LEGO Technic 42121 Hydraulibagger VS. CaDA C65003W Bagger

Zwei scheinbar identische Klemmbaustein-Bagger von unterschiedlichen Herstellern, was liegt da näher als sich einfach mal beide zu schnappen, aufzubauen und miteinander zu vergleichen. Gesagt getan, das Ergebnis liegt nun vor euch.
Von der Funktionalität identisch mit jeweils einer Kurbelfunktion für den unteren und oberen Teil des Baggerarms. Dabei ist der obere Teil des Arms so konstruiert, dass beim Heben auch die Schaufel ausgeleert und andersrum ordentlich gebuddelt werden kann – sehr praktisch.
Die Bagger können frei im Kreis gedreht werden und bewegen sich auf Ketten vorwärts, die auf einer harten geölten Tischplatte nur so mittel funktionieren, der CaDA Bagger hat dabei „Stützräder“.
Der LEGO Bagger hat mehr Details Zubehör in Form von Pylonen und Schüttgut, der CaDA Bagger ist etwas rustikal, funktioniert aber genauso gut.
CaDA hat das Design ein bisschen von LEGO geklaut, ist aber keine Reinkopie von LEGO wie etwa Lepin und die Teilequalität ist etwa 8.5/10. Dafür kann CaDA mit einem ordentlichen Kampfpreis von unter 20€ aufwarten.
Einen klaren Sieger gibt es allerdings nicht, es kommt eher auf die eigenen Präferenzen an.

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Eckdaten zu den Sets
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Hersteller: LEGO
Kategorie: Technic
Release: 2021
Herstellernummer: 42121
Setname: Hydraulikbagger
Alter: 8+
Teile: 569 Pcs
Preis: 39,99€

Versus

Hersteller: CaDA
Kategorie: Baustellenfahrzeuge
Release: 2021(?)
Herstellernummer: C65003W
Setname: Bagger
Alter: 8+
Teile: 467 Pcs
Preis: 16,90€
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Mehr Infos zum Set
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Vergessen auszumessen und die Sets sind schon zerlegt 😦

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LEGO Friends 41444 Heartlake City Bio-Café – Aufbauvideo

Ich hatte Lust auf Friends, ähm LEGO Friends, nicht die Serie, die Serie ist aber auch gut. Und da es ein 30€ Set war habe ich ein Aufbauvideo daraus gemacht und mich ohne viel Überlegung ins Abenteuer Bio-Café gestürzt. ACHTUNG: das ist nur der Aufbau, die eigentliche Review kommt später.
Das ist schon eine ältere Geschichte, aber da ich über Ostern verreist war, konnte ich nicht posten, das hole ich jetzt nach.

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Eckdaten zum Set
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Hersteller: LEGO
Kategorie: Friends
Release: 2021
Herstellernummer: 41444
Setname: Heartlake City Bio-Café
Alter: 6+
Teile: 314 Pcs
Preis: 29,99€

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Mehr Infos zum Set
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Box
– Maße (LxBxH): 34 x 6 x 19 cm
– Gewicht: 526 g
Set
– Maße (LxBxH): 28 x 11 x 14 cm
– Gewicht: 280 g

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LEGO Katalog 1998 – Rückblende

Ich bin ja Jahrgang 94 und damentsprend war es ungefähr 97/98 als ich LEGO das erste Mal für mich entdeckt hatte. Und auch später in den frühen 2000ern hat mir mein Vater, der einen LEGO Gebrauchtladen in Braunschweig (wo er an der TU gearbeitet hat) kannte, wo es massig Sets aus den 90ern gab und eben einige von 1998, die er mir immer mal mitgebracht hat.
Und jetzt entdecke ich die LEGO 90er wieder und all die coolen Sets die es damals gegeben hat und viele davon wandern gebraucht in meine Kollektion bzw. werden erstmal auf Youtube besprochen, bevor sie im Regal verstauben dürfen oder zu MoCs zusammengeklöppelt werden.
Setzt die rosarote Nostalgiebrille auf und begleitet mich auf eine Tauchfahrt in die LEGO Welt von 1998.

Steam & Bricks – Lebenszeichen

Die letzte News ist vom Dezember, au Backe. Heute gibts was neues, wenn auch nur ein bisschen, weil ich in den letzten Monaten mit anderen Sachen beschäftigt war (Buch + Youtube).
Zudem habe ich Depp meine bisherigen schriftlichen Aufzeichnungen verschlampt und finde sie einfach nicht wieder 😦

Heute gehts ein bisschen um Items.

Ich hab Teile sortiert und mir ein bisschen überlegt wie ich mir die ein oder anderen Sachen vorstelle.
Fest steht, der Spieler bekommt ein Brett mit seinen Charakterwerten, eins mit seiner Ausrüstung, und eins mit Levelpunkten. Alle aus Steinen gebaut. Den Prototypen vom Charakterbogen kennt man ja schon, aber ich bau ihn hier nochmal ein.

Charakterbogen

Als kleine Auffrischung von oben nach unten: Lebenspunkte in Pink, physische Rüstung, Magierüstung, Magiepunkte in blau, Stärkepunkte in rot, Schurkenpunkte in beige, Beweglichkeit in grün, Ausdauer in hellblau, Handwerkskunst in schwarz und am wichtigsten Aktionspunkte in rot.

Und jetzt habe ich ein paar Items gebaut. Verbrauchsgüter auf 4×4, normale Waffen in verschiedenen Graden (gewöhnlich, Besser, selten) auf 4×6 und legendäre Items auf 6×6 Platten.

Fangen wir mit den Verbrauchsgütern an. Im Bild sind Heilgegenstände. Das Croissant heilt einen Lebenspunkt und ist einen silbernen Stein wert (10), das Heilkraut heilt zwei Lebenspunkte und ist einen goldenen Stein wert (100). Das Heilkraut ist zudem ein grünes Item, also besser als ein gewöhnliches Item.

Waffen in verschiedenen Seltenheitsgraden

Bei den Waffen wird es komplizierter, weil sie sich den verschieden Klassen anpassen. Es geht von Gewöhnlich (grau) bis legendär (gelb).
Angefangen ganz links bei der gewöhnlichen Leerenfakel. der blaue Stein heißt, dass man einen Würfelwurf Magieschaden machen kann, oder aber einen Wurf Stärkeschaden in rot, also in beiden Fällen nicht sehr gut. Dabei verbraucht eine Attacke einen Aktionspunkt. Dazu ist der Gegenstand zwei silberne Steine wert.
Zum Geldystem, silber ist 10 Wert, gold 100, blau 1.000 und lila 10.000. Also so wie in den LEGO Videospielen auch. Also ist der gewöhnliche Gegenstand 20 Wert, wenn man ihn verkaufen will.
Dann bekommt man ein gelbe Hülse, ein Craftingmaterial, wenn man den Gegenstand zerlegt. Craftingmaterial gibt es in verschiedenen Stufen von grau zu gelb zu rot. Dabei muss man bedenken, dass Rezepte für Items mehr Material brauchen, als man bekommen würde, wenn man sie zerlegt.

Weiter mit Grün, die bessere Leerenfackel. Sie kann einen doppelten Magieschadenswurf mit einem Sechser-Würfel machen oder einen einfachen Stärkeschadenswurf. Sie erfordert einen Aktionspunkt und ist 200 Wert (zwei goldene Steine), zudem bringt sie ein rotes Material zum Craften.

Die seltene Waffe ist anders, weil es eine Waffe mit einem dreifachen Wurf im Bereich Schurkenpunkte, was oft einen Bonus auf Schleichschaden bedeutet. So ist es denkbar das man mit 3 W6 Würfeln 4 + 3 +1 = 8 Schaden würfelt und weil es eine Schurkenwaffe einen 2er Schadensmultiplikator bekommt, der mit den Multiplikatoren gemessen an der Schurkenfähigkeit des Charakters addiert wird. Ein Geselle (6 Punkte) der Schurkenkunst bekommt einen Multiplikator von 3 (der Meister – 12 Punkte – bekommt einen Multiplikator von sechs). Also 3 (Charakter) + 2 ( Waffe) = 5er Multiplikator: 5 + 8 Schadenspunkte = Schadenspunkte bei nur einem verwendeten Aktionspunkte, aber nur wenn die Figur nicht entdeckt wurde, denn dann sind es nur 8 Punkte ohne Bonusschaden. Eine legändäre Schurkenwaffe hat mindestens einen 4er Multiplikator.
Schurken sind Glaskanonen, teilen ordentlich aus wenn sie unerkannt sind, können aber nicht so einstecken wie der stärkebasierte Charakter.
Dann bringt einen blauen Stein an Geld, ist also 1.000 wert, und zwei rote Hülsen zum Craften.

Bleibt nur noch die legendäre Waffe auf der 6×6 Platte. Die Waffe ist stärkebasiert und kostet zwar zwei Aktionspunkte, hat aber auch 4 W6 Würfe Stärkeschaden, kann also 24 Punkte auf einmal machen.
Sie ist 3.000 wert und bringt vier rote Hülsen.

Mehr hat 2h Steingewühle noch nicht hervorgebracht. Ich denke ich bestelle ein paar mehr Steine, gerade die 1×1 Rundsteine in verschiedenen Farben und dann baue ich mehr Items um die nötige Varianz und Abwechselung reinzubringen.

Der Sinn dahinter ist das Looten und das belohnen des Entdeckers, der jeden Stein umdreht, denn es zu Beginn jeder Partie werden alle Items verdeckt gesetzt, Behältnisse wie Fässer und Kisten auch gemischt, sodass der findige Sucher auch ein seltenen Gegenstand in einer gewöhnlichen Kiste finden kann.
Wenn man dann eine 1×2 Fliese in einer der vier Farben findet, dann darf in einem von vier Säcken verdeckt ziehen und der Zufall entscheidet, was man bekommt.
Wenn man einen Gegner besiegt, würfelt man den Loot, denn selbst ein mikrige Krabe kann einen seltenen Gegenstand tragen. Bei Bossen oder schweren Gegnern darf man mehr als einmal würfeln.

Was noch fehlt ist das Sockelsystem. Man kann nämlich Edelsteine als Loot finden, die viel wert sind und die man entweder verkaufen, kombinieren (vier Gleiche zu einem höheren) oder einsetzen kann um, um einem Kleidungsstück oder einer Waffe einen besonderen Bonus zu geben.

Das wars erstmal und wir sehen uns bei nächsten Mal 🙂

LEGO Technic 8067 Mini Mobile Crane – Review

Gestern gab es den Aufbau, heute gibt es die Review mit einem kleinen Gastauftritt eines anderen Sets. Ich hab immer schon nach einer Alternative zum zeigen neben dem CaDA Mobile Crane, den ich euch in den nächsten Wochen auch vorstellen werde.
Es ist (im Vergleich zum CaDA Kran der bei gleichem Preis mehr als doppelt so viel Teile hat) erstaunlich wie armselig 300 Teile bei einem Technic Set wirken. Es ist alles knapp auf Kante genäht und geht sparsam mit Details um. Auf der anderen Seite vier Kurbelfunktionen für 25€ in der LEGO Technic Welt, das ist heutzutage eine echte Seltenheit. Ich hab nochmal im Katalog geguckt und in den letzten Jahren hat man ein solches Funktionsfeuerwerk für unter 30€ nicht mehr zur Gesicht bekommen dürfen, also doch ein Argument für früher war alles besser 😀

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Eckdaten zum Set
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Hersteller: LEGO
Kategorie: Technic
Release: 2011 (EOL)
Herstellernummer: 8067
Setname (eng): Mini Mobile Crane
Alter: 8-14
Teile: 292 Pcs
Preis: 24,99€
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Mehr Infos zum Set
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Box
– Maße (LxBxH): 28 x 4,5 x 26 cm
– Gewicht: 477 g
Set
– Maße (ausgefahren) (LxBxH): 21 x 7 x 27 cm
– Gewicht: 202 g

Brickset: https://brickset.com/sets/8067-1/Mini…
Technicopedia: –

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LEGO Technic 42094 Tracked Loader – Review

Ein knuffiger kleiner Loader aus dem Jahr 2019, aus einer Zeit wo ich mit LEGO Anschaffungen ein bisschen haushalten musste. Dennoch ein gutes Set mit netten Funktionen und schönen Farben und brauchbaren Teilen.
Alles wichtige wird im Video angesprochen, aber ich setz euch noch einen Ausschnitt der Videobeschreibung mit mehr Infos hier rein.

Das Video ist übrigens schon letzte Woche hochgeladen worden, ich hab nur vergessen die Review hier auch zu posten. Das hole ich nach, was aber nicht heißt dass es heute keine neue Review gibt. Die kommt heute Nachmittag zum Tee 🙂

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Eckdaten zum Set
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Hersteller: LEGO
Kategorie: Technic
Release: 2019
Herstellernummer: 42094
Setname (eng): Tracked Loader
Alter: 10+
Teile: 827 Pcs
Preis: 59,99€

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Mehr Infos zum Set
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Brickset: https://brickset.com/sets/42094-1/Tra…
Technicopedia: –

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LEGO City 60265 – Meeresforschungstation – Review

Für die neu Zugezogenen: ich mache seit ein paar Monaten Klemmbaustein-Reviews in „herrlich“ unvorbereiteten Onetakes mit schlechter Technik und lade sie auf Youtube hoch. Dieses Mal eine überteuerte Unterwasserstation kurz vor dem Ende ihrer Verfügbarkeit.

LEGO MOC – Deutscher Jagdpanzer E-10

Stichpunkte
Modell: Deutscher Jagdpanzer E-10
Bauzeit: 4 Wochen
Teilanzahl: vielleicht um die 2.000, hab sie aber nie gezählt.

Warnung: Ich bin echt nicht gut darin, kurze Texte zu schreiben! 😀
Wer den Text also nicht lesen mag, weil er zu lang ist oder euch mein Schreibstil nicht zusagt, kann sich auch einfach nur die Bilder angucken 😛

Kurze Vorgeschichte:
2014 wurde meine LEGO Leidenschaft durch ein Projekt an der FH (Erstie-Einführungsprojekt mit LEGO Mindstorms Wettbewerb – den meine Gruppe spielend gewonnen hat ^^ ) nach langer Pause (~10 Jahre) neu angefacht. Da aber LEGO Mindstorms einfach mal saumäßig teuer ist (zumindest für damals so arme Studenten wie mich – 350€ sind eben nicht ohne) ist mein Interesse leider wieder recht schnell abgeflaut.
Als ich dann aber im Frühjahr 2015 eher zufällig über einen YouTube-Channel eines polnischen LEGO-Fans gestolpert bin, der zum einen Reviews zu LEGO Technik Sets macht (ja sowas gibt’s auch 😀 ) und zum anderen selbst sehr authentische (und voll funktionstüchtige) Modelle selbst baut und diese auf seiner Webseite präsentiert (laut seiner Aussage damals schon etwa 140 Projekte) – es handelt sich natürlich um Sariel aus Polen, sagt ihm doch mal auf seinem Youtube Kanal Hallo. Das war praktisch der Startschuss für mein eigenes Projekt (oder Projektreihe).

Da planloses drauflos bauen aber in der Regel nicht sonderlich zielführend ist, habe ich zuerst eine kurze Bestandsaufnahme meiner LEGO Bestände gemacht und recht schnell festgestellt, dass ich zwar ordentlich Teile habe, aber kaum Motoren (nur den alten 9V Schrott), Teile für Getriebe und Kettenelemente. In der Folge darauf, habe ich gezielt einige (sehr) große LEGO Sets als Teilespender gekauft und nachdem ich mich an den neuen Sachen sattgesehen und schlussendlich auch zerlegt habe, alle bereits vorhandenen LEGO Teile sortiert … Jupp, es macht echt verdammt viel Spaß ~20k LEGO-Teile zu sortieren – hat auch nur etwa zwei Wochen gedauert

Arocs, Radlader und Polardings – zusammen rund 5.500 Teile und 14 h Bauzeit. Pneumatik, Motoren, Ketten und Teile satt.



Eine Finale Lösung für die Unterbringung der sortierten Teile leider immer noch nicht, es gibt ein Rack-System mit Schubladen wo etwa die Hälfte der Technikteile untergebracht sind, der Rest befindet sich in Zipplock-Beuteln. Gemischt mit zwei Schubladenschränken und 4 großen Rollboxen. Damals 2015 haben es etwa zwei Dutzend Teilesorten in Schachteln und verschließbare Sortierkästen geschafft, aber ein Großteil der sortierten Teile vegetierte immer noch innerhalb von unzähligen Zipp-Beuteln, aufgeteilt auf zwei Klappkisten, die natürlich dumm rumstanden.
Ich fürchte nur, dass ich den Platz für Sortierkästen für alle Technik Teile nicht habe … dafür bräuchte ich vermutlich ein Extra Zimmer, was ich aber nicht habe 😐
Aber vielleicht ist ja irgendwann einfach das Geld da und ich kann mir ein größeres WG Zimmer oder einfach ein zweites Zimmer in meiner WG leisten. Dann kann ich in meinem Arbeitszimmer auch ein gescheites Studio für Videos einrichten.

Die Idee:
Wer mich nicht kennt sollte wissen, dass ich ein Faible dafür habe mir komplizierte (und seltsame) Sachen auszudenken und umzusetzen (was nicht sonderlich häufig passiert, was unter anderem daran liegt, dass es größtenteils nicht so gut ist 😀 ) – in der Regel als Zeichnungen oder Skizzen. Die Ideen praktischer Natur kommen häufig nicht über das Konzept auf Papier hinaus. Das betrifft sowohl diverse Ideen für große Mindstorms Roboter, als auch angefangene Essays über sinnlos komplexe Themen.

Da ich nicht so wirklich an so „simplen“ mechanischen Sachen wie Autos interessiert bin (und wofür mir einer meiner engsten Freunde „Xen“, seinerseits KFZ Mechatroniker und steter Ratgeber für die Wahl eines brauchbaren fahrbaren Untersatzes, wohl am liebsten den Kopf abreißen würde 😀 ) und seit rund 11 Jahren World of Tanks spiele (wenn auch nicht mehr sehr aktiv in den letzten Jahren) und auch abseits von WoT „schnöde“ Panzerbausätze in diversen Maßstäben zusammenbaue , lag die Idee nicht fern, mal selbst einen Panzer zu bauen (natürlich aus LEGO).

Das Heißt natürlich lange nicht, dass ich Autos scheiße finde, ganz im Gegenteil, ich sammle schließlich Supercars von CaDA. Aber die allgemeine Bandbreite der Funktionen bei einem zivilen Auto ist eher beschränkt. Ich meine was kann ein normales Auto? Fahren und Lenken … toll
Wenn man nicht gerade noch ein aufwendiges Getriebe bauen will, oder Differentialsperren, oder ein komplizierte Aufhängung, Lenkung mit Ackermann-Geometrie, raffinierte Türkonstruktionen oder dergleichen. Oder eben Spezialfahrzeuge (die eine extra starke und sehr robuste Grundstruktur haben müssen) im Sinn hat, ist mir ein Auto als Projekt irgendwie zu langweilig und einseitig 😉

Allerdings ist es bei der Masse an verschiedenen Panzern (egal ob echt, Blaupause oder Fantasie) nicht wirklich easy einfach mal irgendeinen Panzer auszusuchen. Glücklicherweise hatte ich gerade einen Trumpeter Bausatz für einen deutschen Jagdpanzer E-10 zur Hand, der halb zusammengebaut noch irgendwie rumfliegt, und finde den Panzer wegen eines bestimmten Merkmals sehr interessant: Das hydraulische Fahrwerk, dass das Absetzen der Wanne erlaubt.

Sollte jemand nicht wissen von was ich spreche (vermutlich betrifft das gerade ALLE): Der E-10 ist der kleine Bruder des E-25 (in WoT eine nerftötende Ratte mit einer Kanone, die voll ausgebaut und mit Rationen fast alle zwei Sekunden schießt) und verfügt als große Besonderheit über ein absenkbares Fahrgestell (was nicht unpraktisch für einen sneaky Jagdpanzer ist).

Apropos: Der E-10 war mal vor Urzeiten als Stufe 5 Premiumpanzer für WoT geplant, aber da Wargaming (WG) zu inkompetent war, ein System für das hydraulische Absenken der Wanne zu implementieren, wurde das Projekt recht schnell wieder begraben. Vielleicht. Zwar haben jetzt einige der schwedischen Panzer plus der STB-1 der Japsen ein hydraulisches Fahrwerk, aber ich schätze WG ist es zu wenig lukrativ, eine aufwendige Funktion wie Hydraulik in ein 10€ Premium-Panzerchen zu investieren, wenn man doch die Community mit einfallslosen neuen 70€ Stufe 9 Premiums schröpfen kann.

Funktionen des Modells:

     motorisiert:
                – Horizontale Bewegung der Kanone
                – Absenkung des Fahrwerks     
                – Fahren und Lenken (und bei gegenläufigen Antrieb der Ketten auf der
Stelle drehen)
                – Drehbares MG (dreht sich in Richtung der Kanone mit) mit Schalter
     mechanisch per Hand:
                – Heben und Senken der Kanone
     sonstiges:
              – Abnehmbare Seitenschürzen
                – Einfacher Austausch der Batteriebox
                – Bewegliches Periskop

Der Bauprozess:
Ich hab die Zeit jetzt nicht gestoppt, aber geschätzt würde ich sagen, dass ich ungefähr so um die vier Wochen an diesem „kleinen“ E-10 rumgefeilt habe  (schließlich musste ich auch noch nebenbei studieren) und beim Weg zur Fertigstellung schier unendlich viele Probleme und Baustellen aufgetreten sind. Das Endergebnis ist nicht perfekt aber ich bin damit zufrieden (und darauf kommt es meiner Meinung nach an ^^) 

Da ist er: (in fertigem Zustand natürlich) – was ich anmerken muss ist, dass ich die Maße nicht maßstabsgetreu übernommen habe sondern eher so nach Augenmaß – was dazu geführt hat, dass das Modell etwas zu schmal geraten ist und die Kanone in der Mitte der oberen Frontplatte (UFP) sitzt und nicht leicht versetzt wie beim Vorbild. 

Jetzt im Nachhinein würde ich sagen, dass für die „Verschalung“ mehr Zeit draufgegangen ist als für die Umsetzung der internen Funktionen. Das liegt unter anderem daran, dass man diese sehr schrägen Winkel, Rundungen und Wölbungen mit herkömmlichen LEGO Teilen nur sehr schwer bis gar nicht umsetzten lassen. Insbesondere an der Kanonenblende (ich glaube diese Form wird Saukopfblende genannt oder so ähnlich) habe ich ewig gesessen und die Lösung ist meiner Meinung nicht wirklich authentisch (bis auf die korrekten beschissenen Richtwinkel (vertikal & horizontal)), aber man kann erahnen, was es sein soll 

  1. Fahrwerk

Der erste Schritt beim Bau war es, eine funktionierende und kompakte Mechanik für das Absenken des Fahrwerks zu realisieren. Da man beim fertigen Modell nichts bzw. kaum mehr was davon sieht hab ich die Funktionsweise in einem Schema dargestellt (mit paint. AutoCAD ginge zwar auch, aber wäre mir zu aufwendig gewesen).

Der E-10 hat eine Torsionsstabfederung  wie sie auch bei fast allen modernen Panzern verwendet wird.

Bei dem Mechanismus zur Absenkung des Fahrwerks war es sehr wichtig, dass parallel alle vier Achsen pro Seite (insg. 8) für die Laufräder gleichzeitig und gleichmäßig abgesenkt bzw. angehoben werden sollten. 



Die Idee war es, Verlängerungsstäbe an den Torsionsstäben, die parallel zu den Armen befestigt sind, an denen die Laufräder befestigt sind. Jeweils am Kopf- und am Fußende sind Stangen befestigt, die alle vier (bzw. 8 insg.) Arme des beweglichen Fahrwerks miteinander verbindet und dafür sorgt, dass sich alle Arme im gleichen Winkel bewegen lassen.
Einer der Verlängerungsstäbe ist länger als die anderen und an diesem ist der mechanische Zylinder befestigt an dem sich wiederum direkt dahinter ein leistungsstarker Motor befindet, der den mechanischen Zylinder antreibt. 

Das Ganze hatte ich zu Beginn in einem ersten Prototyp umgesetzt, um zu gucken ob die Idee funktioniert und wie es um die Größenverhältnisse steht. Erst nach der Finalisierung der Funktion habe ich von Grund auf ein neues Modell angefangen und die Erkenntnisse des ersten Prototyps übernommen.


Erster Prototyp des Fahrzeug zum Testen der Hebemechanik

Der erste Prototyp im Bau-Chaos
Finale Version: Ein linearer Aktuator mit einem XL-Motor hebt die Sache an

  • Antrieb

Das tolle an Kettenfahrzeugen ist, dass der Antrieb so einfach umzusetzen ist, da man nur zwei Motoren braucht, die jeweils die Kette auf einer Seite über ein angetriebenes Laufrad antreiben … dachte ich zumindest.
Der Grund warum dieser Ansatz nicht funktioniert hat ist simpel: das Modell war zu schmal! Es war nicht möglich zwei (kraftvolle) L-Motoren unterzubringen, ohne dass sie über das Modell herausragten oder anderen Modellgruppen im Weg gewesen wären.

Die Lösung war es, die Motoren seitlich anzubringen und die Achse über ein Gewirr aus Zahnrädern umzulenken – es war deutlich schwerer als es sich anhört aber es hat funktioniert.


Nur als ich mit dem ersten Ansatz dieser Idee fertig war, habe ich (mit Schrecken) festgestellt, dass ich mir bisher gar keinen Gedanken um die Unterbringung der Batteriebox gemacht hatte.
Wer mit den alten Powerfunctions vertraut ist kennt das Problem vermutlich: Die Batteriebox ist groß, unhandlich und schwer.

Aus designtechnischen Gründen ist es mir gelungen, die Batteriebox noch irgendwie zwischen die Motoren des Antriebs und die Mechanik für die Umlenkung des Antriebs einzupassen. Schwierig war es nur, die Halterung für die Batteriebox so zu gestalten, dass sich die Batteriebox schnell und unkompliziert auswechseln lässt.

Unterboden mit der dicken Batteriebox links

Nachdem auch die sperrige und schwere Batteriebox untergebracht war, stellten sich zwei ziemlich massive Probleme heraus:

1.  Die Batteriebox ragte gewissermaßen aus dem Modell heraus, weswegen die Wanne nicht mehr vollständig abgesenkt werden konnte ohne dass das Modell leicht noch vorne kippt, weil die nur die Batteriebox am Heck zuerst auf dem Boden aufsitzt. Die Lösung hierfür war, das gesamte Fahrgestell um eine Steinbreite nach unten zu bewegen.

2.  Das Modell war dank des Gewichts der Batteriebox nun stark hecklastig! Das lag nicht in erster Linie an der Box sondern daran, dass die Konstruktion allgemein so vorgesehen war das im hinteren Teil des Panzers die Motoren für den Antrieb und das hydraulische Laufwerk untergebracht sein sollten. Allerdings war das Gewicht der batteriebox (übrigens mit Batterien 600g) ausschlaggebend für die Hecklastigkeit und die stark erhöhte Belastung der letzten beweglichen Achse.

Das Problem der ungleichmäßigen Gewichtsverteilung ließ sich leider nicht vollständig beheben, aber es ist geringer geworden, dank zweier zusätzlicher Gewichte, die im vorderen Teil untergebracht sind und der Verschalung die vorne etwas schwerer als hinten ist.

  • Drehung der Kanone

Was mir schon vor dem eigentlichen Bau klar war ist, dass ich nur vier ferngesteuert motorisierte Funktionen umsetzen können würde, weil ich damals eben nur zwei Infrarot Empfänger hatte und erst später mir zwei SBricks geholt habe.
Da schon die Bewegung mit zwei L Motoren und der Hebemechanismus mit einem XL-Motor abgedeckt waren blieb nur noch die Wahl zwischen dem Heben/Senken und Drehen der Kanone.

Das bloße Heben und Senken war mit etwas zu banal um es zu Motorisieren, das habe ich später mit einer simplen Schnecke gelöst (wobei die Unterbringung etwas knifflig war, weil nur etwa 2 Noppen Platz für den Mechanismus war.
Etwas wehmütig, weil es eben doch etwas blöd ist, wenn man nicht all das genauso umsetzen kann, was man sich für das Modell vorgenommen hat. Dafür hatte ich mir vorgenommen, das Drehen des Anti-Infanterie-MGs mit der Drehung der Kanone bis zu einem gewissen Grad zu synchronisieren.

Bei dieser Funktion gab es zwei grundlegende Probleme:

1. war der gesamte Mittelteil der Konstruktion durch den Kolben für den Hebemechanismus quasi blockiert und lies daher für den Bau nicht mehr sonderlich viel Platz übrig – zu beiden Seiten etwa 5 Noppen breit und ~16 Noppen lang. Nicht wirklich viel, wenn selbst der kleinste Motor 6 Noppen lang ist und man die allgemeine Stabilität nicht völlig außer Acht lassen will

2. War nur noch ein M Motor übrig, der allerdings eine recht hohe Drehgeschwindigkeit hat, die bei der recht feinen und eher behäbigen Drehbewegung der Kanone recht ungünstig ist.

Zu Punkt zwei, um eine schön langsame Drehgeschwindigkeit zu erreichen, war es notwendig die Geschwindigkeit auf mechanische Weise (durch Zahnräder) zu drosseln. Dafür habe ich mir den Mechanismus für die Drehung des Funker-MGs beim T29 HT von SarielPL zum Vorbild genommen.
Da allerdings auf einer Seite zu wenig Platz war, um das Getriebe samt Motor unterzubringen, musste ich irgendwie eine Achse unter dem Kolben verlegen, die auf die andere Seite führt.
Auf der anderen Seite, war zum Glück genug Platz um den restlichen Mechanismus unterzubringen.
Da es sich schwer erklären lässt, zeige ich den Mechanismus, der praktisch selbsterklärend ist, wenn man ihn sieht.

  • Fazit  bzw. Dinge die ich aus dem ersten Projekt gelernt habe.

1. Man sollte nach Möglichkeit immer maßstäblich arbeiten und die Maße nicht nur nach Gefühl umsetzten (sonst passiert sowas wie bei mir, dass das Modell unerwartet zu schmal ausfällt *facepalm*)

2. Bevor man einfach drauflos baut, sollte man sich Gedanken über die Mechanik der Funktionen und das Layout der Motoren mach und auf gar keinen Fall vergessen, dass die sperrige schwere Batteriebox noch irgendwo hin muss! Es hilft auf jeden Fall darüber im Vorfeld nachzudenken, bevor man beim Bauprozess auf massive Probleme stößt, die sich zu einem gewissen Fortschritt des Bauprozesses praktisch nicht mehr lösen lassen ohne komplett neu anzufangen …

3. Man sollte nicht außer Acht lassen, dass LEGO Technik Teile ohne Noppen in der Regel nur ungerade Längen haben, während die klassischen LEGO-Teile, die man für die Verkleidung braucht, bis auf zwei Ausnahmen (Platte 1×3 und 2×3) alle nur eine gerade Länge aufweisen. Dass hatte ich beim E-10 nicht bedacht, weswegen der Bau der Hülle ziemlich chaotisch und dezent ausgefallen ist.

4. Was ich für das nächste Projekt dringend brauche ist eine bessere Fernsteuerung, am besten ließe sich das momentan mit einem Custom-Gerät für LEGO umsetzen – den SBrick, wo man über einen Sensor der in den Abmaßen sogar noch etwas kleiner als eine LEGO Infrarot-Sensoreinheit ist, aber vier statt nur zwei Motoren ansteuern kann – via Smartphone.
Darüber hinaus brauche ich noch ein paar Power Functions M Motoren  und mindestens einen XL Motor.

Nächstes Projekt:
Damals wollte ich als nächstes den mittleren Panzer E-50(M) bauen, aber dann hatte ich spontan Bock einen riesigen 6-Axis Robot zu bauen, den ich euch auch noch mal vorstelle.

P.S. Es  wird keine Anleitung für dieses Ungetüm geben! Es ist zu viel Arbeit und die Mechanik unter der Verschalung eine ziemlich wackelige und schlecht durchdachte Katastrophe :S

Danke fürs Lesen. Habt einen schönen Tag 🙂

Podcast – Völlig Zufällige Gedanken – Februar: Klemmbaustein-Talk

Dieses Mal fast eine Dreiviertelstunde über Klemmbausteine, einem meiner Lieblingsthemen, das ich als begeisterter AFOL gerne verfolge.

Dieses Mal sind die Themen der Vergleich von LEGO und CaDA Neuheiten, meine Klemmbausteinreviews, mein steingemachtes Pen&Paper Rollenspiel Steam&Bricks und Technic News für Sommer 2022.

Fazit: kauft das Zeug gebraucht Leute oder baut mit dem was ihr schon habt!

CaDA oder LEGO … die große Frage

Steam & Bricks – Baufortschritte – Das Dorf – Tag 1

Steht ja schon alles in der Videobeschreibung, aber für alle anderen: Für mein Pen&Paper Rollenspiel Steam&Bricks plane ich die Level modular und auf Baseplates stehend. Das Dorf steht wahrscheinlich auf 2-3 großen Baseplates und läd zum Erkunden und interagieren ein.

Die erste große Quest im Dorf ist die Wiederbeschaffung für den Zündschlüssel für die große Dampfmaschine, die alles antreibt – Der Motor des Dorfes. Wenn du den ein paar Banditen abgeluchst hast, kannst du den Schlüssel wieder montieren und zünden.

Damit wird ein Getriebe im Bauch der Stadt angetrieben, was alles in Bewegung setzt. Gestern war ich am basteln und hab den Hauptschalter, den Brunnen und die Dampfmaschine konstruiert.

Wenn die Mechanismen alle stehen, dann wird alles nochmal von Grund auf mit den richtigen Steinen gebaut und das Dorf mit seinen verwinkelten Häusern wird darum herumgebaut.