Film Roundtable – No. 1

Eigentlich war für heute kein weiterer Beitrag geplant, aber so gegen halb neun, nach einer schönen Dusche und was zu futtern („Maultaschensuppe, bemerkt meine Liebste leicht angewidert“) sitze ich da und chatte mit meiner Besten.
Sie hat sich im Urlaub bei ihren Freundinnen angesteckt und es geht ihr ganz elend und kann ihren Resturlaub vor lauter Erkältung und Elend einfach nicht mehr so richtig genießen. Und da meinte sie eben, dass sie mit mir jetzt echt gerne einen schönen nerdigen Film gucken würde.

Tja, liegen leider 200 km dazwischen und mir leuchtete nicht ganz ein, was genau sie mit „nerdig“ meinte. Und dann hab ich einfach mal geguckt, was mir dazu einfällt … natürlich ist das Ganze schrecklich ausgeartet und in völlig andere Genres geschwappt … passiert mir eigentlich immer. amazon, Disney+ und Netflix, plus den ganzen Krempel den ich in DVD und BD Form in meinen Regalen hab … einfach nur mal ein bisschen stöbern.

Die Liste ist 12 Titel lang, eigentlich sollten es so um die fünfundzwanzig werden, aber nach der 12 ist mir dann einfach die Puste ausgeangen ^^

Ich dachte mir ich mach einfach eine schöne numerierte Liste, immer mit einem Trailer und dann ein bisschen Text. Los Gehts … übrigens ohne wirklich geplante Reihenfolge.

Zukünftige Listen werden kürzer, versprochen ^^

1. The Outpost (2019) – ab 16

Bei diesem Film muss ich leider einräumen, dass ich ihn noch nicht gesehen habe, deshalb muss auf die Mini-Review des geschätzten Crititcal Drinkers zurückgreifen (Klick), der seines Zeichens auch Autor von Bestseller Thrillern ist. Ihn werde ich hier noch öfter erwähnen.

Folgendes Szenario beruhend auf wahren Gegebenheiten: ein kleiner amerikanischer Außenposten mitten in den Bergen von Afghanistan wird von den zahlenmäßig weit überlegenen Taliban angegriffen und für die Soldaten auf dem Stützpunkt beginnt der Kampf ums nackte Überleben.

Ein sehr realistischer, brutaler und ehrlicher Film, ohne diesen unerträglichen Patriotismus den amerikanische Kriegsfilme oft inne haben.

2. Sonic the Hedgehog (2020) – ab 6

Nach Jahren von schlimmen und peinlichen Videospiel Adaptoptionen, gibt es scheinbar doch noch Hoffung. Ein Film über den blauen Igel Sonic mit roten Sneakern, der superschnell rennen kann und irgendwelche komischen Ringe einsammelt … klingt ja erstmal irgendwie nach nichts.

Die Animationen von Sonic sind traumhaft, ebenso der Humor und das Casting mit einem Jim Carry in Höchstform als Mr. Robotnic war eine wahre Meisterleistung. Und die Macher des Films haben definitiv ihr Herzblut reingesteckt. Es gab übrigens nach dem ersten Trailer ein komplettes ReDesign der Figur Sonic, weil der Regisseur auf das Feedback der Fans gehört haben – super Sache.

Das Thema des Films ist Freundschaft.

Und hier noch ein schönes Video des Film-YouTubers Filmento (Klick)

3. Bloodshot (2020) – ab 16

Zuerst: Vin Diesel ❤ (allein seine Stimme).

Es geht um einen Elite Soldaten, der im Einsatz getötet wird und mittels Nano-Technologie „wiederbelebt“ wird und sich prompt auf einen Rachefeldzug begibt, denn seine letzte Erinnerung ist, dass jemand böses seine Frau getötet hat.

Die Krux ist, dass er durch die Naniten in seinem Körper praktisch ein lebender Computer ist und „ferngesteuert“ werden kann, also besteht die Frage, was hier eigentlich in Wahrheit vor sich geht und ob diese Erinnerungen, die er hat wirklich seine sind.

Kein Grandioses Kopfkino, dafür ein sehr solider Sci-Fi Actionflick, mit coolen Ideen und mit einer ziemlich guten Performance von Vin Diesel.

Der Film war mitunter auch eine Inspirationsquelle für „Das Osiris Genom“ in Zusammenhang mit Horizon und Projekt Link.

4. Gesetz der Rache (2009) – ab 16

Ein Familienvater mit seiner Famile, bei einem Überfall werden Frau und Tochter getötet. Aber dann macht der Rechtsanwalt einen Deal mit dem Mörder und setzt ihn wieder auf freien Fuß und hinterlässt einen absolut fassungslosen Vater.

9 Jahre später (ich hab den Film nicht mehr so genau im Kopf) wird der zum Tode verurteilte Komplize des Mörders hingerichtet und alles geht schief, kurz darauf stirbt der Mörder einen furchtbaren Tod, natürlich muss der Vater der Mörder sein, denn wer sonst sollte der Täter sein – zumal der Vater gesteht die beiden Männer umgebracht zu haben. Film zuende?

Weit gefehlt, denn obwohl der Vater im Gefängnis sitzt, werden nacheinander alle Personen auf perfide Art und Weise umgebracht, die damals entweder etwas mit dem Mörder oder der Gerichtsverhandlung danach zu tun hatten.

Und der Vater? Ist er doch vielleicht doch nicht einfach nur irgendein Ingenier …

Ein spannender Rache-Thriller, bei der man tatsächlich für beide Seiten mitfiebert und die eine oder andere Überraschung auf Lager hat.

Für Kenner des Films: ich liebe diese Friedhofs-Szene <3. (Link)

5. Spider-Man: A New Universe (2018) – ab 6

Ich hab jetzt nicht alle Spiderman Filme gesehen, aber von denen, die ich gesehen habe ist das hier für mich der Beste.

In dieser Welt gibt es schon einen Spiderman, aber er ist nicht allein.

Wir folgen Miles Morales (erinnert mich daran, die Comics zu besorgen!), einem Schüler aus Broklyn, bei seinem Kampf in einer ziemlich elitären Schule klarzukommen – als Street-Artist reißt er für einen Abend aus dem Internat um ein Grafitti mit seinem Onkel zu malen und prompt von einer radioaktiven Spinne gebissen wird.

Aber dann öffnet der Bösewicht Kingpin (Daredevil anyone?) einen Portal zu anderen Dimensionen und Spidermans aus anderen Dimensionen stranden in der Welt von Miles Morales und wollen wieder zurück, weil sie in dieser Welt nicht leben können.

Es beginnt ein sehr humorvolles und temporeiches Abenteuer um Miles Spiderman zu rächen und wieder zurück nach Hause zu kommen.

Und es geht um Identität und Familie (finde ich), denn Miles ist kein sonderlich guter Spider Man und hat viel zu lernen und ist völlig unerfahren.

Der Comic-Art Animaltionsstil ist der helle Wahnsinn, sowas habe ich sonst noch nirgendwo gesehen! Der Humor ist spitze, Die Figuren sind klasse und der Soundtrack ein Genuss. Selbst mein Comicfilm-Muffel-Papa, hatte echt Spaß mit dem Film.

Und noch ein Filmento Video zu dem Film (Klick)

6. The Raid (2011) – ab 18

Den Film hat mir tatsächlich vor einigen Jahren mein Bruder empfohlen, als er noch der liebenswürdige Nerd von nebenan gewesen ist (hach ich vermisse unsere Kinoabende).

20 Elite Cops, ein verruchter Crimeboss und ein 30 stöckiges Haus voller Unterwelt-Abschaum. So steht es zumindestens im Trailer. Rama (nicht an die Margarine denken …) ist ein junger Polizist, mit einer liebevollen Frau, die bald ihr Kind zur Welt bringen wird. Also kein „Blankslate“ Action-Held sondern einer, bei dem ihr in jeder Szene mitfiebert, denn er hat einen ziemlich handfesten Grund für sein Überleben zu kämpfen.

Ein indonesischer Action-Film der Extraklasse von Gareth Evans mit Kampfszenen, die in Sachen Qualität nach ihres gleichen suchen (vor allem nicht zu Tode editiert wie bei üblichem Hollywood Müll). Fans von Martial Art Filmen kommen hier wirklich auf ihre Kosten. Ich verlink mal kurz eine der Kampfszenen aus dem Film (Link)

Und hier ein Video zum Film des geschätzten Action-Film Spezialisten Rossatron (Link).

Es gibt übrigens auch eine richtig gute Fortsetzung von 2014, mit noch besseren Kämpfen (falls das überhaupt noch möglich ist) und einer der besten Auto-Verfolgungsjagden die ich kenne. Der Nachfolger ist eher ein Crime-Drama als ein reiner Action-Streifen und erinnert mich lose an The Departed.

Achja ein paar der Silat-Spezialisten (das ist die Kampfsportart im Film) aus den Raid Filmen haben es auch in den neuen John Wick 3 Film geschafft …

7. Monsieur Claude und seine Töchter (2014) – ab 0

Über den bin ich über einen Freund meiner Eltern gestolpert, seines Zeichens „Artenvielfalt-Terrorist“ (auf sowas kann nur klein Lukas mit ~10 kommen).

Eine herrliche französische Kömodie über einen konservativen katholischen Vater von vier hinreissenden Töchtern, die nacheinander heiraten und der Vater ganz verzweifelt ist, dass die Ehemänner keine „echten“ Franzosen sind, sprich: ein Chinese, ein Araber und ein Jude.

Da ist nur noch die vierte Tochter übrig und die Eltern bangen um sie. Als sie verkündet, dass sie einen Katholik heiraten wird, sind die Eltern ganz begeistert … aber ihr Verlobter ist schwarz (und seine Familie ist der Hammer!).

Alle wollen es der vierten ausreden und es gibt reichlich Zoff und Missverständnisse zwischen den Parteien und Kulturen. Aber herrlich humoristisch verpackt und mit einer göttlichen deutschen Synchro.

8. The Equalizer (2014) – ab 16

Eins vorab, Denzel Washingtons deutsche Synchro ist göttlich ❤

Ein bescheidener Mann, ein Mann der Routine, tagsüber arbeitet er in einem Baumarkt und Nachts, weil er nicht schlafen kann, sucht er ein Lokal um die Ecke auf um in Ruhe zu lesen. Dort freundet er sich mit einer jungen Frau an, die als Ecscort arbeitet, aber davon träumt Sängerin zu werden.

Als sie von ihrem „Arbeitgeber“ heftig verprügelt wird, fängt er an zu handeln, obwohl er sich meist eher zurückhält.

Es stellt sich heraus, dass er doch nicht irgendein Nobody ist, und dann wird auch noch die russische Mafia involviert, die einen „Problemlöser“ losschickt um sich des Protagonisten anzunehmen.

Ein actionreiches Katz und Maus Spiel wird losgetreten und es wird intensiv, als die Arbeitskollegen in die Schussbahn geraten.

Der Showdown im Baumarkt ist raffiniert und mit einem genialen Song untermalt: Vengeance von Zack Hemsey (Klick)

Er war mitunter die Inspiration für die Figur Kaz aus meinen Geschichten.

9. Edge of Tomorrow – Live. Die. Repeat (2014) – ab 12

Und täglich grüßt das Murmeltier … hier in Gewand eines actiongeladenen Sci-Fi Streifens der Extraklasse.

Europa wurde von der Alienrasse der Mimics überrannt und die Britten planen nach einem entscheidenen Sieg in Verdun eine Großoffensive über den Kanal.

Ein Oberst der Armee, der aber in Wahrheit eher ein PR Fuzzi und kein richtiger Soldat ist, wird abkommandiert an der Invasion teilzunehmen. Der Protagonist weigert sich, wird degradiert und gegen seinen Willen dort hingebracht.

Völlig unvorbereitet und ohne jegliches Training wird er mit den anderen richtigen Soldaten auf dem Strand abgeworfen und alles geht schief. Die Mimics leisten unerwartet heftigen Widerstand und die Soldaten werden geradezu abgeschlachtet.

Als der Protagonist als letzen Ausweg einen Mimic mit einer Mine ausschaltet und sich dabei selber tötet, wird er mit dem Blut eines (jetzt toten) ganz besonderen Mimic bespritzt, das dafür sorgt, dass er den Tag erneut erlebt. Und das immer und immer wieder. Er muss einen Ausweg finden, die Mimics zu besiegen und die Zeitschleife zu durchbrechen.

Hervorragend gemacht, super Action, Tom Cruise und Emily Blunt ❤ und eine coole Geschichte. Inspiration zu diesem Film war ein Manga, aber ich hab den Titel vergessen.

Und ich übergebe das Wort wieder an The Critical Drinker (Klick)

10. Hardcore Henry (2015) – ab 18

Ich sags euch schon mal, hier wird euch echt schlecht. Denn dieser Film ist aus der Egoperspektive des Protagonisten Henry gedreht und die Kameraführung wackelt gerade beim Rennen was das Zeug hält. Ich spiele bevorzugt Egoshooter also war ich darauf vorbereitet und mir ist nicht schlecht geworden.

Blutig, Brutal, Over-The-Top … natürlich russisch.

Story: Henrys Frau wird entführt und er setzt alles daran, ihren Entführer in die Finger zu bekommen, der allerdings Superkräfte hat (Okay, dass ist btw. auch der Plot für The Boys …). Eine Armee steht zwischen Henry und seiner Frau … los gehts.

11. Tropic Thunder (2008) – ab 12

Kommt ihr kennt doch alle dieses Meme:

Die Protagonisten im Film sind vier namhafte Schauspier, ja in echt auch, aber auch im Film berühmt. Und sie drehen unter Leitung eines unerfahrenen Idioten den „besten“ Kriegsfilm aller Zeiten in Vietnam(?).

Dann werden sie plötzlich in ihren Film-Outfits im Dschungel ausgesetzt um dort weiter zu drehen, aber sie stoßen versehentlich auf echte Kämpfer eines lokalen Druglords und eben nicht auf andere Schauspieler. Die Protagonisten denken aber noch, das gehört zum Film und gehen weiter …

Eine humoristische Reise voller Gefahren und Missverständnisse, die in einem explosiven heroischen Showdown endet.

Tom Cruise spielt auch mit, aber ihr werdet beim gucken im Leben nicht darauf kommen in welcher Rolle.

12. Master & Commander (2003) – ab 12

Eine tolle Buch-Verfilmung und leider ein Boxoffice-Flop, denn es waren eigentlich noch wenigstens zwei Fortsetzungen geplant 😦

Ach die tollen Jack Aubrey Bücher von dem leider verstorbenen Patrick O’Brian. Über 20 Bände, ich hab alle erst einmal gelesen … Papa wenigstens zweimal. Der Film beruht glaube ich lose auf zwei oder drei der Bücher, hab nur vergessen welche.

„Lucky Jack“ (Russel Crowe), sein Freund und Schiffarzt Steven (Paul Bettany) und die Crew der schnittigen Fregatte HMS Surprise werden plötzlich im Nebel von einem unbekannten und überlegenen Gegner attackiert und müssen schwer geschlagen fliehen.

Eine wilde Reise um die halbe Welt entbrennt, mit einem Abstecher zu den Galapagos Inseln. Natürlich setzt Lucky Jack alles daran, seinen in starken und in jeder Hinsicht überlegenen Gegner mit einer raffinierten Taktik zur Strecke zu bringen. Ob es ihm gelingt?

2 Kommentare zu „Film Roundtable – No. 1“

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