Self-Statements #9

Gina läd ein zu einer neuen Runde und ich bin immerhin nur zwei Tage zu spät 😀

1. Gehest du nach dem Schema “Kenn ich nicht, ess ich nicht” oder probierst du gerne auch mal neues aus?

Mal so mal so. Früher hab ich zum Beispiel kein Spargel, keine Oliven und keine Pilze und keine rohen Tomaten gegessen, jetzt bereichern die Sachen großartig meinen Speiseplan. Aber wenn ich was bestelle oder ausgehe probiere ich eher selten etwas neues, weil das schon ab und zu echt schiefgegangen ist (Sushi) und das dann im Geldbeutel wehtut. Außerdem wenn Papa zahlt, dann nehme ich doch immer gerne ein Argentinisches Rumpfsteak mit pikantem Brokoli und crossen Kartoffelspalten, Mjam.

2. Welche Schauspieler*in magst du gerne, auch wenn er/sie/div keine sonderlichen, schauspielerischen Talente aufweisen kann?

Boah du stellst Fragen. Ne, kann ich nicht beantworten.

3. Wie sähe ein erfolgreiches Date für dich aus?

Das man am Ende nicht entnervt getrennter Wege geht und einen schönen Abend hat. So ungefähr.

4. Welches war das schlimmste Date, das du je hattest?

Ähm ja, (kleinlaut) Ich hatte noch nie eins, also kann ich die Frage nicht beantworten 😀
Aber ich hatte eine Date-ähnliche Erfahrung. Latsche 1,5 Stunden durch den Regen und anstatt sich mit mir zu unterhalten, ist sie nur am Zocken und beachtet mich kaum obwohl wir uns nur zweimal im Jahr gesehen haben, das war dann das Ende einer „Freundschaft“.

5. Offenbare dich jetzt, hier: Was ist dein Secret Talent?

Cartoon Warane „Wawas“ zu malen. Im Bild der Oldschool-Zocker, der New-School-Zocker mit seiner Nintendo Switch, den Bücherwum und den Comic-Helden.

6. Hast du als Kind für jemanden geschwärmt? Wenn ja, für wen?

Für ein paar Mädchen, aber das ist jedes Mal schief gegangen, danach hab ich mich nicht mehr getraut.

7. Würdest du lieber mit Han Solo ins Weltall fliegen oder mit Indiana Jones auf ein Abenteuer gehen?

Wenn schon mit Nathan Drake auf ein Abenteuer gehen. Ich glaube als ehrliche Haut bin ich für das toughe Schmugglerleben nicht gemacht. Dann doch lieber ein paar Abenteuer erleben.

8. Würdest du lieber weise sterben oder dumm Leben?

Weise sterben, aber ich muss sagen, dumm Leben muss so einfach sein, wenn man nichts analysiert oder hinterfragt und stumpf die Privaten guckt.

9. Welche berühmte Persönlichkeit hat dich überrascht, indem sie bewies, dass sie auch fabelhaft schauspielern kann?

Sean Connery, denn der war vor seinem Casting zu „James Bond jagt Dr. No“ nämlich Model und Bodybuilder. Die ersten Auftritte waren holprig, aber über die Jahre ist mir der gute Sean ans Herz gewachsen. Ohne ihn wären „Forrester gefunden“ und „Jagd auf roter Oktober“ nur halb so gut gewesen. Rest in Peace Sean.

10. Welches war das interessanteste Theaterstück, das du je gesehen hast?

Letzten Herbst ein Stück namens „Die Mitwisser“ in einem kleinen Theater bei mir um die Ecke. Es ging um den schleichenden Einfluss, den Suchmaschinen auf unsere Leben haben. Sehr cool gespielt und mit interessanten Musikeinlagen.
Und was ich sehen möchte, aber noch nicht die Chance dazu hatte, da die nicht so oft in Berlin spielen, ist das VPT, das Vollplaybacktheater. Die nehmen sich alte deutsche Hörspiele und schneiden die zu interessanten Sachen zusammen und die Schauspieler auf der Bühne bewegen dann nur noch ihre Lippen. Sieht echt cool aus

11. Genießt du die Natur?

Sicher ich geh oft in ihr spazieren oder wandern. Wo sonst könnte man in Ruhe einen blöde aussehenden Sport wie Nordic Walking ganz in Ruhe machen?

12. Fährst du dieses Jahr in den Urlaub? Wenn ja, wohin?

Gar nicht, aus finanziellen Gründen, aber ich hätte auch gar keine Lust drauf. Da bin ich lieber 3-4 Wochen bei meinen Eltern, weil ich bei denen in der Nähe ein Praktikum habe, das ist auch Urlaub.

13. Was reizt dich am Reisen besonders?

Ich reise selten, noch seltener allein. Mich interessiert die Kultur und das Essen, weswegen ich oft in Museen gehe. Ich würde gerne mal ins New Yorker Naturkundemuseum, einem der größten Museen der Welt, aber ein Flug dahin ist echt super teuer. Ich glaube GB ist näher und die haben auch ein paar tolle Museen. Ich will unbedingt mal die Victory sehen, Nelsons Flaggschiff und in Bovington ins Panzermuseum.

14. Hast du schon einmal surfen ausprobiert? Wenn nein, würdest du es gerne mal probieren?

Ich hab so ein mieses Gleichgewicht, dass ich nur eine Woche lang vom Brett fallen würde. War beim Ski Fahren genauso und hat nicht die Bohne Spaß gemacht.

15. Welche ist deine Lieblingsserie und warum?

Jetzt muss ich mich auf eine festlegen, bist du fies. Wobei, kurz darüber nachgedacht ist das einfach. Avatar: Herr der Elemente. Eine Serie über Magie und Freundschaft, ich glaube die muss ich mal wieder gucken, aber nur im Original. Dazu gibt es auch eine recht gute Comicreihe. Die ersten 12 Alben stehen bei mir im Regal.

16. Was ist für dich in einer Freundschaft das Wichtigste?

Aufrichtigeit und das man auf den anderen zählen kann.

17. Wann hast du zuletzt etwas zu Ende gebracht, auf das Sie stolz warst?

Typo meine Liebe ^^ Mal sehen. Mein erstes Buch, nach zwanzig Jahren Schreiben die erste zusammenhängende Geschichte mit mehr als dreißig Seiten, die ein Anfang, Mittelteil und Schluss hat. Ich sitze gerade natürlich mal wieder an der Überarbeitung und hoffentlich wird es in Richtung 2023 fertig.

18. Denkst du, dass Architektur auch Kunst ist?

Sicher, aber nicht alles. Ich kenn mich mit Baustilen nicht so aus, aber viele Bauwerke jeglicher Epoche sind Kunst. Weniger die planlosen Betonklötze die heutzutage in die Landschaft gekachelt werden.

19. Möchtest du jemandem aus deiner Vergangenheit noch etwas sagen?

Fünfen.

Meinem einen Opa hätte ich gesagt, dass ich gerne von ihm gelernt hätte, wie man Sachen repariert (Er war Schlosser mit eigener Werkstatt und er ist vor meiner Geburt an Krebs gestorben).

Meinem anderen Opa hätte ich gefragt wie man im Leben anfängt und erfolgreich ist (Er war Offizier im WW2 und hat sich zum Chef mehrerer Unternehmen hochgearbeitet, er wäre vor zwei Jahren hundert geworden)

Meiner Tante hätte ich gerne durch die Krise geholfen, denn wir waren uns charakterlich durchaus ähnlich (Sie ist mit Vierzig an Krebs gestorben)

Meinem Patenonkel hätte ich so viele Fragen stellen wollen, denn wir waren immer auf einer Wellenlänge. Er wäre wahrscheinlich begeistert über meine Gehversuche mit Blog, Schreiben, Youtube und Podcasten und könnte mir viel beibringen und erzählen. Er war eine Zeitlang gewissermaßen mein Mentor. (Er ist mit Mitte Vierzig in Folge einer schweren OP gestorben)

Meiner Ex-Freundin, die einzige von den fünf die noch lebt, dass man eben nicht alles alleine schaffen kann und das Therapie kein Teufelszeug ist und sie eben nicht alles besser weiß!

20. Gibt es eine Sache in der du erfolgreich bist und das auch intensiv wahr nimmst? Wenn ja, welche?

Aufschieben von lästigen Sachen, das kann ich richtig gut 😀

Ne Scherz. Im Schreiben bin ich ziemlich gut, das positive Feedback überwiegt und ich habe noch praktisch keine bodenlos schlechte Bewertungen bekommen. jetzt müssen eben nur mehr Menschen erfahren, dass es mich gibt, weil du kommst als Autor nicht weit, wenn du nur 3 Leser hast. Eigentlich war ja Sinn und Sache des Blogs, das Buch zu pushen, aber das hat jetzt eher so mittel funktioniert.

Wenn der Film deine Realität wird

Fast ein Review.

Einer meiner Lieblingsfilme ist (neben Zoomania) Finding Forrester mit dem guten alten Sean Connery. Es geht um einen jungen Schwarzen aus der Bronx, der super in Basketball und gewissermaßen ein Ausnahmeschüler ist, gerade in Literatur, es aber für sich behält. Dann nimmt er an einem bundesweiten(?) Test teil und mit den Ergebnissen wird eine Elite-Schule auf ihn aufmerksam und möchte ihn anwerben. Gleichzeitig lässt er sich mit seinen alten Mates auf eine Wette ein, bei einem mysteriösen alten Mann, der nur „Das Fenster“ genannt wird, einzubrechen und ein Beweisstück mitgehen zu lassen. Das geht schief, der alte Mann überrascht ihn und unser Protagonist, Jamal, verliert auf seiner Flucht seinen Rucksack und damit auch seine Tagebücher. Über eine Verkettung verschiedener Ereignisse lernt er den alten Mann kennen und freundet sich mit ihm schließlich an. Der alte Mann ist dabei ein gefeierter Autor, der den Roman des 20. Jahrhunderts geschrieben hat und sich danach völlig zurückgezogen hat. Dann wird Jamal des Plagiatismus beschuldigt und verliert beinahe alles, was er sich aufgebaut hat und der alte Mann überwindet sich und rettet ihn aus der Situation. Ein toller Film über Freundschaft und Familie, über Rassismus und Klassenunterschiede, mit Drama, aber auch einer guten Prise Humor.

Ja ok, wir wissen es, du stehst auf komische Filme. Und was soll dieser merkwürdige Titel jetzt?

Tja, ich wohne in Potsdam in einem mehr schlecht als recht sanierten Plattenbau-Turm in einer „Commie-Block“ Siedlung hässlicher Betonklötze, die trotzdem hübscher sind, als die noch hässlicheren Betonwürfel, die man vor 5 Jahren irgendwie noch dazwischen gekachelt hat. und wie William Forrester, der alte Mann aus dem Film, blicke ich mehr als 5. Stockwerke hinab über eine Straße auf einen geteerten Sportplatz mit einem Basketball-Korb. Dort treffen sich gerade im Sommer fast jeden Tag Gruppen farblich diverser junger Männer und spielen Basketball wie nicht gescheit und ein paar sind auch gar nicht mal so schlecht, wenn ich das als Voll-Laie beurteilen darf.

Gut, ich habe hier kein Fernglas stehen und beobachte sie auch nicht durch die Falten einer sich verdächtig bewegenden Gardine … aber das muss ja (noch) nichts heißen.

Ein bisschen wunderlich bin ich auch und verlasse nur dann meine wohnlich durchaus bequeme Wohnlichkeit, wenn ich irgendwo hin muss oder was vom REWE brauche. Ich glaub auch ehrlich gesagt nicht, noch jemanden zu finden. Denn ich habe das innere Kind noch nicht abgestreift und will selbst auch einfach keine Kinder, dann noch Nerd mit komischen Macken der von der Gesichts- und Körperform Ähnlichkeiten mit einer Kartoffel hat. Wer will denn das und vor allem will ich wiederum das, was das, was ich darstelle, will. Ich will halt keine Kinder. Wird schwierig Singles ohne Kinder zu finden je mehr du dich der Dreißig und den unerkundeten Weiten jenseits der Dreißig näherst.
Und es geht ja nicht nur darum das Erstbeste zu nehmen, denn ich hab auch irgendwie Ansprüche, oder ist das mittlerweile illegal Ansprüche als Dude zu haben? ich muss wohl wie immer das Memo überlesen haben.

Mädels, wenn ihr euch hierher verirrt, nicht böse sein. Sollte ich was finden, was mich interessiert, dann wenigstens groß genug, dass ich mir fürs Küssen keinen Tagebau buddeln muss. Kein Schleifpapier-Vocal-Apparat und vor allem keine kreischenden Piepsstimmchen. Nicht mehr Kinns als ich Füße habe. Keine fucking Kinder. Und ein Gesicht, das auch ohne Tapezier-Maßnahme in die Kategorie „irgendwie ganz hübsch anzusehen“ fällt. Rest ist äußerlich wurscht, kannst auch Körpchengröße A-negativ haben. Ich bin kein Rassist, also ist die Farbe auch wurscht, und wenn du grün bist. Herkunft ist egal, solange man sich auf eine Art der Kommunikation einigen kann (selbst Exil-Russinnen sind akzeptiert). Selbst blond ist annehmbar und ab einer gewissen Haarlänge darfst du das nächste Mal auch mal den Abfluss der Dusche putzen. Bunte Haare eher nur in Pastell. Dailly Makeup ist ok, solange es eher nicht in Richtung „Generisches-Instagram-Model“ geht. Tattoos ist deine Sache, aber wenn du dir Klopapierollen tätowieren lässt, wird dein Verhandlungsspielraum fragwürdig. (Ohne Witz, schon gesehen).
Wir belassen es beim Körperlichen, denn ich falle nicht so richtig in die Kategorie athletischer Adonis, eher kalkiger Kartoffelsack, der schon optisch verdächtig nach stillem Nerd aussieht.
Zum Charakter, mal sehen. Einfach klug. Fettes Nein für: radikale Feministen, Querdenker, Nazis, Wahnsinn und Schlager-Hörer. Kein Drama, während ich im selben Raum sein muss. Und im Best-Case nicht verrückter als ich, bzw. sich unsere gegenseitigen gesammelten Macken irgenwie ausgleichen.

Dating-Wünsche-Ende.

Ja, ich glaube ich bleibe mit meinen elitären Ansprüchen für den Rest meines Lebens single und hole mir mit sechzig ein merkwürdiges Haustier und geh dann mit Karl, dem zweieinhalb Meter langen Bindenwaran, im Babelsberger Park spazieren und verängstige Ökos und Business-Jogger.

Und ich schreibe Bücher, das kommt erschwerend hinzu, bisher nicht mit den Anzeichen, dass sich das auch jemand durchlesen will … Ja Leute, ich seh die Statistiken, ich bekomme mehr Aufrufe für einen willkürlich ausgewählten Song, als für das erst 332 Seiten dicke Machwerk meiner kreativen Schöpfung. Es soll Leute geben, die finden das gut was und wie ich schreibe. Das sind nur leider auch die Leute mit der wenigsten Zeit zum lesen und mir am Ende des Tages das wenigste Feedback geben. Glücklicherweise hat mir noch keiner (offen zugegeben) gesagt: „Ey Joschi, du schreibst ja voll scheiße!“ Aber wie gesagt, sonderlich viele Leute haben es im Grunde auch nicht gelesen und das stimmt nicht nur nachdenklich sondern auch traurig.

Also vielleicht wird das doch noch was mit meinem Roman und vielleicht werde ich eines Tages (wenn ich groß und erwachsen bin) auch noch Schriftsteller, der davon zumindest annährend leben kann, was die wenigsten tun.
Aber vielleicht finde ich noch irgendwas mit Home-Office, das wäre praktisch. Und vielleicht hat der REWE irgendwann einen Lieferdienst.

Jaja, ich sehe mich hier noch mit Sechzig hocken und den Basketballern mit dem Fernglas (im Alter sieht man eben nicht mehr so gut) beim Spielen zugucken, während ich nicht gerade Texte schreibe und sie keinem zum Lesen gebe oder Vögel beobachte.

Vielleicht bin ich dann in der Position des alten Mannes, der eine Freundschaft mit einem jungen Schreibtalent anfange, der mich ein bisschen zurück in die Zivilisation schubst.

Vielleicht aber werde ich gar nicht so alt, bis mir das passiert. Und vielleicht ist die Person ja auch eine Frau, die mich zurück ins Leben schubst. Ich glaube ich muss nur einfach mal etwas öfter vor die Tür gehen um dieser Konstellation eine Chance zu geben.

Das wars für heute, habt einen schönen Sonntagabend!

SELF-STATEMENTS #5

Die gute Gina läd ein zu einer neuen Fragerunde.

1. Wann hast du das letzte Mal etwas Gutes getan?

Vor einer Stunde habe ich die Spülmaschine ausgeräumt, das reicht an Heldentaten für den Tag. 😀

2. Was langweilt dich?

By-The-Numbers Filme und Drehbücher, die so unfassbar ausgelutscht sind, weil man den selben Film schon gefühlt tausendmal gesehen hat.

3. Würdest du dich als “quirky” bezeichnen?

Ich google mal was das heißt, moment … dict.cc sagt folgendes: skurril, schrullig [ugs.], sonderbar, eigenartig, spleenig, verschroben, spitzfindig, eigentümlich.

Ähm, schon irgendwie. Nerd halt plus komische Angewohnheiten, die ich hier alle auf keinen Fall nenne.

4. Findest du, dass wir heutzutage mehr auf das Individuum acht nehmen als früher?

Naja, Männer werden immer in einen Topf geworfen und verteufelt.

5. Bist du eine Raupe oder ein Schmetterling?

Eine Raupe mit zwei Ketten und einer mächtigen Schaufel, die alles plattwalzt. Nein im Ernst eher irgendwo dazwischen.

6. Warum schreibst du?

Warum atmest du? Keine Ahnung warum ich schreibe, ich denke halt ich hätte vielleicht auch was zu sagen. Und in meinen Büchern tobe ich mich aus und habe meinen gedanklichen Spielplatz, wo dann coole Sachen passieren, die ich niederschreibe.

7. Hältst du es für zeitgemäß, heute noch Literatur von vor über 100 Jahren zu lesen? Warum?

Zeitgemäß, soso, na wenn ich Bock habe, alte Bücher zu lesen, dann hat das andere nicht zu interessieren. Ist doch kein Lifestyle allen zu sagen was für tolle alte Bücher man liest. Ohne zum Beispiel Herr der Ringe hätten wir heute wahrscheinlich keine moderne Fantasy. Ist zwar furchtbar schleppend geschrieben, aber ein gutes wegweisendes Buch.

8. Welches war in der Schule dein Lieblingsfach?

Kunst, war auch das einzige Fach wo ich annehmbar gut war (durchgehend 1).

9. Gibt es ein Ereignis in deinem Leben, das deine Meinung und Einstellung zum Leben grundlegend verändert hat? Wenn ja, welches und inwiefern?

Eins 2018, aber das wäre unklug das zu erzählen, es hat aber mein Leben so grundlegend auf den Kopf gestellt, dass ich selbst fünf Jahre später immer noch das Nachbeben spüre.

10. Eines Abends erscheint eine Fee vor deiner Türe, und gibt dir die Möglichkeit, in die Welt deiner Träume zu reisen – dafür müsstest du aber deine komplette jetzige Existenz, mitsamt Freunden und Familie und allen dir bekannten Personen, aufgeben und für immer hinter dir lassen. Was würdest du tun?

Der Fee die Tür vor der Nase zuschlagen und mich wieder ins Bett legen.

11. Siehst du Filme, nur weil du Fan bist, durch eine rosa Brille oder weißt du trotzdem um deren Fehler und lieben sie trotz/gerade deswegen?

Ich bin kein Fan, ich bin rational, ich gucke Filme weil ich Lust drauf hab und wenn sie Mist sind, werden sie gnadenlos geschreddert. So wie zum Beispiel Star Wars Episode 8, eine seelenlose lore-breaking Vollkatastrophe von Film. Maulers Review ist sehr passend.
Wenige Filme sind perfekt, aber wenn meine Suspension of Disbelief Hopps geht oder das Skript Murks ist oder die Schauspieler absolut mies sind, hilft dir da auch keine rosa Brille mehr.

12. Denkst du, du kannst mit Film- und Seriencharakteren so mitfühlen, als seien sie real?

Wenn der Schauspieler einen Hammer Job abliefert, dann ja. Ich bin immer noch hin und weg von Anthony Hopkins aus The Father. Der hat das so glaubhaft gespielt.

13. Hast du beim Filme schauen irgendeine Sache, die immer vorhanden sein muss? Damit wird nicht ein Film oder ähnliches gemeint, sondern quasi eine Art Ritual.

Ein Sack M&Ms ist ein Muss, zumindest im Kino. Ansonsten muss der Sound richtig rocken, also Abends umschalten auf Studio-Kopfhörer, das fetzt.

14. Sollten Serien oder Filmereihen aufhören, wenn es am Schönsten ist?

Ja, schaut euch doch nur all diese jämmerlichen Reboots der letzten Jahre an. Leute, lasst es sein und denkt euch selber was cooles aus und hört auf die Sachen kaputt zu machen, die ich liebe!

15. Hat ein Film oder eine Serie deine Einstellung zu irgendwas (Ethik, Nahrung; Meinung allgemein) grundlegend verändert?

Kriegsfilme und Serien würde ich denken, besonders die, die nicht heroisch sind und dir zeigen wie absolut beschissen Krieg ist.

16. Welches Jahrzehnt hat deiner Meinung nach die besten Filme hervorgebracht?

Dafür bin ich zu wenig bewandert in der Materie. Das ist was für einen richtigen Filmkenner und das bin ich nicht. Ich bin eher der Technik Nerd.

17. Was war der letzte Film, der dich wirklich vollkommen begeistert hat?

The Batman vor ein paar Wochen.

18. Welches Genre magst du lieber? Fantasy, Science-Fiction oder gar keines von beidem?

ich nehme einen Blender, hau beides rein, mix es durch, und tada, mein Lieblingsgenre 😀

19. Was magst du lieber? Heavy Metal oder Kuschelrock?

Na was wohl, Heavy Metal natürlich, besser noch Industrial Metal ala DOOM.

20. Was bedeutet Glück für dich?

Das Gefühl, einen schönen Moment zu haben, egal wie er auch aussehen mag. Glück kann sein, vor dem Wecker bei strahlendem Sonnenschein aufzuwachen. Oder ein unerwartetes Geschenk oder eine unerwartendes Begegnung.

Meine Woche 11-2022

Wait, schon wieder eine Woche vorbei? Komisch wie schnell die Zeit vergeht. Diesen Dienstag hatte ich Geburtstag und wurde reich beschenkt und habe vorzüglich gespeist. Jetzt nerve ich euch nicht mehr mit meiner Geburtstagsvorfreude, erst wieder in etwa 11 Monaten 😆
Rina läd auf alle Fälle wieder ein, einen schönen Wochenbericht zu schreiben 🙂

Und wie war eure Woche so?

Geärgert ….. über meine laxe Mundhygiene bei einem gleichzeitig beschämend hohen zuckrigen Süßigkeiten-Konsum. Reicht schon wenn ich fett werde, da muss Karies nicht auch noch sein 😦

Gedacht…. In welcher Reihenfolge ich meine Videos hochlade, was meine nächste LEGO Eigenkreation sein wird und ob ich es schaffen könnte im März noch die zweite Episode von Joschis Abenteuer oder der Katastrophenzyklus abzuschließen (fehlen noch ungefähr so 6-8 Seiten).

Gefreut: ……. Über Geburtstagsgeschenke, leckeren Kuchen, Freunde und meine Eltern und tolles Essen am Geburtstagsabend.

Gefühlt …… Traurigkeit über meine Trantütigkeit und dann wieder Freude über meine ungezügelte Begeisterung für mein Klemmbaustein Hobby.

Gegessen: …… Dienstag ein saftiges argentinisches Rumpfsteak medium rare mit knackigem Gemüse. Dann die restliche Woche das übliche und heute nach einem langen Tag, zwei Scheiben Vollkornbrot mit leckerem Aufstrich, zwei Äpfeln und einem Snack.

Gehört:  ….. immernoch auf meiner Drei ??? Hörspielodyssee. Jetzt gerade Folge 125A – Feuermond: Das Rätsel der Meister.

Gekauft:  …… ich hab geguckt, ob ich einen passenden Vergleich für einen CaDA Baukran finden kann und dann das preisliche Equivalent auf Bricklink.com erstanden.

Gelacht……….. über Wortmans Beitrag zu lustigen Filmen, wo mich allein schon bei den Trailern weggeschmissen habe 😀

Gelesen:  …. Bin nicht dazu gekommen, ich lese aber theoretisch immer noch Band zwei von Patrick O’Brians Aubrey-Maturin Buchreihe.

Gelitten: ….. Heißhunger auf Süßkram, naja war meine Geburtstagswoche, da ist naschen schon erlaubt finde ich 😆

Geplant: …… Mal was zu schaffen und kein fauler Sack zu sein. In erster Linie mit den Bewerbungen voranzukommen.
Und Dienstag und Mittwoch gibt es ein schönes Aufbauvideo 🙂

Gesehen: ……… zumindest keinen Film und keine Serie, nur Youtube Videos.

Gespielt/Gebastel/Gehandwerkt: Am Freitag ordentlich gebaut und vier Reviews auf Vorrat gedreht, sowie Sets zerlegt und vier B-Modelle von LEGO Technic Sets gebaut, ich zeig sie euch in den nächsten Wochen und Monaten.
Und dann am Samstag im Garten geholfen und ordentlich reingehauhen, zwei Laubrechen zusammengeschraubt und dabei jeweils in eine Richtung 45 Minuten gelaufen und mich ziemlich ausgepowert.

Getan:  ….. Wie verrückt LEGO Sets zerlegt, Teile sortiert und gebaut und einen Haufen Reviews gedreht.

Getroffen:  …. Meine Eltern, meinen besten Freund und ein paar neue Leute bei einem Garten Vereinstreff kennengelernt.

Getrunken: …… Zu viel Kaffee, Red Bull und Limo. Dennoch zum Ausgleich viel Wasser.

Geweint ……… Nö

Gewundert …. über die Uhrzeit, bis mir dämmerte, dass die Uhr noch die Winterzeit zeigte.

Media Monday #558

Was ein Tag, schlaftrunken und verwirrt um ein Uhr Nachmittags aufgewacht. Bei einem Tee die News gecheckt und war beruhigt, dass nichts allzu furchtbares passiert ist. Den Media Monday findet ihr hier.

1. Ein Film für verregnete Nachmittage, ein Film gegen schlechte Laune und ein Film, der bei mir immer geht, ist ganz klar Zoomania.

2. Wenn man einmal davon absieht, dass auch The Batman ein paar Macken hat, ist es schlicht und ergreifend sehr erfreulich nach unzähligen Jahren einen neuen ziemlich guten DC Film zu haben, der Beginn einer Trilogie sein wird.

3. Viele können mit Mangas wohl eher wenig anfangen. Ich hingegen stürze mich regelmäßig in toll gezeichnete Welten voller genialer Geschichten.

4. Was mich ja immer wieder beschäftigt und umtreibt, ist, dass sind die Bücher und Geschichten die ich schreibe. So viele angefangene Projekte und ich weiß nie so richtig, welches Projekt jetzt meine volle Aufmerksamkeit verdient.

5. Civilisation V bietet immer wieder Zerstreuung für einige Stunden und macht Freude, wenn man bei einem Hörbuch und einem Drink spielerisch die Weltherrschaft anstrebt.

6. Geht es darum, schlechte Gefühle und Gedanken zu vertreiben Ist ein warmherziger Film wie Forrester Gefunden immer ein Quell für Lebensmut.

7. Zuletzt habe ich nochmal die Storyline meines neuen Buches überdacht und das war genau richtig , weil ich das Buch so um eine interessante Komponte erweitern kann.

Meine Woche – 5-22

Ist denn schon wieder Sonntag? Wie schnell die Zeit vergeht. Rina hats vorgemacht und hier kommt mein Rückblick.

Und wie war eure Woche so?

Geärgert ….. Über meine Trägheit, aber das ist nichts neues.

Gedacht…. Das das Leben schon wieder auf dem besten Weg ist und die öden Wochen vorbei sind.

Gefreut: ……. Über das tolle sonnige Wetter am Wochenende und über einen wackeligen Snack. Und mein Fuß tut nicht mehr weh, bin heute sogar anderthalb Stunden gewandert und hatte keine Beschwerden.

Gefühlt ….. Zufriedenheit. Der Start der Woche war sehr schleppend, aber so gegen Ende war ich in positiver Hochform.

Gegessen: …… Lisensuppe (was sonst), Sachen vom Imbiss und in den letzten drei Tagen 6 Bananen, zehn Äpfel und ein Kilo Möhren – was soll man denn machen wenn Süßigkeiten Taboo sind. Bis auf eine Ausnahme, nachdem ich in den letzten ~2,5 Wochen 7 Geschichten geschrieben habe, die das Wort „Wackelpudding“ enthielten, und ich da so Freitag Abend bei Rewe Wackelpudding gesehen hab, tja, dachte ich nehm ein paar mit ^^

Gehört:  ….. Drei Fragezeichen Hörspiele, einmal von Anfang bis Ende, ich bin jetzt Halbzeit bei 081 – Verdeckte Fouls. Meine Lieblingsepisode im Bann des Vodoo hatte ich erst vorgestern, die mag ich sehr und kann sie mir immer wieder anhören.

Gekauft:  …… Inspiriert von Stöbereien bin ich ein bisschen am gucken, will aber nicht so schamlos mit Geld um mich werfen, aber hier und da ein neues Buch oder Comic oder Kinokarten gehen schon klar.

Gelacht………..Wortmans Sprüche auf Instagram sind immer einen Lacher wert, ansonsten ein bisschen Dieter Nuhr und Volker Pispers.

Gelesen:  …. Nicht viel, vielleicht 30 Seiten in einem Buch, dafür habe ich gestern ein paar Stunden in aktuellen und alten LEGO Katalogen gestöbert und ab und zu geguckt was die Sachen auf Bricklink und Amazon kosten. Sollte ich heute noch zum Lesen kommen, dann schmökern im Risszeichnungs-Kompendium zu allen Star Wars Raumschiffen (Weihnachtsgeschenk von mir an mich).

Gelitten: ….. Ein bisschen, ich konnte ein paar Tage echt nicht schlafen und war vom Tag noch etwas aufgewühlt, aber leise Musik führt dann in der Regel in einen tiefen erholsamen Schlummer.

Geplant: …… Viel. Ich hab versucht früh aufzustehen, aber gegen Donnerstag habe ich resigniert aufgegen und steh auf wenn ich wach bin, momentan kann ich es mir erlauben, also Wayne. Wenn ich aufstehen muss steh ich auf, war in zweieinhalb Jahren Ausbildung nicht einmal zu spät.

Gesehen: ……… Erst das mittelmäßige Finale einer langweiligen ersten Staffel „The Book of Boba Fett“, puh … bis auf die beiden Mando Episoden totale Grütze (5/10 inkl Mando, 3,5/10 ohne). Dann gestern auf Prime gestöbert und über Reacher gestolpert, eine brandneue Original Serie, Trailer war interessant und gleich mal eingeschaltet. Wow ist die Serie gut, heilige Scheiße. Easy in den Top 10 der besten Serien für mich. Einfach die komplette Serie gebinged. Klasse und macht total viel Lust auf mehr. Dann sehe ich, dass es auf dem ersten Band einer 22-bändigen Bestsellerreihe von Lee Child beruht und jetzt hab ich in den nächsten Jahren was zu tun ^^

Gespielt/Gebastel/Gehandwerkt: Wahrscheinlich an die 12 Stunden Civilisation mit Podcast (Joe Rogan + Jocko Willink, dann Andy Stumpf und dann Jordan B Peterson – Traumhafte Woche). Und natürlich konnte ich mir es nicht verkneifen, ein bisschen LEGO zu basteln, dieses Mal wars ein lustiges Baumhaus mit Klo in der afrikanischen Savanne von LEGO Creator – ich stells euch vor. Morgen kommt noch ein Schnäppchen und vielleicht kommt Ende der Woche schon ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk aus Finnland.

Getan:  ….. Nicht viel, ist halt nicht viel zu tun. Halt das nötigste, Einkaufen gehen, Müll entsorgen, bei schönem Wetter ein bisschen spazieren gehen und recherchieren in welche Ausbildung ich mich als nächstes stürze. Bauzeichner klingt gut, finde ich.

Getroffen:  …. Vorhin meinen besten Freund, ich habe jetzt das Beet neben ihm in einer Gärtnergemeinschaft. Ich bin schon gespannt was wir alles anbauen werden.

Getrunken: …… Mal sehen, etwa drei Liter Kaffee und mehr Liter schwarzen Tee, als ich zählen kann, dazu (eher aus Spaß) zwei Dosen Red Bull, ein paar Liter Wasser und dreieinhalb Flaschen Tonic Water … aber keinen Alkohol.

Geweint ……… Ein bisschen, aber nicht schlimm, ich hab nur eine emotionale Szene aus Joshis Abenteuern nachgespielt. Aus der Episode, an der ich aktuell gerade schreibe, wo seine verlorengeglaubte Schwester auftaucht und Töchterchen Lucy die Schule gegen die Wand fährt.

Gewundert …. Weiß gar nicht so richtig. Aber es immer toll wie viel besser alles ist, wenn doch mal wieder die Sonne scheint. Hoffentlich bleibt es angenehm draußen.

Gerade Jetzt – Momentaufnahmen

Das hab ich Hier bei Rina gefunden und fands ganz cool.

*

denke ich: Wann hast eigentlich zuletzt was gegessen?

mag ich: alte Film- und Spieletrailer angucken.

mag ich nicht: 16 Kg Lego Teile sortieren.

spüre ich: Muskelkater in der Lendenwirbelsäule vom Schwimmen gestern.

freue ich: mich auf die LEGO Review diesen Sonntag: Die 8069.

fühle ich: Freude über die ganzen aufploppenden Blog-Challenges 🙂

trage ich: löchrige Socken, Schlabberhose und ein generisches rotes T-Shirt, oller Pulli – Home-Office halt.

brauche ich: eine neue (mechanische) Gamingtastatur, die letzte hat nur 5 Jahre gehalten … (warum sind die alle nur so teuer? 😦 )

höre ich: meine Megaplaylist „You have no taste in music“ von the_mad_dragon (ich) auf spotify.

mache ich: schreiben, schreiben, schreiben und nochmal schreiben.

lese ich: Fische, die auf Bäume klettern – von Sebastian Fitzek.

trinke ich: seit neustem Darjeeling

vermisse ich: meine Eltern und meine beste Freundin

schaue ich: The Expanse Staffel 6 und Cobra Kai Staffel 1

träume ich: leider über meine Ex

Schlechte Nachrichten für’s Osiris Genom

Das Osiris Genom ist der Arbeitstitel für die radikale Überarbeitung des Osiris Projektes. Das Osiris Projekt ist seit 1,5 Jahren fertig und mit schlanken 332 A4 Seiten nicht gerade dünn, aber nach einem Vierteljahr war ich nicht mehr so zufrieden und wollte mit der dritten Fassung (Das Osriris Projekt ist Fassung Nr. 2) dem Buch einen ernsteren Ton geben und auch Themen wie Psychologie mit einbauen. Zudem sollten die drei Fraktionen: Horizon, Clowns und die Animals vertieft werden, die ihm Buch gelegentlich recht eindimensional ausfallen.

Es ist eben das erste Buch, da ist eben nicht alles perfekt. Dennoch ist das Osiris Projekt das bessere Buch, zwar stellenweise naiv, aber auf jedenfall locker und temporeich und ganz wichtig … es ist eine durchgängigige und abgeschlossene Handlung.

Die dritte Fassung ging in Teil eins anfangs ganz zügig von der Hand, aber das Ende kam bei meinen wenigen Testlesern nicht so gut an, wie ich erhofft hatte. Und die Probleme des zweiten Teils nahmen einfach kein Ende. Ich hab mehr Text weggeschmissen, als ich neu geschrieben habe. Ich brauch mehr als eine Hand um die verkorksten Enden abzuzählen, die im Papierkorb gelandet sind. Es gab viele Nächte wo ich vor mich hin fluchend die Fassungen überarbeitet habe, es wollte einfach nie so richtig passen. Erst kurz vor Weihnachten habe ich dann auch noch die 5. Fassung vom Osiris Genom angefangen, war aber nie zufrieden und eher verzweifelt mit dem ganzen Chaos.

Daher habe ich als Neujahrsresulution entschieden, den Stöpsel zu ziehen und das Osiris Genom komplett einzustampfen. Lebwohl an all die tollen Figuren die ich für die neuen Fassungen ersonnen und über die Zeit liebgewonnen habe.
Es ist gewollt und konsequent, anderthalb Jahre hab ich mich mit dem Projekt nur rumgeärgert, irgendwann ist auch mal gut und ich sollte mich neuen frischen Projekten widmen.

Das Osiris Projekt bleibt so wie es ist und darf sich eines Nachfolgers erfreuen, der schon stolze 60 A4 Seiten misst, 13 Jahre nach dem ersten Buch spielt und unter anderem Akira mehr in den Vordergrund rückt. Ein Kriminialfall in Berlin Solomon, die Suche nach dem verlorenen Vater durch Westeuropa und ein Abenteuer im Himalaya – drei Plotstränge, die sich am Ende in einem fulminanten Finale treffen.

Die lesenswerten Reste und die womöglich interessanten Skripte der dritten (der 175-seitige 1. Teil) und vierten Fassung (1-2 Kapitel) veröffentliche ich dennoch auf dem Blog, es wäre schade, das alles einfach so wegzuschmeißen.

Der Abschied fällt schwer, aber ich glaube es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Habt einen schönen Abend 🙂

Podcast – Völlig zufällige Gedanken – Nov 2021 – 2

Ich stümpere immer noch mit den Einstellungen meiner Aufnahmesoftware herum und kämpfe einen verzweifelten Kampf gegen die verdammten Nebengeräusche. Wird wohl Zeit auf ein neues Mikro zu sparen. Eigentlich wollte ich die Aufnahme schon am Samstag hochladen, aber ich hatte über das Wochenende Besuch da und hatte leider keine Zeit mehr, das schnell zu machen.

In dieser Folge geht es wieder ums Schreiben. Die Zusammenführung zweier Welten, alte und neue Texte und Geschichten, Tücken, Tipps und Taktiken beim Schreiben und alles was mir noch dazu eingefallen ist.

Nächste Woche bewegen wir uns weg von den Prinzipien des Schreibens und gucken uns eine Eigenkreation der etwas anderen Art an, den Podcast gibt es dann wieder wie gewohnt am Samstag.

Starke Charaktere

[Spoiler für alles was ich bisher geschrieben habe]

Das muss schon ein paar Monate her gewesen sein, als einer meiner Testleser in einem Gespräch zu den ersten ~50 Seiten der dritten Fassung von Das Osiris Genom meinte (ich hab den genauen Wortlaut nicht mehr genau im Kopf) „Ich find’s voll gut, dass du starke Frauenfiguren schreibst“, bezogen auf die ersten paar Kapitel. Ich hab da eigentlich nur „Danke“ gesagt, mir aber nichts weiter dabei gedacht. Erst später bin ich darüber gedanklich gestolpert. Denn beim Schreiben denke ich praktisch nie daran „Au man, du musst jetzt ‘ne starke Frauenfigur schreiben“. Nö, ich schreib jetzt seit gut zwanzig Jahren Geschichten, wenn ich eine Figur schreibe, dann ist mir wichtig, dass sie glaubhaft rüberkommt und sich glaubhaft verhält, natürlich gemessen an der Umgebung und den Gesetzmäßigkeiten in der sie sich bewegt. Mal geht das gut, aber oft genug gehe ich damit auch baden, das sehe ich an den dutzenden zerknäulten Entwürfen im Papierkorb.

Liz, Amber, Andrea, Mara, Akira und die anderen sind für mich liebgewonnene Figuren mit einem eigenen Charakter, sie sind eigentlich nicht mal so „stark“, weil jede Figur ganz realistisch ne Macke hat. Ein Schicksalsschlag, wie bei Liz, die keine Kinder bekommen kann und als knallharte Businessfrau nie eine richtige Familie hatte und ihren Kummer darüber im Alkohol ertränkt. Oder ein Kindheitstraumata wie bei Akira, deren Eltern ihre große Schwester Olivia (4. Fassung) immer ins Rampenlicht gerückt, und Akiras Rufe nach Aufmerksamkeit und Fürsorge einfach nie beachtet haben. Maras Krankheit (Autismus), die in ihrem Haustier, dem Waran Karl, ihren besten Freund sieht und mit Menschen einfach nicht so gut klarkommt. Andreas Verlust ihres geliebten Vaters und ihre moralischen Werte die in einer feindlichen Umgebung immer wieder für Zoff sorgen. Amber, die gerissen und opportunistisch ist, anderer Frauen/Mädchen Freunde ausspannt und um ihren Finger wickelt – sie verliert ihre ganze Familie.

Das beschränkt sich nicht nur auf die weiblichen Figuren sondern so schreib ich alle meine Charaktere. Ich meine, geh doch mal im echten Leben herum und frag die Leute direkt, jeder hat irgendwas, was ihn bedrückt und zerfrisst. Schicksalsschläge, Verlust, Trauer, Sucht, Krankheit und so weiter. Und das zehrt an einem. Ich habe auch mein Bündel zu tragen und muss mich durchs Leben kämpfen. Strahlende Helden die einfach nur gut sind finde ich langweilig. Kaz ist doch das allerbeste Beispiel.

Ich hab in der dritten Fassung ein Kapitel, das ich im Nachhinein gestrichen habe. Ich mache jetzt sowas eigentlich nicht, weil ich das doof finde, aber ich gebe euch mal ne dicke fette Trigger Warnung, dass es jetzt echt grafisch und heftig wird.

Trigger Warnung Anfang

Kaz und Anna sitzen im Park auf einer Parkbank und genießen den sommerlichen Tag, aus alter Gewohnheit steckt Kaz‘ FN Five-Seven im Hosenbund. Da sehen sie einen jungen Araber mit einem künstlichen Arm, der mit seinem kleinen Sohn Ball spielt. Plötzlich rücken Clowns an, die augmentierte Menschen verabscheuen und einen Streit anzetteln. Einer der Clowns schubst den Jungen unsanft und als sich sein Vater wehren will, wird er plötzlich von einem Clown mit Baseball-Schläger niedergeschlagen. Die anderen Clowns kommen angelaufen und schlagen ebenfalls auf den verletzten Araber ein, dessen Sohn angefangen hat zu weinen und um Hilfe zu rufen. Aber das ist die Clownzone, keiner hier wird Widerstand leisten.
      Kaz ringt mit sich, auf der einen Seite ist er bewaffnet und könnte einschreiten, auf der anderen Seite könnte er ein zweites Montana verursachen, einen Zwischenfall in dessen Spätfolge sein Neffe Ryan ums Leben gekommen ist. Möglich, dass seine Familie wieder Ziel der Clowns wird.
Als der Junge auch einen Schlag abbekommt springt Kaz auf und eröffnet das Feuer auf die Clowns, die nacheinander in die Knie gehen, ein Clown versucht zu fliehen und Kaz schießt ihm in den Rücken.
Kaz hat die Fassung verloren, er kann den Jungen retten, aber für den Vater kommt jede Hilfe zu spät. Eine gerettete Seele, etwa zehn Tote. Zehn Morde mit einer illegalen Waffe.
Und um alles schlimmer zu machen, handelt es sich bei dem Clown, dem er in den Rücken geschossen hat, um ein Mädchen in Ambers Alter, das heulend zu verbluten droht. Kaz ist erschüttert, gibt Anna den Jungen und nimmt sie auf den Arm, rettet einen Menschen aus dem gegnerischen Lager vor dem sicheren Tod.
   Auf Haus Solomon kümmern sich Sanitäter um das Mädchen, sie konnten entwischen.
Kaz hat in dem Ungleichen Kampf den Vater und den Onkel des Mädchens getötet, ihre letzten noch lebenden Verwandten. Aus Schuld entschließt er sich, sich um das Mädchen zu kümmern und überlegt fieberhaft wie er die Sache wieder gutmachen könnte. Den Jungen adoptiert er sowieso.
   Die Konsequenz seines Handels im Verlauf der Story ist allerdings, dass die Clowns an Akiras Geburtstag blutige Rache nehmen und Kaz Familie abschlachten.
   Auf jede Aktion folgt eine Reaktion. Kaz hätte wissen müssen, was ihm blühen könnte. Aber sein moralischer Kompass hat ihm geboten den Jungen zu retten, indem er die Clowns kaltblütig in einem unfairen Kampf erschießt. Er ist kein sonderlich guter Charakter, immerhin tötet er Menschen am laufenden Band, zwar oft in dem Zweck ein Kind zu retten, aber das macht ihn nicht weniger zu einem Mörder.

Trigger Warnung Ende

Das Schreiben. Ich mach das oft ohne einen bestimmten Hintergedanken zu haben. Ich erschaffe mir eine Welt, meine Sandbox, denke mir ein paar Figuren aus und schicke sie los, die Welt zu erkunden und baue Situationen und Ereignisse zu denen die Figuren reagieren müssen. Nehmen wir uns doch Akira (4. Fassung) heraus.

Akira, 19 Jahre jung. Ist durchschnittlich, sieht völlig durchschnittlich aus – gerade so als ein bisschen hübsch zu bezeichnen, mit langen schwarzen Haaren und … ich zitiere Ted „Der Spruch ‚flach wie ein Brett‘ ist für dich erfunden worden“. Ich weiß, Ted ist ein sexistisches Arschloch, aber manchmal ist es herrlich erfrischend so eine Figur zu schreiben und er ist ein tolles „Hindernis“ für Akira.
   Sie hat eine große Schwester namens Olivia, die etwa vier Jahre älter ist. Olivia war schon von Kindesbeinen durch ihre schwere psychische Krankheit und schwierigen Charakter ein Pflegefall. Akira stand oft nur daneben und hat sich auch die warme mütterliche Zuneigung gewünscht, die Olivia von ihren Eltern bekommen hat. Akira wurde oft einfach nur ignoriert und in ihrem Onkel Kaz hat sie ihren einzigen Freund gefunden. Sie weiß nicht wie man Freundschaften knüpft und kommt mit Menschen nicht so gut klar, traut ihnen einfach nicht mehr. Denn warum sollte sie ihren Eltern trauen, die nie etwas Schönes für sie gemacht haben. Sie klammert sich an Kaz … und an Liz. Akiras leibliche Mutter Helena ist reichlich überfordert mit ihren Töchtern, so sehr, dass Akiras Tante Liz (In der 4. Fassung ist sie eine Solomon) sich um Akira kümmert und ihr so etwas wie mütterliche Liebe gibt. Das ist besonders wichtig, weil sie ihren Onkel Kaz noch nie leibhaftig getroffen hat, der kurz nach ihrer Geburt in die Staaten ausgewandert ist. Aber Liz ist eine gestresste Geschäftsfrau und schon damals schwer in Horizon eingebunden, irgendwann lässt sie Akira einfach im Stich und kümmert sich nicht mehr um sie, weil ihr die Arbeit wichtiger geworden ist, als ihre Familie. Eine Tatsache, die Liz bitter bereut und versucht wieder gutzumachen, als sie die beiden Schwestern über ein Jahrzehnt später bei sich aufnimmt.
   Akira ist wieder allein, sucht Zuflucht bei ihrer Oma Lilly, die aber doch mehr Zeit für ihre giftigen Tiere und Pflanzen hat, als für ihre nächsten Verwandten.
   Akira findet keinen Anschluss und keine Freunde, landet auf einer Schule nach der anderen, wird überall gemobbt und fühlt sich in ihrer eigenen Haut nicht wohl. In der fühlt sie sich ohnehin nicht sonderlich wohl. Sie scheut Aufmerksamkeit, wird aber so zuverlässig am liebsten von ihren eigenen Eltern übersehen, dass sie doch auch nur ein bisschen gesehen werden will. Sie verheimlicht ihren Eltern das sie LGBT ist (Bi) und kämpft damit, es keinem richtig sagen zu können.
   Als sie das Streamen von Computerspielen auf Twitch für sich entdeckt, denn darin ist sie wirklich gut, und wildfremde Menschen sie dafür loben, dass sie wenigstens in einer Sache gut ist, gewinnt sie den Mut zu einem vielleicht kindlichen aber wirkungsvollen Schritt. Sie bekennt Farbe (wörtlich) und fängt an ihre Haarmähne in Regenbogenfarben zu tragen. Ein Schock für ihre konservative Familie und besonders für ihre Eltern. Sie beginnt, Selbstbewusstsein zu trainieren und anders im Leben aufzutreten. Mit anfangs eher mäßigem Erfolg, sie wird immer noch in der Schule gemobbt und ihre Eltern sind eher verärgert über sie, aber sie ist im Reinen mit sich und fühlt sich zum ersten Mal seit langem gut.

Ich könnte Akira noch ewig weiterbeschreiben, ihren Lebens- und Leidensweg. Klar provoziert sie später mit ihren bunten Haaren, aber nach einem Leben der Vernachlässigung und Ignoriert Werdens, genießt sie es ein bisschen sehr, einfach Aufmerksamkeit zu bekommen.
Und nein, auch Akira hat ihre Schattenseiten und ist keine strahlend gute Heldin, und diese Seiten verbirgt sie vor anderen sehr gut und gründlich. Ohne diesen innerlichen Konflikt wäre die Handlung der 4. Fassung auch längst nicht so spannend, finde ich. Und sie trägt ein Geheimnis mit sehr weitreichenden Konsequenzen mit sich herum, von dem sie selbst nichts ahnt.

Und so schreibe ich alle meine Figuren, dauert zwar, aber es ist mir wichtig geworden, auch im Hinblick auf die zweite Fassung (Das Osiris Projekt). Keiner ist wirklich abgrundtief böse, niemand ist wirklich gut. Mir sind Grauzonen wichtig, denn auch die echte Welt ist nicht schwarz und weiß. Die zweite Fassung ist eine krude Mischung aus Kindlicher Naivität und echt düsterem Zeug, mal sehen ob das jemand drucken will ^^ Die späteren Fassungen sind deutlich düsterer geworden und das mag ich oft einfach mehr.

Und zurück zum Anfang. Ich schreibe bewusst keine starken Frauenfiguren, mir ist es einfach nur wichtig, dass sie sich echt anfühlen. Liz als Vize-Chefin des größten Konzerns der Welt ist definitiv stark, allein durch die Tatsache, dass sie in einem halben Dutzend Kampfsportarten trainiert und topfit ist. Aber die Macht und das viele Geld haben sie schon ziemlich zerfressen und sie bereut es bitter, dass sie Akira und auch Olivia im Stich gelassen hat. Sie fragt sich oft, ob sie mit Ende vierzig zwei armen Mädchen eine gute Ersatz-Mutter sein kann und es kommt zu jeder Menge Zoff, weil sich Akira, Olivia und später Amber nicht die Bohne ausstehen können …

Ich könnte den ganzen Tag so weitermachen und spätestens für die geplante Wiki mache ich das auch, aber das dauert alles noch.

So, ich muss Bücher weiter schreiben und absurde Mengen an schwarzem Tee vernichten. Macht’s gut.

[EDIT – Sonntag 7.11.21]

Es gibt definitiv einen Haufen Youtuber, die irgendwie im Bereich Bücher und Film direkt und indirekt zu tun haben und einer davon ist der gute alte Critical Drinker, in Echt der britische (schottische?) Bestseller Thriller Autor Will Jordan, dessen Bücher auf meiner ToDo Liste stehen, sobald ich mit den neun Bänden von „The Expanse“ (ich bin noch beim ersten) durch bin.
Ich als kleiner Möchtegern Autor seit 20 Jahren lerne eben auch wie es geht, indem ich mir Bücher von Leuten durchlese, die es eben können. Was ich zum Beispiel noch nicht herausgefunden habe ist, wie man einen mitreissenden Thriller schreibt. Jedenfalls hat der gute Critical Drinker (mit dem ich unbedingt mal sprechen möchte) im Laufe der Jahre ein zwei Video Essays veröffentlicht, zum Thema gute Charaktere. Das ist eins

Zurück zum Thema starke (gute) Charaktere schreiben. Das ist verdammt harte Arbeit die nicht einfach so aus dem Nichts kommt!

Ich bin jetzt bei der vierten Fassung von Osiris Genom und mindestens der sechsten Fassung von die Legende der schwarzen Geister, ich überarbeitete meine Figuren seit vielen Jahren und hab immer noch das Gefühl, dass sie fehlerhaft sind und eben nicht so gut geschrieben, wie ich erhofft habe. Das ist ja auch Sinn und Zweck dieses Blogs, dass ich meine Sachen veröffentliche und Feedback bekomme, wie ich es besser machen könnte. Daher auch die bewusste Entscheidung die unperfekte zweite Fassung zu veröffentlichen, und nicht die womöglich bessere erste Hälfte der dritten Fassung.

Ich kann euch kein ToDo geben wie man gute Charaktere schreibt, aber was mich persönlich aus einer Geschichte rausreißt sind Mary Sues und Unglaubwürdigkeit. Rey (Skywalker *kotz) ist das perfekte Beispiel für eine Mary Sue. Sie kann alles sofort ohne hartes Training, wird von allen geliebt und muss nie schwere Rückschläge einstecken … Gott wie ich diese Figur verabscheue.
Wenn ich schreibe merke ich vor allem wie sehr ich von Computerspielen geprägt bin. Das macht sich zum Beispiel bemerkbar, dass ich zuerst die Welt und die Figuren baue und dann in verschiedenen Szenarios aufeinander loslasse und teilweise wochenlang über einer Schlüsselszene brüte um einen Moment zu schreiben, wo meine Figuren mit ihren ganz speziellen Charakter und Eigenschaften, so glaubwürdig wie möglich handelt.
Mein Lieblings Beispiel ist immer wieder Kaz, der ziemlich oft nicht über die Konsequenzen seines Tuns nachdenkt und ein Herz für den Underdog hat, also meistens Kinder. So stürzt er sich des öfteren in schlecht überlegte Situationen. Bei Kaz ist durch seinen (seit der 3. Fassung) Militärbackground klar, dass er ganz gut kämpfen kann und er mag Kinder, also ist es für ihn eine glaubwürdige Aktion, dass er einem Typen(Clown), der ein Kind schubst, eine reinhaut. Danach hilft er dem Kind auf die Beine und spendiert ihm/ihr ein Eis.
Das sieht man gut in dem Spin Off „Ghost Team Six“ LINK, wo Kaz wörtlich seinem Bruder eine verpasst, weil dieser Akira angeschrien und geohrfeigt hat. Und als Akira und Amber von ihren Eltern vor die Tür gesetzt werden, nehmen Kaz und seine Bande die beiden in ihre verrückte WG auf. Hach ich muss die Geschichte mal weiterschreiben …
Das macht aus Kaz aber auch einen Mann, der die Gewalt regelrecht sucht und wenig Sinn in Diplomatie findet. Das zieht natürlich immer auch schwere Konsequenzen mit sich, deren Kaz sich zwar irgendwie bewusst ist, aber gerne ignoriert und die selben Fehler immer und immer wieder macht.
Auf der anderen Seite, baue ich gerade in den späteren Fassungen immer wieder kleine Passagen ein, die klar verlauten, dass er vielleicht noch eine andere Persönlichkeit hat. Und nein, er ist nicht Batman, der für ein Ideal kämpft, er hat eher Ähnlichkeit mit dem Punisher.

Ähm, was wollte ich eigentlich sagen. Bah, ich merk schon ich bin echt nicht die richtige Person um zu erklären was eine gut geschriebene Figur ausmacht, aber wie sagt man so schön? „Er war stehts bemüht“ Und das war’s fürs erste auch.
Wobei, lass uns doch noch ein schönes Video zu Mary Sues gucken, denn ich bin mir sicher der ein oder andere ist sauer, dass ich Rey eine Mary Sue genannt habe.

Jetzt war’s das (fürs Erste) aber wirklich. Machts gut.

Schreiben – eine Hassliebe

Ich weiß nicht ob ich der einzige (Hobby)Autor bin, der so denkt, aber manchmal hasse ich das Schreiben. Heute hat es in Strömen geregnet und die Motivation rauszugehen war denkbar gering. Also hab ich die vierte Fassung und meinen Notizzettel herausgekramt und nach einer Stunde festgestellt, dass ich irgendwie so ziemlich alles überarbeiten muss, weil nichts so recht passen will.

Und so ist das Schreiben allgemein. Ich schreibe in der Regel dann, wenn ich Lust aufs Schreiben habe. Ich könnte mir absolut nicht vorstellen das Schreiben Vollzeit zu betreiben, ein paar Stunden hier und da sind ok, aber jeden Tag egal bei welcher Stimmung einen festen Output raushauen? Nein? Wenn ich so richtig in Form bin, schreibe ich locker zehn Seiten am Tag, aber oft genug ruhen meiner Autoren Tätigkeiten für viele Wochen, weil mir einfach die Ideen ausgegangen sind, ich feststecke oder ich schlicht keinen Bock aufs Schreiben oder Überarbeiten habe. Kommt alles vor. Was ich mich schon in Sackgassen geschrieben habe, allein darüber könnte man ein Buch verfassen – ich hätte schon den passenden Namen „Der Katastrophenzyklus“.

Allein die dritte Fassung war so ein einziger verfluchter Albtraum, erst die Hälfte weggeschmissen, dann hintereinander sieben Enden plus Sequel Ideen in den Sand gesetzt und dann, als ich die Kurve dann doch noch gekriegt hatte, wollte ich nicht mehr weiterschreiben, weil mir und einem Testleser die dritte Fassung dann doch ein bisschen zu krass geworden war und ich dann doch jedes Tabu-Thema irgendwie wenigstens einmal angeschnitten hatte.

Also zurück an Reißbrett und erst Monate später im Juli und diverse Kurzgeschichten dazwischen, hatte ich den Mut mit der vierten Fassung zu beginnen … und frage mich trotzdem, ob ich nicht einfach zur zweiten Fassung zurückkehren soll (die ich gerade veröffentliche) und an der Fortsetzung weiterschreiben soll. Ach ich weiß es nicht … eine frische Idee wäre mir zumindest allemal lieber als dutzende Seiten mühsam zu überarbeiten. Vielleicht sollte ich auch einfach mal ein paar der angefangenen Kurzgeschichten weitermachen, das wäre ein Anfang.

Und spätestens in ein paar Wochen stürze ich mich mit großer Begeisterung ins nächste Schreibprojekt, so war es in der Vergangenheit schließlich auch meistens.

Und ein paar Wochen später danach beiße ich wieder in die Tischkante und verfluche, dass das Schreiben mein größtes Hobby geworden ist und ich mir so komisches Zeugs ausdenken muss, was zur Hölle beim Überarbeiten wird.

Dann wird’s meistens wieder besser oder ich lasse es sein und lese wochenlang wieder nur Bücher oder spiele Videospiele (von irgendwo müssen schließlich auch die frischen Ideen und Inspirationen kommen). Und dann komme ich spätestens nach ein paar Monaten wieder zum Schreiben zurück, spätestens wenn mir mein bester Freund (Deutschlehrer) eine neue Schreibchallenge aufgibt.

… ja, ich glaube ich gucke mal ob ich mich wieder in die zweite Fassung reindenken kann. Ja, nachdem ich gestern die ersten sechzig Seiten von Der Horus Verrat (schlimmer Name, ich weiß) gelesen habe, hab ich wieder echt Lust darauf bekommen, ich glaub die Story schreib ich weiter. Also jetzt gleich … los geht’s. Aber ich mach ein paar Änderungen im Skript, glücklicherweise habe ich mir beim zweiten Buch tatsächlich die Mühe gemacht und aufgeschrieben was wann passiert, also eine detaillierte Kapitelliste. Ich hab auf die harte Tour gelernt, dass sowas echt sinnvoll ist, wenn man ein Buch plant. Aber egal, jetzt lad ich euch ein zwei Kapitel hoch und dann wird geschrieben, zum Glück Schweinewetter draußen, da fällt das nicht so schwer. Schreiben im Sommer bei strahlendem Sonnenschein ist echt übel – wollte ich nur mal angemerkt haben. Macht’s gut.