisch auf den Sack geht. Wait … sechs Uhr morgens? Alter ich bin vor 5 Stunden pennen gegangen, wie kannst du da jetzt schon wach sein? Ne mach ich nicht! Also einen der Plüschwarane zum knuddeln geschnappt (Calua) und mich auf die Schlafseite gedreht.

Der Wecker klingelt und Run Boy Run von Woodkid ballert mir in die Ohren, hab ich mir doch meine Bluetooth Lautsprecher taktisch günstig knapp überhalb der Hirse montiert. Leider haben die Lautsprecher gelernt, dass man den Weckton nicht auf ein Level verstärken darf, mit dem dann auch noch das ganze Haus was davon hat … was waren das für schöne Momente als ich immer schon um 4:30 raus musste.

Habe ich euch von dem Eierkocher erzählt? Vor ein paar Jahren habe ich mir jeden Morgen zwei, drei Eier hart gekocht und Senior dem Morgenmuffel ging das Getute des Kochers so sehr auf die Eier, dass er den Kocher versteckt hat (war eh seiner) … seitdem koche ich im Topf oder haue sie mir gewendet in die Pfanne mit satt Paprika und einer Scheibe Brot … also solo 3-6 Eier für eine Mahlzeit … was denn Leute, macht satt!

Ich hatte einen Alptraum, in dem ich nicht mehr den entspannenden Doom Soundtrack (Industrial Metal) hören durfte, von dem Schock bin ich fast aufgewacht. Also in Unterwäsche zum Rechner gesprintet, meinen Lieblingstrack ausgesucht (Doom Hunter) und hochgepegelt. Dann war der Tag wieder gut, von den Nachbarn kann ich das nicht bestätigen, aber hey, war doch schon Neun Uhr durch.

Ich setze Teewasser auf und breche die erste Flasche O-Saft fürs Wochenende an. Jetzt seitdem es auf die Plastik-Quetschflaschen Pfand gibt, habe ich nicht mehr so ein schlechtes Gewissen, denn ja, du kannst daraus prima Wespenfallen töpfern, aber davon gibts im 11. Stock dann doch nicht so viele. Gut Wasserbehälter für ne Bemalaktion geht auch, aber davon brauchst effektiv zwei Stück und gut ist.

Plastik ist schon doof oder? Ich hab immer so viele unnötige Plastikabfälle, dass muss doch nicht. Ich habe zumindest entdeckt, dass man diese flachen Joghurtbecher prima gebrauchen kann, wenn man LEGO Kleinteile sortiert, seitdem steht bei mir ein 30 cm hoher Turm ausgewaschener Joghurtbecher auf dem Fensterbrett.

Ich finde Verpackung müsste raffinierter sein. Was findet ihr?

Mit dem Becher Tee in der Hand gucke ich mich im halb aufgeräumten Zimmer um und esse eine Banane, zum aufputschen und weil mein Magen knurrt wie nicht gescheit. Danach mache ich drei Fragezeichen an, was ich immer mache, wenn ich irgendwas im Haushalt mache, sei es Kochen, Aufräumen oder Wäsche Zusammenlegen. Und los gehts.

Zweieinhalb Stunden später und eine Bruttoregistertonne Kataloge weniger sehe ich mich zufrieden um und esse noch eine Banane, früher habe 2-6 Bananen am Tag gefressen, dabei habe ich mehr Ähnlichkeiten mit einer Kartoffel als mit einem Affen. Das Zimmer ist akkurat aufgeräumt und sieht wieder richtig wohnlich aus. Ich drehe ein Beweisvideo für meine Eltern, man weiß ja nie.

Aus einer Neugierde heraus klopfe ich beim Nachbarn nebenan, wir sind Freunde, auch wenn er ein halbes Jahrhundert älter ist als ich. Er zeigt mir seine Töpfereien, wir reden über Familie und übers Essen. Während ich der Genuss Esser bin, isst er das, was der Körper braucht, nicht weil es schmeckt. Zum Beispiel gedünsteten Weißkohl mit Magerquark, Ingwer, Wacholderbeeren und einer großen Kartoffel wegen der Kohlenhydrate und alles zusammengeschmissen. Jo, dann esse ich doch lieber Linsensuppe und einmal im Monat ein gutes Steak. Ab demnächst kann ich ja auch sogar legitim ohne mich solo vor der ~45€ Rechnung (mit +10% Trinkgeld) bei meinem Lieblingsitaliener fürchten zu müssen und kann auch mal ein hübsches oder einfach kluges Mädel ausführen – wobei ich nur voll zahle, wenn sie nicht die völlige Schlaftablette ist. Ich glaube sie kann optisch auch super gewöhnlich und flach wie ein Brett sein (also Akira-Style), wenn sie dafür was auf dem Kasten hat und man sich schön unterhalten kann – immer hin bin ich (im Gegensatz zu Johnny Junior) ja auch nicht gerade der Model-Typ und wiege leicht dreistellig.

Und die ältere Tochter meines Nachbarn (ein Jahrgang mit mir und sie kam hier schon mal vor) macht Osteopathie im Studium was ordentlich Scheine kostet und zwar nicht wenig, 4 Jahre und du hast Schulden, von denen du dir einen (neuen) Mittelklasse-Wagen leisten kannst – und Eltern müssen zahlen, auch wenn das heißt, dass am Monatsende nichts mehr übrigbleibt. Ok Mama und Papa, nachdem ich die letzten Zehn Jahre ein fauler Sack gewesen bin, will ich doch mal auf eigenen Beinen stehen! Zumal Johnny bald studiert und der dann mal doch einfach etwas mehr Unterstützung braucht, weil er eben kein Bafög bekommt und nicht mehr zuhause wohnt. Ich hoffe das klappt mit dem Studium für ihn und seine Freundin, denn wo die hin wollen kommt man nicht so einfach rein. Sagt ein Trottel der Angewandte Informatik studiert hat, was Zulassungsfrei ist und mit das schwerste ist, was du Wurm studieren kannst, Tja und ich hab doch nur LEGO Roboter gebaut. Klare Fehleinschätzung der Prioritäten. Ich hoffe er packts, er will nämlich Kameramann werden und das ist doch immer cool.

Ich suche ja nur nach nem Startup oder generell einen Job, der auch ein bisschen die ungezügelte Kreativität abfedert, die ich an den Tag lege 🙂
Also eher nicht Dosen beim REWE einsortieren, auch wenn man davon natürlich auch (über)leben könnte.

Wieder in meiner Wohnung, es ist drei. Tomba sagt, dass er ab kurz nach fünf bei mir sein kann, weil er noch in der Schule zu tun hat (übermotivierter Junglehrer halt 😀 ) und das mit dem Eis-Essen gut findet, solange wir Fahrrad fahren, wir wollen nämlich noch gärtnern.

Also hau ich mir was zu Essen rein, denn ich bin erst neun wieder zuhause. Mal gucken … ne das ist fürn Brunch … und da, guck mal das sind noch Eier da, aber leider nur drei … ab in die Pfanne damit.

Beim Essen höre ich ein aktuelles Programm von der sensationellen Neuentdeckung Moritz Neumeier. Bei dem ich herzhaft lachen muss, auch wenn er mir stellenweise zu links ist (ich: slightly left of center), aber ich lache trotzdem.

Dann mache ich irgendwas, ich hatte einen kleinen Blackout, vermutlich saß ich am Rechner und habe geschrieben, was ich in der Regel mache, wenn ich mich daran später nicht mehr erinnern kann.

Ich habe die Idee für eine (digital) handgezeichnete Animation mit den Wawas, den Waran-Viechern die auch auf meinen Musik-Beiträgen abrocken oder auch dem Cover für diesen Beitrag abchillen.
Jedenfalls kennt ihr doch bei Youtube diese nervige Ansage: „Wenn euch das Video gefällt, lasst doch bitte einen Like da, abonniert und vergesst nicht die Glocke zu aktivieren!“
Mal gesabelt, mal in einer belanglos langweiligen Animation. Und ich habe gedacht ich zeichne eine simple Szene mit einem Schild auf dem „abonnieren“ steht und einer Glocke an einem Mast.
Also fällt Wawa von ganz weit oben herab, kracht in das Schild, das auf un ab hüpft und der Schriftzug auf „abonniert“ (er hats ja quasi angeklickt) wechselt. Er stöhnt, rappelt sich auf grinst in die Kamera mit einem Daumen hoch, dann holt er einen Holzhammer aus der Tasche und dengelt mit voller Wucht gegen die Glocke, deren Geläute ihn so durchschüttelt, dass er vom Schild fällt.
So nicht schnell gemacht, aber liebevoll und wenn nicht so genial geschmeidig wie in einem (alten) Disney Film ist, dann wurscht. Ist doch nur ein Provisorium bis ich das Kleingeld für einen Animator gefunden hat, der mir das professionell macht. Außerdem mag ich es, diese knuffigen tolpatschigen Warane zu malen und das seit über 20 Jahren!

Ich mache mich schon mal fertig, als ich in einem Schuh stecke klingelt es an der Tür und ich öffne verwirrt einem Amazon-Boten … ich hatte Tomba erwartet. zwei Minuten später kommt er.

Wie erkennt man den Gärtner-Noob, der von nichts Ahnung hat? Simpel, er hat die besten Gärtnerklamotten an. Ich also mit kompletter Arbeitskleidungskluft runter und Helm vergessen, Mist. Tomba wartete schon geduldig und nach der Begrüßung sind wir zu den Fahrrädern gepilgert.
Die gute Nachricht: ich habe mein Fahrrad wiederfunden.
Die schlechte Nachricht: ich habe mein Fahrrad wiedergefunden.
Ich mag Fahrradfahren nicht so unbedingt und ich habe ein hässlich generisches Fahrrad. Ich glaube das nächste LEGO Set mit einem Quadratmeter großen Aufkleberlappen wird nicht das Modell beklebt und stattdessen mit dem Lappen mein Fahrrad beklebt, damit ich es neben all den anderen bekackten generischen schwarzen Fahrrädern im Fahrradschuppen wiedererkenne!

Belohnung vor der Arbeit, dass höre ich doch gern. Wir radeln zu einem der besten Eisläden in Potsdam (auch einem der teuersten), der fußläufig 10 Minuten von meiner Wohnung liegt. Ich bin zum einen froh, dass ich das Fahrradfahren nicht (völlig) verlernt habe und bin sofort mit dem Verkehr und Straßenschildern überfordert.

Ich werde nervös, als wir unsere Drahtesel nicht zusammenschließen, schließlich ich Lappen nicht ohne Grund zwei Fahrradschlösser, von denen das eins in die Kategorie „Motorrad-Schloss“ fällt und mit dem du echt Leute erschlagen kannst.

Tomba sagt, dass er mir ein Eis spendiert, super, guter Mann. Gleichzeitig bin ich nervös, denn ich wollte mir die mit 6.20€ teuerste Waffel kaufen. Ich nehme Milchreis, Mango und Apfel mit Erdbeersoße als Topping, nur Sahne ist leider alle. Der (immerhin) Holzlöffel wird verwahrt und ich zücke aus meinem Rucksack einen Plastiklöffel den ich immer dabei habe, immer hin weiß man nie, wann man mal spontan unterwegs einen Joghurt isst und dann natürlich keinen Löffel dabei hat, wenn man nicht schlau ist – Weißheit vom Papa.
Wir setzen uns in die Sonne und quatschen über WGs, ich hab beschlossen, ich bleib hier wohnen zu bleiben, weil mir die geile Lage mehr wert ist als 4-8 qm mehr.

Als der Laden zumacht schwingen wir uns auf die Sättel, die Drahtesel wurden wie durch ein Wunder nicht gestohlen, und radeln los. Tomba will noch kurz nach Hause, seine Samen suchen … also Pflanzensamen. Also kleiner Schlenker und dann steh ich da und warte. Nach einer Viertelstunde bin ich davon überzeugt, dass er mit Verstopfungen auf dem Klo sitzt oder sich verlaufen haben muss. Dann kommt er und er sagt er hätte die Kiste Pflanzensamen nicht gefunden. Jo, das hätte ich mir bei Tomba ein klein wenig denken können. Er will noch schnell zum Bioladen radeln (der im(!) Becken eines alten Schwimmbads ist) und Zeuch kaufen.

Mir wird das zu doof, ich hab mein Zeug sorgfältig sortiert dabei, es gibt rote Beete, Bohnen und Karotten, reicht. Ich radel schon mal mit halb Potsdam, immerhin kannste hier im Gegensatz zu jeder größern Großstadt in den USA chillig Fahrradfahren, zum Garten.

Immer der Tram nach und dann komme ich an. Cool der Bistro-Wagen ist da. Jetzt kann man im Sommer entspannt gärtnern und sich nach getaner Arbeit hinsetzen um einen Kaffee und vielleicht ein Stück Kuchen zu schnabulieren. Ich muss beim nächsten Mal einfach mal checken, was für Speisen der auch anbietet, so ne Bockwurst mit Senf wäre doch der Knaller.

Dann der Schock, wo ist mein Beet? Hat sich das ein anderer geschnappt? Nö, ich war nur einen Monat nicht da und das Unkraut hat die feindliche Kontrolle über den Sektor übernommen – dabei waren sie erfolgreicher als die Russen, zumindest wenn man den prozentuellen Grad der flächenmäßigen Übernahme bedenkt.

Das wird wohl nichts mit aussähen. Ich hole mir eine Schubkarre und eine Schaufel, versuche mit Google Lens herauszufinden, was ich da gerade ausreiße, beschließe „Ist mir wurscht“ und grabe das halbe Beet aus.
Tomba kommt und wir haben einen kleinen Snack, sein Beet sieht ähnlich aus wie meins, nur mit weniger großem Gestrüpp.

Ich sehe ein, dass er der wesentlich geübtere Gärtner ist und in dreifachem Tempo gemessen an mir Unkrauf jätet. Nach zwei Stunden geht die Sonne unter und ich mache mich heim, den Rest mache ich Sonntag, wenn Gärtnertreff ist. Also eigentlich gemeinsames Gärtnern, aber in Wahrheit chillen wir nur bei Kaffee und Kuchen.

Zuhause telefoniere ich kurz mit meinen Eltern und gehe dann zufrieden ist Bett. Tag vorbei und er war sehr erfolgreich.

Der Spätzünder mit dem Weihnachtskalender

*unbezahlte Werbung, die eigentlich nichtmal Werbung ist*

Ich räume also gerade mal wieder gründlich mein Zimmer auf und mir fällt ein kleiner Stapel mit Kärtchen, die ich gerne mal wegschmeißen wollen würde, auf denen aber nette Sprüche abgedruckt sind.

Hintergrund. 2019 habe ich von der Cousine meines Vaters (die beiden Familienstränge sind etwas strange von den Altersunterschieden, so ist zum Beispiel meine Cousine 2. Grades fast 20 Jahre älter als ich.) eine zerbeulte Kiste mit einem angedozten Lindt-Adventskalender der Marke „Lindt Hello“ bekommen und war schnell begeistert. Zum einen von den äußerst leckeren Mini-Pralines hinter jedem Türchen, in Sorten wie Strawberry-Cheesecake oder Cookies&Creams (oder sowas in der Art), zum anderen, dass hinter jedem Türchen ein kleiner Spruch war, der dich vielleicht ein klein bisschen happy macht. Und ein paar schöne Sprüche waren auf jeden Fall dabei. am 24. gabs ein kleines Goodie, was ich nicht brauchte, aber naja (ein Teleskop-Handyhalter zum anflanschen). Ich hab mich auf jeden Fall gefreut und mir letztes Jahr so einen gekauft. Lindt-typisch affenteuer, noch nicht LEGO-teuer, aber eben schon Lindt-teuer.

Apropos, bei meinem REWE um die Ecke haben die Füchse die Preisschilder verdeckt/abmontiert, damit du nicht mehr checkst wie sehr du für ein Böxlein Pralinen ausblutest. Natürlich hab ich mir die Großfamilienpackung Merci unter den Nagel gerissen. An dem Tag war ich übrigens zweimal einkaufen. Seit Corona gehe ich so gerne mit Korb durch die Gänge, und der Rieseneinkauf hat halt nicht reingepasst. *schulterzuck* Sonntag gibts Brunch, Mjam.

Jedenfalls hat mich das damals zu einer eigenen Produktidee inspriert, die daran angelehnt ist. Ein Kalender für Firmen völlig aus recyclebaren bzw. kompostierbaren Materialen, mit leckeren Süßigkeiten und Gutscheinen beim 6. und 24. Türchen und einem Motivationsspruch hinter jedem Türchen, die zuvor von den Angestellten gesammelt wurden. Nichts weltenbewegendes, aber ich fand die Idee nett.

Und jetzt tippe ich mal die ganzen Sprüche ab, damit ihr auch was (4 Monate zu spät) davon habt. Die Sprüche sind nicht sortiert oder in irgendeiner Reihenfolge und zur Freude einiger komplett in Englisch 😀

  • Imperfection is beautiful. (Unknown)
  • You don’t have to be perfect to be beautiful. (Unknown)
  • Sometimes you will never know the value of a moment, until it becomes a memory. (Dr. Seuss)
  • When nothing goes right, go left. (Unknown)
  • A champion is defined not by their wins but by how they can recover when they fall. (Serena Williams)
  • Old ways wont open new doors. (Unknown)
  • Don’t forget to be awesome. (Unknown)
  • Always believe that something wonderful is about to happen. (Unknown)
  • Life is better when you’re laughing. (Unknown)
  • Forget love – I’d rather fall in chocolate! (Unknown)
  • Happiness often sneaks through a door you didn’t know you left open. (John Barrymore)
  • Christmas isn’t a season. It’s a feeling. (Edna Ferber)
  • Winter is not a season. it’s a celebration. (Anamika Miskra)
  • A dream is a wish your heart makes. (Walt Disney)
  • Together with you is my favourite place to be.. (Unknown)
  • Life is a journey, not a race. (Unknown)
  • Chocolate is nature’s way of making up for Mondays. (Unknown)
  • The key to life is to never grow up. (Mickey Mouse)
  • Wherever you go, go with all your heart. (Confucius)
  • If you can dream it, you can do ist! (Walt Disney)
  • Don’t be afraid to sparkle a little brighter. (Unknown)
  • Nothing is impossible. The word itself says „I’m possible!“ (Audrey Hepburn)
  • Believe you can and you’re halfway there. (Theodore Roosevelt)
  • Chocolate is cheaper than therapy and you dont need an appointment. (Chatherine Aitken)

So, wir hams. Viel Klischee, aber der ein oder andere nette Spruch war da schon dabei, finde ich. Wie seht ihr das?

Abfahrt

Eigentlich wollte ich den Katastrophenzyklus schreiben, nicht erleben! Ich krieche also kurz vor zehn am Tag der Abreise aus dem warmen weichen Bett und werde mit einer strahlend blinkenden Nachricht in Rot auf meinem Handy begrüßt: Zug fällt aus. Danke Deutsche Bahn, auf euch ist echt Verlass. Nach 5 Jahren solo Bahnfahren der erste Totalausfall, ausgerechnet dann, wenn ich ohne Flexpreis unterwegs bin. Auf dem Weg in die Dusche verstricke ich mich mit meinem Vater in eine kurze aber hitzige Debatte über das Zugfahren. Ich versuche beim Kundenservice anzurufen, nach einer Viertelstunde in der Warteschlange breche ich ab. Duschen ist schließlich auch wichtig, gerade letzter Tag in einer richtigen Dusche (mit Grauen denke ich an die unkomfortable Badewanne in der WG). Beim ausgiebig langen Duschen mit schonungslos heißem Wasser – immerhin muss ich nicht die Rechnung zahlen – kommt mir ein perfider Plan der Bequemlichkeit. Nach Start von der nicht-ganz-Pest nur noch mit Sitzreservierung fahrend, weiß ich, wie grauenvoll voll Züge aktuell sind, also buche ich still und heimlich ein Passage für das nächste E-Gefährt anderthalb Stunden nach dem ausgefallenen Zug, meinem Papa erzähle ich derweil, ich würde als Ersatz einen der nächsten Züge nehmen, ohne mit einem Wort zu erwähnen dass ich Ticket gekauft habe. Keine Sorge, meine Eltern lesen meinen Blog nicht und wenn sie es tun, dann zu spät, wenn der Akt der dubiosen Schandtat bereits Wochen oder gar Monate vorbei ist. Er steckt mir einen Fuffi für Fahrkarten zu, supi, das deckt meine verschlafene Nicht-Gerade-Nacht-und-eher-Wasserdampf-also-Quasi-Nebel-Aktion und ich hab noch Geld für ein großes Eis. Meine Monatsbilanz sieht gut aus, immerhin musste ich die Lebensmittel der letzten Woche nicht aus eigener Tasche bezahlen, durch die Ticketkäufe vor zwei Wochen mutiert das zu einem Null-Summen-Spiel und mit Glück kann ich mir am Monatsende ein kleines LEGO Set – natürlich für den Kanal – organisieren.
Zurück zum Standort Küche. Beim Zusammenhämmern von Ostereiern reden wir über das Leben und das Exkursionen doof sind, so zumindest mein Papa. Er findet Professorenleben ist doof, ich bemerke, dass er sich weder neues Auto noch Eigentumswohnung ohne Professoren-Titel hätte leisten können, danach ist er sehr still.
Um Elf bricht er auf, zwanzig Studenten bei trübem Wetter bespaßen. Jetzt bin ich allen, fast, Vieh ist noch da, mit vollem Namen Pino, ein leider süßer Kater, wenn auch blöd wie ein Brot. Nachdem er mich beim Streicheln anfaucht, bin ich beleidigt, das Mittagessen für Vieh fällt aus!
Nach dem schonungslosen Ausnutzen des geräumigen unteren Teils der Maisonette Wohnung zum Nachdenken und dabei willkürlich in der Wohnung Rumrennens, von mir Tigern genannt, kalkuliere ich die Zeit, die mir bleibt, noch eine Kanne Tee zu trinken. Ich finde es äußerst grauenvoll in einem Zug jeglicher Bauweise auf Klo gehen zu müssen – lieber verzichte ich an dem Tag aufs Trinken. Eine Stunde, reicht also für ein bis zwei Becher.
Während der Tee exakt drei Minuten zieht, renne ich hoch und erledige die End-Packung der restlichen Utensilien, stopfe alles in meinen – außer Lego – leeren Rucksack, befinde es für nötig, dass ich meine Hose als Polsterung für einen knollennasigen Plüschdrachen oben reinstopfe und bin erleichtert, dass eine alte Jeans von mir noch im Schrank herumgeistert.
Pünktlich zum Tee fällt mir ein, dass noch ein Bottich unappetitlich aussehender, aber köstlich schmeckender Gersten-Blumenkohl Süppchens, mit dem man meinen recht Gemüse-allergischen Veggie Bruder jagen kann, und stürze ihn in einen kleinen Kochtopf. Nach der Schrecksekunde stelle ich fest: klappt nicht. Selbst nach horizontaler Neigung, weigert sich die Suppe, der Schwerkraft zu folgen und muss mit einem Löffel aus dem Plastik-Gefängnis regelrecht frei gespachtelt werden. Während mein gewässerter Blumenkohl-Pudding vor sich hin köchelt, beobachte ich die Studenten im Nachbarhaus, ähnlich spannend wie Tiere im Zoo zu beobachten. Nach einer Minute stelle ich fest, dass ich in ein Faultier-Gehege starre und ärgere stattdessen Vieh.
Nach einer herzensliebsten Jammereinlage bekommt Vieh zumindest gnädige 10 Gramm Trockenfutter und ich widme mich meiner Mahlzeit, die aus drei Portionen besteht und mich die nächsten dreißig Minuten mit monotonem Löffeln beschäftigt.
Dann ist es vollbracht und ich räume ein bisschen auf. Ich stelle meine Taschen bereit und zähle nervös die Sekunden einer Viertelstunde, ich verzähle mich mehrmals, gebe auf und ziehe mich an. Ich fluche über das Gewicht von zu vielen LEGO Steinen und Arocs-Reifen in der extra Reisetasche und stelle mich auf einen Nerv tötenden Gang zur Tram Haltestelle ein. Ich checke zur Sicherheit nochmal mehrmals ob ich meinen Schlüssel, mein Handy und meinen Geldbeutel dabei habe und trete meine Reise an.
Auf meiner Odyssee zur Tram fluche ich leise über langsam laufende Hindernisse, also alte Leute und Mütter und taste mich mit ausgelatschten Schuhen zur Haltestelle vor.
Später hätte ich nicht aufbrechen dürfen, eine ausgesprochen hässliche Erfurter Tram erscheint eine halbe Minute nach meinem Erscheinen und ich wuchte meine Reisetasche über die Schwelle. Zwei Uhr durch und alles voll mit Rentnern. Ich stopfe mich in eine unbequeme Ecke und wir zockeln zum Bahnhof.
Angekommen beginnt der neuerliche Slalom-Parcours um Leute mit der Situational Awareness einer Scheune. Ich poltere fluchend die Treppe hoch. Mein Sitz ist in Wagon 6 untergebracht, bei F, ich gucke hoch und stehe unter A – manchmal hasse ich mein Leben.
Nach einer halben Stunde dubioser Ansagen erscheint der Zug. Nach dem Öffnen der Tür beobachte ich, wie ein kleines 50 Kg Mädchen einen Schrankkoffer die Stufen hochwuchtet, der halb so viel wiegt wie sie selbst und werde etwas ungeduldig. In dem eher leeren Zug ärgere mich über meine Reservierung, aber bei der Anfahrt war die zweite Klasse ausgebucht, man weiß also nie. Nachdem ich durch Wagon 6 gelatscht bin kommt Wagon 5 und ich halte irritiert inne. Wo ist denn die 81 um Himmels Willen? Ich überprüfe erst ob ich im richtigen Wagen, dann ob ich im richtigen Zug bin. Zögerlich laufe ich zurück an den Abteilen und entdecke meinen Platz. Kurz überfordert mit dem heillos komplizierten Mechanismus einer Schiebetür, trete ich ein.
Ein arabisches Pärchen. Klischees gibt’s scheinbar nicht ohne Grund, stelle ich fest. Ein Bär mit Rauschebart, der murmelnd im Koran liest und eine zu 95% Verhüllte Dame in Pink, die mit ihrer Mu … ähm ich meine Katze spielt. Sie nicken mir zu und scheinen freundlich zu sein, zumindest sind sie ruhig.
Ich sitze auf dem Platz zum Gang und betreibe Feldstudien. Wie blöd kann man sein, eine automatische Schiebetür zu erfinden, die für Menschen unter 1,70 m nicht öffnet, was Kinder mit einschließt – wörtlich. Ich höre Musik, studiere angestrengt einen LEGO Katalog und spiele ein halbes Dutzend Mal Türöffner für verwirrt-frustriert-ausgesperrte Kinder.
In Berlin checke ich meinen Anschluss, ich fahr eigentlich lieber S-Bahn, weil ich da in der Regel nicht meine Station verpasse, denn Potsdam Hauptbahnhof ist die Endstelle. Meldungen wegen Ausfall und Verspätungen, also doch Stehplatz in einem überfüllten Regio.
Ich schleppe meinen Schleppanker am Gleis für die S-Bahn vorbei und das Gleis für den Regio hoch. Ich wusste es, halb Berlin wartet schon auf den Zug – auf in die Sardinenbüchse.
Fünf Minuten später kommt vom Gleis gegenüber die Durchsage. „Achtung, Einfahrt S7 nach Potsdam Hauptbahnhof.“ Ach man ey, denke ich und überlege, ob ich es schaffe in einer halben Minute zum anderen Gleis zu sprinten.  
Ich sehe traurig der S-Bahn hinterher und nun trampelt der Rest von Berlin auf den Bahnsteig. Der Regio hält und ich schaffe es immer, wirklich immer, vor dem Wagon mit den Drahteseln unten und den reichen Eseln oben zu stehen.
Erster Eindruck, ein schreiendes Kind blökt, ich versuche an etwas Schönes zu denken. Bis Zoo stehe ich, dann macht sich ein Sitzplatz bemerkbar. Das Kind schreit immer noch und ich erinnere mich daran, dass ich kleine Kinder zum Kotzen finde. Jungs, ich bin Kind genug, ich brauche keine Brut!
Zur Beruhigung meiner angespannten Nerven suche ich nach ruhiger Musik. Ich entscheide mich für den entspannten Industrial Metal Soundtrack von Doom Eternal und wippe im Takt der ersten Töne. Die Schicki-Micki Tussi in den Designer Klamotten und manikürten Fingernägeln links neben mir guckt mich kurz irritiert an. Wahrscheinlich zu Recht. Ich, also ein großer Dude in schwarzen Klamotten, mit einem grell pinken Wanderrucksack, aus dessen vordersten Fach ein LEGO Katalog entgegenstrahlt, der wie ein Metalhead auf Musik mit einem dämonischen Cover abgeht.
Ich halte ebenfalls inne und werfe ihr einen Blick zu, wie sie gerade potthässliche unpraktische Designer-Handtäschchen für 700€ anguckt und denke mir auch meinen Teil.
Beim endgeilen Track Doom Hunter erreichen wir Potsdam. Nachdem ich der Karawane der langsamen Rolltreppen Besetzer entkommen bin, stolpere ich einer leider attraktiven Frau in die Arme, die mir in gebrochenem Deutsch Geld aus den Rippen leiern will, weil sie angeblich nach Magdeburg zu ihrer kranken Mutter muss. Der Versuch klappt, ich speise sie mit meine-Brieftasche-verstopfenden-Münzen ab und dränge mich vorbei. Sie und ihre Komplizin verziehen sich verdächtig schnell … in Richtung Kaufland. Ich verfluche mich als naiven Trottel und schleppe meinen Schleppanker nach Hause, Eis fällt aus! In der WG wuchte ich mein Gepäck aufs Bett, stelle erneut fest, dass selbst die Küche meiner Eltern größer als dieses Loch ist, und mache mir erstmal einen Tee.
Ich stelle ebenfalls fest, dass ein gewisser Joschi, vor der Abfahrt natürlich nicht den verdammten Abwasch gemacht hat, und mopse mir einen Becher aus der Küche.
Mir geradezu verzweifelt aufgedrängte Schokoeier mampfend, wundere ich mich über das Schneckentempo meines Rechners beim Hochfahren, ärgere mich über mich selbst und haue in die Tasten für einen neuen Text. Gute Nacht, auf das der nächste Tag weniger nervenaufreibend ist.

Blogparade – Freundschaftsbuch

Ich hab das bei Corly gesehen und fand das interessant, zumal mein Blog ja ganz schrecklich jung ist, ja, gerade erstmal ein halbes Jahr, und ich noch nie bei einer Blogparade mitgemacht habe.

Die Blogparade ist von Angeltearz-liest und das sind die Regeln:

– Bitte schreibe einen eigenen Blogbeitrag (Blog, Facebook, etc.)
– Nutze bitte die Vorlage, die du unten findest (Wie auch bei Print-Freundschaftsbücher kann nichts weggelassen oder geändert werden. Der einzige Vorteil ist, dass du so viel Platz für deine Antworten hast, wie du möchtest.)
– Der Banner oben darf gerne genutzt werden
– Verlinke mich und die Blogparade bitte (Es reicht auch ganz unten)
– Erzähle es weiter und nutze bitte den Hashtag: #freundschaftsbuch
– Die Blogparade ist nicht zeitlich begrenzt

So. Dann wollen wir mal sehen.

Mein Name

Lukas. Aber ich blogge als TedTheThief, also „Ted der Dieb“, einer liebgewonnen Figur aus einem meiner Bücher (das noch in Arbeit ist).

Mein Zuhause

Eine überwiegend schöne, grüne und reiche Großstadt unweit von Berlin. kommt ab und zu in meinen Büchern und Geschichten vor.

Ich bin online zu finden auf

doodleaddicts
Instagram
Youtube
Orderly Creative Creations

5 Worte, die mich beschreiben
· Zurückhaltend
· Geduldig
· Unsportlich
· Erfinderisch/Kreativ
· Bisweilen Humorvoll

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Meine Blog-Geschichte

Die ist schrecklich jung. Seit ich schreiben gelernt habe, schreibe ich Geschichten (größtenteils nicht gut), aber ich hatte nie ein Ventil um sie mit anderen Menschen zu teilen. Gleiches gilt für die Sachen, die ich mit Klemmbausteinen baue. Aber ein Blog wollte ich schon immer haben, hab mich aber nie damit beschäftigt, hatte mir aber mal eine zeitlang überlegt einen Blog (als ITler) selber zu bauen. Letztendlich hab ich mit WordPress einen Blog aufgesetzt und mir die Domain orderlycreativecreations.com gesichert. Seitdem schreibe ich mehr oder weniger regelmmäßig über alles, was mir einfällt. Mittlerweile auch einer (meist fremden) Blogchallenge für jeden Wochentag, um am Ball zu bleiben.

Auf meinem Blog veröffentliche ich auch meine Kurzgeschichten und solange ich keinen Verlag habe, kann man hier kostenlos das gesamte Buch „Das Osiris Projekt“ lesen (Sci-Fi). Eigenlob stinkt, aber viele loben meinen flotten Schreibstil.

Mein liebstes Buchgenre

Sci-Fi und Thriller und ab und zu etwas Fantasy.

Mein Lieblingsbuch

Ich kann nicht eins nennen, dafür hab ich zu viele Lieblinge.

— Attic – Douglas Preston & Lincoln Child
— Die Stadt der wilden Götter – Isabel Allende
— Limit – Frank Schätzing
— Drachenbrut – Naomi Novic

Meine liebste Buchverfilmung

Herr der R … ähm … ich meine natürlich Jagd auf roter Oktober und Master & Commander. Herr der Ringe ist aber auch ganz brauchbar 😉

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Meine Sammelleidenschaften

Klemmbausteine, in erster Linie von LEGO, mittlerweile dürften es zwischen 55.000 und 70.000 Teile sein, ich muss mal wieder in einer ruhigen Minute nachzählen ^^
Einerseits stell ich mir die schönsten Modelle ins Regal (LEGO Technic 8880 ❤ ❤ ), aber die meisten werden wieder zerlegt und zu neuen Kreationen zusammengebaut. In meinem Fall meist Panzer und Roboter.

Warhammer. Ich sammle seit gefühlt tausend Jahren eine Echsenmenschen-Armee nach Sotek zusammen und komme einfach nicht voran. mehr als ein halbes Dutzend Helden, einen Salamander und ein Stegadon hab ich noch nicht und ständig trocknen mir die lackgesoffen teuren Farben ein.

Bücher. Ein paar hundert sinds bestimmt. Ich hab so viele, dass ich aus Platzgründen Bücher in zwei Reihen pro Brett ins Regal stelle …

Comics und Manga am laufenden Meter. Mein Lieblings Manga ist Tokyo Ghoul, meine Lieblingscomics sind Spirou und Fantasio sowie Asterix und Obelix.

Filme. Mittlerweile der Bequemlichkeit wegen eher digital als physisch, aber meine Lieblinge habe ich alle als DVD/Bluray.

Games. Allein auf Steam sind es rund 170 Spiele, die meisten noch gar nicht gründlich angespielt, dafür häufen sich die Spielstunden der Altbekannten – World of Tanks (~3.500h), Skyrim(SE) (1.400h) und Civilisation V (670h).

Warane, Krokodile und Drachen – leider keine echten, aber ich hätte irgendwann gerne einen großen Bindenwaran als Haustier. Waran Karl ist der running Gag in meinen Geschichten.

Was mag ich an / in Büchern

Escapism und spannende Unterhaltung. Inspiration für meine eigenen Bücher. Faszinierende Welten, tolle Stories und facettenreiche Charaktere.

Was mag ich nicht an / in Büchern

Langatmigkeit und Langweile. Wenn es so affig wird dass die „Suspension of Disbelief“ flöten geht und es ins absurde geht. schlecht geschriebene Figuren, unnötig angetackerte und wenig glaubwürdige Liebesgeschichten, die man an der Stelle echt nicht braucht. Fehlende Logik, kein Worldbuilding usw.

Mein liebstes Zitat / Lebensmotto

„If it looks stupid but it works, it aint stupid“

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Entweder Oder
(bitte unzutreffendes streichen)

eBooks | Prints

Ich hab noch nicht ein einziges eBook in meinem Leben gelesen.

Abends lesen | morgens lesen

Ist zwar nicht ganz regelkonform beides zu streichen, aber für mich ist die beste Zeit mittags. Abends mache ich andere Sachen … zocken natürlich, an was ihr nur wieder denkt ^^

Buch-Reihe / -Serie | Einzelband

Eben mal ins Regal geguckt und fast nur Serien erblicken können. Die nehmen nur leider immer so viel Platz weg.

dünne Bücher | dicke Bücher

Wenn ich schon 15-30€ für ein Buch hinblättere, will ich das nicht an einem Tag gelesen haben. Aber zu dick ist auch doof, weil es dann gerne langatmig wird. 450-700 Seiten sind ein guter Kompromiss finde ich.

Lesezeichen | Eselsohr

Ein Eselsohr zu machen, wäre eine Sünde. Lesezeichen ist immer das, was gerade zur Hand ist: Fineliner, Postits, Prospekte, Visitenkarten, Briefe etc.

Verlag | Selfpublish

Ist gut, wenn nicht ich das Marketing nicht selber machen muss …

langsam lesen | schnell lesen

Nicht mehr so schnell wie früher, aber mein Rekord war glaube ich die kompletten zehn Bände ein Lied von Eis und Feuer in zwei Wochen.
Ja nach Setzung und Motivation schaffe ich bis zu 100 Seiten die Stunde.

Musik beim Lesen | absolute Stille beim Lesen

Arbeiten, Basteln, Daddeln – geht alles wunderbar mit Musik, aber nicht Lesen. Da brauche ich absolute Stille und zwar wirkliche Stille.

Kuschelecke | Egal-Wo-Lesen

Auch wenn meine „Kuschelecke“ nicht sehr kuschlig ist, denn ich lese am (Küchen)Tisch auf einem semi-bequemen Stuhl halb zusammengekauert vornübergebeugt und lese über Stunden bis mir der Rücken oder das Gesäß wehtut. Sofa oder Bett gehen gar nicht zum gemütlich lesen! Gemütlicher wirds nur mit einem Becher Tee/Kaffee einem Snack und wahlweise ein Stzkissen.

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Das möchte ich noch sagen

Ich bin ja gewissermaßen Hobby-Autor und ich danke jedem, der meinen Geschichten eine Chance und mir nach der Lektüre Feedback gibt. Ich hab erst ein Buch geschrieben (650 Seiten dick) und schreibe gerade am zweiten und würde das irgendwann einmal am liebsten das Schreiben zum Beruf machen, aber dafür ist Feedback am aller wichtigsten, damit ich meinen Erzählstil verbessern und verfeinern kann und immere bessere Geschichten abliefere.

Wer sich für mehr interessiert, den lade ich auf meinen Blog ein. Unter anderem findet man hier etwas mehr über mich und die Wahl meines eigenwilligen Blognamen.

Danke fürs Lesen

Lukas aka TedTheThief

Podcast (wiederaufnahme)

Ich hatte ja mal einen Podcast „Völlig zufällige Gedanken“ und arbeite auch gern vorm Mikro, aber irgendwie fehlen mir immer die passenden Themen.

Habt ihr Ideen, sonst würde ich prinzipiell einfach zusammensammeln über die Wochen und gucken ob ich so ein bis zwei-mal im Monat einen Podcast zu Dingen, die mir eben gerade einfallen mache, so wie es auch vorher war.

Und welche Länge fändet ihr gut? Ich schwafel ja gern mal ne Stunde über ein Thema.

Gedanken zu den LEGO Technik Sommerneuheiten 2022

Ich verweise zu allererst auf die Seite von Promobricks, denn da habe ich meine Infos her. Bei LEGO gibt es ja immer die Weihnachts- und die Sommerwelle. Die Sommerwelle bei Technic bringt die großen heißbegehrten Sets.

Man munkelt dass der neue Supercar von LEGO von 2022 auf 2023 verschoben wird. Das Modell unter der Nummer 42143 soll rund 3800 Teile haben und etwa 400$ kosten.
Der Quark interessiert mich reichlich wenig, allein weil die Konkurrenz zum Beispiel in Form von CaDA, eigene Supercars im Angebot haben, die LEGO einfach aus den Wasser pusten. Wie zum Beispiel den neuen motorisierten Hypercar mit 4500 Teilen für schlanke 250$. Was will ich dann mit dem maßlos überteuerten von LEGO, der weniger Teile hat und nichts kann, außer doof in der Vitrine zu stehen und Staub zu fangen?

Weiter im Text. Nummer 42144, ein Bagger mit Höhenverstellbaren Cockpit und einem Greifer für Schrott. Mit Pneumatik und sehr schlanken 800 Teilen, was wirklich nicht viel ist. Dafür will LEGO laut deren Quelle 140$. Ähm, das ist bitter. 2016 hatten wir einen vergleichbaren Bagger, den Volvo EW160E (42053) mit 1166 Teilen für nur 120$. fast 400 Teile mehr und 20$ günstiger. Und der war damals schon nicht günstig. Was nehmen die bei LEGO?
Ich hol mal die CaDA-Keule raus: der C61082W Bagger mit 1700 Teilen für 110$ und wahlweise motorisisiert und voll Ferngesteuert für 170$. Da kommen doch LEGO Technik 8043 Vibes auf …
Hm, was soll ich jetzt wohl nehmen? Das jämmerliche LEGO Gerippe für 140$ oder den motorisierten Bagger mit doppelt so vielen Teilen für gerade mal 30$ mehr. Ich weiß auch nicht, was meint ihr?

Dann den Einzigen mit Namen, den 42145 Airbus H175 Rescue Helicopter. 2000 Teile, motorisiert für 200$. Da bin ich milde interessiert. Wenn man den gut ausschlachten kann bin ich für 30% Rabatt dabei. Ansonsten hat die Konkurrenz echt besseres zu bieten und ich hab schon den 42052 Heavy Duty Helicopter von 2016. der hat zwar nur halb so viel Teile, kann aber auch ziemlich viel und braucht keine doofe Lizenz um gut zu sein.

Jetzt erreichen wir den Punkt, wo der Held der Steine gerne von „lackgesoffen teuer“ spricht. Die 42146, einen Liebherr Seilbagger. Lumpige 2882 Teile für … haltet euch fest … 600$. Das sind Preiskategorien, wie wir sie nur bei völlig abenteuerlich überteuertem Lizenzgerümpel wie Star Wars finden. Man schätzt, das Ding wird 1,5m hoch sein … wo soll das hin? Und wer zahlt so viel Geld für so wenig?

Ich kanns nur sagen, ich war zwischen 2014 und 2018 riesiger LEGO Technic Fan, hab (die großen) Sets stellenweise doppelt und dreifach gekauft, weil die Sets einen so verdammt guten Gegenwert boten. Aber spätestens mit dem Control+ Mist und den blöden funktionslosen Supercars haben sie mich echt als Kunden verloren. Nur noch überteuerter Krempel, der sich nur per App steuern lässt. Mittlerweile kaufe ich nur noch die kleinen 10€ Sets von Technic.
Und alte Klassiker über Bricklink. Der Abschlepptruck von 1999 ist der nächste auf meiner Liste.

Gäbe es lustigerweise LEGO Friends nicht, hätte mich LEGO schon längst verloren. Friends hat schöne Ideen und gut weiterverwendbare Teile, für einen Preis, der im Markt rabattiert völlig ok ist.

Aber wenn ich Technik suche, dann nur noch bei CaDA und Co. Meine Hoffnung, dass LEGO da nochmal was brauchbares zaubert, außer sie bringen den Ford Bronco in 1:8, da wäre ich dabei. Aber ansonsten finde ich es sehr schade, aber was soll man machen.

Ich sollte auf meinen Papa hören. „Bau doch mal was mit den Steinen, die du schon hast!“. Kommt es jedesmal säuerlich vorwurfsvoll von ihm, wenn ich von CaDA schwärme ^^

So wo waren wir? Ach ja, Hände Weg von LEGO! Ich glaube deren einzige Strategie ist es, die Konkurrenz mit ihren Anwälten klein zu halten, Fanboys zu melken und inständig zu hoffen, dass keiner die Alternativen zu ihrer Marke kennt.

Ein paar von euch mögen ja den Held der Steine so gar nicht. Aber ohne ihn wäre ich nur ein blinder Fanboy geblieben und nie auf den Trichter gekommen, dass die Konkurrenz oft einfach nur besser ist.

Und jetzt weiter LEGO Teile sortieren … es endet einfach nicht.

Das verfrühte Geburtstagsgeschenk

Von mir, an mich selbst. Soll wohl mal vorkommen 😉

Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack.

Stunden lang …

Ich durfte früher im Großraumbüro nie eine mechanische Tastatur verwenden, ich frage mich warum wohl ^^

*keine bezahlte Werbung*

Von Corsair. Es sind Cherry MX Brown Schalter mit einem schönen, nicht zu lauten Klicken verbaut. Dazu ist das Frame aus Aluminium und die Schalter sind so montiert, dass sich die Tastatur recht easy säubern lassen sollte. Dazu natürlich Medientasten, keine sinnlosen Zusatztasten, die nur Platz wegnehmen und eh nie verwendet werden (zu kleine Hände, komm an den Mist nicht ran). Dazu gibt es eine gummierte Handballenablage. Die Buchstaben sind groß beschriftet. Es gibt mehrere Profile für verschiedene Effekte und einen Sperrknopf für u.a. die Windowstaste und Tastenkombinationen wie Alt+Tab und Alt+F4. Als Bonus gibt es jeweils einen gummierten Satz FPS und MOBA Tasten. Macht auf jeden Fall schon mal einen sehr wertigen Eindruck und ich bin gespannt wie sich der neue Schreib- und Gamingbegleiter so schlägt. Ein paar Jahre soll er nämlich schon halten.

Das RGB Gedöns ist hingegen überhaupt nicht meins, aber bei den meisten mechnischen Tastaturen mit Medientasten (ohne geht’s es ja nun wirklich nicht) war eben RGB dabei. Die Effekte sind zwar ganz lustig, würden mir aber auf Dauer nur auf den Sack gehen. Zum Glück lässt sich in der Software ein stinknormales weißes Backlight einstellen, da war ich doch sehr erleichtert.

Mein Rechner ist hingehend sehr un-RGB-ig. Hat zwar ein Seitenfenster, aber einen klobigen Kühler mit den Noctua typischen Beige-Kackbraunen Lüftern. Wirklich sehr optisch ansprechend, wenigstens steht er unterm Tisch wo man das Elend nicht die ganze Zeit sieht. Die Soundkarte leuchtet mit rotem Schriftzug, warum auch immer.

Aber ich freu mich, dass ich jetzt wieder gescheit und fröhlich klackernd in die Tasten hauen kann. 🙂

Wenn ein Trailer einfach besser ist

Ich weiß noch, Sommer 2009, als ich für eine Wirbelsäulen OP wochenlang im Krankenhaus lag, hatte der Kiosk verlockenderweise die Computerbild Spiele Magazine. Und da ich einen Laptop mit hatte, konnte ich ein bisschen daddeln. Nicht viel, weil der Laptop keine gute Grafikkarte hatte, war eben der geliehene Schrotthaufen aus den frühen 2000ern. Bei diesem Magazin, waren eben nicht nur Spiele und Demos dabei, sondern auch Trailer zu neuen Videospielen. Zum einen der Trailer, der mich in die Uncharted Welt hat eintauchen lasen, für Uncharted 2: Among Thieves, das beste Uncharted finde ich.

Und dann war da noch der Trailer für ein kommendes Massive Multiplayer Online Role Playing Game, kurz MMORPG, namens Star Wars the Old Republik. Ich spiele keine MMORPGs, ist mir viel zu viel Grind und meist auch zu teuer. Aber ich finde die Trailer spannend.

Ich bin der (für Star Wars Fanboys kontroversen) Meinung, dass allein einer dieser Trailer für ein Computerspiel packender inszeniert und eine bessere Story abliefert, als die Rotze, die Disney mit der neuen Triologie verbrochen hat.
Von Disney Star Wars sind die animierten Sachen ok, Rogue One recht gut, The Mandalorian ist Geschmackssache und der Rest ist Mist. Punkt. 7,8,9 existieren für mich nicht und es ist besser so.

Hier ist doch mal ein Trailer für The Old Republik von 2015, den ich sehr cool finde.

Und ein Trailer 2016, den ich sogar noch packender und emotionaler finde.

Warum konnten wir nicht sowas bekommen? Anstatt einem lachhaft schlechten Episode 4 Remake, einem Arschtritt für Fans und einer Katastrophe, die bestenfalls seichtestes Hirn aus Popcorn-Kino auf Michael Bay Niveau bietet.

Ja, ich war mal Star Wars Fan, Disney hat’s für mich gründlich verbockt.

Es gibt im ehemaligen Expanded Universe hunderte von Geschichten, die besser sind, ein paar davon stehen bei mir im Regal. Und selbst Fanfiction wäre besser.
Ach es ist einfach so ärgerlich.

Zudem sahen die Trailer für 7 und 8 anfangs sehr vielversprechend aus, Tja …

So mein Samstags-Rant ist zuende. Habt ein schönes Wochenende.

Wo wenig ist, kommt Dankbarkeit

Schon komisch, ein Freitag, wieder eine Woche ist vorbeigegangen. Für die Neuzugezogenen: meine letzte Ausbildung lief katastrophal und ich hab sie auch abgebrochen, also suche ich mir gerade eine neue Ausbildung. Aber dieses Mal will ich es richtig machen. Also mit Praktika vorher prüfen, ob der Job überhaupt etwas für mich ist.

In der Zwischenzeit hänge ich zwischen den Stühlen, warte auf die langsam mahlenenden Müllen von Ämtern und hab oft nicht viel zu tun. Dementsprechend sind nach Abbruch der Ausbildung bestimmte Sachen eben knapper geworden und ich bin umso dankbarer für meine liebevollen Eltern, die mich in dieser etwas ungewissen Zeit so toll unterstützen.

Das Leben ist sehr lebenswert, nur eben momentan minimalistisch und bescheidener. Beispielsweise ist die Anzahl der Kinobesuche und LEGO-Käufe ziemlich eingebrochen, was auch daran liegt, dass nicht viel im Kino läuft und LEGO nicht mehr das ist, was es mal war. Aber bei drei Streamingdiensten kommt genug Guckbares zusammen, dass man abends was gucken kann. Die Lebensmitteleinkäufe sind nicht mehr so reichhaltig, aber ich muss eh abspecken. Bio Schokolade und teures Eis werden sowieso überbewertet. Es ist nicht die Zeit sich andauernd was zu gönnen. Ich hab doch schon so viel, allein 26 ungelesene Mangas im Regal über mir (das Zeug, das mein Bruder sonst nur weggeschmissen hätte). Von Büchern fangen wir erst gar nicht an. Und ich sag besser nichts zu den gut 100 ungespielten Spielen auf Steam allein.

Wichtig ist Dankbarkeit und Demut zu zeigen. Ich habe eine Unterkunft, ich muss nicht frieren, habe ein bequemes Bett, Strom, fließendes Wasser und das Luxusgut Internet. Und ich habe genug um nicht hungern zu müssen. Ich besuche ab und zu meinen Freund und Nachbarn, der von seinen Reisen um die Welt erzählt und von den Menschen, den er dabei begegnet. Viele hatten kein Strom und kein fließendes Wasser, waren aber trotzdem irgendwie glücklich.
Und ich bin dankbar, dass ich gesund bin und es mir an nichts fehlt. Ich habe Eltern die mich lieben und Freunde, die mich schätzen.

Meine Reise ins Leben ist voll im Gange, auch wenn die letzten vier Jahre meines Lebens eher so mittelgeil waren und durch viele Krisen geprägt wurden. Die Zeit hat jedoch gezeigt, dass ich ein Stehauf-Männchen bin. Egal wie hart die Zeiten oder wie gewaltig die Katastrophe, ich rappel mich wieder auf und mache weiter. Nicht schnell, aber besonnen. Und die Zeichen für 2022 sehen bisher ganz gut und hoffnungsvoll aus.

Ich habe eine Menge Zeit, aber auch die Verantwortung, sie gut zu nutzen und nicht zu verschwenden. Wo keine Aufgaben von außen kommen, muss der Impuls von Innen kommen. Daher schreibe ich momentan auch so viel und engagiert. In Anbetracht meiner vielen Hobbies hätte ich wohl nicht mehr so viel Zeit für’s Bloggen, wenn ich eine 40h Stelle hätte, also genieße ich den Moment und erfreue mich über Besucherzahlen und Kommentare. Nebenbei gucke ich mir Berufe an, die vielleich etwas für mich sein könnten.

Ich suche ja nicht nach viel. Ich möchte lediglich einen Beruf erlernen, der mir liegt und in den ich reinwachsen kann. Kinder habe ich nicht und will sie momentan auch gar nicht und beim Blick auf den aktuellen Datingmarkt bleibe ich lieber Single. Ich wäre momentan auch gar keine gute Partie, denke ich.
Erst muss ich mich selbst in Form bringen und ein richtig gutes Fundament aufbauen, einen Job finden, den ich mit Leidenschaft ausführen kann, also einer Sache, die mich morgens förmlich aus dem Bett katapultiert und mit Begeisterungsströmen durchflutet. Dazu Freunde, die mich aufbauen und erfüllende Hobbies, womöglich sogar eine Katze (pechschwarz und Lucy oder Lucifer).

Ich finde, wenn man wenig hat, wird man sich erst richtig bewusst, wie viel man dann eigentlich doch hat und lernt es zu schätzen. Gerade mit mir als Messy. Es lebt sich gut und die Möglichkeiten, die sich einem plötzlich bieten, werden so offensichtlich. Ich kann zum Beispiel um eine Uhrzeit schwimmen, in der das Schwimmbad ziemlich leer ist. Ich kann stundenlang durch die Gegend radeln. Ich kann mir beim kochen Zeit nehmen. Lange aufgeschobene Dinge endlich tun. in Ruhe Hörbücher hören und stundenlang Geschichten schreiben.

Manchmal hat man natürlich ein Stimmungstief, dann ist alles doof und man will am liebsten den Tag verschlafen. Aber wenn man dann etwas macht, was man gerne tut, dann wendet sich das Blatt. Und manchmal ist auch ein bisschen Langeweile gut so. Es muss ja nicht jeden Tag Aktion sein, mal kann es auch einfach ein wenig ruhiger zugehen.

Ich mag mein bescheidenes Leben momentan sehr. Denn es wird mir tiefe Dankbarkeit bringen, wenn es spätestens im September zum Ausbildungsbeginn aufwärts geht. Und wenn man wenig hat, lernt man auch dass man gut mit wenig auskommen kann.

Habt ein schönes Wochenende.