Meine Woche 16-22

Morgen fängt das Praktikum an und ich war heute schon etwas nervös und war überrascht wie verflucht schnell die Zeit rumgeht! Morgen muss ich um 9:30 da sein, also hier um 7:50 aus dem Haus um eine leere Tram zu erwischen, also am besten gegen sieben aufstehen, ich ess eh kein Frühstück, aber für einen Becher Tee könnte es vielleicht noch reichen, oder vielleicht auch nicht. Da ich generell snooze, stelle ich den Wecker sicherheitshalber auf 6:30 und hab dann eben noch Zeit für einen zweiten Becher und eine halbe Seite Text.
Ich bin mega gespannt, wie das Praktikum wird, wie die Leute dort sind und was es für mich bringt.

Und wie war eure Woche so?

Geärgert ….. über AutoCAD und die merkwürdige Installation und über mich selbst, dass ich das so lange aufgeschoben habe, dass ich gar nicht richtig üben konnte.

Gedacht…. Dass ich vielleicht nicht mehr so viel Zeit für den Blog habe, wenn ich wieder arbeite. Gerade wenn ich eine Stelle in Berlin finde und jeden Tag über zwei Stunden pendeln muss, bin ich vor sieben bestimmt nicht zuhause und muss dann auch wieder früh ins Bett. Und es gibt ja nicht nur den Blog sondern auch Youtube, meine Stories und den verwaisten Podcast. Und wann soll ich da noch Zocken, Filme gucken und Lesen, geschweige denn Freunde treffen?
Ich schätze ich spar mal auf einen geilen Lappi plus Simkarte mit Datenflat, damit ich im Zug bloggen kann. Oder ich setze Prioritäten und mache auf was ich an dem Tag eben Bock habe und mach eben nicht jeden Tag eine Challenge.

Gefreut: ……. Das mich mein bester Freund auf ein Eis eingeladen hat

Gefühlt: ….. Wie komisch das ist, jetzt wieder jeden Tag für 8h plus Fahrzeit wohin zu müssen, dann ist so ein halbes Jahr rumsitzen schon komisch im Vergleich. Ist im Nachhinein auch gefühlt auch schnell vergangen, obwohl es fucking zäh war. Und ich bin in der Zeit ganz schön dick geworden. Vorher immerso 94, was bei meiner Größe schon knapp auf Kante genäht war und fupp hoch auf hundert.

Gegessen: …… Brunch mit Brot, Frikadellen, diversen Wurstspezialitäten, Marmelade, Oliven, Ziegenkäse-Dipp, Tee und Orangensaft. Zwischendurch zwei Bananen und einen Waldmeister Wackelpudding als Finisher am Abend.

Gehört: ….. Unzählige Folgen drei ??? beim Ausmisten und Aufräumen.

Gekauft: …… Nur Lebensmittel für die vier Tage zu viel Geld tbh.

Gelacht……….. Über das Bühnenprogramm „Hurra“ von Moritz Neumeier.

Gelesen: … Nichts.

Gelitten: ….. Gezwungen zu sein, wieder Fahrrad zu fahren

Geplant: …… Mehr Wawa-Bilder für jeden Aspekt meines Logos zu entwerfen und eine coole Bigband zu zeichnen.

Gesehen: ……… Nichts.

Gespielt/Gebastel/Gehandwerkt: Zwei Stunden gegärtnert und Unkraut entsorgt.

Getan: ….. Zimmer auf Vordermann gebracht und mich mit mir und autoCAD rumgeärgert.

Getroffen: …. Meinen besten Freund und ein paar andere Gärtner.

Getrunken: …… Viel Tee, zwei Liter O-Saft und reichlich Wasser, auf Kaffee verzichte ich momentan eher.

Geweint ….. Türlich nicht.

Gewundert …. Das ich mein Fahrrad relativ schnell wiedergefunden habe.

Aufgeräumte Freitags-Reportage

So Jungens, bevor der senile alte Mann vergisst, was er noch am Tag zuvor getan hat, hämmer ich ein bisschen in die Tasten. Und ja, wenn du mit 27 der älteste in einer Berufsschulklasse bist, weil der Rest etwa 17 ist, dann fühlst du dich schon als Nicht-Senior alt. Ich glaube es musste komisch für Senior gewesen sein, als wir einen Mitbewohner hatten, der so jung war, dass er Seniors Sohn hätte sein können. Jetzt mit 28 denke ich mir nur sehr regelmäßig: „Was hast du Trottel eigentlich die letzten 10 Jahre seit deinem Abi gemacht?“ … Wayne.

Desorientiert starrte ich also gestern auf das Display vom Digitalwecker, den ich nur dulde, weil mir das Uhrwerk beim Schlafen nicht tierisch auf den Sack geht. Wait … sechs Uhr morgens? Alter ich bin vor 5 Stunden pennen gegangen, wie kannst du da jetzt schon wach sein? Ne mach ich nicht! Also einen der Plüschwarane zum knuddeln geschnappt (Calua) und mich auf die Schlafseite gedreht.

Der Wecker klingelt und Run Boy Run von Woodkid ballert mir in die Ohren, hab ich mir doch meine Bluetooth Lautsprecher taktisch günstig knapp überhalb der Hirse montiert. Leider haben die Lautsprecher gelernt, dass man den Weckton nicht auf ein Level verstärken darf, mit dem dann auch noch das ganze Haus was davon hat … was waren das für schöne Momente als ich immer schon um 4:30 raus musste.

Habe ich euch von dem Eierkocher erzählt? Vor ein paar Jahren habe ich mir jeden Morgen zwei, drei Eier hart gekocht und Senior dem Morgenmuffel ging das Getute des Kochers so sehr auf die Eier, dass er den Kocher versteckt hat (war eh seiner) … seitdem koche ich im Topf oder haue sie mir gewendet in die Pfanne mit satt Paprika und einer Scheibe Brot … also solo 3-6 Eier für eine Mahlzeit … was denn Leute, macht satt!

Ich hatte einen Alptraum, in dem ich nicht mehr den entspannenden Doom Soundtrack (Industrial Metal) hören durfte, von dem Schock bin ich fast aufgewacht. Also in Unterwäsche zum Rechner gesprintet, meinen Lieblingstrack ausgesucht (Doom Hunter) und hochgepegelt. Dann war der Tag wieder gut, von den Nachbarn kann ich das nicht bestätigen, aber hey, war doch schon Neun Uhr durch.

Ich setze Teewasser auf und breche die erste Flasche O-Saft fürs Wochenende an. Jetzt seitdem es auf die Plastik-Quetschflaschen Pfand gibt, habe ich nicht mehr so ein schlechtes Gewissen, denn ja, du kannst daraus prima Wespenfallen töpfern, aber davon gibts im 11. Stock dann doch nicht so viele. Gut Wasserbehälter für ne Bemalaktion geht auch, aber davon brauchst effektiv zwei Stück und gut ist.

Plastik ist schon doof oder? Ich hab immer so viele unnötige Plastikabfälle, dass muss doch nicht. Ich habe zumindest entdeckt, dass man diese flachen Joghurtbecher prima gebrauchen kann, wenn man LEGO Kleinteile sortiert, seitdem steht bei mir ein 30 cm hoher Turm ausgewaschener Joghurtbecher auf dem Fensterbrett.

Ich finde Verpackung müsste raffinierter sein. Was findet ihr?

Mit dem Becher Tee in der Hand gucke ich mich im halb aufgeräumten Zimmer um und esse eine Banane, zum aufputschen und weil mein Magen knurrt wie nicht gescheit. Danach mache ich drei Fragezeichen an, was ich immer mache, wenn ich irgendwas im Haushalt mache, sei es Kochen, Aufräumen oder Wäsche Zusammenlegen. Und los gehts.

Zweieinhalb Stunden später und eine Bruttoregistertonne Kataloge weniger sehe ich mich zufrieden um und esse noch eine Banane, früher habe 2-6 Bananen am Tag gefressen, dabei habe ich mehr Ähnlichkeiten mit einer Kartoffel als mit einem Affen. Das Zimmer ist akkurat aufgeräumt und sieht wieder richtig wohnlich aus. Ich drehe ein Beweisvideo für meine Eltern, man weiß ja nie.

Aus einer Neugierde heraus klopfe ich beim Nachbarn nebenan, wir sind Freunde, auch wenn er ein halbes Jahrhundert älter ist als ich. Er zeigt mir seine Töpfereien, wir reden über Familie und übers Essen. Während ich der Genuss Esser bin, isst er das, was der Körper braucht, nicht weil es schmeckt. Zum Beispiel gedünsteten Weißkohl mit Magerquark, Ingwer, Wacholderbeeren und einer großen Kartoffel wegen der Kohlenhydrate und alles zusammengeschmissen. Jo, dann esse ich doch lieber Linsensuppe und einmal im Monat ein gutes Steak. Ab demnächst kann ich ja auch sogar legitim ohne mich solo vor der ~45€ Rechnung (mit +10% Trinkgeld) bei meinem Lieblingsitaliener fürchten zu müssen und kann auch mal ein hübsches oder einfach kluges Mädel ausführen – wobei ich nur voll zahle, wenn sie nicht die völlige Schlaftablette ist. Ich glaube sie kann optisch auch super gewöhnlich und flach wie ein Brett sein (also Akira-Style), wenn sie dafür was auf dem Kasten hat und man sich schön unterhalten kann – immer hin bin ich (im Gegensatz zu Johnny Junior) ja auch nicht gerade der Model-Typ und wiege leicht dreistellig.

Und die ältere Tochter meines Nachbarn (ein Jahrgang mit mir und sie kam hier schon mal vor) macht Osteopathie im Studium was ordentlich Scheine kostet und zwar nicht wenig, 4 Jahre und du hast Schulden, von denen du dir einen (neuen) Mittelklasse-Wagen leisten kannst – und Eltern müssen zahlen, auch wenn das heißt, dass am Monatsende nichts mehr übrigbleibt. Ok Mama und Papa, nachdem ich die letzten Zehn Jahre ein fauler Sack gewesen bin, will ich doch mal auf eigenen Beinen stehen! Zumal Johnny bald studiert und der dann mal doch einfach etwas mehr Unterstützung braucht, weil er eben kein Bafög bekommt und nicht mehr zuhause wohnt. Ich hoffe das klappt mit dem Studium für ihn und seine Freundin, denn wo die hin wollen kommt man nicht so einfach rein. Sagt ein Trottel der Angewandte Informatik studiert hat, was Zulassungsfrei ist und mit das schwerste ist, was du Wurm studieren kannst, Tja und ich hab doch nur LEGO Roboter gebaut. Klare Fehleinschätzung der Prioritäten. Ich hoffe er packts, er will nämlich Kameramann werden und das ist doch immer cool.

Ich suche ja nur nach nem Startup oder generell einen Job, der auch ein bisschen die ungezügelte Kreativität abfedert, die ich an den Tag lege 🙂
Also eher nicht Dosen beim REWE einsortieren, auch wenn man davon natürlich auch (über)leben könnte.

Wieder in meiner Wohnung, es ist drei. Tomba sagt, dass er ab kurz nach fünf bei mir sein kann, weil er noch in der Schule zu tun hat (übermotivierter Junglehrer halt 😀 ) und das mit dem Eis-Essen gut findet, solange wir Fahrrad fahren, wir wollen nämlich noch gärtnern.

Also hau ich mir was zu Essen rein, denn ich bin erst neun wieder zuhause. Mal gucken … ne das ist fürn Brunch … und da, guck mal das sind noch Eier da, aber leider nur drei … ab in die Pfanne damit.

Beim Essen höre ich ein aktuelles Programm von der sensationellen Neuentdeckung Moritz Neumeier. Bei dem ich herzhaft lachen muss, auch wenn er mir stellenweise zu links ist (ich: slightly left of center), aber ich lache trotzdem.

Dann mache ich irgendwas, ich hatte einen kleinen Blackout, vermutlich saß ich am Rechner und habe geschrieben, was ich in der Regel mache, wenn ich mich daran später nicht mehr erinnern kann.

Ich habe die Idee für eine (digital) handgezeichnete Animation mit den Wawas, den Waran-Viechern die auch auf meinen Musik-Beiträgen abrocken oder auch dem Cover für diesen Beitrag abchillen.
Jedenfalls kennt ihr doch bei Youtube diese nervige Ansage: „Wenn euch das Video gefällt, lasst doch bitte einen Like da, abonniert und vergesst nicht die Glocke zu aktivieren!“
Mal gesabelt, mal in einer belanglos langweiligen Animation. Und ich habe gedacht ich zeichne eine simple Szene mit einem Schild auf dem „abonnieren“ steht und einer Glocke an einem Mast.
Also fällt Wawa von ganz weit oben herab, kracht in das Schild, das auf un ab hüpft und der Schriftzug auf „abonniert“ (er hats ja quasi angeklickt) wechselt. Er stöhnt, rappelt sich auf grinst in die Kamera mit einem Daumen hoch, dann holt er einen Holzhammer aus der Tasche und dengelt mit voller Wucht gegen die Glocke, deren Geläute ihn so durchschüttelt, dass er vom Schild fällt.
So nicht schnell gemacht, aber liebevoll und wenn nicht so genial geschmeidig wie in einem (alten) Disney Film ist, dann wurscht. Ist doch nur ein Provisorium bis ich das Kleingeld für einen Animator gefunden hat, der mir das professionell macht. Außerdem mag ich es, diese knuffigen tolpatschigen Warane zu malen und das seit über 20 Jahren!

Ich mache mich schon mal fertig, als ich in einem Schuh stecke klingelt es an der Tür und ich öffne verwirrt einem Amazon-Boten … ich hatte Tomba erwartet. zwei Minuten später kommt er.

Wie erkennt man den Gärtner-Noob, der von nichts Ahnung hat? Simpel, er hat die besten Gärtnerklamotten an. Ich also mit kompletter Arbeitskleidungskluft runter und Helm vergessen, Mist. Tomba wartete schon geduldig und nach der Begrüßung sind wir zu den Fahrrädern gepilgert.
Die gute Nachricht: ich habe mein Fahrrad wiederfunden.
Die schlechte Nachricht: ich habe mein Fahrrad wiedergefunden.
Ich mag Fahrradfahren nicht so unbedingt und ich habe ein hässlich generisches Fahrrad. Ich glaube das nächste LEGO Set mit einem Quadratmeter großen Aufkleberlappen wird nicht das Modell beklebt und stattdessen mit dem Lappen mein Fahrrad beklebt, damit ich es neben all den anderen bekackten generischen schwarzen Fahrrädern im Fahrradschuppen wiedererkenne!

Belohnung vor der Arbeit, dass höre ich doch gern. Wir radeln zu einem der besten Eisläden in Potsdam (auch einem der teuersten), der fußläufig 10 Minuten von meiner Wohnung liegt. Ich bin zum einen froh, dass ich das Fahrradfahren nicht (völlig) verlernt habe und bin sofort mit dem Verkehr und Straßenschildern überfordert.

Ich werde nervös, als wir unsere Drahtesel nicht zusammenschließen, schließlich ich Lappen nicht ohne Grund zwei Fahrradschlösser, von denen das eins in die Kategorie „Motorrad-Schloss“ fällt und mit dem du echt Leute erschlagen kannst.

Tomba sagt, dass er mir ein Eis spendiert, super, guter Mann. Gleichzeitig bin ich nervös, denn ich wollte mir die mit 6.20€ teuerste Waffel kaufen. Ich nehme Milchreis, Mango und Apfel mit Erdbeersoße als Topping, nur Sahne ist leider alle. Der (immerhin) Holzlöffel wird verwahrt und ich zücke aus meinem Rucksack einen Plastiklöffel den ich immer dabei habe, immer hin weiß man nie, wann man mal spontan unterwegs einen Joghurt isst und dann natürlich keinen Löffel dabei hat, wenn man nicht schlau ist – Weißheit vom Papa.
Wir setzen uns in die Sonne und quatschen über WGs, ich hab beschlossen, ich bleib hier wohnen zu bleiben, weil mir die geile Lage mehr wert ist als 4-8 qm mehr.

Als der Laden zumacht schwingen wir uns auf die Sättel, die Drahtesel wurden wie durch ein Wunder nicht gestohlen, und radeln los. Tomba will noch kurz nach Hause, seine Samen suchen … also Pflanzensamen. Also kleiner Schlenker und dann steh ich da und warte. Nach einer Viertelstunde bin ich davon überzeugt, dass er mit Verstopfungen auf dem Klo sitzt oder sich verlaufen haben muss. Dann kommt er und er sagt er hätte die Kiste Pflanzensamen nicht gefunden. Jo, das hätte ich mir bei Tomba ein klein wenig denken können. Er will noch schnell zum Bioladen radeln (der im(!) Becken eines alten Schwimmbads ist) und Zeuch kaufen.

Mir wird das zu doof, ich hab mein Zeug sorgfältig sortiert dabei, es gibt rote Beete, Bohnen und Karotten, reicht. Ich radel schon mal mit halb Potsdam, immerhin kannste hier im Gegensatz zu jeder größern Großstadt in den USA chillig Fahrradfahren, zum Garten.

Immer der Tram nach und dann komme ich an. Cool der Bistro-Wagen ist da. Jetzt kann man im Sommer entspannt gärtnern und sich nach getaner Arbeit hinsetzen um einen Kaffee und vielleicht ein Stück Kuchen zu schnabulieren. Ich muss beim nächsten Mal einfach mal checken, was für Speisen der auch anbietet, so ne Bockwurst mit Senf wäre doch der Knaller.

Dann der Schock, wo ist mein Beet? Hat sich das ein anderer geschnappt? Nö, ich war nur einen Monat nicht da und das Unkraut hat die feindliche Kontrolle über den Sektor übernommen – dabei waren sie erfolgreicher als die Russen, zumindest wenn man den prozentuellen Grad der flächenmäßigen Übernahme bedenkt.

Das wird wohl nichts mit aussähen. Ich hole mir eine Schubkarre und eine Schaufel, versuche mit Google Lens herauszufinden, was ich da gerade ausreiße, beschließe „Ist mir wurscht“ und grabe das halbe Beet aus.
Tomba kommt und wir haben einen kleinen Snack, sein Beet sieht ähnlich aus wie meins, nur mit weniger großem Gestrüpp.

Ich sehe ein, dass er der wesentlich geübtere Gärtner ist und in dreifachem Tempo gemessen an mir Unkrauf jätet. Nach zwei Stunden geht die Sonne unter und ich mache mich heim, den Rest mache ich Sonntag, wenn Gärtnertreff ist. Also eigentlich gemeinsames Gärtnern, aber in Wahrheit chillen wir nur bei Kaffee und Kuchen.

Zuhause telefoniere ich kurz mit meinen Eltern und gehe dann zufrieden ist Bett. Tag vorbei und er war sehr erfolgreich.

Gerade Jetzt – Momentaufnahme #16

Ein langer erfüllter Tag hinter mir und erneut läd Rina zu einer Momentaufnahme ein. Stellt euch auf einen etwas längeren Lesespaß ein, mir war gerade nach Schreiben zumute.

Wie sind eure Momentaufnahmen heute?

denke ich: Ob ich es schaffe morgen meine ganzen losen Papiere zu sortieren, mich mit autodesk herumzuärgern, Wäsche zusammenlegen, Pappe plus alte Kataloge zu entsorgen, Müll runterzubringen, zu Kochen, Staub zu saugen und zu Gärtnern? Ja, und dann gibts ein traumhaft schönes Eis, Mango, Zitrone und Milchreis mit Sahne und Streuseln in der Jumbo Waffel bei meinem Lieblingseisladen für einen 5er.
Dann hatte ich die zündende Idee für meinen Podcast, ich bin immer sehr enthusiastisch wenn ich rede und dabei gehe, zum Beispiel wenn ich ein Gespräch über (oder mit mir schimpfe), also klemme ich mir ein Mikro ans Revers und nehme einfach auf was ich sage. Und ich denke darüber nach mir ein semi-professionelles Studio Mikro zu holen und den Podcast einfach etwas professioneller aufziehe, denn ich liebe die Arbeit vorm Mikrofon und habe wieder mit meinem Audio-Tagebuch angefangen.

mag ich: Den Becher Waldmeister-Wackelpudding mit Vanille-Soße, als Belohnung für einen erfolgreichen Tag. Und ich mag den angenehm leichten Tatendrang eines Menschen, der sein Leben endlich mal anpacken will.

mag ich nicht: Das ich heute den Wecker ignoriert und erst um zehn aufgestanden bin, dafür war ich dann aber auch fleißig. Aber wenn ich raus muss, also ab Montag, dann steh ich auch auf, ich bin erst einmal in den letzten 3 Jahren zu spät gekommen und das auch nur, weil der Bus im Schnee abgesoffen ist.

spüre ich: das ich mein Leben trotz Krieg in der Ukraine in vollen Zügen genießen kann. Vladolf Putler blufft eh mit den Nukes und in der Zwischenzeit bekommt die Ukraine mehr oder weniger unendliche Geld-Mittel und Waffensysteme. Und selbst die kleinste taktische Nuke und Russland ist entgültig auf alle Tage am Arsch, wenn sie das nicht schon sind.
Und ich spüre noch etwas Hunger und schleiche mich gleich in die Küche um ein Messerchen und ein Brettchen zu holen und noch zwei Äpfelchen zu essen.

freue ich: mich auf Sonntag. Als Auftakt in den Mai mit dem Praktikum gibt es ein Diner for One. Brunch mit Fleischbällchen und fruchtigen und herzhaften Dips, O-Saft, Tee, Brot mit tollen Aufstrichen und Wurstspezialitäten, Äpfel, Bananen und Joghurt, alles für mich alleine, nur auf Melone schneiden hätte ich keine Lust gehabt, vielleicht kaufe ich morgen einfach noch ein paar geschnittene Melonen, müsste es bei Rewe eigentlich geben.

fühle ich: Wie die trüben und trostlos kalten Tage des zuhause Versauerns langsam vorbei sind und ich einfach Bock habe, mein Leben zu starten und in die Hand zu nehmen. Scheiß auf Ausbildung, ich probier jetzt was neues aus!

trage ich: nach einer fahrigen Wackelpudding-ohne-hinsehen-futtern-Aktion vollgekleckertem Schlaf-Tshirt und zum Glück schon eh eingesauter Jogginghose.

brauche ich: Einen 14cm bequiet! Silent Wings 3 PC-Lüfter um meinen armen CPU-Kühler etwas zu entlasten, der wird etwas laut wenn ich zocke. Vielleicht sollte ich auch einfach mal die Wärmepaste erneuern und den zweiten Lüfter montieren. Das oder eine EK-Waterblocks All-in-One Wakü mit 280er Radiator.
Zuvor allerdings auch neues Gehäuse von bequiet! für besseren Airflow.
Je nachdem wann ich einen Job finde wird dieses Jahr noch der Rechner aufgerüstet. Mit mindestens einem 12-Kerner und der Zieht eben ordentlich Strom, wenn er sinnlos große 4K Videos rendern muss 😀

höre ich: drei Folgen drei ???. Zwillinge der Finsternis; Rache der Samurai; Biss der Bestie. Drei ziemlich gute Folgen.

mache ich: Den Tag rekapitulieren, an einer neuen Kurzgeschichte schreiben und mir überlegen zu welchem Film ich meine erste Review schreiben mag.

lese ich: Nix, hab weder Zeit noch Lust. Aber ich lese mein Buch mal wieder Korrektur, denn eine ganz liebe Bloggerin hat angeboten ein bisschen nach Testlesern für mich zu suchen ❤

trinke ich: Ganz viel Wasser, drei Kannen Earl Grey und ein Fläschchen sündhaft teuren (2€) Smothie.

vermisse ich: Die Zeiten als Student, als ich monatlich fast 400€ netto nur für Hobbies, Anschaffungen und PC hatte und mir ein geiles fettes Set nach dem anderen besorgen konnte. Nicht vermissen tue ich die Bruttoregistertonne 15er Liftarme, die bald ein armer Paketbote zu mir tragen darf.
Die Theorie besagt, dass dieser Zustand hoffentlich ab Oktober wieder bei mir eintritt. Denn Single + 0 Kinder + sparsamer Esser + günstiges WG-Zimmer + solides Gehalt = Win-Win-Win. Denn so ein Oneplus 10 Pro als „Hauptkamera“ wäre schon geil, ebenso wie ein beefiger AMD Ryzen 9 auf Zen 4 Basis mit aufwärts 12 Kernen.

schaue ich: tatsächlich etwas Außergewöhnliches. Ich wohne im elften Stock und unter mir ist ein kleiner umzäunter Sportplatz und heute gegen drei oder vier trafen sich etwa zehn Leute, rollten eine Matte aus und hatten eine Breakdancing-Competition bei Musik, die richtig zum Tanzen einlud. Ich hab sogar ein kleines 10-min Video gedreht, nur ich Depp hab erstens das Fenster nicht aufgemacht, sodass man nichts von der Musik hört und zweitens in 4K aufgenommen, weil das von der letzten Session noch eingestellt war und ich das erstmal kleiner rendern muss bevor ich es hochlade.
Auf jeden Fall hat man denen angesehen, dass die echt Spaß hatten und tolle Moves drauf. Ich bin leider völlig unsportlich und ungelenkig, aber hat Spaß gemacht, denen mein Tanzen zuzusehen

träume ich: Davon die WG zu unterwandern. Dieses Jahr noch ein Job mit mindestens Mindestlohn zu holen, was mir ungefähr so 1.4k Netto einbringen dürfte wenn ich mich nicht verkalkuliert habe, also genug um Miete bis 500-600 Euro zu stemmen.
Dann warte ich geduldig bis Scherzkeks Junior seinen Master fertig dübelt, was noch gute anderthalb bis zwei Jahre dauern dürfte, und abzischt (der vergammelt definitiv nicht in einer schlecht sanierten Zweck-WG) und dann mit Scherzkeks Senior darüber verhandle, ob ich das Zimmer vom Junior übernehmen darf. (Ich brauche nämlich einen dedizierten LEGO-Raum für mein Zeug und ein permanentes Studio Setup)
Theoretisch haben wir schon mal +6 Monate nur zu zweit zusammen gewohnt und das hat super geklappt. Und wenn Senior mit seiner Umschulung durch ist und einen Job hat, wird er womöglich auch etwas schickers suchen. Oder er bleibt, auch wurscht.
Sollte er jedoch gehen suche ich mir einen oder eine (oder einen Apache-Helikopter) für eine geile eben-nicht-zweck-WG oder verhandle mit meinen Eltern, denn die fänden es insgeheim schon cool eine permante Location in Potsdam oder Berlin als Feriendomizil zu haben, weil hier kulturell ordentlich die Post abgeht – die machen dafür bestimmt etwas Geld locker (hoffe ich) ^^
Denn die Lage ist perfekt. Praktisch in einem Park, 8min zum Hbf (heißt easy Access zu Berlin), 20min zu Fuß in die Innenstadt, 15min zu Fuß in das lauschige Babelsberg, 5min entfernt Apotheke und Rewe plus Bistro und einen der geilsten Blicke über Potsdam, die man haben kann … und Fahrstuhl … theoretisch einen Stellplatz …. Fahrradschuppen … und bei 80+ Parteien ist immer einer da, der dein Paket annimmt 😀

SELF-STATEMENTS #6

Die ganz wunderbare Gina läd wieder zu einer tollen Frageboben Runde ein, dich ich immer sehr wertschätze.

JETZT BIST DU DRAN, DER SELF-STATEMENTS-FRAGEBOGEN FÜR DICH!

1. Bist du ein Morgenmensch?

Nur im Zeitraum von 00:01 bis 04:30. Danach muss ich ins Bett. Nein, ich bin auf keinen Fall ein Morgenmensch, nur wenn ich versehentlich um sechs aufwache.

2. Was bringt dich so richtig auf die Palme?

Mieser Plot und mies geschriebene Figuren in Fiction. Das und langsame Fahrradfahrer und Fußgänger.

3. Hast du schon einmal jemanden einen Streich gespielt? Wenn ja, was für einen?

Bestimmt als Knirps, aber ich kann mich echt nicht daran erinnern 😦

4. Wurdest du im Rausch schon einmal angemalt?

Ne, ich trinke so viel nicht, klischeehaft ja, aber ich kenne nunmal mein Limit!

5. Mit welchem lebenden Promi würdest du mal etwas trinken gehen?

Natürlich mit Henry Cavill und dann über Warhammer 40k und The Witcher 3 fachsimpeln, denn er ist zwar gutaussehend und charismatisch, aber auch ein riesiger Nerd! (Und bemalt Miniaturen)


6. Mit welcher Film oder Serienfigur wärst du gerne befreundet?

Ich guck mal in meine Bibliothek. Hughie Campbell aus the Boys. Ein nerdiger schüchterner Everyman, den niemand groß beachtet. Der letztendlich über sich hinauswächst, aber einfach ein sympathischer Dude ist. Erinnert mich ein bisschen an mich selbst 🙂


7. Was macht für dich eine gute Freundschaft aus?

Dass man für den anderen da ist und ihn nicht im Stich lässt. Mit einem guten Freund muss ich nicht jeden Tag chatten, aber ich weiß er ist für mich da wenn ich ihn brauche.
Für mich ist übrigens auch der Weg in die Beziehung eine gute beständige Freundschaft!

8. Für welchen Film oder welche Serie wünscht du dir ein alternatives Ende und was für eines wäre es?

Gesetz der Rache und jeder der den Film kennt, weiß bestimmt, was ich meine. 😀

9. Welchen Film der letzten 15 Jahre, also seit 2000, würdest du als zeitlos bezeichnen? Und warum?

Inception. Ein ungewöhnlicher Film, der kein Sequel ist und mit einer bis dato einzigartigen Idee. Eine mitreißende Story, ein fesselnder Cast und damals einige der besten Effekte der Tricktechnik. Einfach nur fesselnd.

10. Wie wichtig ist für dich der Gefällt-mir-Button?

Sehr wichtig, denn er ist mit der einzige Marker, mit dem man einem Blogger oder Contentcreator sagen kann, dass das jetzt wirklich gut war.

11. Was würdest du tun, wenn du einen Tag wieder ein Kind wärst?

Das muss ich nicht, denn ich habe mir das Kind in mir bewahrt. Ich würde übrigens LEGO bauen und mir danach ein Riesen-Eis holen.

12. Welcher Person würdest du gerne mal deine Meinung geigen und was würdest du sagen? Egal welche. Sie muss nicht einmal leben, sie würde zu diesem Zwecke wieder zum Leben erweckt werden.

Chris Evans, der in den USA eine Plattform geschaffen hat, mit der er Liberale und Konservative mit an einen Tisch holt und mit ihnen über Themen diskutiert, zu denen beide Seiten verschiedene Ansichten haben. Sowas würde ich mir für Europa auch wünschen.
Ich denke Chris ist ein cooler Dude und damn, ich seh grad ich hab die Frage falsch gelesen, ich würde mich einfach gerne mit ihm unterhalten.

13. Ein unbekanntes Flugobjekt landet direkt vor deiner Nase. Erstkontakt. Mit welchen Worten würdest du Außerirdische auf der Erde begrüßen?

Moin Moin, was geht ab Vierauge!

14. Der Außerirdische zeigt sich äußerst friedlich. Er hat die Menschen lange beobachtet und hat unter anderem “Bauer sucht Frau” empfangen und möchte wissen was das ist. Was sagst du ihm?

Eine zyklopisch abstoßende Abscheulichkeit kosmischen Ausmaßes, das jeden Zeugen dieser grauenvollen Absonderlichkeit seelisch vernarbt und zu völligem Wahnsinn führt! (Ich wollt auch mal wie H.P.Lovecraft schreiben)

15. Der Außerirdische hat entschieden, dass die Menschen für den Abbau der Rohstoffe der Erde im Weg sind. Was würdest du sagen, um ihn umzustimmen?

Ich verweise, dass er bei Vladolf Putlers Schergen gerne anfangen darf.

16. Welche Science-Fiction Zukunftsvision von der Menschheit, erscheint dir am wahrscheinlichsten?

Die Dystopische Cyberpunkwelt meiner eigenen Bücher. Megakonzerne die mehr Macht als Regierungen haben und mit hochgezüchteten Privatarmeen gegeneinander Krieg führen. Die Regierungen kämpfen mit schmutzigen Tricks um den Konzernen Einhalt zu gebieten und Millionen von Menschen leiden darunter und formieren sich zu radikalen Gegenbewegungen.
Dafür gibt es kostenlosen grünen Strom durch atomare Fission und Fusion!


17. Wenn du eine Zeitmaschine hättest, in welche Zeit würdest du reisen? Und was würdest du tun?

Nichts tun und darüber nachdenken wie beschissen es den normalen Menschen in jeder Periode ging. Aber das altägyptische Reich würde verlockend und ich schwinge mich mit meinem außerweltichen Wissen zu einem Gott auf 😀

18. Was ist wichtiger: Geld oder Gesundheit?

Mittelweg. Gesundheit ist schön und gut, aber wenn du kein Geld hast, das Leben in vollen Zügen zu genießen ist auch doof.

19. Dein*e beste*r Freund*in steht vor deiner Tür, mit gepackten Sachen und sagt, er/sie/div muss untertauchen und dazu nach Island in ein abgelegenes Fischerdorf ohne Internet: würdest du mitkommen?

Logo, ich packe meine vorbereitete Prepperausrüstung ein und los gehts.

20. Weswegen müsste dein*e Freund*in untertauchen?

Hatespeech gegen LGBT oder Farbige auf Social Media, das geht übel aus.