LEGO MOC – Kompressor mit Druckschalter

LEGO Kompressor

Nein, drei Beiträge an einem Tag sind nicht genug, hier kommt noch einer 😀

Ich habe vor ein paar Jahren einen 6-Axis-Robot aus LEGO Teilen gebaut, der ziert auch die Startseite des Blogs und bekommt auch irgendwann nochmal ein zwei Beiträge.
Der „Kopf“ des Roboters hatte einen pneumatischen Greifer, der über einen langen Schlauch mit einem motorisierten Pneumatik-Ventil verbunden war und der wiederum Anschluss an einem Kompressor aus LEGO Teilen hatte.
Die Krux beim LEGO Pneumatik System ist, dass die Verbindungen bei einem zu hohen internen Druck aufplatzen und bei mehreren Metern verlegten Schläuchen ist so eine Fehlersuche definitiv nicht angenehm und frisst Zeit. Also musste ein Druckschalter her, der den Kompressor bei einem bestimmten Druck ausschaltet.

Keine neue Idee, aber das ist meine Version davon. Eine stabile Konstruktion mit zwei Power Functions XL Motoren, die vier Pneumatikpumpen antreiben. Anhand eines Druckmessgerätes (extrem seltenes LEGO-Teil) kann man verfolgen, welcher Druck im Inneren des Systems vorherrscht.
Gespeichert wird die Luft in zwei Lufttanks (ebenfalls ein sehr selten gewordenes Teil).
Der Druckschalter, besteht aus einem Kolben, der gegen einen Arm drückt, der einen Schalter betätigt. Gegen den Arm drücken von der anderen Seite zwei harte LEGO Technic Federn. Bei einem Druck von etwa 2,4 bar schaltet der Kompressor ab und schaltet erst wieder an, wenn der Druck innerhalb des Systems stark abfällt.

Hier noch ein paar Bilder:

Das Osiris Projekt – Teil 1- Kapitel 28

28. Jack – 3.W. Juni 2045 – Samstagnacht.

Jack schluckte, seine Kehle fühlte sich trocken an. Was war denn nur passiert. Er hatte beobachtet wie Akira in eine der Wohnungen eingestiegen war, dann war überall das Licht ausgegangen und ihm war schwarz vor Augen geworden. Er machte die Augen auf. Neben ihm saß Karl und züngelte ihn an. Er bemerkte, dass er an Händen und Füßen mit Kabelbindern gefesselt war. Verdammter Mist. Rechts neben ihm lag Amber, die noch bewusstlos war. Er setzte sich auf und starrte Kaz in einer merkwürdigen Kluft an. Ihn hatte man doppelt und dreifach gefesselt. Neben ihnen lagen noch Akira und Anna, Kaz Verlobte. Die Mädchen schliefen alle. Kaz sah ihn an und sagte etwas Merkwürdiges.
„Karl, weißt du was ein Seitenschneider ist? Im Schuppen ist einer. Roter Schrank, dritte Schublade von unten. Holst du mir den bitte?“
Was war denn das bitte? Das war eine doofe Echse, was sollte die schon ausrichten können. Aber Karl schoss in den Schuppen und sie hörten ein Klappern und ein Scheppern. Fünf Minuten später kam das Viech wieder. Mit einem gottverdammten Seitenschneider im Maul. In was für einer Welt leben wir eigentlich, wo das möglich ist?
„Guter Junge, kannst du mir die geben. Gleich bekommst du ein paar schöne Pfirsiche.“
Karl drückte Kaz den Seitenschneider in die Hand und sah ihn erwartungsvoll an. Es dauerte ein bisschen aber dann waren Kaz Hände frei, und dann die Füße. Sein Onkel befreite erst ihn und dann die beiden Mädchen und Anna. Jack schoss in die Küche um sich den ekelhaften Geschmack im Mund auszuspülen. Als er zurückkam rappelten sich die beiden Mädchen auf und Kaz war gerade dabei Anna wach zu schütteln. Trug Kaz seinen Kampfanzug unter den schlabbrigen Klamotten? Warum war er eigentlich gefesselt?
„Sorry Jack, ich hab dir Unrecht getan und du hattest einen echt guten Riecher und ich hab einfach nur gepennt. Wie ich sehe seid ihr drei ein gutes Team. Es tut mir Leid und trotz des Zwischenfalls mit Suzi bekommst du deinen Schlüssel wieder. Aber ich werde die Kombination der Waffensafes ändern und Annas AWM wegschließen.“
Wie bitte? Das Scharfschützengewehr gehörte dieser schlanken schönen Russin?
„Oh man, warum bekomme ich eigentlich auf den Deckel wenn ihr irgendwas Doofes macht. Weiht mich doch auch ein. Was war denn los?“
Kam es von Anna. Kaz war jetzt ganz ernst.
„Das war eine Warnung der Geister uns nicht in ihre Angelegenheiten einzumischen. Ich glaube nicht dass Alpha beim nächsten Mal Gnade walten lässt.“
Akira und Amber starrten Kaz verständnislos an, Anna wirkte nervös und Jack war ratlos. Alpha war einer der Geister, so wie Dagger.
„Was habt ihr denn entdeckt?“
Fragte Kaz.
„Nicht viel, nur dass diese Wohnungen perfekte Aussicht und Überblick bieten. Und du?“
„Die Verbindungswände zwischen den Türmen werden als Lagerräume verwenden. Der Gang wo ich war für Waffen und Ausrüstung. In anderen vermute ich Lebensmittel, Sanitärartikel und medizinisches Equipment. Der Mittlere ist ein kompletter Bunker und ich in einen Aussichtspunkt eines Snipers gestolpert. Unter dem Sofa war ein M82A1 versteckt. Ich tippe, dass sich dort ein Duo eingenistet hat. Wahrscheinlich die größte Bunkeranlage der Welt, als Wohnhäuser getarnt und mit genug Leben gefüllt, sodass niemand Verdacht schöpft. Ich wette mit dir, dass es unter unseren Füßen verdammt tief unter die Erde geht, wahrscheinlich gibt es hier auch eine geheime U-Bahnstation oder ein separates Gleis für die Versorgung. Die Pläne sind gefaked, die zeigen nicht mal die realen Wandstärken. Und es ist recht international alles, Waffen und Equipment. Mein Gedanke war, dass nach dem Bau, viele Soldaten mit ihren Familien hier eingezogen sind.“
„Das ist doch total absurd.“
„Das weiß ich verdammt. Aber alles passt. Ich denke wir sind da in eine Sache reingestolpert die ein paar Nummern zu groß für uns ist. Und Alpha weiß, was wir wissen. Und wir sollten fürs erste auch Stillschweigen bewahren. Und absurd? Mein Omega hält A-10 Thunderbolts Frontal stand. Nimm dir dessen Scheibe und vergleich die mit der hinter dir. Und die Wände, Decken und Böden sind irrsinnig dick. Allein das Dach dürfte an die zwei oder drei Meter messen. Das ist ein Bunker verdammt nochmal. Und jetzt muss ich Karl füttern, ich hab ihm Pfirsiche versprochen und die bekommt er auch. Ohne ihn wären wir total am Arsch. Lien kommt erst in fünf Stunden.“
Jack wechselte Blicke mit Amber und Akira. Wenn jemand wie Kaz mit der Situation nicht fertig wurde sollten sie definitiv einen Gang runterschrauben. Das war ne Nummer zu heiß. Aber es machte ihn total neugierig. Und dieses Echsenvieh … das war doch nur absurd. Mussten sie nicht längst schon wieder im Internat sein? Internat war auf die Dauer auch irgendwie doof, aber sein Zimmer würde er nicht wirklich vermissen. Das war ein aufregender Tag gewesen.
   Sie beobachteten wie Karl sich über die Pfirsiche hermachte. Was für ein komisches Tier.
„Kinder ich muss euch leider ins Internat zurückbringen. Anna Liebes, lass dir doch ein Bad bei Kerzenschein ein, wenn es noch warm ist hüpfe ich auch noch mit rein wenn ich wieder da bin.“
Amber verdrehte die Augen und Akira und er bissen sich auf die Lippen. Tja, das ist deine neue Mama Amber, gewöhn dich an solche Sprüche, dachte er feixend.
   Sie zogen sich um und begleiteten Kaz nach draußen. Sie gingen durch den Park. Wer auch immer die Leute waren, die das hier gebaut hatten, sie schienen nicht feindlich zu sein. Zumindestens nicht feindlich gegen sie. Wie viele Augen sie wohl jetzt in diesem Moment beobachteten? Sie stiegen in den Avenger und düsten los. Beim BIT ließ er sie raus.
„Eine Sache noch Onkel, wie bist du überhaupt reingekommen?“
„Lara hat sich reingehackt, sie ist Hands off die beste Hackerin der Welt und sie ist Hals Geliebte.“
Kaz zwinkerte ihm zu, bevor Jack ausstieg und der Avenger davon düste.
   Hals Geliebte, also war sie eine KI. Interessant. Was hatte Hal auf der Party gesagt, dass es 16 ausgewachsene menschähnliche KIs gab? Nox, Prism, HALOS, Spectre, Theta. Alle von KIs entwickelt.
Das war eine merkwürdige Welt.

Das Osiris Projekt – Teil 1- Kapitel 27

27. Kaz – 3.W. Juni 2045 – Samstagabend.

Er war zu hart zu dem Jungen gewesen oder nicht? Oder? Er wusste es. Die Nachforschungen des Kleinen nagten an ihm. Das stimmte nämlich alles. Das war ihm auch merkwürdig erschienen. Er hatte die Pläne von diesem Viertel studiert, aber die zeigten nicht alles. Bei seinen Gängen hier hatte er schon vor so vielen Türen und Toren gestanden, die einfach nicht da sein dürften.
Außerdem waren auf den Plänen keine Räume für Notstromgeneratoren und die Komplexe Lüftungsanlage aufgezeichnet. Für Haustechnik bisweilen auch nicht. Nicht zu vergessen die Türen mit acht gut fünf Zentimeter starken Riegeln aus schwerem Stahl und den tiefen Löchern dafür im Türrahmen.
   Jetzt war das Abendessen vorbei, Anna war zum Lesen ins Dachcafé verschwunden und seine Angestellten hatten Feierabend. Und die Sache mit Jack tat ihm leid. Eigentlich hatte er gehofft, dass er das Armband einfach behalten würde, das war doof von ihm. Aber er war zu weit gegangen. Und Liz war einfach zu leichtsinnig mit ihren Waffen. Jeder Idiot, der sie näher kannte, konnte sich die Kombination des Schlosses der Waffensafes denken.
   Zumindest waren Amber und Akira geblieben und hatten den Jungen getröstet. Auch wenn sie ihm danach etwas zu glücklich gewirkt hatten. Merkwürdig. Er sah aus dem Fenster.
   Na dann würde er auch ein bisschen schnüffeln gehen. Er hatte jetzt einen Link und Hal fuhr den Wagen zu einer unauffälligen Position vor, stellte den Anhänger ab und fuhr eine Straße weiter und blieb dort stehen. Ein Mostquitoschwarm würde losfliegen und die Gegend erkunden.
„Lara, kannst du mich hören?“
„Klar und deutlich, was gibt’s?“
„Warst du am Bau dieser Gebäude beteiligt?“
„Nö, die anderen haben mich und Hal nicht gelassen, weil wir Hacker und Cracker sind. Willst du rein? Ich weiß wie.“
„Das wäre meine Frage.“
„Dazu müsstest du ein Spectre mit einem Prism koppeln, und nimm ein paar Akkus mit. Hast du sowas? Und ich brauche Zugang für beide“
„Ich hab genau sowas, warte mal.“
Das leistungsstarke Spectre, das er fürs Zocken verwendete, lag in einer Schublade. Er holte es und klappte es auf und loggte sich ein. Er folgte Lara Instruktionen und nach ein paar Minuten war sie drin, das wiederholte er mit seinem Prism. Dann holte er seinen Kampfanzug und schlüpfte hinein, darüber zog er eine weite Arbeitshose mit Hosenträgern und einen sackigen Kapuzenpullover, dazu Arbeitshandschuhe. Den Helm ließ er hier, hoffentlich schoss ihm keiner in den Kopf. Und er trug ein kugelsicheres Halstuch. Dann die aufgeladene VR Brille, den Stealth Rucksack, eine Tranquilizer Pistole und Laptop mit Prism und Spectre. Zu guter Letzt steckte er sich ein Fernglas … Moment mal, da fehlten ein paar. Amber, was habt ihr nur vor? Und sein Nachtsichtgerät nahm er mit. Anna war nicht in Form, er würde ihr gerade nichts sagen.
   Er schloss die Tür hinter sich und fuhr aufs Dach. Er entdeckte Anna mit einem Buch und einer Brille auf der Nase im Café und nippte an einem bunten Cocktail. Sie trug die neuen Sachen und den Kapuzenpulli. Die Frisur stand ihr echt gut auch wenn er ihre lange blonde Mähne vermisste.
   Völlig egal. Er schlenderte über das Dach und erkannte Jack sofort. Betont unauffällig in seiner Kaz-Verkleidung, dieses Mal nur mit einer AR Brille auf der Nase und blickte auf ein Smartphone.
Er schickte die Hawks los und suchte nach Amber und Akira. fünf Minuten später fand er sie auf dem Dach, zumindest Amber, die oben stand, während sich Akira im Schutz der Dunkelheit an der Fassade abseilte. Oh man, so jung und schon so gerissen. Aber vielleicht nicht gerade subtil. Zumindest hatten sie die Dunkelheit auf ihrer Seite. Er verließ das Dach und das Gebäude.
Zwei Polizisten liefen an ihm vorbei, einer nickte ihm zu. Kaz sah ihm nachdenklich hinterher. Jack hatte schon recht mit dem Symbol. Der rechte hatte das Symbol auf seiner rechten Gesäßtasche eingestickt. Der Gesichtsscan hatte ergeben, dass es saubere Cops waren. In Berlin Solomon gab es erstaunlicherweise keine korrupten Cops, jedenfalls hatte er noch keine gesehen. Gut zu wissen.
Er dachte an Andrea Wolf, ob sie bei ihrer Jagd erfolgreich war, er wünschte es ihr. Eine fähige Kripo Beamtin auf seiner Seite zu haben wäre schon nützlich. An der T-Kreuzung blieb er stehen und musterte die Umgebung so wie Jack es wohl vorher gemacht haben musste.
   War der Gullideckel dort schon immer so groß gewesen? Er trat näher heran und kniete sich über den Metalldeckel. Da ganz versteckt, war das Symbol eingekratzt. Merkwürdig. Er schickte die Silent Blades los um ein Luftbild zu machen.
   Da der dreißig Meter hohe Klotz in der Mitte, wo seine beziehungsweise Liz Wohnung lag. Mit dem Glasturm für das Haus der Welt und dem fetten Helikopter Turm. Drum herum in alle vier Seiten vierhundert Meter Park. Durchbrochen von den öffentlichen Eingängen für Schwimmbad und Fitnessstudio und dem unterirdischen Liefereingang mit dem ominös großen Rolltor und auf der anderen Seite die Zufahrt zur Tiefgarage. Wie mit dem Lineal geschnitten die Straße mit den Parkplätzen zu beiden Seiten, die einmal um den Klotz führte.
   Und dann ging der Park nochmal gute zweihundert Meter weiter und wie eine Mauer führten fette Festungsähnliche Gebäude herum aus denen in regelmäßigen Abständen ziemlich hohe Wohntürme hervorragten, die von mit Dicken Wänden aus Stahlbeton und Glas verbunden waren. Festung oder Burg war schon sehr treffend. Es waren auf zwei Seiten sieben Wohntürme in Reihe, auf den anderen Seiten neun und immer der mittlere war viel fetter als die anderen. Da würde er reingehen. Er schob sich das Totenkopfhalstuch bis unter die Augen, blendete die Brille ab und zog sich die Kapuze tief in die Stirn. Er suchte sich eine Siebenergruppe aus und nahm das zweite Gebäude aus. Er ging an den Ladengeschäfften im Erdgeschoss vorbei.
   Vor der Tür zum Wohntrakt berührte er das elektronische Schloss mit seinem Prism und nach zehn Sekunden war es offen. Lara war ein Genie. Im inneren besah er sich das Treppenhaus. 56 Stockwerke, ne die Treppe nahm er nicht. Es gab drei Aufzüge. Mit dem leeren Fahrstuhl fuhr er bis in den dreißigsten Stock und stieg aus. Unpersönlich konnte man das nicht nennen. Die Türen waren mit Aufklebern, Bildern und Postern beklebt. An ein paar hingen Flaggen. Er sah zwei deutsche, eine indische und eine amerikanische Flagge. Er ging einmal auf der Etage herum. Auf beiden Seiten wo die Verbindungswände waren, war jeweils eine breite Tür auf der Wartung stand.
   Lara knackte das elektronische Schloss in ein paar Minuten und die schwere massive Tür öffnete sich. Wartungstür von wegen, das ist wie eine gepanzerte Tresortür. Ein breiter weiß beleuchteter Gang, gut sechzig Meter lang und beidseitig von Deckenhohen Glasfenstern unterbrochen. Die Wände waren mit Fächern und Schubladen gespickt, alles Elektronisch gesichert. Er knackte eine breite Schublade und zog sie auf. Holla, zwei HK416 mit Schalldämpfern. In anderen Fächern fand er Magazine, Munitionskisten, Granatwerfer und so weiter. Alles Amerikanische und Europäische Hersteller. Chinesische oder Russische Sachen gar nicht. In einem Schrank waren schwarze Uniformen mit dem Symbol der schwarzen Geister auf dem rechten Oberarm. Dazu Kevlar Panzerungen und Geschirre für Munition und Ausrüstung.
   Er hatte das Waffenlager einer ganzen Armee gefunden. Überall war das Symbol, das seine Bücher zierte, dass wiederum das gespiegelte Symbol der Geister war, nur deren Symbol war weiß.
Ob das auf allen Etagen so aussah?
   Er ging den Gang weiter und knackte die noch fettere Tür. Laras Skills waren Gold wert. Er würde sie definitiv unterstützen wenn sie eine Spectre Fabrik in Deutschland bauen sollte. Was allein die ganzen Goldbarren in Liz Keller wert waren …
   Hier starrte er auf eine dicke Betonwand. Zu beiden Seiten waren in der Außenwand Wohnungstüren in den Beton eingelassen. Vor einer mit einer amerikanischen Flagge blieb er stehen und öffnete das Schloss. Die Wohnung winzig zu bezeichnen war eine Untertreibung. Direkt neben ihm war ein winziges Bad, daneben eine winzige Kochnische, die einzige weitere Tür führte in einen Raum mit Sofa, Fernseher, ein paar Regalen, einem Tisch. und einer großen Flagge an der Wand. Sieht irgendwie zu merkwürdig aus. Das Sofa hatte einen Kasten den er aufzuziehen versuche. Ging nicht. Er entdeckte ein Schloss und knackte es. Dann ließ sich der Kasten herausziehen. Bingo, ein Barrett M82A1, ein schweres Scharfschützengewehr in .50 BMG. Das war doch alles Fake. Er trat auf den Balkon. Perfekte Sicht auf das Viertel. Ein Scharfschützennest. Gerade leer, aber definitiv bewohnt.
   Fuck, er bemerkte erst jetzt dass der Fernseher lief, Spielkarten auf dem Tisch lagen neben zwei halbleeren Bierflaschen. Die waren noch kalt gewesen. Damn it.
   Plötzlich ging das Licht aus und Dunkelheit umgab ihn. Er wollte wieder reingehen als er ein ungutes Gefühl hatte, er zückte die Taschenlampe und machte sie an.
   Alpha! Er stand im Türrahmen zum Flur und sah ihn stockstarr an. Ein wahrhaftiger Geist.
„Bist du hier um mich zu töten?“
Der Geist schüttelte mit dem Kopf.
„Aber ich darf nicht mehr weiterschnüffeln?“
Der Geist nickte.
„Wer seid ihr?“
Aber nichts passierte, außer dass seine Taschenlampe erlosch und ihm schwarz vor Augen wurde.

Das Osiris Projekt – Teil 1- Kapitel 26

26. Jack – 3.W. Juni 2045 – Samstagnachmittag.

Sie hatten sich Räder von der Uni ausgeliehen. Heute trafen sie sich mit Kaz, er meinte er wollte ihnen jemanden vorstellen. Na dann, er war gespannt. Amber war etwas traurig, dass es kein Tandem gegeben hatte. Sie war echt süß. Seit wann waren sie zusammen? Seit knapp zwei Monaten und ihm kam es schon wie eine halbe Ewigkeit vor. Aber sie hatten sich darauf geeinigt dass es Sex erst geben würde, wenn sie volljährig wäre. Also noch zwei lange Jahre. Vielleicht würden sie einfach schummeln, unter Dieben und so. Schwer zu glauben, dass ihr netter wenn auch ein bisschen durchgeknallter Klassenlehrer auch noch ein Meisterdieb sein sollte, aber zuzutrauen war‘s ihm bestimmt. Der Verrückte radelte mit einem Schrotthaufen von einem Fahrrad  voraus und drehte sich im Fahren eine Zigarette. Sie drei radelten hinterher. Akira war etwas schweigsam. Ihre Haare waren mittlerweile noch kürzer und sie brauchte nicht mal mehr Gel. Warum machte sie das? Er verstand das nicht. Und mögen tat er es auch nicht. Amber trug mittlerweile immer, außer zu Sport eine lange dunkelbraune Perücke, die ihr Vater ihr aus Liz Sammelsurium gegeben hatte.
Damit war sie richtig heiß, auch wenn sie bei dem Wetter unter dem Ding bestimmt ganz schön schwitzen musste. Der Juni war knallhart heiß und heute sollte es über dreißig Grad heiß werden. Zum Glück war ihr Zimmer auf dem Internat temperiert und Sergej mochte es auch eher kühl.
Das mit den Aussetzen der Clownattacken war ihm suspekt und zu gerne hätte er mit den Animals ein paar Clowns verdroschen, aber Amber wollte das nicht. Sie wollte so viel Zeit mit ihm verbringen wie möglich. Akira verdrehte immer genervt die Augen wenn sie sich küssten oder Händchen hielten, tat aber immer ganz unschuldig wenn Jack darauf hinwies, dass sie dasselbe mit Sahid machte und zwar auch die ganze Zeit und gar nicht nervtötend. Trotzdem waren wir drei mittlerweile ein echt gutes Team. Und wir haben alle die gleichen Sonderkurse, fast. Akira hatte ein paar zu Elektrotechnik und Robotik. Mit Informatik konnte er nicht so richtig was anfangen, aber ein bisschen Programmieren konnte er schon. Amber radelte neben ihm und es war ein gewisser Balance-Akt beim Fahren zu küssen ohne runterzufallen oder irgendwo gegenzuknallen. Akira seufzte nur genervt, dann versuchte sie dasselbe mit Sahid. Yusuf drehte sich zu Ihnen um und lachte gackernd während er sich die Zigarette mit einem Zippo anmachte.
   Die Straßen waren ruhig und überall waren Leute, die auf den Straßen Fußball spielten, joggten, spazieren gingen und sich in Biergärten, Lokalen oder Cafes trafen. Yusuf war hier mittlerweile ein Star und unzählige Leute grüßten sie auf der Vorbeifahrt. Amber hatte erzählt, dass ihr Vater mittlerweile das Haus nur noch mit einem dicken Stapel Autogrammkarten verließ und dass die aktuelle Auflage seiner Bücher restlos ausverkauft war, Die Druckerei kam kaum noch hinterher. Jetzt kam der Erfolg doch noch zu diesem mittelmäßig erfolgreichen Autor? Nicht, dass er auf das Geld angewiesen war. Sie hatten mitbekommen, wie ein Lambda Orca auf dem Heli-Turm des Hauses gelandet war. Der war auch nicht gerade billig. Und Amber war ganz perplex, dass ihr Liz, die sie eigentlich gar nicht wirklich gekannt hatte, 80 Millionen Euro vermacht hatte. Aber erst wenn sie achtzehn werden würde.
   Damit wären sie ganz schön reich, wenn er sie in ein paar Jahren heiraten würde. Auch wenn er sich schlecht fühlen würde, denn auf seinem Konto waren vielleicht ein paar hundert Euro. Das nagte an ihm. Und Amber würde irgendwann den Krempel von Kaz erben.
   Mit Pech auch die große Terrorechse, nein BEIDE große Terrorechsen. Einen verdammten Waran UND einen Alligator. Man ey. Und dieser Waran sollte gruselig schlau sein und konnte Türen öffnen und so weiter, das war doch nicht normal.
   Da kamen die riesen Türme in Sicht. Dort wohnte dann die Mittelschicht, nahm er an. Und die waren auch von einem Park umgeben. So war der riesige Luxuskasten wie der Bergfried in einer Burg. Zentral und von allen Seiten gut geschützt. Ne Mama hat das definitiv nicht gebaut, die hat von Taktik null Plan. So gesehen stach dieses Viertel völlig aus dem Stadtteil heraus, ebenso wie das BIT, das ebenfalls wie eine komplette Festung gebaut war. Gerne hätte er ein bisschen Detektiv gespielt, aber dort war auch alles voller Kameras und elektronischer Sicherheitsschlösser und ein Einbrecher wie Akira war er nicht und wollte er eigentlich auch nicht sein. Er war einfach nur neugierig. Getarnte Festungen fand er immer schon spannend, genauso wie Mythen und so Zeugs. Emma hatte immer lachend gemeint er käme damit genau nach Kaz, der auch von Mythen und Legenden besessen war. Die Verbindung fand er echt cool. Und hier vermutete er ein Geheimnis, irgendwas war hier faul. Hätte er nur auch so eine irre KI, die ihm beim Knacken von Schlössern half. Moment mal, er hatte doch ein Prism 12. Kaz hatte ihnen doch einen Hal Klon aufgespielt, der den Sprachassistent ersetzte und er hatte ihn Steve genannt. Könnte er nicht zum Beispiel sein Prism 12 mit dem Spectre koppeln und mit einem Akkupack in seinen Rucksack packen?
   Das würde er heute oder morgen ausprobieren. Nach Hause marschieren, seine Tarnung anziehen, dieses Mal mit einer AR Brille und einem Headset und dann würde er Detektiv spielen. Mittlerweile hatten sie alle elektronische Schlüssel für das Haus. Vielleicht könnte er die anderen beiden davon überzeugen mitzumachen, schließlich waren sie ein gutes Team und eine kleine Kampfeinheit. Infiltration mit Feuerschutz so gesehen. Nur wo würden sie Waffen herbekommen? Seine Beretta und den Sack Muniton hatte Kaz beschlagnahmt, was er mega uncool fand. Dafür war das Keramikmesser klasse gewesen, was er außerhalb von der Schule immer bei sich trug, so wie jetzt auch.
„Hey Träumer, wir sind fast da!“
Bei Ambers Worten war er schlagartig wach. Nein, erstmal würde er sich alleine umsehen, beschloss er, vielleicht ergab sich was auch wenn Kaz mittlerweile eine Haushälterin und einen Bodyguard und er war ein siebzehnjähriger Junge. Nicht zu vergessen der gruselige Waran. Ne Planänderung, Die Haushälterin war gerade nicht da und Kaz wartete auf sie und hatte hoffentlich die Echse, die ominöse Person und seinen Leibwächter mit sich. Perfekte Gelegenheit.
„Amber Liebling, ich habe ein coole Idee, ich komme gleich nach! Versprochen.“
Es tat ihm etwas weh seine Freundin anzulügen, aber sonst würde es merkwürdig aussehen.
Amber sah ihn mit großen Augen an und nickte dann nur. Er scherte nach links aus und fuhr zu einem anderen Hauseingang. Am Parkeingang schloss er sein Fahrrad an und sah sich um. Irgendwas war hier falsch und es sprang ihm nahezu in die Augen, er wusste nur nicht was. Er verharrte aufmerksam um Schatten eines hohen Baumes und musterte die Passanten neugierig. Ein paar schnatternde Mädchen viel ihm auf, Eine hatte das Symbol der schwarzen Geister auf die Schulter tätowiert. Er zuckte zusammen, Amber hatte sich das gleiche Symbol stechen lassen, vor zwei Wochen, hatte Kaz aber noch nichts gesagt.
   Das Symbol! Er hatte die Auflagen von Kaz Büchern geprüft, vielleicht hunderttausend weltweit. Warum war dann überall das Symbol seiner Bücher zu finden. Tätowierungen, Aufkleber, T-Shirts, überall, aber irgendwie nur da, wo es keine Clowns gab.
   Und seine Kreationen wurden Wirklichkeit, sowie Swordfish und der Orca von Lambda.  Es konnte Zufall sein, aber es kam ihm komisch vor. Die Laterne ein paar Meter entfernt trug ebenfalls das Symbol. Was war das eigentlich daneben auf dem Boden? Er trat neugierig näher. Ein Symbol, schon etwas ausgewaschen aber gut zu erkennen. Ihm wurde kalt. Der Dolch aus fünf Strichen, Das Symbol des Geistes Dagger. Hoffentlich reiner Zufall.
   Er joggte durch den Park. Er sah Jungs mit Rucksäcken mit Aufnähern die das Symbol trugen. Aufkleber auf Laptops, noch mehr Tätowierungen. An der Buchhandlung blieb er stehen und sah überrascht hinein. Ein großer Aufsteller mit Kaz Büchern, groß Beworben. Und daneben ein Regal mit Merchandise. Aufklebern, Aufnähern, Postkarten, T-Shirts, Beuteln und Postern. Das schrie nach Johnny. Die Schlange war auch gut lang. Er überlegte sich ein paar Sticker mitzunehmen, aber nicht bei der Schlange. Er fuhr erleichtert in den Keller und zu Kellerraum 3-VII. Der war riesig und Kaz hatte einiges an Pelzen hier runter verfrachtet. Überall Prepper Krempel und einige Tresors. Auf dem Arbeitstisch war etwas mit einem Tuch abgedeckt. Er zog es herunter und zuckte zusammen.
Eine schwer modifizierte Accuracy International AWM mit Schalldämpfer und einem krank aussehenden Fernrohr, aufgebockt auf einem Zweibein. So viel zum Thema Waffen. Nur wem gehörte die denn bitte?
   Hm, keine Munition. Er musterte die drei Waffentresore, alle mit einem Zahlenschloss. Dann wollen wir mal sehen. Vielleicht wie bei Kaz. Er probierte Pi, Zweierpotenzen und Fibonacci, nichts. Liz Geburtstag war es auch nicht. Und Kaz Geburtstag? Haha, es klickte und die schwere Tür schwang auf. Ein Arsch voll Pistolen. Er nahm sich eine Beretta, mit der hatte er geübt. In dem anderen waren Munition und ein paar gefüllte Magazine. Er suchte sich das passende zu seiner Pistole und schob sie in den Schacht. Er zog den Schlitten zurück und sicherte die Waffe. Dann schob er sie sich unauffällig in den Hosenbund. Im dritten Schrank waren Gewehre. Er musterte das MR308 lange und schloss dann die Tresore und verließ den Keller. In Kaz Wohnung inspizierte er alles. Zu seinem Ärger folgte ihm der Waran umher und er sperrte ihn ins Bad. In der Garderobe ganz weit am Ende fand er einen großen Sicherheitskasten den er öffnete. Was zum Geier suchte er eigentlich. Das war zwar kein Einbruch, aber er brach Kaz Vertrauen verdammt nochmal. Er fand nichts. Als er zuklappen wollte fiel ihm etwas auf. Auf der Innenseite der Tür hatte man dieses verdammte Symbol eingeritzt, ins Metall. Und zwar bestimmt nicht erst gestern.
„Hey Kiddo, was machst du denn da?“
Er zuckte heftig zusammen wer war das denn. Er drehte sich um und sah eine Schwarze mit feuerroten Haaren die ein Hauch von Nichts trug und sich ein Handtuch um den Hals geschlungen hatte. Er trat aus der Kammer raus. Die Tür zum Bad war offen, verdammt, die Echse war ausgebüchst. Vorsichtig sah er sich um. Das war nicht Adrian Drosser, sondern eine Person die bestimmt gut kämpfen konnte. Er entfernte sich ein Stück von ihr und zog dann Blitzschnell die Pistole. Was zum Henker machte er denn da? Er machte alles nur noch Schlimmer. Die Frau zuckte nicht mal. Sie zog sich das Handtuch vom Hals und sah ihn unverwandt an.
   Plötzlich war sich jemand von links gegen seine Beine, dieser dämliche Waran und die Frau schoss vor. Sie schlug ihm die Waffe aus der Hand und trat ihm gehörig in den Schritt. Fast schon gelähmt vor Schmerz steckte er eine Reihe harte Schläge Tritte ein und er landete auf dem Boden. Ein Harter Kick gegen den Kopf schickte ins Land der Träume.

*

Er wachte auf als ihm jemand ein Glas Wasser ins Gesicht schüttete. Blinzelnd öffnete er die Augen und sah sich um. Ihm wurde schlecht. Alle waren da. Und saßen auf den Sofas. Kaz kniete mit dem Wasserglas vor ihm und sah ihn mit einem gequälten Gesichts Ausdruck an. Amber liefen Tränen über das Gesicht, Akira und Sahid sahen ihn enttäuscht an.
   Eine Frau mit einem kurzen blonden Bob und Yusuf sahen ihn mit einer gewissen Neugierde an. Dahinter standen ein massiger Schwarzer, eine Asiatin und die Frau, die ihn überwältigt hatte.
„Man Großer, was machst du denn? Wir waren schon alle ganz besorgt als du nicht mehr auftauchst. Amber hat vor Angst geweint. Und dann bekomme ich die Meldung von Suzi, dass sie einen bewaffneten Einbrecher überwältigt hat. Du hattest eine Waffe, du hättest Suzi umbringen können, du bist zu jung für den Scheiß. Ich weiß nicht was ich machen soll. Nur dass du mir dieses Band da an deinem Handgelenk zurückgeben solltest. Das musst du dir jetzt hart verdienen! Was hast du nur gesucht?“
„Die Wahrheit!“
Kam es trotzig über seine trockenen Lippen.
„Welche Wahrheit denn bitte.“
„Warum sind überall deine Symbole zu finden, überall. Auch da wo sie nicht hingehören. So bekannt sind deine Bücher nicht, ein totales Nischenprodukt.“
Kaz sah ihn verwundert an.
„Das ist doch totaler Quark, die Bücher verkaufen sich weltweit millionenfach, werden versoftet und sollen verfilmt werden. Ich kann mich vor Fanpost kaum retten und namhafte Studios fragen bei mir an ob sie sich die Markenrechte sichern können. Vor dir liegt ein Muster Katalog mit Merch und Spielzeug und selbst LEGO hat angefragt. Also nach Nischenprodukt klingt das nicht.“
Jack wurde kalt. Wie kam er mit seiner Suche auf knapp hunderttausend verkaufte Bücher?
„Shit, tut mir leid.“
„Ich weiß nicht ob das genug ist Großer. Du hast eine Waffe von mir geklaut und meine Angestellte bedroht. Ohne Karls beherztes Eingreifen hätte etwas Furchtbares passieren können.
Das kann man nicht so einfach verzeihen.“
„Und warum ist das alles hier wie eine Festung aufgebaut? Meterdicke Betonwände, Decken und Böden, ultradickes Glas, alles über Klimaanlage und keine öffnenbare Fenster. Alles nur elektronisch, Türen aus Panzerstahl. Dann die Lage. Mitten im Park und flankiert von hohen Wohntürmen.
Die beiden Straßen die durch das Viertel gehen sind gut im Blick und können abgeriegelt werden. Das hier ist eine verdammte Festung mit nur vier Zugängen!“
„Hier wohnen eben ein paar verdammt reiche Leute. Das kann doch nicht dein Motiv dazu sein hier einzubrechen. Du siehst Gespenster.“
„Genau, Gespenster! Überall ist dein Symbol, auch da wo es nicht sein sollte. Und draußen war das Symbol war von Dagger, auf einem Gehweg.“
Kaz musterte ihn eindringlich und schüttelte den Kopf.
„Ich kann dir Hausverbot erteilen und dich von meiner Tochter trennen lassen, aber das mache ich nicht. Ich gebe dir noch eine Chance, aber verbock es nicht! Und jetzt hoch mit dir, dusch dich und zieh dir was Trockenes an.“
Kaz klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter und erhob sich. Jack saß einfach nur da und starrte ins Leere. Er hatte versagt. Auf ganzer Linie. Er war ein nutzloser Versager. Amber setzte sich neben in und lehnte den Kopf an seine Schulter.
„So, wer hat Lust auf ein Eis? Ich lade euch ein.“
Alle außer ihm, Amber und Akira standen auf und folgten Kaz aus der Wohnung. Er schien ihm zumindest so weit zu vertrauen, dass er ihn allein mit den zwei ließ. Er zog sich das Armband ab und legte es auf den Tisch.
„Hey Jack, warum machst du solche Alleingänge? Wir sind ein Team, wir halten zusammen und wenn wir was Doofes machen, stürzen wir uns zusammen rein!“
Akira nahm ihn in Schutz? Sie war doch enttäuscht gewesen.
„Sorry, Schauspielern und Lügen gehört zu dem Job dazu. Und Sahid ist nicht eingeweiht und wird es auch nie sein, wenn es nach mir geht. Ich musste irgendwas spielen. Und ja, es klingt einleuchtend was du da sagst. Rein zufällig hab ich mir eine Sache ausgetüftelt wie man elektronische Schlösser knackt. Hal wird uns dabei helfen. Und wir müssen uns andere Namen ausdenken. Unsere Hals sind Klone die mit Kaz Hal nichts zu tun haben.“
„Ich dachte an eine Kombi aus AR Headset, Prism und Spectre für Bruteforce.“
„Sorry, für reine Bruteforce sind wir hier im falschen Gebäude, hab ich alles schon versucht.“
„Hier nicht, aber bei den anderen. Wir könnten eine Stealth Drohne hochschicken, die sucht nach einem offenen Fenster und betätigt den Summer für die Tür unten, dann sind wir drin. Die elektronischen Schlösser sind ja nur außen, von Innen ist es meist nur eine normale Türklinke oder ein Bewegungssensor.“
„Das klingt besser. So eine Drohne haben wir an der Schule. Gut ich schnappe mir meine Ausrüstung und ihr besorgt euch Nachtsichtgeräte, Ferngläser, Dietriche, schwarze Klamotten und Sachen mit denen wir unsere Entdeckungen festhalten können.“
„Vielleicht sollte einer hier oben auf dem Dach Posten beziehen und beobachten, vielleicht nach leeren Wohnungen Ausschau halten wo zumindest einer von uns rein kann. Dann machen wir den Drohnen Trick und gehen rein und hoch aufs Dach, dann kannst du dich abseilen.“
„Das klingt besser, Jack du machst den Beobachter und steuerst die Drohne. Ich seil mich ab und Amber du improvisierst.“
„Und ich klau mir die Ausrüstung hier und im Keller, wir treffen uns um zehn auf dem Dach. Wie ist die Kombination?“
„Kaz Geburtstag.“
„Ja super, hätte ich mir auch selbst denken können. Und jetzt den anderen hinterher bevor einer misstrauisch wird. Auf geht’s.“
Sie drückte ihm einen Schmatzer auf die Wange und zog ihn hoch. Hätte er die beiden doch nur von Anfang an eingeweiht.