Das Osiris Projekt – Teil 1- Kapitel 21

21. Kaz – 1.Mai 2045 – Montag – Das Fahrrad.

Sie schmusten und knutschten lange im Bett unter der flauschigen Pelzdecke, an die er sich mittlerweile gut gewöhnt hatte. Amber war auf dem Internat und ihre neuen besten Freunde Jack und Akira ebenfalls. Er küsste sie auf den Mund und hielt inne.
„Es ist Neun, ich glaube wir müssen mal raus, du willst doch proben.“
Liz stöhnte gequält und rollte sich auf den Rücken.
„Manchmal ist ein Hobby auch echte Arbeit, aber ich habe den Ehrgeiz, dass es was wird. Du gehst zuerst duschen, ich brauche nicht so lang wie du. Und Lien müsste schon fleißig Frühstück machen.“
Er grunzte und erhob sich. Er suchte sich ein paar bequeme Sachen zusammen und tappte ins Bad. Über den Link bekam er die Zulieferungsbestätigung für seine Lieferung von Nox. Darauf würde er aber warten müssen bis Liz weg war. Die andere Lieferung war auch gekommen.
   Er duschte schnell und er genoss es dass seine kurzen Haare im nu trocken waren. Aber was sollte er da sagen, seine Freundin war haarlos und so viel echte Haut hatte sie auch nicht mehr, sie verwendete immer nur eine feste natürliche Seife für ihre Haut.
   Kurze Zeit später saßen sie am Tisch, aßen Croissants mit Marmelade und tranken leckeren Milchkaffee. Sie aß zwei, er sechs. Das belustigte sie sehr. Kurz vor zehn setzte sie sich eine Mütze auf den kahlen Kopf, schob sich eine Sonnenbrille auf die Nase und verabschiedete sich.
So erkannte man sie kaum wieder und das war in der Öffentlichkeit auch gut so, Vera begleitete sie. Die augmentierte Französin machte einen aufgeweckten Eindruck. Bei ihr war Liz bestimmt in guten Händen.
   Und dann war er allein, wenn man von Karl absah, der vor dem Fenster in der Sonne döste. Jetzt ging es los, er rieb sich aufgeregt die Hände und stopfte noch ein Gebäckstück zwischen die Backen bevor er nach unten ging. Vor der Haustür erwartete ihn ein ziemlich großes Paket von Nox und oben auf der Ablage eine Schuhkartongroße Kiste. Er bugsierte beides ins Wohnzimmer wo Karl schon neugierig angelaufen kam. Der Waran war merkwürdig.
   Zuerst den kleinen Karton. Das Innere war voll mit hunderten oder tausenden Karten in DIN A6. Er zog ein paar heraus und sie waren mit Motiven aus seinen Büchern bedruckt, die er oder Johnny gezeichnet hatten. Das waren seine selbstdesignten Autogrammkarten. Gerade in Deutschland waren seine Bücher extrem beliebt und er dementsprechend bekannt. Er wurde dauernd von Passanten nach einem Autogramm gefragt.
   Er spähte auf den Tisch wo er schon ein paar Sachen bereitgelegt hatte.
Dann öffnete er mit großer Vorfreude das große Dicke Paket.
Drei edel verpackte Kisten von Nox waren drin. Alles handgefertigte Maßanfertigungen.
In der ersten war ein Kapuzenpulli mit Reißverschluss. Natürlich kugelsicher, smart und mit Chamäleon Technologie. Er legte den Kapuzenpullover zur Seite und öffnete die nächst größere Kiste.
Darin fand er eine Cargo Latzhose in Schwarz. Klimatisiert, sicher gegen Schnitte und gegen kleinkalibrige Kugeln geschützt. Er schlüpfte aus seiner Jogginghose und zog sich die sehr bequeme Latzhose an.
   Saß wie angegossen, aber nichts anderes hatte er von Nox erwartet. Er war Prepper mit Leib und Seele und er begann damit die unzähligen Taschen mit Inhalt zu füllen. Das Prism steckte er in ein spezielles Fach vor die Brust, dort wurde es drahtlos mit Strom der in die Hose geschickt eingearbeiteten Akkus versorgt. Das machte die Hose natürlich ziemlich schwer, aber es war ja auch eine Latzhose mit Schulterträgern. Schlüssel vorne rechts, seine Dietriche links, Geldbeutel hinten rechts und eine Dose mit Kopfhörern hinten links. Dann Marker und Filzer in die Brustfächer. Kompass, kleines  Fernglas mit Nachtsichtfunktion, Survivalmesser, Endlosschnur, ein kleines Verbandskästchen, Besteck und einen Edelstahltrinkhalm und noch ein bisschen mehr. Dafür war in der Hose Platz.
   Ah die Normalität kehrte langsam wieder zu ihm zurück. Seit er denken konnte trug er Cargohosen mit einer Mini Survivalausrüstung mit sich herum, jeden Tag, auch in der Schule und der Uni.
Jetzt fühlte sich alles wieder so gewohnt schwer und angenehm an. Er hatte das Gefühl vermisst.
Auch wenn sich Liz und gerade Jack kaputtlachen würden wenn sie ihn so sahen. Jack hatte sich Anfang April so wie er getarnt, kleiner Blödmann.
   Er zog den Pulli an und änderte die Farbe auf grün. Dann setzte er sich noch seine hellgraue Mütze von Nox aus. Und das wichtigste nicht zu vergessen, seine AR-Brille die ihm Hal geschenkt hatte und ein paar unauffällige VR-Handschuhe. Damit konnte er so viel machen, das war unglaublich.
Er hatte eine Minikarte und Navi, ein HUD und er konnte zum Beispiel mit den Handschuhen und der Brille Texte und Nachrichten Tippen ohne eine Tastatur zu brauchen. Und Die Gläser agierten als Schutz gegen Funken, Splitter und Schrapnelle. Und sie ließ sich zur Sonnenbrille abdunkeln und verspiegeln. Damit konnte er auch bequem telefonieren und Musik hören.
   Stopp, er hatte das schwere Mundtuch vergessen! Er setzte die Brille ab und schob sich das Halstuch über die Hirse. Jetzt brauchte er die Autogrammkarten gar nicht mehr einstecken weil ihn keiner mehr erkennen würde, aber zu Sicherheit nahm er sich einen Stapel mit fünfzig Karten mit und versenkte sie in einem freien Fach. Heute würde er ein bisschen erkunden gehen, dass hatte er glatt vergessen als er nach Polen gedüst war und anschließend die Tour mit den Kids gemacht hatte.
Die Stadt seiner Familie. Ein bisschen neugierig war er ja schon. Die Zukunftsmetropole hatte es damals auf den Plakaten geheißen. Er war weg als alles noch im Bau war, also vor zehn Jahren.
Mal gucken wie abstoßend hässlich alles war. Er lachte dabei auf und griff nach der letzten Kiste.
Eine schicke Umhängetasche aus einem dicken dunklen Stoff, auch Kugelsicher.
Er klappte den Deckel zurück und fand alles vor, was er im Alltag und der Freizeit brauchen würde.
Die Zeichenkladde und das edle Federmäppchen freuten ihn sehr. Er malte am liebsten mit Druckbleistift und mit Tuschefüllern. Und natürlich digital, dazu würde er sein Spectre Feather mitnehmen was neben dem Bett auf dem Nachttisch lag, das würde da genau reinpassen. Außen war eine Röhre für Getränke da, die konnte über den eingebauten Akku entweder gekühlt oder beheizt werden. Das würde er gleich mal ausprobieren. In der Küche öffnete er den Kühlschrank und nahm sich zwei Coladosen.
   Haha, die passten perfekt rein. Jetzt aber der Clou den niemand von außen sah. Er koppelte die Umhängetasche mit seinem Prism und probierte die letzten drei Funktionen aus.
   Bei der ersten fuhr ein Fach aus und eine Handtellergroße Drohne schoss heraus die der mit seiner Brille und den Handschuhen steuern konnte. Die Drohne war klein, lautlos, mit zehn Stunden Akku und hatte eine sehr leistungsstarke Kamera mit Zoom und allerhand Sensorik an Bord.
   Fach Nummer zwei enthielt ein schweres Kampfmesser und einen Teleskopschlagstock die unter das Waffengesetz fielen und nicht erlaubt waren. Ihm war es egal, er fühlte sich sehr sicher damit.
Und jetzt der Knaller, Fach Nummer drei fuhr heraus und er griff sich die FN Five-Seven. Eigentlich war er ein großer Fan vom Klassiker der Colt M1911, aber sieben Schuss gegen zwanzig? Die belgische Pistole gewann. Dazu waren in dem Fach ein Schalldämpfer und ein volles verlängertes Reservemagazin mit dreißig Schuss. Hatte erwähnt, dass das extrem illegal war und die Munition die Kugelsicheren Westen der Polizei durchschlug? Wie gut dass seine Waffen in dem Fach nicht aufspürbar waren. Das war eine Maßanfertigung von Nox, die nur ausgewählten Freunden vom Gründer Sir Henry zugutekamen. Und er war einer davon und kannte den vornehmen Britten ganz gut und ein paar der Bitcoin Millionen hatte er damals in Nox investiert, das vergaß ihm der Britte nie. Wenn er daran dachte, wem er alles seine Millionen gegeben hatte. Nox, Horizon, Omega, Prism, Spectre und ein paar andern. Ob er daran schuld war, dass diese Unternehmen heute so riesig geworden waren? Ihm war es egal, das viele Geld war immer eine Belastung gewesen.
Eigentlich war es immer sein größter Reiz gewesen, etwas Schrottiges in etwas Schönes zu verwandeln. Wie seinen alten schwarzen Defender, der jetzt in Afghanistan zerlegt wurde. Von den Clowns. Miese Arschlöcher von Cops, sein Eigentum weiterzugeben und zu zerstören. Nur hatten diese Idioten nichts von dem Peilsender gewusst. Vielleicht sollte er mal einen Trip nach Afghanistan machen und gucken ob er noch ein paar Reste und Terroristen fand.
   Egal, er dachte an sein Fahrrad, was noch in den USA auf seiner Ranch stand. Verbittert dachte er an seine Jugend wo seine Geschwister edle Luxusfahrräder bekommen hatten und er leer ausging. Scheiß Noten verdienten Bestrafung, kam es immer von seinen Eltern. Gerade seine Mutter hatte ihn regelrecht verachtet und sein Vater hatte ihn immer nur angeschrien und geschlagen und ihn vor seinen Geschwistern gedemütigt.
   Dann hatte es ihm gereicht und er hatte mit einem Handkarren zu Fuß die Bahnhöfe und Schrottplätze abgeklappert und nach Fahrrad und Motorradwracks abgesucht, dann hatte er ein regelrechtes Frankenstein Monster von Fahrrad zusammengeschweißt und mit zahllosen elektronischen Finessen ausgerüstet. Nach dem Lackieren sah es sogar echt gut aus. Man waren seine Geschwister neidisch auf sein Schrottrad gewesen und seine Eltern hatten vor Wut geschäumt.
Selbes mit dem Defender den er bekommen hatte als der Tüv frisch abgelaufen war. Mit seinem eigentlich einzigen Freund Xen hatte er die Karre kräftig aufgemöbelt und durch mehr als eine Tüv Kontrolle gebracht. Das hatte seinen Vater rasend gemacht, aber zu dem Zeitpunkt wohnte er schon nicht mehr zuhause. Und jetzt die angebliche Versöhnung. Er schnaubte verächtlich.
   Sein Bruder hatte heimlich immer zu ihm gestanden. Seine Schwester hatte ihn eigentlich immer nur gehasst. Er hatte nicht eine wirklich positive Erinnerung an seine Familie. Im Campingurlaub musste er immer unter freiem Himmel schlafen und bekam mieses Essen. Schlechte Leistung verdient schlechte Behandlung, das war Mamas ewiges Mantra gewesen. Und jetzt wo er internationale Bestseller verkaufte taten alle so, als hätte es die Vergangenheit nie gegeben. Und das Paradoxe war doch, dass er seine Eltern sehr liebte.
   Jedenfalls hatten sie ihm einen neuen Land Rover Defender 2020 geschenkt, zu Versöhnung. Abfällig dachte er daran, so ein beschissenes Auto was aussah wie geleckt. Er hatte seinen alten Ziegelstein auf Rädern vermisst. Und jetzt hatte er mal zur Abwechslung das Beste vom Besten mit dem Omega Avenger X5. Er dachte mit Genugtuung an die vielen offenen Münder und ungläubigen Gesichter auf der Beerdigung gestern. ER hatte ein Stück Luxus, nicht die anderen. Und er war etwas geworden, was sich die anderen nie hatten vorstellen können: Erfolgreich.
   Gerade seine Mutter wich ihm jetzt regelrecht aus, vielleicht sollte er sie mal mit der Wahrheit konfrontieren. Wenn sie nur halb so viel wüsste wie er, würde sie vor Angst weinen. Und sein Vater erst, diese Memme und dieser Schwächling. Vielleicht sollte er mal zurückschlagen. Bei dem Gedanken grinste er bösartig und tätschelte die Tasche. Die schulterte er jetzt und überlegte ob er was vergessen hatte. Nein alles dabei. Feuerzeug hatte er auch einstecken. Ein Zippo mit einer Reserveflasche Benzin obwohl er nicht rauchte, aber es machte sich gut um Sachen anzuzünden. Anna rauchte, und sie hatte die Angewohnheit gehabt ständig mit leeren Feuerzeugen herum zu rennen. Seitdem hatte er immer ein volles Zippo dabei.
Leider hatte er keinen Plastiksprengstoff dabei, aber er wusste wo er welchen finden würde, dazu Fässer mit Benzin und Zünder. Bomben konnte er im Schlaf bauen. Mehr als einmal hatte er davon geträumt sein Elternhaus mitsamt seinen Bewohnern in die Luft zu sprengen. Vielleicht würde der Tag einmal kommen. Auch wenn vielleicht nicht heute. Oder doch? Ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel.
Er verließ die Wohnung und nahm den Fahrstuhl nach unten. Das Center war gut besucht. Heute war doch Feiertag, warum hatten denn die Geschäfte alle offen? Er zuckte mit den Schultern und suchte nach dem Buchladen, von dem Liz erzählt hatte. Als er den Laden sah, zog er sich das Halstuch über Mund und Nase und schaltete die Brille auf spiegelnd um. Vor dem Laden stand ein Aufsteller. Was heißt hier Aufsteller, das waren seine Romanfiguren in Lebensgröße. Ted der Dieb, Merten der Mönch, Liz die Tigerin und Nate der Söldner.
   Im Laden gab es ein großes Display mit den Büchern die er geschrieben hatte und Merchandise.
Er drängelte sich etwas durch die Menge und griff nach dem ersten Band. Elfte Auflage, Er wurde alt. Den Verlag kannte er nicht, HRZN Print. Wer waren denn die? Er zuckte mit den Schultern und wand sich dem Merchandise zu. Cool, es gab sogar Actionfiguren. HRZN Toys. War das eine Unternehmensgruppe oder sowas? Von der hatte er noch nie gehört.
   Aus Jux nahm er ein Sticker Pack mit und machte sich dann daran, die Stadtpläne zu suchen. Die waren oben bei den Sachbüchern. Der Laden war ja riesig und es gab hier sogar ein kleines Café.
Er fand das Regal mit den Stadtplänen mit großen europäischen Städten. So mal sehen, A, B, Basel, Berlin … Berlin Solomon? Der Stadtteil hatte einen eigenen Stadtplan. Er zog den Plan heraus und den von Berlin, wieder HRZN Print. Merkwürdig. Die Kassiererin beäugte ihn misstrauisch, als sie die Sachen über die Kasse zog. Er bezahlte und bemerkte den Aufsteller mit den verfügbaren Zahlmethoden. HRZN Pay? Langsam wurde es ihn zu bunt.
   Er setzte sich auf eine Bank draußen im Park etwas Abseits und studierte den Stadtplan von Berlin Solomon. Der große lange Havel See war in der Mitte und es gab Solomon Ost und West und ein Fitzelchen im Südwesten. Im Nordosten war Solomon Industries mit der großen Akademie eingezeichnet, einer Uni und Berufsschule für Handwerksberufe im Bereich Bau. Da hatte Emma studiert. Da fuhr sogar eine S-Bahn hin, die S10 Richtung Solomon Central.
   Er runzelte die Stirn, das Gebäude war auf der Karte ein gutes Stück größer als der Berliner Hauptbahnhof. Wahrscheinlich mit dem Potsdam Syndrom. Riesiger Bahnhof und nur Regios und die S-Bahn hielten da. Während der ICE anderorts an Bahnsteigen hielten, die noch nicht mal eine Bahnhofshalle besaßen. Politik halt. Mal gucken ob das anders war.
   Er sah im Westen das Rathaus, einen großen Sportpark mit mehreren ordentlich groß aussehenden Stadien. Den Kulturpark und das da sah alles nach Bürogebäuden aus.  Und im Norden an der Stadtgrenze gab es einen Zoo, sehr interessant.
   Im Osten waren Wohngebiete, die Stadtwerke, Polizei und Feuerwehr. Er zuckte zusammen als er den nicht gerade kleinen quadratischen Park entdeckte, der von Wohngebäuden eingegrenzt wurde.
Der Platz der Nationen, hier hielt sogar die U-Bahn.
Im Süden war das BIT, das war einfach nur gigantisch riesig, um einiges größer als die TU Berlin, wo er nach der Schule studiert hatte.
   Fünf Brücken unterschiedlicher Größe überspannten die Stadt, auch nicht so wie in Potsdam mit ganzen zwei Brücken, über die sich jeden Tag alles staute. Eine war wohl für den Zug gedacht.
Er drehte den Plan um und studierte den Streckenplan. Die S10 fuhr wie erwähnt zu Solomon Central. Ebenso die U10, die über den Platz der Nationen und Solomon Akademie fuhr. Und die U11, eine Ringbahn die wie eine Acht geformt war, mit dem Hauptbahnhof als Knotenpunkt in der Mitte.
   Er fuhr die Stationen ab. Solomon Akademie, Platz der Nationen, Solomon Central, Solomon Sportpark, BIT West, BIT Süd, BIT Ost, Kulturstadion, Solomon Zoo.
Puh, das würde ein langer Tag werden. Er faltete den Plan zusammen und steckte ihn ein. Er öffnete die Tüte mit den Stickern und klebte den mit Nathan dem Söldner auf die Rückseite seines Spectre Feather. Passt ganz gut, die restlichen Sticker steckte er erstmal ein.
Wo war denn nur die U-Bahn? Er wanderte umher und dann erkannte er das blaue Schild am südlichen Block. Er ging mit gemächlichem Schritt darauf zu und zog sich eine Tageskarte für Berlin AB am Automaten. Kann es sein dass die Preise günstiger geworden sind? Wunder gibt es anscheinend doch.
   Unten roch es nach der warmen muffigen Luft der U-Bahn, die ihm so vertraut war. Die U10 in Richtung Solomon Central war ordentlich voll und er schob sich mit sanfter Gewalt in den Wagen. Die U-Bahn war definitiv neuer, als er es in Erinnerung hatte. Und schneller.
   Sie düsten unter der Havel durch und waren da und er stieg aus. Eine Menschenmasse schwappte nach oben die Treppen hoch. Interessiert sah er sich um, das war unverkennbar die Handschrift seines Vaters und seiner kleinen Schwester. Viel Beton, viel Glas und viel Grün.
   Er stoppte an einem verglasten Lichthof in dem auf Waldboden ein junger Baumriese wuchs. Auf einer Tafel las er, dass es ein Mammutbaum war, der dem Bahnhof in fünfzig Jahren ein grünes Dach geben würde. Interessante Idee. An einer Wand mit den Abfahrten blieb er stehen.
Hoppla, hier fuhren die super schnellen Sprinter ICEs. ICEs in zwanzig Minuten Taktung.
Eine Spalte verwirrte ihn. London, Paris, Warschau, Rom, New York, Moskau.
Darüber ein Schriftzug mit HRZN Travel. Schon wieder HRZN.
Er betrachtete die Beschilderung im Bahnhof und fand einen Infopoint, wo man sich eine 3D Karte des Bahnhofs laden konnte. Heiliges Kanonenrohr war der Bahnhof riesig!
Moment mal, Flugdeck eins bis sieben. Dann war das auch ein Flughafen?
Das musste er sehen.
   An einem Ticketschalter tippte er ein paar Sachen ein. HRZN Travel nach London. Die erste Klasse mit Einzelkabine kostete knapp hundertfünfzig Euro. Zweite Klasse lag bei fünfzig. Aus Spaß gab er Austin, Texas ein. Erste Klasse lag bei zweitausend Euro mit einem Direktflug. Also hatte ihn die Lufthansa mit den Wucherpreisen für die erste Klasse glatt verarscht.
Er buchte spontan erste Klasse nach London mit Rückflug. Das digitale Ticket wurde auf sein Prism geladen und über seine Brille wurde ihm die Route zum Flugdeck vier angezeigt.
Er folgte den Anweisungen und stieg hoch bis zur Wartehalle. Dort kam der erste große Test. Seine als Powerbank getarnte Waffenkammer wurde in der Schranke nicht erkannt. Wie gut das Nox keine Terroristen als Freunde hat. Oder doch? Er grinste.
   Die Wartehalle füllte sich immer mehr mit Touristen und Reisenden. Schweres Gepäck wurde gesondert abtransportiert. Er sah durch die Glasscheibe nach draußen auf das betonierte Flug … Das war ja gar keine Landebahn. Seine Vermutung bestätigte als ein Blauweiß lackierter Lambda Orca von HRZN Travel landete. Ein VTOL das so lang wie eine Transall C-160 war, aber bulliger, breiter und höher. Die beiden mächtigen Rotoren wurden immer langsamer und stoppten ganz. Mannschaften stürmten auf Flugfeld zur Betankung und um das Gepäck einzuladen. Breite Türen im Rumpf wurden geöffnet und Rampen wurden ausgefahren, dann öffnete sich die Schiebetür zum Flugdeck und Kaz näherte sich der Maschine. Hatte Liz nicht auch so ein Ding? Den Orca Travel, wozu nur? An Bord begriff er sofort warum die Preise so günstig waren. Das war quasi der ICE der Lüfte. Seine erste Klasse Kabine war nicht so groß und edel eingerichtet wie auf dem großen Airbus.
   Ein bequemer Sitz, ein Fernseher und ein Fenster nach draußen. Kein Rundumsorglos-Service mit Bewirtung durch eine Stewardess. Draußen im Gang war das Bistro. Und dahinter waren die Toiletten und in der Mitte und im Heck die zweite Klasse. ICE ohne Bahncard war trotzdem teurer und weniger bequem. Viellicht hätte er einen Kurzurlaub nach Madeira machen sollen. Das Flugziel gab es nämlich auch. Aber so konnte er mal bei dem Nox Kaufhaus in London vorbeischauen und ein paar Leckerbissen erstehen. Der Rückflug war heute Abend um acht, aber bei den Preisen könnte er auch für eine Nacht bleiben. Aber es gab ein Risiko. London wurde seit Jahrzehnten von Terroristischen Anschlägen gebeutelt und hatte jeden Monat mindestens einen Anschlag. Und in London wütenden kriminelle Banden und Organisationen. Die Polizei führte mit denen seit Jahren regelrecht Krieg und war dementsprechend kurz angebunden und schwer bewaffnet. Die wohlhabenden Bürger fuhren fast alle nur noch Omegas. Xen profitierte ordentlich von dem ganzen Chaos auf der Welt. Johnny und Liz ja auch. Verwundete und Schwerverletzte hieß Profit. Und er hatte seinem Bruder seinen Laden auch noch mit finanziert. Ihm schauderte.
   Jetzt hatten alle ihren Sitz gefunden und schnallten sich an. Die mächtigen Turboprop Triebwerke drehten auf und sie hoben langsam ab. Mit seinem großen Fenster hatte er gute Sicht über Berlin Solomon und Umland. Seine Augen wurden riesig als er in der Ferne einen Riesen in Blau und Weiß mit goldenen Streifen sah, der auf Solomon Central zuflog. Einen Lambda Beluga. Mit über Hundertsiebzig Metern Länge das größte (VTOL) Flugzeug der Welt und Zivil ein Luxusliner der Lüfte. Mit seinem Fernglas las er die Beschriftung. Das war der Graf Zeppelin von HRZN Travel.
Er träumte immer mal davon auf einem dieser Riesen eine Weltrundreise zu machen. Dort war die erste Klasse richtig teuer, aber dafür hatte man richtig eigene Apartments. Drei Decks für Passagiere und zwei für Cargo, Personal, Antrieb und Treibstoff. Die Belugas liefen Nuklear mit Generation fünf Reaktoren. Hochumstritten aber absolut sicher und grün.
   Er hatte gelesen, dass es bei Generation fünf Reaktoren eine Verwertungskette für Treibstoff hatte und die Stäbe am Ende nur noch eine Halbwertszeit von wenigen Jahren hatten. Nach der Stromkrise in Deutschland und den monatelangen Blackouts war man mit eingezogenem Schwanz wieder zum Atomstrom zurückgekrochen und Konzerne wie Horizon und Sigma hatten Milliarden in die Forschung und den Bau von nuklearen Reaktoren investiert um Deutschland zu grünem günstigen Strom verholfen.
   Horizon und Sigma kümmerten sich um die Lagerung der abgebrannten Brennstäbe. Auf dem Mond und dem Mars war viel Platz für Müll. Für die Wutbürger war das genug um aufzugeben. Und grüner Atomstrom kostete noch einen Bruchteil dessen was er vorher gekostet hatte und weit von den Wucherpreisen für grünen Strom entfernt.  
   Die Zukunft der Energie gehörte der Fission und der Fusion. Sigma hatte den Durchbruch in der Fusion gehabt. Jetzt war Strom so billig, dass er eine Selbstverständlichkeit wie Luft geworden war. Und mit einem Überschuss von Energie, war Afrikas Wasserkrise gelöst. Meerwasser zu Trinkwasser.
Dazu auch das Problem grüner Mobilität. Wasserstoff war billig wie nie und mittlerweile flogen die meisten Flugzeuge mit Treibstoff auf Wasserstoffbasis.
   Eine grüne Welt. Die Polkappen schmolzen trotzdem ab und die Antarktis wurde bebaut und bepflanzt. Und das Klima wurde Merkwürdig. Heiße Sommer und seltsamerweise scheißkalte Winter in Mitteleuropa. Das Freute die Damen, die wie Liz gerne Pelz trugen. Und von denen gab es am Platz der Nationen bestimmt genug.
   Sie flogen weiter, jetzt bei Tag konnte er eine Menge unten sehen. Da war der Sportpark. Eine wahrlich riesige Anlage und er würde drauf Wetten, dass das Stadion da unten größer als das Olympiastadion war. Und sie hatten ein richtig großes Baseballstadion, interessant. Und noch mehr in großen Hallen. Und die Kulturarena war ja auch ein mörderischer Kasten. Ob es in dem Zoo dahinten noch mehr Kaiserwarane wie Karl gab? Er müsste mal hingehen. Er schrieb es auf seine Todo Liste. Vielleicht morgen oder übermorgen.
   Die Triebwerke kippten in die horizontale und sie wurden schneller. Sie verließen Berlin und heilige Scheiße was war dann das? Mit völligem Unglauben sah er auf das riesige Gelände was sich in jede Richtung kilometerweit erstreckte. Und dann leuchtete es ihm ein, Das war Horizon. Der Megakonzern seines Bruders. Die hatten sogar einen eigenen Flughafen mit einem riesigen Terminal und Kilometerlangen Landebahnen. Johnny hat ihm das erzählt, dass es ihm zu bunt geworden war mit den ständigen Eröffnungsverschiebungen des neuen Berlin Brandenburg Flughafens und einfach selbst einen im Bruchteil der Zeit hochgezogen hatten. Aber er hätte nie gedacht, dass dieser Flughafen so riesig war, er dachte es ging immer nur um einen kleinen Cargo Flugplatz. Der war ja größer als Berlin-Tegel.
„Meine sehr verehrten Fluggäste ich muss ihnen leider mitteilen dass sich unsere Reise um einen Moment verzögert. Ein Beluga von Horizon Security wird andocken und einen kleinen Security Check durchführen.“
Ah fuck. Dort näherte sich schwarze Monster mit Waffenstationen und Strahltriebwerken.
Der Beluga dockte von unten an und der Orca wurde ein bisschen durchgeschüttelt. Er hoffte auf einen Zufall als seine Kabinentür geöffnet wurden und zwei Horizon Gardisten in schwarzen Kampfanzügen uns schweren Waffen vor ihm standen.
„Mitkommen.“
Sagte der eine trocken. Resigniert nahm er seine Tasche und folgte den beiden durch den Flieger und durch einen Schacht im Bug des Orcas nach unten in Richtung Beluga.
   Dort warteten zwei Ritter und eine Kampfschwester auf ihn. Er musste seine Taschen vollständig leeren und alles abgeben. Dann musste er sich vollständig entkleiden und wurde auf versteckte Waffen geprüft. Es kotzte ihn an das er von diesen augmentierten Blechdosen so gedemütigt wurde. Immerhin fanden sie das Fach mit der Five-Seven in seiner Umhängetasche nicht.
   Man reichte ihm eine Hose und ein T-Shirt in weiß, was überhaupt nicht nach Gefangener schrie.
„Sie stellen leider ein Sicherheitsrisiko dar und wir müssen sie fesseln.“
Die Fotze mit der hässlichen weißen Helmfrisur legte ihm feste Handschellen an. Er hörte wie der Orca abdockte und der Beluga leicht erzitterte.
   Johnny ich knall dir eine. Zehn Minuten später wurde er unsanft aus dem Flieger befördert und die Kampfschwester schubste ihn in ein kleines Vehikel und sie düsten über das Gelände was Flächenmäßig einer Großstadt nahekam. Die Leute draußen trugen farbcodierte Outfits.
Und er sah jede Menge Gardisten in Schwarz.
   Wie lange fuhren sie denn bitte? Was hatte sein bescheuerter Bruder da auf die Beine gestellt. Hier ging ihm sein Zeitgefühl völlig abhanden. Irgendwann stoppten sie und die Schlampe riss ihn so unsanft aus dem Wagen gerissen das er zu Boden stürzte und sich die Ellenbogen aufschürfte. Er hörte wie sie lachte und rappelte sich mühsam auf. Sie sah ihn höhnisch an und stieß ihn unsanft vorwärts. Es ging durch unzählige Sicherheitsschleusen und lange sterile Gänge entlang. Dann in einen Lift und sie düsten hoch. Seine Begleiterin trat ihm aus Spaß die Beine weg und er krachte mit dem Gesicht har gegen die Wand des Aufzugs. Deinen Namen und dein hässliches Gesicht merke ich mir und dann statte ich dir einen nächtlichen Besuch ab, das schwöre ich mir. Oben angekommen gab sie ihm einen unsanften tritt in den Hintern und er stolperte über eine Reihe Besucherbänke und stürzte zu Boden. Wieder lachte sie und riss ihn auf die Beine. Und warf ihn regelrecht in einen Raum, wo wohl Konferenzen abgehalten wurden. Unsanft landete er auf dem Rücken und ein bekanntes Gesicht schob sich in sein Gesichtsfeld. Johnny hielt ihm eine Hand hin. Er schlug sie weg und rappelte sich auf. Die augmentierte Fotze wirkte sehr selbstzufrieden.
„Sir, wir haben einen Terroristen geschnappt!“
„Ich bitte dich Veronica, du hast meinen Bruder von einem Kurztrip nach London abgehalten. Malträtierung und Belästigung von Familienmitgliedern kommt nicht gut beim Chef an!“
Genüsslich beobachtete Kaz wie die Frau so kalkweiß wie ihre dämliche Frisur wurde.
„Melde dich bei der Security, die nehmen sich deiner an. Du bist eine Schande für die  Kampfschwestern!“
Die Frau drehte sich um und ging. Johnny drehte sich zu ihm und löste seine Fesseln.
Kaz schlug ihm mit voller Wucht ins Gesicht. Seinem Bruder flog die Brille von der Nase und er stolperte zurück.
„Hey Mann, was soll das? Ich hab dir gerade deinen Arsch gerettet!“
„Vor was, vor Augs und Blechdosen?“
„Hey Liz ist auch augmentiert.“
„Nicht jeder Aug ist ein mieses Arschloch wie die Fotze eben.“
„Ich kann nicht für jeden meiner Angestellten bürgen. Sie war die Ausnahme.“
„Wetten nicht? Du schuldest mir zweihundert Euro und ich wollte Shortbreadfingers in der Gourmettheke im Nox Kaufhaus in London für Liz kaufen, das hast du versaut mit deiner scheiß Privatarmee.“
„Sorry, großer Bruder das meine Security übergriffig wurde. Das war eine Ausnahme!“
„Nehme ich dir nicht ab. Und in wie vielen Bereichen hast du mittlerweile deine Finger. Horizon beziehungsweise HRZN ist ja praktisch überall.“
„Ich hab die Zahl nicht genau im Kopf, aber Horizon besteht aus etwa siebzehn Bereichen.
Von Lebensmitteln über Reisen, Energie, Medizin bis hin zu Bezahlmethoden. Das ist auch gar nicht so wichtig. Wichtig ist, dass es dir gut geht. Komm wir nehmen einen Flieger zum Platz der Nationen und gehen ins Haus der Welt und ich erklär dir alles.“
„Sorry aber nein, setz‘ mich mit meinen Sachen wieder bei Solomon Central ab, ich will mir die Stadt in Ruhe angucken.“
Johnny sah ihn traurig an, irgendwas war mit ihm los, aber momentan interessierte es ihn einen Scheiß. Er war einfach nur wütend weil er auf dem Weg hierhin so mies behandelt worden war.
„Ok Bruder, aber pass auf dich auf, heute sind Krawalle angesagt. Und trag nicht immer Sachen mit, als würdest du in den Krieg ziehen. Ich hab die gleiche Tasche und bei mir ist da ein Taser drin, bei dir wahrscheinlich nicht. Das macht mir echt Angst großer Bruder. Zusammen mit dem was du gestern erzählt hast. Und nach der Sache mit den Kids sind meine Nerven sehr angespannt, bitte sei doch vernünftig und renn nicht mit einer Waffe durch die Gegend! Ich lasse einen Swordfish kommen, der dich abholt. Ich bringe dich zu deinen Sachen. Komm mit.“
Kaz folgte Johnny durch die Tür durch einen langen Gang in einen Raum, wo ein Gardist den Inhalt aus einer großen Plastikbox auf dem Tisch aufreihte. Wütend schubste er den Gardisten zur Seite und zog seine Sachen wieder an und befüllte seine Taschen, zum Glück war alles noch heil. Zur Sicherheit prüfte er alles genau. Erleichtert atmete er auf. Nach seiner unfreundlichen Behandlung hatte er Schlimmes für seine Sachen befürchtet. Jetzt würde er vieles machen nur nicht sich diese scheiß Stadt angucken wenn linksautonome sich Straßenschlachten mit der Polizei gaben.
Er ließ die Klinge des Survivalmessers aufschnappen und hielt sie dem Gardisten unter die Nase.
„Sebastian lass das!“
Kam es ungehalten von Johnny.
„Schon gut, lass mich doch auch ein bisschen spielen.“
Er steckte das Messer wieder ein. Und schnappte sich seine Umhängetasche. Johnny umarmte ihn fest und so standen sie eine Weile. Der Gardist führte ihn eine Treppe nach oben auf das Dach des Horizon Turms. Die tolle Aussicht interessierte ihn nicht wirklich und er stieg in den Swordfisch und setzte sich auf den erstbesten bequemen Sitz. Er ließ Hal den Avenger schon mal am Bahnhof vorfahren.
   Seine Laune hatte einen Tiefpunkt erreicht, mal gucken ob es noch tiefer ging.
Auf seinem Weg zurück sah er vereinzelte Feuer in den Straßen und schwarze kleine Gestalten herumrennen. Er ahnte übles. Sie erreichten Solomon Central und er stieg aus und betrat den Bahnhof. Alles voller Polizisten in schwerer Montur. Er rannte nach draußen und stieg in den Avenger ein. Der schwere Wagen nahm schnell Fahrt auf. Dann hielt er abrupt und Kaz sah auf die Straße.
Eine Gruppe aus vielleicht fünfundzwanzig schwarz gekleideten Gestalten blockierte die Straße und näherte sich dem Wagen. Über die Mikrofone hörte er mit, was draußen vor sich ging.
Granitsteine flogen auf den Avenger zu und prallten wirkungslos ab. Das irritierte die Gruppe die in der Straße anscheinend schon ein paar Wagen angesteckt hatten die fröhlich vor sich hin brannten.
Jetzt kamen die Molotows die an den Seiten und der Windschutzscheiben zerplatzten.
Er drückte auf die Hupe und ein lautes tiefes Dröhnen donnerte durch die Straße. Das nenne ich doch mal eine ordentliche Hupe, dachte er sich grinsend.
   Die Scheinwerfer fuhren auf maximale Leuchtkraft hoch und er fuhr langsam durch die Menge. Er wartete bis er hübsch und schön umzingelt war und dann zündete er das Tränengas. Das Keuchen, Husten und Röcheln der Linksautonomen war wie Musik in seinen Ohren. Er drehte die Beleuchtung wieder zurück und schob sich durch die Menge und fuhr etwas zufriedener seinem Ziel entgegen. Er hielt an der gleichen Stelle von der er aus Jack und Akira vor ein paar Wochen abgeholt hatte. Mit Umhängetasche näherte er sich dem kleinen Häuschen mit dem Zahlenschloss was einen der Geheimgänge zu den Räumen unter dem Anwesen führte. Er war definitiv nicht der erste Prepper in der Familie gewesen. Da unten war es wie in einem Labyrinth wenn man wusste wo die geheimen Türen und Gänge waren.
   In seinem Prepper Raum holte er die FN Five-Seven hervor, schraubte einen Schalldämpfer auf die Waffe, zog den Schlitten zurück und entsicherte.
   Auf seiner Brille sah er wie Emma und seine Eltern in Johnnys Küche fuhrwerkten und Mittagessen kochten. Alle zusammen auf einem Fleck wunderbar. Draußen standen Sicherheitsleute von Bluhm Security, sechs Mann und er hatte fünfzig Schuss Munition dabei. Reicht satt. Er stellte die Brille auf schwarz spiegelnd und zog sich Mütze und Mundtuch tief ins Gesicht. Er grinste.
   Er öffnete den Geheimgang im Keller und schlich sich nach oben, die Tür zur Wohnung seines Bruders knackte er in zwei Sekunden. Immer noch waren alle in der Küche zugange.
Hal startete ein Ablenkungsmanöver und er richtete seine Waffe auf die Küchentür.
„Was ist denn da draußen los, kann mir das mal einer erklären?“
Hörte er seinen Vater sagen und dessen Schritte näherten sich auf dem Dielenboden.
„Oh mein Gott was wollen sie denn hier? Bitte tun sie uns nichts!“
Fahrig wich sein Vater zurück, direkt in die Arme von Lilly und Emma die ihn zutiefst erschrocken anstarrten, Lilly fing an zu weinen.
„Bitte, wir haben nicht viel Bares bei uns aber wir haben etwas Schmuck da.“
Kaz schüttelte langsam mit dem Kopf.
„Falsche Antwort alter Sack.“
Herberts Augen wurden riesig groß als er die Stimme seines Sohnes erkannte.
„Ach du bist es, leg dieses lächerliche Spielzeug weg und ja uns nicht so eine Angst ein.“
Herbert trat vor und Kaz jagte einen halben Meter vor seinem Vater eine Kugel in den Dielenboden.
Der Schalldämpfer knackte laut und Lilly stieß einen panischen Schrei aus.
„Ich hab was zu sagen, also haltet die Fresse und Marsch zurück in die Küche.“
Verängstigt gingen die drei und Kaz in die Küche und setzten sich an den Küchentisch. Kaz legte die Waffe demonstrativ vor sich auf den Tisch, schaltete die Brille wieder auf normal und schob sich das Mundtuch runter. Seine drei Opfer sahen ihn mit großem Entsetzen an.
„Wo kommt die Waffe her? Das ist super illegal sowas zu besitzen. Und warum machst du das, wir haben dir doch gar nichts getan.“
„Nichts getan? Ihr drei habt meine Kindheit und Jugend zur Hölle gemacht! Die Schlampe da hat immer nur das Beste vom Besten bekommen und für mich war selbst gebraucht noch zu gut. Ihr habt mich immer nur schwach und dumm genannt und mich drangsaliert. Mich immer nur geschlagen und angeschrien wenn ich mal wieder eine schlechte Note nach Hause gebracht habe. Wenn Johnny oder die mal schlechte Noten hatten, kamen gleich die Päppelungen mit Nachhilfeunterricht und einem schönen Kakao und Süßigkeiten zum Trösten. Edelräder und nagelneue Defender für die beiden und ich krieg den alten Müll. Ihr habt michverachtet und gehasst und die Pistole hier ist die Quittung. Darauf hab ich mich über zwanzig Jahre lang vorbereitet. Trainiert und geübt. Das Ende der Solomons und Johnny knall ich ab, wenn er nach Hause kommt. Die Welt und die Clowns werden feiern und mich erwischt ihr nicht, das habe ich so lange geplant, dass mein Escapeplan absolut wasserdicht ist und ich habe mehr als eine Identität um abzutauchen.“
Die drei weinten.
„Großer bitte, das ist ein Ticket ohne Wiederkehr. Verdammt überleg dir das. Wir hatten immer nur das Beste für dich im Sinn, aber du hast es uns immer so schwer gemacht und uns nichts gegeben woran wir uns entlangtasten können. Deine Leistungen waren schon immer so mangelhaft. Wir können dich doch nicht dafür belohnen dass du nichts mit deinem Leben machst.“
„Ihr hättet wenigstens die Freundlichkeit haben können ab und zu mal nett zu sein.“
„Aber das sind wir doch.“
„Ja jetzt, nachdem euer Versagersohn erfolgreich geworden ist und eine wunderschöne Tochter adoptiert hat. Jetzt vielleicht. Wisst ihr, es gibt so viel was ihr nicht über mich wisst und ich aus Gründen der Geheimhaltung nicht sagen darf. Eine Sache schon, ich habe eine Hochbegabung für Mathematik und Informatik und habe mit fünfzehn eine menschenähnliche KI namens Hal geschrieben die mein Assistent und meiner bester Freund und damals einziger Freund geworden ist.
Wir haben zusammen HALOS entwickelt, heute eins der am weitesten verbreiteten Betriebssysteme der Welt. Klingt doch so richtig nach Versager.“
Lilly wurde bleich.
„Warum hast du uns das nie gesagt. Das ist doch wichtig.“
„Gründe der Geheimhaltung. Ich darf euch keine Details nennen.“
„Was soll das, du bist doch nicht etwa beim Geheimdienst.“
„Keine Details. Ich hätte mit einem Schnitt von 1.0 bestehen können, aber das war nicht meine Aufgabe. Ich habe es ertragen. All die Folter, Verachtung, Abscheu. Es gibt wichtigeres auf der Welt als eine völlig versaute Kindheit und eine Familie von der man gehasst wird.“
„Wir hassen dich nicht wir haben nur …“
Lilly klappte den Mund wieder zu und sah ihn traurig an.
„ … dich nicht geliebt. Ich habe mich in euren Augen nie für Kinder interessiert. Keine Kinder, kein Erbe, also völlig Nutzlos. Und dann die miesen Noten, der totale nutzlose Versager. Nicht wahr?“
„Nein, das stimmt nicht, hör auf uns Wörter in den Mund zu legen. Wir dachten wir hätten wieder Frieden geschlossen und jetzt willst du uns töten!“
Kaz schnaubte amüsiert.
„Was ist jetzt bitte lustig?“
„Ich habe ein Mittagessen mit Johnny im Haus der Welt ausgeschlagen. Der Nase nach würde ich sagen dass das Essen jetzt fertig ist. Bekomme ich was ab?“
Er sah die sichtbare Erleichterung in den Gesichtern und er schraubte den Schalldämpfer wieder ab und verstaute alles in seiner Umhängetasche. Draußen parkte Hal für später.
„Du blödes Arschloch von Bruder, hättest du uns echt erschossen?“
„Ihr seid nicht meine Mission Schwesterherz, ich bin im Ruhestand.“
„Weswegen?“
„Darf ich nicht sagen.“
Herbert nickte grimmig. Es gab einen schönen saftigen Braten mit Kartoffeln, Soße und Blumenkohl.
Sie aßen beherzt, es war sehr lecker.
„Es tut mir so leid, dass ich so eine miserable Mutter zu dir war und nichts wird es wieder gut machen. Wir waren nur immer so besorgt um dich. Ich glaube das haben wir dir nie richtig gezeigt. Als du zehn Jahre alt warst wurdest du schlagartig schlechter in allem, das haben wir uns nicht erklären können. Ich hatte mit deinem Vater endlos viele Gespräche was das angeht. Die Schläge waren nicht in Ordnung, dass wissen wir. Wir waren nur so verzweifelt. Meine Eltern waren immer sehr streng mit mir, ich dachte es würde besser werden, wenn wir auch so streng zu dir wären. Und deine Geschwister waren immer so herausragend in allem.“
„Ich war immer recht gut in Sport.“
„Aber damit kannst du kein Leben gestalten.“
„Eigentlich schon irgendwie, wenn man es mit ein paar anderen Sachen kombiniert, guck dir nur Jack und Akira an, die sind beide topfit und sehr sportlich.“
„Wir wissen noch als Johnny und Helena so verzweifelt waren, als Akira genau nach dir kam und sich auch für nichts zu interessieren schien. Und jetzt ist sie so erfolgreich und ist noch nicht mal mit der Schule fertig. Und Jack und …“
Emma stoppte und brach in Tränen aus.
„Warum hast du nie erzählt dass du einen Sohn hast und wann dürfen wir deine reizende Verlobte denn kennenlernen? Wer ist sie denn und woher kennst du sie?“
„Ihr Name ist Anna und wir sind zusammen zur Schule gegangen und wir sind Freunde seitdem wir vierzehn sind, also knapp dreißig Jahre. Nach der Schule hat sie zu Modeln angefangen und wurde damit sehr erfolgreich. Ihr Vater ist Deutscher und ihre Mutter Russin. Sie hat einen starken bayrischen Akzent den ich sehr mag, sie aber nicht und spricht deshalb am liebsten Englisch.
Sie mag gerne Codes und Rätsel. Wir haben zusammen immer Brettspiele gespielt.“
„Warum hast du sie uns nie vorgestellt?“
„Ich bitte euch, euer Versager Sohn mit dem heißesten Mädchen der Schule? Das wäre doch nie gut gegangen, außerdem ist sie etwas scheu. Und jetzt mag sie nicht kommen solange ihre Konkurrentin da ist. Aber ich denke sie kommt spätestens mal im Sommer zu Besuch.“
„Sie sieht Liz als Konkurrentin?“
„Ja, da gab es immer Streit, weil nie klar war, wer meine beste Freundin ist. Das ist nämlich Liz und Anna war immer traurig deswegen, gerade weil wir uns länger kennen. Aber ich liebe sie.“
„Das ist ja richtig romantisch. Das hätten wir nie gedacht. Zudem noch so zwei bildhübsche Frauen.“
„Herbert ich bitte dich, das ist nicht alles, auf das es ankommt.“
„Also mir war es sehr wichtig und hab mir die Hübscheste gegriffen.“
Herbert küsste Lilly und Emma verdrehte die Augen. Kaz grinste, wenn doch nur seine ganze Jugend so entspannt gewesen wäre.
„Ach ja Großer wir haben noch ein Geschenk für dich, ich und dein Vater haben nachgedacht und wollen dir ein Fahrrad schenken. Den Defender, den dir deine Geschwister geschenkt haben brauchst du ja offensichtlich nicht wenn man den Panzer da draußen sieht und wir dachten uns, dass das eine etwas versöhnliche Geste darstellt, weil wir dir ja nie eins geschenkt haben. Es ist eine Maßanfertigung. Ich zeig es dir nach dem Essen, wir haben Eis zum Nachtisch im Eisfach. Wir haben dich lieb Großer auch wenn wir das dir vielleicht nie direkt gezeigt oder gesagt haben. Das war ein Fehler. Aber bitte kein Schlafmittel mehr wenn du die Kinder zum Campen mitnehmen willst, das war sehr unfair von dir. Das ist uns wirklich nicht aufgefallen, wir rätseln immer noch wie du hier reinkommst ohne dass es jemand mitbekommt. Du steckst so voller Geheimnisse dass du ganz bestimmt ein Geheimagent bist.“
„Aber bitte lauf nicht so gruselig rum wie früher, der Anzug gestern stand dir hervorragend!“
„Ich mag es aber, viele Taschen zu haben. Damit bin ich einfach unabhängiger. Das habt ihr mich definitiv gelehrt, wie man unabhängig von anderen wird.“
„Das freut uns, aber ich weiß worauf du anspielen willst und es tut uns so sehr Leid.“
„Vergangenheit kann man nicht ändern und vielleicht verzeihe ich euch auch irgendwann.“
„Bitte nicht irgendwann, ewig leben wir auch nicht mehr, wir werden alt Großer.“
„So hab ich das nicht gemeint.“
„Alle fertig? Ich habe ein tolles Eis vorbereitet. Mit frischen Früchten und Fruchtsoße.“
Sie räumten ab während Lilly die Eisbecher füllte und mit Waffeln servierte.
Mango, Zitrone, Banane und Kirsche. Sehr lecker, sie vier machten sich über das tolle Eis her.
Danach verabschiedete begleiteten ihn die drei in den Garten hinaus.
   Stolz deutete seine Mutter auf ein Fahrrad dass an der Häuserwand lehnte.
„Ihr verarscht mich doch, dass habt ihr hinterm Bahnhof geklaut.“
„Es ist ein Fahrrad von Omega und du hast recht es soll so schrottig wie möglich aussehen.“
Omega. Also von Xen und steckte bestimmt voller Überraschungen.
„Der Chef von Omega meinte die Gebrauchsanleitung schickt er dir per Post.“
Kaz hob das Rad hoch und es war wesentlich schwerer als gedacht. Und bei den Reifen dachte er an Xens Geschwafel mit den tollen Superreifen, vielleicht waren die ja hier auch verbaut.
„Was habt ihr bezahlt?“
„Nichts, das hat uns überrascht, der Chef meinte es sei ein Geschenk. Weißt du was das bedeuten könnte?“
„Japp, Horatius alias Xen ist mein bester Schulfreund seit ich zwölf bin und wir haben rund vier Jahre zusammen in einer Zweier-WG gewohnt bevor er in Polen Omega gegründet hat.“
„Verarscht du uns?“
„Nö, ist mein voller Ernst.“
„Immer wieder erstaunlich. Das wussten wir nicht.“
„Ihr wisst leider so vieles über mich nicht. Vielleicht ist das gut so.“
„Wir möchten uns gern wieder mit dir versöhnen. Besuch und doch mal wieder. Aber dieses Mal ohne aus dem Nichts aufzutauchen uns mit einer Waffe zu bedrohen!“
„Ok versprochen, danke für das Fahrrad.“
Er umarmte die drei und schleppte das schwere Rad durch das Treppenhaus und zum Avenger der vorgefahren kam. Er klappte den Fahrradträger aus und montierte das Bike. Als es fest saß trat er zufrieden zurück. Das sah schön schrottig aus, nur Yusufs Affenschaukel war noch schrottiger.
Er würde ein schönes schweres Schloss dafür besorgen, so wie ein Motorradschloss oder so.
Am Platz der Nationen gab’s doch bestimmt einen schönen Fahrradladen.
   Er winkte seiner Familie zu und stieg vorne ein und brauste mit seinem zehn Tonnen Monster davon. Jetzt hing der Familiensegen ein bisschen gerader und er hatte ein Fahrrad.    

Der große LEGO Umzug – die Ruhe vor dem Sturm

Irgendjemand (Ich) hatte die Schnapsidee mein komplettes LEGO hier zu mir umzuziehen, nachdem ich vor 2,5 Jahren ausgezogen bin. Das Problem ist in erster Linie, dass es in meinem kleinen Zimmerchen (14 qm) recht beengt ist und hier Bett und Riesenschreibtisch den Raum etwas einzwängen. Aber versprochen ist versprochen und meine Eltern wollen den Dachboden wieder für sich alleine haben, also raus mit dem LEGO Zeug. Mutti hat auch gelegentlich eher beiläufig erwähnt, dass man die Teile auch einfach wegschmeißen könnte – kommt gar nicht in die Tüte!

Also etwas resigniert mein Zimmer umgeräumt und ausgemistet. Ich hab Platz für einen Turm mit Engelbert Strauß Racks plus Schubladen (die diese Deppen mittlerweile abgeschafft haben -.- ) neben Schreibtisch. Die Bettkästen sind eh schon halb voll mit dem LEGO meiner Cousine (bzw. das ihrer erwachsenen Kinder). Die ganzen Plastikwannen mit LEGO kommen dann in den gigantischen Schrank, der eh halb leer ist. Außer zwei Jeans, zwei Arbeitshosen, zwei Pullis und acht identischen roten T-Shirts habe ich wenig Kleidung und der einzige der löchrige Kleidung bei mir ausmistet, ist meine Mutter wenn sie zu Besuch ist – manchmal bleibt mir eh keine Wahl. Dafür schenkt man mir zu Weihnachten gelegentlich Nachschub und neue Jogginghosen. So zum Beispiel dieses Jahr, prima Polsterung für LEGO.

Wir waren bei LEGO. Es wird eng. Und ich komme jetzt schon nicht hinterher mit dem Teile wegsortieren. Ende letzten Jahres ist ein Umzugskarton mit 21 Kg LEGO bei mir eingetroffen … ich bemittleide den Paketboten, der das Ding schleppen musste, ich möchte nicht tauschen.
Jedenfalls sortierte sich das LEGO nicht so schnell wie erhofft und jetzt haben wir Anfang Januar und ich hab erst 8 Kg wegsortiert, Puh. Und die Papiertonnen sind rappelvoll und die eine Nische, wo die Schubladenschränke hinkommen soll ist mit leeren Kartons verstopft.

Jedenfalls war ich über Weihnachten bei meinen Eltern (deshalb gab es in der zwischenzeit auch so wenig neuen Content) und hatte vorsichtshalber vorab eine leere Reisetasche in meinen pinken (geerbten) Wanderrucksack gestopft und bin zu meinen Eltern gedüst.

In der Woche vor Silvester hab ich zum einen drei LEGO Star Wars Flieger zerlegt (LEGO Sets zerlegen ist die Pest …), die in meinem alten Zimmer noch doof auf dem Schrank gestanden haben und bin hoch auf den Dachboden um LEGO Teile zu sortieren … schon wieder … seufz.

Am Samstag habe ich gepackt und alles in meinen Rucksack und die mitgebrachte Reisetasche gestopft. Natürlich hab ich die Hälfte vergessen und das Zeug in zwei Pakete (15 und 7 Kg) gepackt und an mich adressiert. Und dann Montag los zum Bahnhof und den Krempel zu mir trannsportieren. Zum Glück sind Taschendiebe nicht auf LEGO spezialisiert, wenn die wüssten, was ich da für Schätze durch die Gegend geschleppt habe ^^

Ich zeigs euch mal, ich hab gestern ausgepackt und die Fracht transportiert, leider auf dem etwas verwirrenden Background meiner schwarz-weißen Bettdecke.

Die ganze Ausbeute

Das hat zusätzlich zu meinem normalen Gepäck in einen Wanderrucksack und eine mittelgroße Sporttasche gepasst. Man war das Zeug schwer …
Auf dem (zum Glück recht kurzen) Weg zwischen Bahnhof und meinem trauten Heim habe ich diese dumme Sporttasche mit beiden Armen getragen, ich war so froh endlich den Wohnungsschlüssel ins Schloss zu stecken und die Taschen in die Ecke und mich aufs Bett zu werfen.

Baseplates, eine Kiste mit Felsenteilen, einen Riesensack Powerfunktions und Mindstorms Motoren, zwei sauteure EV3 Bricks, Säcke mit diversen Teilen, einen selbstgebauten Kompressor und drei Star Wars Sets, darunter die UCS Slave I. Hier noch ein paar Detailbilder dazu.

Den Kompressor stelle ich euch am kommenden Wochenende vor und die Star Wars Sets, wenn ich sie aufgebaut habe, für die Slave I habe ich schon Platz auf meinem Regal gemacht, ich liebe dieses Ding.

Und jetzt warte ich auf die beiden Pakete, die diese Woche noch eintreffen, das wird ein Spaß.

Habt einen guten Abend. Tschüss.