Das Osiris Projekt – Teil 2 – Kapitel 10

10. Kaz – 4.W. Sept. 2045– Dienstag – ja genau, kein Date!

Unten beim Bäcker hatte er eine Schachtel mit Baisse erstanden und im Blumenladen Annas Lieblingsrosen. Das war kein Date gewesen, das war ein netter Abend bei einer Freundin, redete er sich ein. Das mit den Rosen war doch superdämlich, dass schrie doch nach „ich war dir untreu“.
Er machte einen Zwischenstopp in der dritten Etage und stellte die Blumen in der Küche der Ersatzwohnung in eine Blumenvase und lagerte die Baisse trocken. Dann wusch er sich die Hände gründlich. Er wanderte etwas erstaunt durch die Wohnung, eigentlich war alles noch da. Sogar das Bett war frisch gemacht mit der schweren Pelzdecke. Gut zu wissen, dann er schlief hier wenn Anna explodierte. Was sie tun würde.
   Schweren Herzens öffnete er die Tür zu 2-III und starrte in Annas lodernde Augen.
„WO bist du gewesen? Ach Quatsch was soll ich mir deine Lügen anhören, steht doch alles Schwarz auf Weiß in diesem Schmierblatt. Ich gehe raus, ich brauche frische Luft und den Geruch von Schießpulver in der Nase. Ich besuche Lara und DU folgst mir nicht. Und wenn du es wagst dich in unser Bett zu legen, schneide ich dir die Eier ab. Ich bin doch nicht blöd und merke es nicht, dass du sie lieber magst als mich und sie fickst. Du bist ein Scheusal. VERPISS DICH DOCH UND STIRB.“
Sie schob sich an ihm vorbei, während ihr die Tränen über die Wangen liefen. Die Tür schloss. Es fühlte sich endgültig an. Der Rest hatte natürlich mitgehört. Amber und Akira folgten ihrer neuen Mama nach unten, sie warfen ihm giftige Blicke zu. Yusuf und Wolf zuckten mit den Schultern.
Zeitung sagte sie. Auf dem Couchtisch lag eine. Er ließ sich schwer nieder und schlug die Zeitung auf. Die Schlagzeile war „Millionär und Psychopath geht fremd“ Mit dem Bild seines und Emilys Kuss vor dem Haus. Er überflog den Text darunter, total wirrer Käse. Die Autorin hatte ein Bild, auf dem sie gehässig in die Kamera sah. Tja du Schlampe, dir baue ich eine schöne Briefbombe. Unten in der Werkstatt hab ich Plastiksprengstoff, Zünder und Sackweise Nägel und Lagerkugeln. Ich … Jack setzte sich neben ihn und reichte ihm eine kalte Cola Dose. Jack wusste wie es ging.
„Preisfrage: hast du jetzt Emily ‚gefickt‘?“
Kaz schnaubte amüsiert.
„Nein. Auch wenn der Kuss eine doofe Idee war.“
„Aber laut Zeitung bist du rein, zu ihr hoch und hast sie und ihre Schwester geknallt.“
„Lies doch den Käse nicht! Emily hat mich nach dem Essen auf einen Kaffee bei ihr eingeladen und da haben wir uns auf die schöne Couch gesetzt und zu dritt heftig diskutiert. Über Politik, über Leben, über die Clowns, über Maschinenbau und Informatik, über kontroverse Forschungsprojekte und so weiter. Und um fünf Uhr morgens hab ich mich nach einem Espresso verabschiedet und war draußen spazieren. Der Kuss war selten dämlich, aber sie hat mich zuerst geküsst.“
„Aber Anna ist hochgegangen, als hätte sie dich bei einer Orgie erwischt.“
„Die ist immer so, explodiert wie eine Nuke, schmollt für ein paar Wochen und dann ist sie wieder normal und liebenswert. Das war eigentlich noch nichts eben. Aber ihre Warnungen sind verdammt ernst. Ich werde wohl für eine Weile im Gästezimmer einziehen.“
„So ist das also, Amber ist nämlich auch so. Nur noch nicht so heftig. Und mach dir mal keinen Kopf. Ich penne mit Lucy in Ambers Bett und du pennst bei mir. Zähneputzen bleibt dann wohl an mir hängen.“
„Da helfe ich dir und notfalls redet Wolf dem Vieh gut zu. Danke für das Bett Angebot, da werde ich sicherlich drauf zurückkommen. Und danke für die Cola, Großer. Bringt mich auf andere Gedanken.“
Lucy krabbelte auf seinen Schoß und rollte sich zusammen. Oben salutierte Wolf.
„Wie fahren die drei eigentlich zu Lara? Hoffentlich nicht im Flieger.“
„Nein, ich hab Mama meinen Omega Defender ausgeliehen, den brauche ich gerade nicht so dringend. Und die Mädels sind Heuchler. Die haben nur nach einer Möglichkeit gesucht mit Mama alleine in den Urlaub zu düsen. Mitte Oktober soll Schule wieder anfangen. Die Trümmer sind größtenteils weg und die meisten Straßen sind wieder frei. Womöglich erstmal wieder nur Internat.
Der Hauptbahnhof ist komplett hin und Züge fahren momentan nur sehr eingeschränkt. Da ist ein Riesenflieger reingedonnert und ist im Bauch unten bei den ICEs hochgegangen. U-Bahn ist auch schwierig und S-Bahn fährt nur die Ringbahn und die äußeren mit anderen Endhaltestellen statt HBF. Berlin ist momentan eine Katastrophe. Aber in Solomon funktioniert alles wie eine Eins. Deshalb sollen erstmal die in die Schule, die aus der näheren Umgebung kommen oder sowieso auf dem Internat sind. Wäre das Schlimm für euch?“
„Ach, Anna kriegt sich schon wieder ein und bis dahin hab ich den alten Mann als Gesprächspartner wenn ihr vier an der Schule seid, also ihr Kinder und euer Onkel.“
Sie öffneten beide den Verschluss ihrer Dosen und nahmen ein paar tiefe Schlucke. Lucy wollte auch etwas abhaben, aber er gab ihr einen leichten Klapps auf den Kopf.
„Du hättest Lucy gestern sehen müssen. Völlig weggetreten und wacklig, sie hat es nicht mal allein die Treppe hochgeschafft. Und sie hat jetzt eine Füllung. Natürlich alles unter Vollnarkose. Ich glaube Karl hat sich kaputtgelacht, man hat ihn auch gecheckt und bei ihm war nichts. Und er ist nicht so doof wie Lucy und lässt sich die Zähne ohne Probleme putzen. Wolf hat da eine richtige Routine. Elmex Gelee verträgt er auch, und das gibt’s jeden Sonntag nach dem Fressen abends. Ich könnte das nicht, jedenfalls nicht ohne Gasmaske, so eine Katze hat ja Mundgeruch wie Sau. Übrigens wurdest du für heute Abend ins Horizon Hauptquartier eingeladen. Da ist die Karte.“
Kaz griff nach der Karte. Probezeichnungen für die Fat Hornet aus dem Buch, aber die Signatur war weder von ihm noch von Johnny. Auf der Rückseite eine Passierkarte für ihn für die Bahn und eine Adresse im Gebäude. Interessant. Er steckte die Karte ein. Kein Absender.
„Wie kommst du auf Horizon? Steht doch nichts drauf.“
„Die Signatur. Ralf H. Das H steht für Horrowitz. Er wird bald CEO von Horizon. Wolfgang hat mit uns Sonntag und Montag Codes und solche Arten von Rätseln durchgenommen und da fand ich das eine tolle Übung. Das Bild hab ich auf Artstation gefunden und der Künstler ist baldiger CEO eines der größten Konzerne der Welt. Schon krass. Du und Johnny seid ja auch auf der Seite. Johnnys Sachen waren immer am coolsten, der hat den Dreh echt raus. Aber die Sachen, gerade die Vehikel von diesem Ralf sind erstklassig. Ich frag mich was der bei Horizon macht.“
„Ich werde ihn heute Abend mal fragen, ich lege mich kurz mal hin und hole etwas Schlaf nach.“
Gesagt getan. Gegen halb sechs Stand er auf und zog sich an. Merlin hatte nichts von dem einseitigen Streit mitbekommen und machte ihm eine schnelle deftige und vor allem leckere Brotmahlzeit. Dann ging er mit seiner gewohnten Umhängetasche los und nahm die Karte mit.
   Er fuhr mit seinem Fahrrad zu Solomon Central, schloss es ab und ging nach Unten zu den U-Bahnen. Die Horizon Bahn war ein großes Stück unter der U-Bahn und vom Fahrstuhl sah er ein Stück des unterirdischen Frachtterminals. Er zeigte seine Passierkarte und wurde durchgewunken und nahm interessiert in der sehr modernen Bahn Platz. Die zischte auch mit einem irren Tempo los und der Geschwindigkeitsmeter war bei über zweihundert Stundenkilometern. Das musste eine Magnetbahn oder sowas sein. Im Nu war er da. Auf dem anderen Gleis sammelten sich schon Horizon Mitarbeiter die Feierabend machten. In einem der vielen Aufzüge düste er nach oben zur Schleuse, wo man ihn durchleuchtete. Die fanden sogar seine Wadenholster mit den Keramikmessern. Er erntete sehr böse Blicke. Er prägte sich die Schleuse und alles sehr genau ein. Er suchte nach Schwachstellen die man ausnutzen könnte. Ein paar kleine fand er auch. Im Grunde genommen müsste er die Firewall der Schleuse knacken. Das machte Lara doch mit Links.
   Man ließ ihn durch. Ohne wenigstens ein Messer fühlte er sich nackt. Das flache Messer in seiner Krawatte hatten sie übersehen, sehr gut. Für den Fall der Fälle.
   Er wurde einem Wachmann geführt und er prägte sich die Routen im Inneren genau ein. Er hatte einen exzellenten Orientierungssinn und prägte sich beim Vorbeilaufen die Routen für die Notausgänge ein. Wer weiß wann man das gebrauchen konnte. Dann ein weiterer Aufzug und hier war endlich mal ein bisschen richtiges Licht, als sie an großen Büroräumen vorbeigingen. Eine Treppe hoch und hier war dann wohl die Chefetage. Bei einem Schild mit Horrowitz blieb der Wachmann stehen und wies Kaz den Weg. Er betrat ein Sekretariat, was edel und teuer eingerichtet war. Eine Sekretärin mit einer schwarzen Kurzhaarfrisur lächelte ihn an, stand auf und klopfte an die Tür.
Ein ‚Herein‘ war zu hören und Kaz trat ein. Das Büro war das komplette Gegenteil vom Sekretariat. Es wirkte durch die Masse an Bildern und Bücherregalen richtig beengt. Ein wuchtiger Schreibtisch mit einem … Haha, Gamingsessel und zwei Besucherstühlen, die halb als Ablage verwendet wurden. Und unter einem mächtigen Display war ein Tisch und zwei weitere Stühle, dieses Mal aber sauber.
Nach draußen sah man das weitflächige Areal aus Gebäuden und Hallen bis fast zum Horizont. Rechte Hand sah man in einiger Entfernung die Trümmer der Klinik. Rings um das Gelände war ein recht dichter Wald mit Herbstbelaubung.
   Ein Mann Mitte dreißig begrüßte ihn. Hochgewachsen, schlank, muskulöse Statur. Ein glattrasiertes Gesicht mit einer randlosen Brille, wachen blauen Augen und akkurat geschnittenen kurzen schwarzen Haaren. Ralf trug einen italienischen Maßanzug und auf Hochglanz polierte Lederschuhe.
„Es ist mir eine Ehre Sie endlich kennenzulernen, Herr Solomon?“
Kaz nickte nur und schüttelte die ausgestreckte Hand. Er roch das aufdringliche Aftershave Meilen entfernt. Merkte der Typ eigentlich wie er stank?
„Jonathan meinte immer Sie trinken Milchkaffee mit drei Stück Würfelzucker, stimmt das?“
„In der Tat, aber Sie müssen sich die Mühe nicht machen.“
„Doch ich bestehe darauf, gut ich sage meiner Sekretärin Bescheid, einen Moment.“
Ralf verließ das Büro und Kaz warf einen Blick auf den Rechner. Kein Retina- oder Gesichtsscan, keine Fingerabdrucksensor. Einfach nur ein Passwort, totaler Leichtsinn, fand er. Und das Hintergrundbild war gerade die Fat Hornet von der Karte. Und neben dem Monitor stand ein Bild mit seinem Bruder Johnny und Ralf, interessant. Schnell ging er zurück. Ralf kam wieder.
„Sandra wird sich um alles kümmern. Normalerweise würde ich ja selber gehen, aber nach dem Anschlag sind die Sicherheitsbestimmungen anders und ich darf ohne Security praktisch nirgendswohin. Entsetzliche Maßnahmen finde ich, ich fühle mich so eingeengt.“
„Haben Sie etwas dagegen, dass Sie sich sicher fühlen können?“
„So würde ich das nicht sagen, aber ich fühle mich als führt man mich an der Hand.
Und Sie, fühlen Sie sich hier sicher?“
„Ich wohne sehr bequem und keine Security der Welt ist unknackbar. Selbst Ihre nicht. Überall sehe ich Sicherheitsprobleme. Der Scan auf Waffen ist bemerkenswert aber nicht hundert Prozent.“
Ralf wirkte nervös und wich zurück, während Kaz bewusst bösartig lächelte.
„Keine Sorge, ich könnte Sie mit Ihrer eigenen Krawatte erdrosseln, ohne das Sandra draußen etwas mitbekommen könnte. Schreibt man nicht, dass ich ein Psychopath bin?“
Schweißperlen waren auf Ralfs Stirn bemerkbar.
„Ich rufe die Sicherheitsleute, wenn Sie nicht aufhören mich zu bedrohen.“
Kaz genoss das Spiel jedoch zu sehr.
„Erkennen Sie nicht mein Outfit? Für Sie wird ein Bleistift genügen und ihre Sekretärin, das ist ein Klacks. Sie sehen es, Waffen müssen nicht unbedingt offensichtlich sein.“
Sein Gegenüber ließ sich zitternd auf den Sessel fallen und war kreidebleich geworden. Nicht sehr überzeugend für den angehenden CEO eines Megakonzerns.
„Mit der Einstellung wollen Sie CEO werden? Sie knicken doch bei jeder Brise ein. Wofür trainieren Sie denn bitte eigentlich? Für das Optische oder was?“
Und jetzt kamen der Memme die ersten Tränen.
„Verdammt ich will nicht CEO werden aber mein … ähm Jonathan wollte, dass ich nach ihm komme.“
Jetzt dämmerte es ihm langsam und er grinste breit.
„Ich denke meine kleine Tochter Akira wird Sie lynchen. Sie waren sein bester Freund und so wie Sie auftreten auch sein Lover. Ich bemitleide Helena und Akira, die ihn fast nie sehen durften.“
Der sah aus, als ob er gleich losflennen würde. Deeskalieren du Flasche.
„Und das ist ok, das Sie schwul sind und um Johnny trauern. Ich will Ihnen nicht wehtun, aber wenn Sie CEO werden, müssen sie knallhart sein, so wie Johnny oder Elisabeth oder Emma. Oder ich, aber ich hab mich für den Scheiß nie interessiert, ich arbeite lieber für mich selbst.“
Ralf atmete tief durch und tupfte sich mit einem Taschentuch die Tränen weg. Dann kam auch schon Sandra mit dem Kaffee, die ihren Chef erstaunt musterte. Kaz fand sie sehr heiß.
   Der Kaffee war für Kantinenkaffee echt gut und er trank ein paar Schlucke, während Ralf sich beruhigte. Das war doch nur Spaß, reg dich mal ab Kleiner.
„Und Sie jagen den Weibern hinterher, wie man liest?“
Kaz zog eine Grimasse.
„Alles ein großer Irrtum, Klatschpresse halt. Lügenpresse wohl eher, ich war am überlegen ob ich der Autorin eine Briefbombe baue.“
Ralf wurde noch bleicher.
„Haha, das war ein Witz … oder? Sowas machen normale Menschen nicht.“
„Ich dachte an einen Riegel C4 mit Zünder eingeschlossen von Stahlkugeln in Kunstharz. Ist recht einfach gebaut und ist schnell und tödlich.“
Ralf zitterte so sehr, dass er den Becher wieder abstellte und ihn angstvoll ansah. War da eigentlich auch irgendwo Kompetenz versteckt, oder hatte er sich wörtlich hochgeschlafen.
„Das ist doch sehr harter Tobak, darüber redet man doch nicht.“
„Ich würde auch ne M82A1 nehmen, nur sind Kugeln leider so schnell.“
„Hören Sie verdammt nochmal auf, oder ich lasse Sie hier rausschleifen!“
„Das will ich sehen. Darf ich Ihnen ein Geheimnis verraten? Ich genieße es zu töten, besonders mit einem Messer.“
Ok, das war jetzt hart provoziert. Tränen liefen über Ralfs Wangen und er schluchzte laut.
Sandra steckte besorgt den Kopf durch die Tür. Ralf wedelte mit der Hand und schickte sie weg.
„Das ist ein Test? Oder Sind sie wirklich ein durchgeknallter Psychopath?!“
Kaz lachte auf und grinste breit. Ralf schien das nicht zu beruhigen. Ok Gegenfrage.
„Was halten Sie eigentlich von den beiden Frauen, die ich angeblich geknallt haben sollte, die fangen doch bald hier an?“
Endlich fasste sich Ralf.
„Ich halte sie für einen guten Zuwachs für das Team. Ich bin hier Leiter des Forschungszentrums für Luft- und Raumfahrt und die Abschlussarbeiten der beiden waren sehr bemerkenswert. Neue griffige Ansätze im Bereich Dronen und Robotik. Brillant würde ich sagen. Ich hoffe ihr Verhalten entspricht nicht dem was die Klatschpresse über die beiden schreibt!“
Das klang doch mal vernünftig und nicht so weinerlich wie kurz vorher.
„Sind die Bilder eigentlich von Ihnen oder von Jonathan?“
„Das sind meine. Ein paar der Werke aus Ihren Büchern sind eigentlich von mir, aber ich wollte nicht namentlich genannt werden. Ich habe Industriedesign gelernt und kann ziemlich gut Zeichnen.
Das war das, was mich und Johnny zusammengeführt hat. Das war immer ein guter Ausgleich zum stressigen Alltag. Ich bin immer noch sehr aktiv am Zeichnen. Nehmen Sie doch ein paar meiner Zeichenkladden zur Einsicht mit. Und ich lade meine Sachen online hoch, auf …“
„Artstation. Ich weiß. So hat Jack Sie gefunden. Sie haben bei der Karte den Absender vergessen.“
„Oh, hab ich das? Verdammt. Ich hoffe Sie haben mich trotzdem noch gefunden. Ich habe so oft mit Jonathan über Sie geredet, aber bis jetzt nie persönlich kennengelernt. Es ist mir eine große Ehre, ihre Bücher waren ein Schatz der Inspiration. Für mich und viele andere auf dieser Welt.“
„Das höre ich fast jeden Tag. Dabei war es für mich nur ein Ventil um aus der langweiligen Monotonie des Alltags zu entkommen.“
„Jonathan meinte, Sie haben zwar Horizon großzügig finanziert und haben so viel Erfolg mit den Büchern, aber im Grunde genommen sind Sie ein Tagträumer und Versager. Den Eindruck machen Sie auf mich nicht. Ich glaube Sie sind ein verdammt guter Schauspieler der den Trottel mimt.“
Richtig geraten, Heulsuse. Er hob die Brauen und lachte gekünstelt. Der Typ war ein Waschlappen aber doof war er definitiv nicht. 
   Sie unterhielten sich noch eine Weile über die Bücher und über Politik und dann verabschiedete sich Kaz bei Ralf und wurde zurückgeführt. Vielleicht würde Ralf sich als nützliches Asset erweisen.
Die Security gab ihm widerwillig seine Waffen zurück und er wurde bis zu Solomon Central eskortiert. Von da ging es mit seinem Fahrrad nach Hause: was für ein merkwürdiger Tag.

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