Das verfrühte Geburtstagsgeschenk

Von mir, an mich selbst. Soll wohl mal vorkommen 😉

Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack Klack.

Stunden lang …

Ich durfte früher im Großraumbüro nie eine mechanische Tastatur verwenden, ich frage mich warum wohl ^^

*keine bezahlte Werbung*

Von Corsair. Es sind Cherry MX Brown Schalter mit einem schönen, nicht zu lauten Klicken verbaut. Dazu ist das Frame aus Aluminium und die Schalter sind so montiert, dass sich die Tastatur recht easy säubern lassen sollte. Dazu natürlich Medientasten, keine sinnlosen Zusatztasten, die nur Platz wegnehmen und eh nie verwendet werden (zu kleine Hände, komm an den Mist nicht ran). Dazu gibt es eine gummierte Handballenablage. Die Buchstaben sind groß beschriftet. Es gibt mehrere Profile für verschiedene Effekte und einen Sperrknopf für u.a. die Windowstaste und Tastenkombinationen wie Alt+Tab und Alt+F4. Als Bonus gibt es jeweils einen gummierten Satz FPS und MOBA Tasten. Macht auf jeden Fall schon mal einen sehr wertigen Eindruck und ich bin gespannt wie sich der neue Schreib- und Gamingbegleiter so schlägt. Ein paar Jahre soll er nämlich schon halten.

Das RGB Gedöns ist hingegen überhaupt nicht meins, aber bei den meisten mechnischen Tastaturen mit Medientasten (ohne geht’s es ja nun wirklich nicht) war eben RGB dabei. Die Effekte sind zwar ganz lustig, würden mir aber auf Dauer nur auf den Sack gehen. Zum Glück lässt sich in der Software ein stinknormales weißes Backlight einstellen, da war ich doch sehr erleichtert.

Mein Rechner ist hingehend sehr un-RGB-ig. Hat zwar ein Seitenfenster, aber einen klobigen Kühler mit den Noctua typischen Beige-Kackbraunen Lüftern. Wirklich sehr optisch ansprechend, wenigstens steht er unterm Tisch wo man das Elend nicht die ganze Zeit sieht. Die Soundkarte leuchtet mit rotem Schriftzug, warum auch immer.

Aber ich freu mich, dass ich jetzt wieder gescheit und fröhlich klackernd in die Tasten hauen kann. 🙂

Media Monday #552

Detail findet ihr hier

1. Es könnte durchaus Schlimmeres geben, als dass Kinos 2G+ haben, immerhin kann man hingehen und es herrscht kein Krieg im Land, also ist auch das Leben irgendwie erträglich .

2. Das Wetter stimmt mich ja durchaus ein wenig positiv, schließlich haben wir keinen verdammten Schnee.

3. Wenn ich so daran denke, wie wir „früher“ zuhause kein Internet hatten und sowas wie Steam eine Undenkbarkeit war. Da bin ich als Schüler immer nach der Schule in Papas Büro gefahren um mir Let’s Plays auf Youtube anzusehen.

4. Bethesda Game Studios wird oft für Morrowind gelobt, jedoch finde ich als Späteinsteiger, dass ich Skyrim (gerade mit Mods) einfach besser finde.

5. Ich könnte mir schon gut vorstellen, dass Microsoft nach dem Bethesda und nun dem Activision Blizzard Deal auch Branchengrößen wie EA und Ubisoft schluckt. Irgendwann auch Sony selbst?

6. Kaffee abends hilft immer, denn Schlaf wird eh überbewertet.

7. Zuletzt habe ich fluchend meine Sammlung an Ersatztastaturen nach dem Abrauchen meiner mechanischen durchsucht und das war wenig ergibig , weil die „Beste“ klemmende Tasten hat, aber laut amazon kommt heute noch die neue von Corsair.

Das Osiris Projekt – Teil 2 – Kapitel 15

15. Kaz – 23.Dez. 2045 – Eine Rettungsmission

Heute war es soweit, auf diesen Tag hatte er sich seit zwei Wochen intensiv vorbereitet. Horizon war durch den Anschlag immer noch geschwächt und viele waren über Weihnachten im Urlaub. Ein guter Zeitpunkt für einen Angriff. Lara würde ihm helfen, die Barrieren zu knacken. Und er war schwer bewaffnet.
   Er rannte zum Aufzug. Unter einer fadenscheinigen Erklärung hatte er die schwere Sporttasche und den großen vollbepackten Wanderrucksack durch den Einlass zur Untergrundbahn zu Horizon gemogelt. Er trug seinen John Wick Anzug mit einer ballistischen AR-Brille und kugelsicheren Halstuch und schwerer Mütze von Nox.
   Jetzt geht’s los. Lara würde den Scanner knacken und ihn mitsamt seinem Gepäck vorbeilassen.
Oben sprang die Aufzugtür auf und er trat ihn den Flur. Er erstarrte als er den ersten Wachmann tot auffand. Zwei Kugeln in die Brust, eine in den Kopf. Das Blut floß noch langsam aus den Wunden und der Körper war noch warm. Jemand war vor ihm mit einer ganz anderen Mission gekommen.
Er rannte zur Schranke mit dem Scanner. Der war ausgeschaltet und noch mehr Tote. Ruckzuck zückte er seine Five-Seven, prüfte das Magazin, entsicherte und schob den Schlitten zurück. Zügigen Schrittes eilte er die Gänge und Treppen entlang zum Forschungszentrum.
   Mehr Tote und Panik unter den Angestellten. Er kontaktierte Emily über den Link per Telefon und sie wirkte gefasst, sie würde ihn mit ihrer Schwester vor dem Büro ihres Chefs treffen. Dann war er vor Ralfs Büro und Emily umarmte ihn kurz. Sandra die Sekretärin war nicht da. Er trat die verschlossene Tür zum Büro ein und fand einen dösenden Möchtegern CEO vor. Beim Lärm schreckte er hoch und sah die drei mit rot werdendem Kopf an.
„Was um Himmels Willen soll das werden? Du bist viel zu früh. Und wie siehst du überhaupt aus?“
„Das ist ein Überfall um dir und den beiden Damen den Arsch zu retten. Zieh dich aus, bis auf die Unterwäsche.“
Ralf starrte ihn verständnislos an.
„SOFORT wenn du leben willst.“
Raunzte ihn Kaz an. Der Angesprochene reagierte sofort und schlüpfte fahrig aus seinen Sachen. Kaz bemerkte die Tätowierungen, eine war dieser Maulwurf, das Maskottchen wenn die deutsche Bahn irgendetwas baute oder reparierte. Merkwürdig.
„Ihr beiden tragt Nox?“
Die beiden Frauen nickten.
„Zieht zur Sicherheit einen Kapuzenpulli und Halstuch an. Ist alles in der großen Sporttasche. Und ich hab dir Emily praktischere Schuhe mitgebracht.“
Emily zog ihren Blazer aus und zog sich einen schweren sackigen Pulli über, warf ihre Highheels weg und schlüpfte in bequeme Schuhe mit profilierter Sohle. Klara folgte ihrem Beispiel. Und nach fünf Minuten war auch Ralf in einer kugelsicheren Freizeitkluft von Nox eingepackt.
„Zieht die kugelsicheren AR-Brillen über, damit habt ihr einen besseren Überblick und wir Filmen gleichzeitig alles. Und vergesst die Ohrstöpsel nicht. Das wird ein ziemliches PR-Desaster für Horizon.“
Er verteilte drei Brillen. Ralf stank weniger und man erkannte ihn nicht mehr so leicht.
„Nun zum Spaß, wer will die Shotgun?“
„Ich“ kam es von Klara.
Ralf starrte ihn entgeistert an, als er den Verschluss seines riesigen Rucksacks öffnete und Klara eine Shotgun mitsamt Munitionsgurt in die erfreuten Hände drückte.
„Emily, klein oder groß“
„Handlich, wie wäre es damit?“
Und ein HK MR223 samt mit einem Geschirr an Ersatzmagazinen wanderten in ihre Hände. Bewundernd beobachtete er seine Freundin beim routinierten Laden des Gewehrs, sie wusste damit umzugehen. Und er reichte den Frauen jeweils eine Five-Seven und Reservemagazine. Ralf verlor langsam die Nerven und zitterte wie verrückt, als Kaz ihm auch eine Five-Seven in die Hand drücken wollte.
„Ich bin Pazifist, ich verabscheue Waffen!“
Sagte er fahrig.
„Das bringt dir aber nichts gegen böse Jungs mit Waffen, du Flasche.“
Für sich selbst zog er sein HK MR308  aus dem Rucksack, prüfte die Waffe und schulterte den Rucksack wieder. Sie horchten auf als sie einen Schrei hörten. Geduckt und mit feuerbereiten Waffen verließen sie das Büro. Sandra rannte vom Ende des Ganges sie zu. Sie rief Ralfs Namen.
„Ralf, Ralf, RALF. Das ist ein Überfall. Wir sitzen in der Falle!“
Ihr Schrei verebte und wich einem Gurgeln, als ihr Körper vom Einschlag der Kugeln durchgeschüttelt wurde und sie zu Boden stürzte und in einer sich schnell ausbreiteten Blutlache lag.
Hinter der Frau ein Mann in einem Horizon Kampfanzug mit schwarzem Visier. Kaz erschoss ihn mit drei Schüssen. Kampfanzug hin oder her, aber gegen panzerbrechende 7,62mm Geschosse hielt herkömmliche Körperpanzerung wenig stand wenn man wusste wo man hinschoss. Aber keine Details wenn es gerade zur Sache ging.
   Mit den Mädels war er ein überraschend eingespieltes Team, der wimmernde Ralf hingegen war eine Belastung und hielt immer wieder an und sah sich panisch und wimmernd um.
„Wir gehen zum Flugdeck am Rande des Forschungszentrums. Den Bergfried haben sie vermutlich schon abgeriegelt.“
Die Frauen nickte.
„Hey du Flasche, wenn du Leben willst solltest du dich exakt an das halten, was wir dir sagen und machst keine Schwierigkeiten. Halt dich an Klara, sie ist die Nachhut.“
Klara nickte etwas resigniert und sie eilten los.
„Wenn sie Zugang zu den Rüstungen des Sicherheitsdienstes haben, müssen wir leider jeden von ihnen als möglichen Gegner beachten. Diejenigen, die nicht sofort auf uns schießen müssen wir kampfuntauglich machen!“
Emily nickte. Ein Gegner mit erhobenem Gewehr schoss auf sie zu und eröffnete das Feuer auf ihn. Emily schoss ihm in Brust und Kopf mit drei Schüssen.
   Sie rannten enge Gänge entlang und Treppenhäuser hinab. Immer wieder wurden sie in kurze Feuergefechte verwickelt, die zum Glück schnell vorüber waren. Keiner von ihnen wurde verletzt.
Vor einer Stahltür am Ende eines langen Flures machten sie halt, die war verschlossen. Aber nicht verzagen, Kaz fragen. Er legte eine Sprengladung an der Tür an und sie rannten den Flur entlang um die Ecke. Und da Mund auf und Hände auf die Ohren pressen als die Ladung hochging. Sie waren zwar weit von der Ladung entfernt aber die Druckwelle war immens als sie über sie hinwegrollte. Kaz spähte um die Ecke. Die Tür hing lose in den Angeln.
„Los geht’s Freunde.“
Und sie sprangen auf. Klara zog Ralf auf die Füße. Kaz zog sich das Halstuch bis unter die Nase und die anderen folgten seinem Beispiel.
   Jetzt war es nur noch ein kurzes Stück. Er sprengte sich durch noch eine Tür und sie waren auf dem Rollfeld, wo ein paar Swordfish standen, er rannte zur dritten, dessen Heckklappe sich gerade öffnete. Kugeln pfiffen über ihre Köpfe. Abwechselnd er und Emily gaben Feuerschutz.
„Rein in den Swordfish da, das ist unsere einzige Hoffnung hier lebend rauszukommen.“
Und schon waren sie im gepanzerten Bauch der Maschine, seinem getarnten Swordfish Escort.
„Und jetzt rein in die Fallschirme. Die sind alle gut gepackt, Frank hat sich darum gekümmert, er macht Wingsuit Basejumping, der kann das.“
„Wie bitte? Erst reißen sie mich von einen Feuergefecht ins nächste und jetzt soll ich aus einem Flugzeug springen? Sowas hab ich noch nie gemacht.“
„Das nicht, aber wir müssen die Fallschirme nehmen, falls unser Flugzeug in Schwierigkeiten kommt.“
„Jungs, ich muss von Horizon weg, die schießen mich sonst ab. Also Plan B“
„Das ist Suzi meine Pilotin. Wir sind in besten Händen.“
Sagte er und das Flugzeug erbebte heftig.
„Verdammte scheiße, die haben Abfangjäger in der Luft, den entkommen wir nie in einem Swordfish.“
„Hal ist in Bewegung, noch einen Kilometer bis zum Treffpunkt. Suzi schalte auf Autopilot und zieh dir einen Fallschirm an, wir springen zu fünft. Dein Leben ist mir wichtiger als der Flieger.“
„Danke Chef, das vergesse ich Ihnen nie.“
Suzi kam nach hinten und schlüpfte schnell in einen Fallschirm. Routiniert checkten sie das Equipment der anderen und die Klappe öffnete sich. Abendluft sauste ihnen um die Ohren. Sie schnallten die Waffen fest.
„Hört zu, die Fallschirme öffnen sofort wenn ihr an der Reißleine rechts zieht, mit den Steuerschnüren könnt ihr navigieren. Wir sind nicht sehr hoch, also öffnet sofort nach ein paar Sekunden. Ich springe zuerst, danach kommt Ralf, Klara, Emily und Suzy.“
Das grüne Licht blinkte und er sprang aus dem Flieger. Sie waren nur wenige hundert Meter über dem Boden und er zog die Reißleine. Ralf war in Panik und öffnete viel zu spät, unsanft prallte er auf und er schrie jämmerlich, aber er lebte noch. Klara und Emily sprangen mit ungewohnt routinierten Bewegungen und Suzi hatte das schon tausendmal gemacht.
   In einiger Entfernung explodierte der Swordfish in einem großen Feuerball, nachdem er von mehreren Raketen getroffen wurde. gut dass du da nicht drin saßt Suzi. Sie landeten alle sicher und Klara rannte auf Ralf zu um nach ihm zu sehen, interessant.
„Sein Bein ist gebrochen!“
„Ok, ich stütze ihn. Hal ist in zwanzig Sekunden da. Aber wir können ihn hier nicht verarzten.
Suzi, du und Ralf nach hinten und Emily nach vorne.“
Und da war Hal mit dem Avenger X5 da und hielt in einer Dreckwolke. Die Türen öffneten sich, er half Ralf in den Wagen und er und der Rest stiegen ein. Die Türen knallten zu und er drückte voll aufs Gas. Hinten heulte Ralf Rotz und Wasser. Alles ging gut bis links und rechts vom Wagen Explosionen wie von Raketen zündeten und Dreck und Steine gegen den Wagen warf.
„Hal Radarsysteme auf Maximum, zeig uns den Gegner.“
Wie als würde sich Emily mit dem Avenger bestens auskennen, zog sie aus dem Schlitz über dem Handschuhfach den Kontrollbildschirm und sah das Radarbild. drei Punkte näherten sich.
„Schick zwei Hawks hoch um Bilder von unseren Gegnern zu machen.“
Jetzt tauchten zwei Nachtsichtkamerabilder auf. drei Helikopter Gunships näherten sich ihnen. Was waren das denn für welche, die sahen sehr nach Stealth und Panzerung aus.
„Hey Ralf, weißt du was das für zwei sind?“
„Oh Gott wir werden alle sterben. WIR WERDEN STERBEN!“
„Man du Flasche, reiß dich zusammen. Weißt du was oder nicht?“
Ralf schniefte und riss sich tatsächlich zusammen.
„Das sind Mimik Bruiser, das beste Stealth Gunship der Welt. Mimik ist ein russischer Hersteller von Waffen, Flugzeugen, Panzern und Dronen. Die Bruiser sind kugelsicher frontal, der einzige Schwachpunkt sind die Lufteinlässe für die Turbinen, aber die sind mit einer Panzerplatte gesichert.“
„Hal welche Kadenz hat die die Railgun?“
„Sir, auf normaler Stärke etwa fünfzehn Schuss pro Minute, voll aufgeladen etwa sechs Schüsse pro Minute. Ich würde 75% vorschlagen, damit können wir beide Fliegen mit einer Klappe schlagen.“
Kugeln schlugen ins Heck des Wagens und durchbrachen die Panzerung. Scheiße!
Ohne Vorwarnung machte er eine Handbremsen Drehung und fuhr Rückwärts über die Felder. Leider rückwärts wesentlich langsamer als vorwärts, so saßen sie auf dem Präsentierteller.
„Hal, mach die Kalibrierung für die Railgun und lad zur Sicherheit vier Panzerbrechende Sprenggranaten ins Magazin. Maximale Leistung. Sag mir Bescheid wenn wir bereit sind.“
In der Abenddämmerung sahen sie die drei Silhuetten der Helikopter am Himmel.
„Wir werden sterben wir werden sterben!“
Kann dem nicht einer das Maul stopfen? Ralf verfiel der Panik und schluchzte unkontrolliert. Emily knallte ihm volle Kanne eine und er sah sie erschrocken an und hielt dann endlich die Klappe.
„Sir, bereit und kalibriert.“
In dem Moment wo er den Schuss abfeuern wollte fuhr er durch eine Mulde und der Schuss verriss.
„Scheiße nachladen und neu kalibrieren!“
Die Front des Wagens erzitterte unter schweren Kugeleinschlägen aber kein Treffer ging durch. Er atmete erleichtert auf. Mit bangem Blick sah er auf den Reload Timer.
„Feuer!“
Die Railgun schoss und erwischte den ersten Mimik Bruiser volle Möhre. Sie sahen wie ein Feuerball aus dem Lufteinlass schoss und der Helikopter verlor rasch an Höhe. Der zweite Helikopter startete Ausweichmanöver, doch Hal konnte mit den Systemen des Wagens berechnen wo sich das Ziel in der Zukunft befinden würde. Der zweite Bruiser explodierte in einem herrlichen Feuerball bevor das brennende Wrack auf der Erde zerschellte. Bruiser Nummer drei blieb etwas zurück.
Kaz sah das Aufblitzen einer Kanone und etwas krachte mit Wucht in den Motor. Sie wurden langsamer.
„Sir, die Motoreinheit wurde beschädigt, ich kalibriere den Schuss.“
Dieses Mal explodierte die Sprenggranate Wirkungslos an der Panzerung des Bruisers.
„Nachladen!“
Wieder ein Blitz und ihre Railgun und ein Teil des hinteren Dachs wurden abgerissen.
„Fuck, verdammter Mist. Jetzt haben wie ein Problem. Mach den Raketenwerfer bereit.“
„Sir diese Raketen eignen sich nicht gegen schwer gepanzerte Helikopter!“
„Das ist alles was wir noch haben und unsere Panzerung ist völlig wirkungslos.“
„Ok Sir, Ziel ist eingespeichert.“
Kaz atmete tief durch und betete dass es klappen würde. In schneller Frequenz zischten sechs kleine zielsuchende Raketen in den Nachthimmel. Der dritte Bruiser versuchte auszuweichen und schickte Flares los, aber das waren intelligente Raketen. Sie durchschlugen die seitliche Panzerung und explodierten im Inneren. Der dicke Helikopter taumelte und taumelte in Richtung Boden und zerschellte am Boden. Alle fünf jubelten. Doch zu früh.
   Eine schwere Detonation unter ihnen und der Avenger wurde in die Luft gehoben und krachte aufs Dach. Schreie hallten durch den Innenraum.
„Sir, wir sitzen fest. Die drei waren nur die Vorhut. Es nähert sich und eine Flotte aus sechs Bruiser in Dreierteams, dazu drei Transporter und zwei Abfangjäger.“
„Danke Hal, die Art hoffnungsvoller Nachricht habe ich gebraucht.“
Konterte er sarkastisch.
„Leute seit ihr verletzt?“
„Nichts gebrochen zumindest, Ralf hat ne Platzwunde und er heult wieder.“
Kam es von Klara.
„Wir steigen aus und verwenden den Wagen als Deckung, hier kommen wir nicht raus.“
Er öffnete den Gurt und stemmte die Tür auf, Emily folgte seinem Beispiel. Sie bargen die anderen aus dem Wagen und prüften ihre Munition. Es war klar das die Hoffnung hier lebend rauszukommen denkbar gering war. Sie hörten schon das Flappen von Hubschraubern in einiger Entfernung.
Die Arschlöcher waren nicht in friedlicher Absicht gekommen.
   Emily neben ihm realisierte das auch und brach in Tränen aus. So eine starke Frau so schwach und hilflos. Er legte das Gewehr weg und umarmte sie.
„Da! Seht mal, da zwischen den Wolken.“
Er sah auf und spähte in die Ferne. Die Wolken zogen sich zur Seite und zeigten zwei große Siluetten, die eine war bestimmt fünf Kilometer entfernt und einen hoch mitten in den Wolken, die andere war kleiner und es sah so aus als würde sie sich ihnen nähern. Auf dem größen Flieger flammte etwas auf. Wie ein Raketenschwarm oder so etwas und schoss auf sie zu. Verdammt.
Sie zielten auf sie. Was immer das auch war, aber es war nicht ihr Freund.
Er drehte sich wieder zu Emily und küsste sie auf den Mund, wenn schon Tod dann wenigstens verschlungen mit seiner Freundin. Ralf heulte lautstark. Klara fand eine sehr ungewöhnliche Methode um den Jammerlappen abzuwürgen, sie küsste ihn sanft auf den Mund. Die Heulsuse verstummte augenblicklich und gab sich voll dem Moment hin. Ihrem letzten.
   Die Raketen heulten heran und wurden immer lauter und lauter und dann war es vorbei …
Kaz verschluckte sich, die Raketen donnerten über sie hinweg. Er robbte zur Kante des Wagens und spähte auf die Flotte ihrer Angreifer. In den raschen Explosionen flammten die neun Helikopter auf. Die Jäger drehten ab und wurden beide fast sofort von Raketen zerfetzt.
   Jetzt erkannte er auch, was sich ihnen näherte. Das war ein Lambda Beluga, der ging in den Landemodus und landete zwanzig Meter von ihnen entfernt auf dem Feld. Das Fronttor öffnete sich und eine Rampe fuhr herab. Nadja und Merlin rannten auf sie zu, gefolgt von Xen der einen stählernen Anker an einem Stahlseil hinter sich her schleppte. Kaz half seinem Freund dabei das Kabel am Abschlepphaken des Avengers zu befestigten und sie bargen den schwer beschädigten Wagen. Nadja half dabei den verletzten Ralf ins Innere zu bugsieren und sah nach ihm.
   Nachdem der Avenger sicher befestigt war hoben sie ab. Und er hatte ein Idee.
„Verdammt Leute, das war eine Rettungsmission, wir wären fast Hops gegangen.“
„Ohne den Swortfish Escort und den Avenger wären wir das schon längst.“
„Scheiße, der Typ hat weder Bruch noch Verstauchung, das ist ein Fake!“
Kaz trat zu dem aufgelösten Ralf und riss ihn hoch und schubste ihn nach hinten. Alle sahen ihn verwundert und erschrocken an.
„Oh mein Gott was wollen sie denn von mir? Sehen sie nicht das ich verletzt bin?“
„Schluss mit dem Spielchen. Ich hab deinen nutzlosen Arsch lange genug durch die Gegend getragen. Ich habe das Gefühl dass du ein Spion bist. Und ich mag keine Spione.“
Er griff an und deckte den Jammerlappen mit leichten teilweise nur angetäuschten Schlägen ein.
Ralf winselte und jammerte und schrie auf, aber es klang falsch.
   Er wechselte die Kampfart und seine Angriffe wurden härter und aggressiver. In Ralfs Augen sah er etwas auflodern. Es war Wut. Jetzt drehte er das Spiel um. Ralf schlug ihm mit erstaunlicher Kraft in Bauch und Gesicht und er ließ es zu. Er wolle wissen was noch dahinter steckte. Er fing an sich mehr aber zuerst nur schwach zu verteidigen. Ralf kämpfte wie jemand der wusste was er machte.
Kaz hatte ein Repertoire an verschiedenen Kampfsporttechniken erlernt und mischten den Kampf auf, Ralf konterte jeden Angriff. Kaz schmunzelte und ließ sich darauf ein. Ein intensiver Tanz entwickelte sich und wurde mit jeder Sekunde intensiver und härter. Sie schlugen schwer zu und steckten beide ordentlich ein. Er kam zu dem Schluss dass sie im Waffenlosen Nahkampf auf Augenhöhe waren. Aber es fehlt die Würze.
   Er stieß Ralf zurück und zückte sein schweres Kampfmesser. Ralf blieb nahezu gelassen. Er wich allen von Kaz Stichen und Hieben aus und ihm gelang es ihn zu entwaffnen. Kaz nahm Ralf in den Würgegriff, dieser befreite sich und würgte im Gegenzug ihn.
   Als sein Blickfeld langsam verschwamm ließ Ralf los. Kaz rappelte sich benommen auf, als Emily mit ihrem MR223 auf Ralf zielte. Ralf war vieles, aber die wehrlose Memme spielte er nur.
Sie fesselten Ralf fest und schoben ihn die Treppe hoch nach oben. Sie versammelten sich im Konferenzraum.
„Wer bist du?“
„Ralf Horrowitz, Chef der deutschen Horizon Abteilung für Luft- und Raumfahrt.“
„Und in Wirklichkeit?“
Kaz schlug Ralf ins Gesicht und dessen Oberlippe platzte auf.
„Ein schwuler Waschlappen, der den Chef gefickt hat um nach oben zu kommen.“
Ralf lachte höhnisch während ihm Blut über das Gesicht lief.
„Sollen wir dich diesmal ohne Fallschirm aus dem Flugzeug werfen?“
Ralf sah aufmerksam und nachdenklich in die Gesichter der Umstehenden. Er seufzte.
„Mole, Infiltrator und Spionageabwehr. Im Dienst seit zwanzig Jahren. Ich bin ein Geist.“
Sie sahen sich verblüfft an, Kaz hob eine Braue.
„Und das sollen wir dir glauben?“
„Infiltratoren haben einen implantierten Peilsender, Gecko genauso. Und ich hab einen Link, man kann die kleinen Narben noch ganz leicht sehen. Oder fragt Gecko doch einfach.“
„Ladies and Gentlemen, es gibt eine Situation, sie sollten alle zum Platz der Nationen zurückkehren. Polizei bereit sich darauf das Gebäude zu umstellen und zu stürmen! Ihre Familien brauchen sie.“
Kam es über die Lautsprecher des Belugas.
„Wir haben gerade keinen Swordfisch huckepack, Glücklicherweise haben wir genug Platz zum Manövrieren allerdings nicht zum Landen, dafür sind wir einfach zu schwer, das wird fummlig. Ich lasse die Heckklappe runter und ihr springt von da aufs Helipad des Hangarturms. Wir halten uns dann an den dicken Fisch und verschwinden mit dem, bis sich die Situation beruhigt.“
Kam es von der Pilotin Bobby aus dem Cockpit.
„Der dicke Fisch?“
„Na klar wir lassen dich doch nicht einfach so im Stich. Walhaie sind Raketenkreuzer der neusten Generation. Das war eine Salve Nachtschwärmer Zielsuchraketen, die sich praktisch nicht abwehren lassen. Der dicke Fisch hat einige Tausend von denen.“
Nach quälend langer Zeit gingen sie in den Landemodus und wurden langsamer. Sie sprangen alle von der Rampe etwa einen anderthalb Meter auf die Landefläche und fuhren mit dem Fahrstuhl nach und nach unten in den zweiten Stock und sie eilten durch das Haus zur Wohnung.
   In der Wohnung legten sie den gefesselten Ralf auf ein Sofa. Der Rest begrüßte sie überschwänglich. Anna begrüßte ihn.
„Glück gehabt Großer. Wir weniger, deine Rettungsmission ist jetzt ein Geiseldrama mit Komplizen in Form der Schwestern und vielen Toten und tja, Polizei und das GSG9 sind auch dem Weg.“
„Papa, Papa, Papa.“
Amber und Jack schossen auf ihn zu und umarmten ihn. Amber weinte.
Wolf las Zeitung als würde gar nichts passieren. Yusuf kam angerannt, er lachte gackernd und umarmte Ralf herzlich.
   Kaz schreckte auf.
„Yusuf, was machst du da? Woher kennst du den?“
„Von der Akademie, er ist ein Geist. Ein Infiltrator so wie ich.“
Ralf gab auf.
„Es tut mir Leid, aber ich musste meine Rolle spielen solange ich mir nicht sicher sein konnte, dass ich unter Freunden bin. Aber mit Yusuf hier kann ich mir sicher sein. Und bitte nehmt mir die Fesseln ab. Ich bin auf eurer Seite.“
„Und was ist mit deinem verdammten Bein?“ Klara kochte.
„Ich weiß wie man Fallschirmspringt und habe mir etwas in der Art gedacht, also hab ich mein Bein mit einer speziellen Schminke präpariert, die bei einem harten Aufprall ihre Farbe wechselt.
Ich hab‘s schlecht getimed, also ist es nur angestaucht, aber nicht gebrochen.“
„Ich hab deinen Lügenarsch durch die Gegend geschleppt du lügender Drecksack.“
Kaz war bei dem Arsch und schlug ihm volle Kanne mit der Faust und auf die zwölf. Die lächerliche Brille sprang von der Nase und Blut schoss aus der Nase.
„Hey lass das! Du hast ihn schon genug zu Brei geschlagen.“
Klara schlüpfte aus ihrem T-Shirt und stoppte damit die Blutung. Ralf war jetzt ganz ruhig und nichts erinnerte mehr an den weinerlichen Saftsack. Er schob Klara mit gefesselten Händen sanft zur Seite.
„Ich wusste, das nach dem Anschlag im August auch Nummer zwei, also ich, dran war. Ich war der Köder, um einen gefährlichen Gegner aus dem Schatten zu locken. Die können es sich nicht leisten wenn ich die Konzernführung nach Johnny und Liz übernehme.“
„Und wer soll das sein?“
„Die Spinnenkönigin, die Herrscherin von Mimik, Liz.“
„Das ist doch völlig Absurd, Sie ist tot.“
„Ganz im Gegenteil, sie und Mara Bluhm gibt es gewissermaßen zweimal. Einmal durch den Link, das war Johnnys geniale Idee und die zweite durch eine Erfindung namens Blue Matter oder Blaustoff. Letzteres wurde entwickelt um Menschen empfänglicher für schwere Augmentiereungen zu machen, aber eigentlich ist es ein Mittel, mit dem man Treibstoff auf Wasserstoffbasis herstellt. Es wandelt Nervenzellen in einen Stoff um, der mit Cyborg-Körpern sehr gut kommuniziert, das hat man zufällig bei einem Unfall mit Blaustoff entdeckt. Projekt MSB und FSB. Steht für Male oder Female Security Body. Mara Bluhm war die erste deutsche Empfängerin von Blaustoff, danach kam Ryan Solomon und als dritte Liz Engström. Eine schwere und extrem schmerzvolle Prozedur, die in vielen Fällen zu katastrophalen Charakterveränderungen führt. Deshalb wurde das Projekt von uns aus eingestellt, aber Horizon in Russland verwendet es weiter. Hat es weiter verwendet. Unsere russische Zweigstelle wurde ausradiert, von der Karte gestrichen, mit nuklearen Sprengköpfen. achttausend Menschenleben einfach so ausgerottet. Von Mimik.“
„Du willst mir also erzählen, dass die Toten gar nicht tot sind, sondern uns einfach nur terrorisieren wollen? Und was ist mit Johnny, Helena, Emma und meinen Eltern. Leben die auch noch?“
„Sorry, darüber darf ich dir keine Auskunft geben“
„Er hat recht,“ mischte sich Wolf ein „Projekt Eden ist streng geheim.“
„Was ist das denn bitte wieder?“
„Damit sind wir wieder lebendig geworden, glaube ich“ meldete sich Emily.
„Ganz recht, allerdings wird man nicht in die gleiche Gestalt wiedergeboren, bis auf einige seltsame Ausnahmen wie es mir scheint. Ich weiß nicht was Johnny damit bezweckt.“
„Das heißt mein Bruder lebt und zieht weiterhin die Fäden?“
„Kann ich mir gut vorstellen.“
„Und du, wer oder was bist du?“
Kam es von Anna.
„Ich bin Ralf, man nennt mich Mole und ich bin ein Infiltrator und in der Spionageabwehr tätig. Dazu Johnny rechte Hand und Experte in CQC. Den schwulen weinerlichen Waschlappen musste ich spielen, ich hasse diese Rolle zutiefst.“
„Warum weinerlich?“
„Weil ich aus irgendeinem Grund meine Tränendrüsen steuern kann. Schaut her.“
Plötzlich strömten Tränen über Ralfs Wange und er wimmerte äußerst überzeugend.
„Stehst du auf Frauen?“
Klara wollte es wissen.
„Ich bin bisexuell also ja. Komm doch her, schöne Frau.“
Klara rückte auf dem Sofa näher an ihn heran und Kaz und Emily verdrehten genervt die Augen. Er hatte nicht so wirklich Lust darauf, Klara und Ralf knutschen zu sehen, während das GSG9 ihnen aufgrund einer falschen Fährte auf den Fersen war. Am Fenster warf er einen Blick nach draußen.
Mittlerweile alles voller Polizei und oben kreisten Nachrichtenhubschrauber und ein Paar der Polizei. Na toll. Mehrfacher Mord, Entführung und was man ihm noch anhing. Das war mehr als einmal Lebenslänglich.
   Im Kino liefen die Nachrichten. Klara hatte die Fesseln durchgeschnitten und knöpfte gerade Ralfs Hemd auf, Wolf las Zeitung. Akira las in einem Sessel ein Comic, Amber spielte mit Lucy fangen, Jack stand mit einer Cola auf der Galerie und beobachtete das Treiben, Karl lag vor der Küche und schlaberte Pfirsiche weg und der Rest guckte Nachrichten.
   Interessante Geiselsitutation. Tamara und Xen waren wieder bei ihren Kindern in der Wohnung.
Er ging an dem Sofa mit Yusuf und Nadja vorbei, die schmusten und sich sanft küssten und nach oben in Richtung Kino. Emily saß versteinert auf einem der Sessel und starrte mit Wut auf die Leinwand. Helikopterbilder von der Landung ihres Belugas. Dann wurde er in einem sehr unvorteilhaften Bild gezeigt und dazu die Entführungsopfer.
„Die Republik ist geschockt von einer der dreistesten Entführungen seit langem. Der durchgeknallte Psychopat Sebastian Solomon hat schwer bewaffnet das Konzerngelände von Horizon betreten und sich eine blutige Schneise bis zu seinen Opfern gebahnt. Die Schwestern Emily und Klara Strauss und der angehende CEO Ralf Horrowitz. Mit seinen Opfern und einem Komplizen gelang ihm die Flucht in einem Lambda Beluga und ist vor wenigen Minuten in seiner Wohnung eingetroffen, wo ihn seine Komplizen erwarten. Wir erwarten, dass die Polizeistreitkräfte mit diesem Verbrecher kurzes Spiel machen werden …“
Er mutete den Ton. Er setzte sich neben seine beste Freundin, die zu weinen angefangen hatte und umarmte sie.
„Das waren doch alles nur Lügen. Ohne dich wären wir jetzt alle drei tot. Und die haben eiskalt ein Double von dir da durchgejagt. Und zeigen natürlich nur die Szenen dir ihre Narrative bestärken. Das wussten die, da ist einer rein der so aussah wie du und hat alle plattgemacht, Hal hat mir deine Aufnahmen der AR-Brille geschickt und die zeigen ein ganz anderes Bild. Aber woher wusstest du von dem Angriff?“
„Ralfs merkwürdige Einladung und die Umstände, ich hatte da so ein ganz mieses Bauchgefühl.“
„Zum Glück, ich will nicht schon wieder Hops gehen, nicht so schnell. Und Ralf ist ein Blödmann, dass er uns so verarscht hat. Man, ich weiß nicht wie Klara den gut finden kann. Meinst du wir sind hier sicher?“
„Guck dir Berlin Solomon an und du weißt die Antwort. Ich wette das alles hier ist ein einziger Bunker. Nur das Problem der schwarzen Geister ist, dass sie sich verraten, wenn sie jetzt zu früh eingreifen. Ich weiß nicht was uns blüht. Jedenfalls halten die Geister zusammen. Ich mach mal wieder an. Soll ich dir deine Lieblingsdecke holen und ein paar Snacks?“
„Oh bitte, bitte. Nein warte ich komme mit hoch, da haben wir einen Fernseher nur für uns.“
„Wie du möchtest. Der Wachdienst hat mir mitgeteilt, dass sämtliche Eingänge und Einfahrten verriegelt sind. Und ich hab beide Türen fest abgeschlossen. Ich möchte sehen wie die da durchkommen wollen. Die Eingesperrten im Center unten freuen sich über die kostenlosen Snacks der Cafés und Restaurants. Über Studio und Schwimmbad kommt da keiner rein.“
Zusammen gingen sie hoch in das Schlafzimmer, wo Anna schon spärlich bekleidet Nachrichten sah und Chips mampfte. Sie schlüpften aus den schweren Sachen und gesellten sich dazu.
„Guck mal, die haben Hauptkommissarin Andrea Wolf vor Ort.“
„Frau Wolf, wie gedenken sie vorzugehen?“
„In erster Linie nicht die Taktik nicht im Fernsehen verraten. Aber so viel. Wie haben alles großzügig abgesperrt, wir haben Scharfschützen postiert und der Luftraum ist jetzt abgesichert. Wir überlassen es dem GSG9 mit der Geiselbefreiung fortzuführen, die sind in wenigen Minuten da. Dann geht alles ganz schnell.“
Es knackte plötzlich laut, wie wenn jemand der auf ein Mikrofon klopfte.
„Sehr geehrte Polizei, liebe Freunde der GSG9. Dreht ab und zieht euch zurück. Ihr betretet militärisches Sperrgebiet. Das ist eine Warnung, wenn ihr nicht hört, werden wir Warnschüsse abfeuern. Ende.“
Die köperlose Stimme verebte. Die Reporterin wirkte verunsichert.
„Kein Grund zu Sorge, leere Drohungen um uns abzuschrecken.“
Kaz setzte sich auf und öffnete die Blendung der Fenster. Jetzt war er doch selbst gespannt.
„Soll dich die Welt ernsthaft in Boxershorts mit zwei Weibern im Bett sehen?“
„Zieh dir halt was an meine liebe Emily.“
Er zog sich eine Jogginghose und ein T-Shirt über und kramte in seiner Schublade nach dem Nachtsichtgerät und einem Fernglas. Die Polizisten unten schienen zu tuscheln. Dann ging schrittweise das Licht aus. Der Strom war aber hier drinnen noch da.
„Was hat das zu bedeuten, Frau Wolf.“
„Ich beende das Interview. Ich muss nach dem Rechten sehen.“
„Eilmeldung, an den Zufahrtsstraßen zum Platz der Nationen, schieben sich schwere Stahlschranken aus dem Boden. Wir kommen weder raus noch andere rein, wir sind von der Außenwelt abgeschnitten! Und hört ihr das? Da kommen endlich die Helikopter der Polizeispezialkräfte.“
Kaz sah nach draußen. Plötzlich wurden unzählige Nebelgranaten in die Menge der Polizisten gefeuert. Unter den Polizisten brach Unruhe aus. Noch war aber kein Gegner zu sehen.
Er suchte die Dächer ab und machte ein paar Polizeischarfschützen aus, er winkte ihnen zu. Und er machte noch etwas anderes aus. Die Siluette eines nachtschwarzen Orcas ohne Lichter der sich schnell ihrer Position näherte. Zwanzig Meter über dem Hochhaus verharrte er in der Luft.
Das war nicht das GSG9. Die in den Nachrichten checkten das auch. Die gingen mit der Kamera aus der Luft nahe an die Orcas ran. Schwer gepanzerte Gunships vor Waffen und Raketen starrend.
„Das ist keine Übung, ihr stört eine militärische Übung. Unsere Scharfschützen haben eure im Visier, ergebt euch, heute Nacht muss keiner Sterben. Und dreht ab GSG9, das sind Orcas kein Spielzeug.“
Die Polizistin dachten gar nicht ans Aufgeben, auch nicht im Angesicht von vier Orcas.
Schüsse knallten durch die Nacht als Die Scharfschützen auf die Orcas Feuer eröffneten. Völlige Verzweiflungshandlung. GSG9 Kräfte seilten sich über dem ihrem Haus von Helikoptern ab.
Acht schwarze Swordfish tauchten aus dem Nichts auf. Sie flankierten die schweren Orcas. Dann seilten sich schwarze Geister aus allen zwölf Flugzeugen ab und überwältigten und fesselten die Polizeischarfschützen. Dann verschwanden sie mit ihren Opfern in den Gebäuden. Noch mehr Geiseln, so wird das auch nichts. Angriff eines Polizisten war schon so eine Sache.
GSG9 Polizisten versuchten vergeblich sich zu Zugang zu verschaffen. Er grinste, tja so eine Festung ist schon doof Jungs.
   Dann flackerten die Aufnahmen und das Bild wackelte enorm. Er wusste auch warum, die Orcas schossen Warnschüsse mit Leuchtspurmunition ganz nahe an den Nachrichtenhelikoptern vorbei.
In der dichten Nebelsuppe am Grund konnte man nichts erkennen. Die Sendewagen sendeten nicht mehr. Die Helikopter der Nachrichtensender drehten ab. Die der Polizei blieben auch nach den Warnschüssen.
   Er probierte etwas und schaltete auf den kleinen Sender des BIT um. Jemand filmte von einem der Balkone hier am Platz der Einheit. Nein mehrere Filmteams und Kamera-Dronen. Einer der GSG9 Hubschrauber erzitterte heftig unter Einschlägen von großkalibrigen Waffen. Angeschlagen drehte er ab und verschwand in die Nacht. Fünf blieben zurück, drei von der Polizei und zwei vom GSG9.
„Das war die letzte Warnung. Dreht ab oder wir wenden tödliche Gewalt an.“
Die Stimme klang absolut humorlos. Nach ein paar Minuten drehten die fünf Helikopter geschlagen ab und suchten ihr Heil in der Flucht. Was bitte sollte das? Das machte doch alles nur noch schlimmer!
   Dronen mit Nebelwurfbechern deckten das Dach ein und das GSG9 versank in dichtem Nebel.
Er wusste schon was man sehen würde, wenn der Nebel verschwand und drehte sich um. Anna und Emily küssten sich und bemerkten ihn gar nicht. Haben alle nur das eine im Kopf?
   Er ging runter, Nadja und Yusuf gingen hoch. Klara und Ralf waren nicht da. Akira saß einsam in ihrem Sessel und sah Amber beim Spielen zu. Auf halbem Weg warf ihm Jack etwas zu, eine kalte Cola Dose. Hieß das, dass er ihm nach der Sache im Herbst verziehen hatte? Er hoffte es sehr.
Sie hatten schon alles geschmückt. Eine vier Meter hohe Tanne mit traditionellem Baumschmuck. Morgen wollten sie in die Kirche gehen, das fiel wohl ins Wasser. Traurig.
Plötzlich hämmerte jemand an die Tür. Das war Benj in seinem Kampfanzug. Er hatte eine gefesselte Person mit einem schwarzen Sack über dem Kopf dabei.
   Kaz machte auf und ihm wurde die Person regelrecht in die Arme geschubst. Dem Schrei nach war es eine Frau. Bitte nicht Hauptkommissarin Wolf. Er zog den Sack von dem Kopf, doch es war sie.
Ihre Augen weiteten sich, als sie ihn erkannte. Sie war äußerst zornig, trotzdem löste er den Knebel.
„Was fällt dir Drecksack ein, diese Show abzuziehen und jetzt auch noch die Polizei mit in die Sache zu ziehen und das GSG9? Du bist mir eine Erklärung schuldig!“
Jetzt endlich faltete Wolf die Zeitung zusammen und näherte sich ihnen.
„Guten Abend Frau Wolf. Merkwürdiger Zeitpunkt für einen Besuch.“ Witzelte er.
Andreas Augen loderten hasserfüllt.
„Ich glaube Hal und Lara sollten ihr den Film zeigen.“ Kaz guckte verständnislos.
„Welchen Film denn bitte?“
„Na Lara hat sich doch in das Netzwerk eingeklinkt und alle relevanten Kameraaufnahmen gesichert. Dazu den Live-Feed eurer Headsets.“
„Wann wolltet ihr mir das sagen?“
„Der Film wurde vor 130 Sekunden fertig gerendert. Er startet in zehn Minuten im Kino“
Kaz nickte wissend. Andrea starrte ihn nur verständnislos an. Wolf führte sie schon mal hin, während Kaz den Rest seiner merkwürdigen Familie einsammelte. Akira trug er und die drei Liebespärchen sammelte er auch ein. Alles Lustmolche und zwei Pärchen erwischte er im Akt als er klopfte.
Ihr nehmt es euch echt zu einfach in dieser Krise.
Dann saßen sie endlich mit Softdrinks und Popcorn im Kino und starrten auf den Counter. Bei Null tauchte ein Datum auf. Stimmen unterhielten sich auf Russisch.
„Unsere Rache startet heute. Diese Diebin will ich leiden sehen, nehmt ihr das was ihr am meisten bedeutet, ihre Beweglichkeit. Ryan du machst deinen Bruder kalt, ich kümmere mich um das Hauptgericht, diesen lügnerischen Bastard, der diese falsche Schlampe fickt. Amber bleibt für den Schluss, sie ist mein.“
Bilder wurden dazu eingeblendet. Die Spinnenkönigin alias Liz, Vera alias Mara und Ryan.
Dann die Bilder von dem Attentat auf Akira, diese schluchzte heftig auf. Die Prügelei mit Jack, Ryan hielt seine Schläge sichtbar zurück und er wirkte als ob er litt.
   Die Bilder mit Liz persönlich waren intensiv. Kamera Blickwinkel von Straßenkameras zeigten Kaz Erlebnis aus mehreren Perspektiven. Die Schusswechsel waren heftig. Schwärze. Erneut ein Gespräch auf Russisch.
„Ryan hör auf dich zurückzuhalten, er ist nicht mehr dein Bruder, er ist dein Gegner! Mara, für dich gilt dasselbe. Kaz hat die Warnung bekommen, jetzt kommt unsere nächste Phase.“
Ein Mann, der sich als er verkleidet hatte erschoss unzählige Wachen. Andere Männer zogen Unformen des Horizon Wachschutzes an und schwärmten mit schweren Waffen aus. Und dann seine Perspektive, die Rettung und die Flucht. Der dicke Fisch wurde aus der Sache herausgelassen. Und dann den Interventionsversuch der Polizei und des GSG9. Am Ende flackerte das Symbol der Geister über den Bildschirm.
   Packend und intensiv inszeniert, dass würde gut einschlagen.
„SIR, Die Einsatzleitung ruft sie, Ripper und Wolf. Mimik hat erneut zugeschlagen.“
Unauffällig schoben die drei sich aus dem Kino und folgten Wolf aus der Wohnung zum Fahrstuhl.
„Mimik, Liz, wie auch immer, sie haben uns angegriffen, dieses Mal direkt. Adam will uns sehen, er leitet diesen Einsatz. Eigentlich seit ihr noch nicht bereit, aber folgt mir in meinen Bau.“ Wolf.
Damit hielt er seinen Transponder hoch und machte an der Wand einen … Retina Scan.
Der Aufzug schoss in die Tiefe. Sehr weit hinab in die Tiefe. Dann öffneten sich die Fahrstuhltüren und Wolf rannte durch ein Gewirr von breiten weißgestrichenen Gängen, ihnen liefen aufgeregt wirkende Menschen in weißen Uniformen entgegen. An einer großen Tür blieben sie stehen und bewaffnete schwarze Geister machten ihnen auf. Sie standen in einer Kommandozentrale, die locker fünfmal so groß wie die in Hals Fabrik war. In der Mitte war ein riesiger Tisch über dem ein Hologram schwebte. In Rängen saßen dutzende von Leuten, wenn nicht hunderte. Er kam sich vor wie in Star Wars. Und die Stimmung schien ernst zu sein. Sie nahmen Platz. In einer goldenen Uniform stand Adam in der Mitte und redete.
„… Sigma will sich nicht mehr einmischen, nachdem sich ein Schiff von der Größe eines Superwals aus dem Orbit auf Berlin Solomon abgesenkt hat. Es ist ein Stealth Schiff von Mimik, und die vermutete Jacht der Spinnenkönigin. Das würde erklären, warum alle Transporter von Mimik plötzlich von dem Radar verschwunden sind. Momentan sind sie zwei Kilometer über dem Grund über unseren Köpfen und warten. Trotz des Trubels von vorhin, dürfte man ihre Anwesenheit schnell bemerken, auch wenn die Luftwaffe nichts in ihrem Arsenal hat, was diesem Schiff etwas anhaben kann. Ich mag keine Referenzen, aber was macht man gegen ein Raumschiff von der Größe eines Sternzerstörers? Und über Berlin darf dieser Koloss auf gar keinen Fall abschmieren, viele Millionen unschuldige Leben sind in Gefahr. Mimik hat eine Russlandoffensive gestartet und attakiert von Osten her. Eine Armee aus Kampfläufern unterstützt von Sabres und Bruisers. Die Russen reagieren panisch. Und rufen verzweifelt um Unterstützung. Deutschland wird definitiv eingreifen. Diese Armee darf auf gar keinen Fall in Europa einmarschieren. Ich …“
Kaz starrte entsetzt auf das Holgramm, ein Landeschiff oder sowas näherte sich dem Platz der Nationen eins. Das Die Polizei hier nicht reinkam war eine Sache, aber Mimik und die durchgeknallte Liz war etwas ganz anderes. Fuck, seine Familie und Freunde waren alle hier.
Alarmsirenen schrillten. Die Personen auf den Rängen sprangen auf und rannten aus dem Saal. Sie wollten auch aufspringen, aber Adam hielt sie zurück. Verdammt, der war ja bleich wie ein Gespenst.
„Vor den anderen wollte ich es nicht sagen, aber vor euch schon. Der Kampf ist persönlich. Sahid und mein Vater wurden von der Bande entführt. Und ich komme hier nicht weg. Bitte befreit die beiden. Wir schicken euch einen Lambda Hammerhead hoch, die sind kaum zu orten. Wir wissen nicht, wie lang dieses Schiff dort oben bleibt. Im Orbit kommen wir nicht mehr an sie heran und die Mimik Zentrale ist nicht zu knacken. Jedenfalls jetzt noch nicht. Springt da rauf und geht rein und versucht die Kontrolle zu bekommen. Die Mission ist nicht offiziell, wenn sie schief geht, dann geht das auf meine Kappe. Und jetzt … was ist das denn?“
Kaz war vor einen Bildschirm getreten und sein Herz krampfte sich zusammen. Mimik war eingedrungen und entführten ihre Familie und ihre Freunde. Er ballte die Hände zusammen.
„WO sind die Anzüge?“
Brüllte Wolf. Adam rannte los und sie hinterher. Hier war doch alles viel zu groß. Sie rannten dem Araber hinterher und in einen Raum, wo ein eingespieltes Team ihnen neue Anzüge anlegte. Er hatte einen Berserker Anzug für Nahkampf. Die Unterarmklingen ließen sich mit einem Schnappen ausfahren. Sie schnappten sich schwere Waffen und rannten zum nächsten Aufzug in den zweiten Stock. Die Wohnung war regelrecht verwüstet. Er fand Akiras blutbespritzte Regenbogenperücke. Nur Lucy und Karl waren bei bester Gesundheit und hatten sich versteckt. Vom Rest fehlte jede Spur. Auch die Angestellten Wohnungen waren leer. Xen, Tamara und ihre vier Kinder … weg. Alle waren weg! Verdammte Scheiße! Er schlug wiederholt gegen die Wand, der Putz platzte unter der Wucht der Schläge ab.
   Das waren mehr als zehn Geister in der Gefangenschaft dieser Bastarde und alles was ihm lieb und teuer war. Die falsche Liz würde dafür bezahlen.
   Dann rannten sie voller Wut zum Flugdeck und sprangen in den startenden Hammerhead.
Durch die Visiere waren ihre Gesichter nicht zu sehen, aber sie drei zitterten vor Wut und vor Angst.
„Jack, keine Gefangenen. Was machst du wenn dir die Munition ausgeht?“
„Ich stech das Schwein ab bis es in einer Blutlache daliegt.“
Wolf hatte keinen Einwurf gehabt und schwieg. Sie stiegen schnell. Adam sah alles durch ihre Helmkameras.
„Absprung in einer Minute. Ich flieg niedrig rüber und verpiss mich dann. Euer Zeitfenster für euren Absprung ist verdammt klein.“
Sie nickten und checkten ihr Equipment und prüften den Kugelstand ihrer Waffen.
Jetzt konnten sie es mit einer kleinen Armee aufnehmen, was ihnen auch bevorstand.
Die grüne Lampe ging an und sie sprangen. Auf dem Metalldeck sah es aus wie auf dem Flugdeck eines Flugzeugträgers. Gemischt mit der schweren Bewaffnung wie auf dem dicken Fisch. Der Tag nahm auch kein Ende.
   Jetzt ging es um Schnelligkeit und es schien hoffnungslos. Drei gegen zig Tausende. Hoffentlich kickte der Rausch ordentlich. Und Jack musste sich jetzt beweisen.
   Was er tat indem er die ersten acht Gegner erschoss und dem neunten sein Messer in die Kehle rammte. Guter Junge, aus dir wird doch noch ein echter Solomon.
   Mit gewohnter Präzision metzelten sie sich durch das Schiff. Der alte Wolf teilte auch gut aus.
dreiundachtzig Tote später trat er eine schwere Tür ein und sie betraten einen regelrechten Saal mit einer Galerie. Er rannte durch den Raum, all ihre Freunde waren hier, gerettet!
„Was gedenkst du da zu tun, Dagger?“
Liz Stimme ließ ihn nach oben sehen. Sie trug ein stark durchscheinendes weißes Kleid und hielt ein Glas Rotwein in der rechten augmentierten Hand du sah ihn amüsiert an.
„Meine Freunde retten.“
„Ein Mörder hat Freunde. Schwer zu glauben, aber hier bist du. Hat dich Liebe geführt oder Loyalität.
Zu mir warst du nicht loyal, das wird deine liebe Anna bezahlen. Du hast eine letzte Chance. Schließ dich mir an und an meiner Seite wirst du großes vollbringen.“
„Dir Spinnenfotze das Maul stopfen vielleicht.“
Etwas verärgert nippte sie an ihrem Wein.
„Macht die anderen beiden kalt, Dagger gehört mir.“
Sie warf das Glas weg und sprang behände über das Gelände. Sie wog doch höchstens halb so viel wie er. Aus den Blickwinkeln sah er wie Wolf von Mara und Jack von Ryan beharkt wurde.
Sein erster Schlag war mit voller Wucht und sie wich einfach aus. Ihr Tanz begann. Egal was er machte und wie er angriff, sie blockte oder wich seinen Angriffen einfach aus. Und sie traf ihn hart mit jedem Schlag. Er steckte trotz Anzug hart ein. Wie konnte jemand so kleines und zartes so hart zuschlagen? War das alles nur dank ihres Cyborgkörpers? Egal er fuhr die Klingen aus und sie fuhr zurück.
Aber nur kurz. Er beobachtete wie aus ihren augmentierten Unterarmen Klinken ausfuhren mit denen sie ihn schnell und brutal attackiert. Er musste in die Defensive gehen und versuchte ihre Angriffe zu blocken. Als sie ihm die Klinge durch die linke Schulter rammte grunzte er schmerzerfüllt.
Danach hatte sie ihn schnell und beinahe tödlich. Sie kniete auf seiner Brust und riss ihm die Maske vom Gesicht. Sie gab ihn einen Kuss und legte die Klinge an seine Kehlte.
„Jetzt könnte ich dich einfach so vernichtend schlagen. Aber stattdessen lasse ich dich … euch leben und eure Familie und Freunde bezahlen den Preis. Ihr werdet sie nie wieder sehen. Und Emily und Amber mache ich zu Meinesgleichen. Darauf freue ich mich schon. Sag tschüss, du Wichser.“
Und die Klinge fuhr zurück und sie schlug ihn eigenhändig K.O.

*
„Hey wacht auf, ich friere mir die Eier ab.“
Wolfs Stimme weckte ihn auf. Er blutete aus mehreren Wunden. Verdammt sie waren aneinander gefesselt. Und sie waren nackt, im Dezember. Großartig.
„Wir wurden heftig gedemütigt und sind verletzt, ich könnte einen Arzt vertragen, also hoch die Ärsche und es wird marschiert. Ich vorwärts ihr seitwärts.“
Mühsam rappelten sie sich auf. Jack wirkte benommen und resigniert.
Verdammt, ihm tat jetzt schon alles weh und seine Wunden schmerzten in der Kälte.
„Auf geht’s, eins zwei, eins zwei, eins zwei.“
Mehr schlecht als recht bewegten sie sich über den verschneiten Acker irgendwo im Niemandsland.
Aber sie sahen Lichter in etwa zwei Kilometer Abstand. Ein kleines Dorf.
„Habt ihr auch so aufs Fressbrett bekommen?“
„Ja, meine liebe Tochter scheint mich echt zu hassen.“
„Ryan hat mich gar nicht erkannt glaube ich. Aber jeder Schlag war wie ein Sack Ziegel. Wir haben immer zusammen trainiert, er weiß wie ich kämpfe und er hat es gegen mich ausgenutzt.“
„Liz hat mich einfach nur gedemütigt. Ich hab so Angst um alle. Ich will nicht wissen was sie mit ihnen vorhat. Und Amber, sie …“
„Halt die Fresse und konzentrier dich aufs rennen. Ich will gar nicht wissen was die Schlampe mit meiner Freundin anstellt und erst mit Mama und Emily.“
Schweigsam rannten sie gefesselt und nackt durch die Kälte während ihnen alles abfror.
„Hilfe ist auf dem Weg.“
„Wie denn das bitte?“
„Der Hochrangige Geister und Infiltratoren bekommen einen Peilsender implantiert. Hör mal in die Nacht, das ist ein Swordfish.“
„Und warum machen wir uns zum Affen und rennen durch die Kälte.“
„Um uns in Bewegung zu halten, ganz wichtig bei Kälte.“
„Das hast du dir ausgedacht.“
„Weiß ich nicht mehr, ich werde auch langsam senil.“
„Könntet ihr alten Säcke dir Klappe halten? Ich spüre meine Zehen nicht mehr.“
„Solange du deine Eier noch spürst ist alles ok Jungchen.“
„Halt doch die Klappe Wolf. Mir ist gar nicht zum Lachen.“
Das Flugzeug flog niedrig über sie hinweg und landete fünfzig Meter vor ihnen auf dem Acker. Sie rannten und erreichten die Laderampe hoch ins warme Innere. Schwarze Geister reichten ihnen Unterwäsche dicke Wollsocken, Ein Sanitäter flickte sie notdürftig und sie schlangen dicke Wolldecken um ihre Schultern.
   Der Swordfisch landete auf dem Helipad des Berlin Solomon Krankenhauses und sie wurden fachmännisch geflickt und in Dreibettzimmer verfrachtet.
Nach einer Stunde tauchte Adam schwer geknickt bei ihnen auf.
„Alles war umsonst. Ihr wurdet besiegt und schwer gedemütigt, die Mission schlug fehl und das Schiff von Mimik ist auf dem Weg nach Sibirien. Und geliebte Menschen … ach ich will gar nicht weitersprechen. Die Niederlage können wir Geister nicht so stehenlassen. Die Leben tapferer Geister und Unterstützer in den Händen der Spinnenkönigin stehen auf dem Spiel. Es gibt da eine Sache. Aber das ist ein Ticket ohne Wiederkehr. Und es wird einmal Hölle und zurück. Aber damit haben wir vielleicht eine Chance. Es nennt sich das Osiris Projekt.“
Der ägyptische Gott der Toten. Das klang doch wunderbar. Er wechselte Blicke mit Jack und Wolf und die beiden nickten.
„Wir sind dabei.“
Hölle hin oder her, wenn eine Chance bestand ihre Liebsten zu retten, dann ab ins Gefecht.